CH227106A - Weblitze, insbesondere zur Herstellung endloser Gewebe. - Google Patents

Weblitze, insbesondere zur Herstellung endloser Gewebe.

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CH227106A
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Description


  Weblitze, insbesondere     zur    Herstellung endloser     Gewebe.       Zur Herstellung verschiedener Spezial  gewebe, insbesondere solcher, die für tech  nische Zwecke endlos gewebt .sein müssen,  hat man bisher einseitig offene Drahtlitzen  verwendet, deren Schenkel oberhalb     des     Auges     einige    Male     schraubenlinienförmig    ver  dreht, aber nicht verlötet waren.  



  So konnte     einerseits        ein    Aufdrehen der  Litze auf den Bettfaden bewirkt werden, an  derseits     wurde    beim Tiefgang des     Web-          schaftes        bezw.    der     Bette        ein    Einschneiden  oder     Herausspringen    des Bettfadens, wenn  auch nicht     immer        verhindert,    so<B>doch</B> einge  schränkt.  



  Das mehrmalige Drehen der Litze     beim.     Aufziehen     auf    den Bettfaden, das Zurecht  biegen und das häufig     nötige    Geraderichten  ,des dünnen Drahtes waren nicht nur     ein          ausserordentlich    zeitraubender Arbeitsvor  gang, dem ein ähnlicher beim     Herausdrehen     der Litze folgen     musste,        sondern    die empfind  lichen Litzen unterlagen auch     einem.    über  grossen Verschleiss und     massten    nach kurzer  Benützungsdauer     erneuert    werden.

      Die in der     übrigen    Weberei häufig mit  gutem     Erfolg    verwendeten viel     widerstands-          fähigeren        Flachstahllitzen    kamen für den       obgenannten    Zweck nicht in Betracht, weil  sie     ein        geschlossen-es    Auge besassen.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    nun  eine Weblitze,     insbesondere    zur     Herstellung    .  endloser     Gewebe,    welche sich dadurch kenn  zeichnet,     dass    sie aus zwei     miteinander    ver  bundenen     Teilen    aus     Flachmaterial    besteht  und dass ihr Auge     nach    einem     Litzenende     hin geöffnet werden     kann,    derart,

   dass eine  halbe Umdrehung der     Litze    um ihre Längs  achse das Andrehen auf den     bezw.    das Aus  drehen vom     Bettfaden    ermöglicht.  



  Unter     \Flachmaterial    ist dabei ein Werk  staff zu verstehen, dessen Breite     ein,    mehr  faches der Dicke beträgt.  



  Durch die     Verwendung    von Flachmaterial  (mit     beispielsweise    rechteckigem oder ellip  senförmigem Querschnitt) ist es möglich, viel  widerstandsfähigere Litzen zu erzielen als die  bisher verwendeten     Drahtlitzen.;    die Lebens  dauer der Litzen     wird        dadurch        einerseits    be-           trächtlich    erhöht, anderseits aber auch die  Notwendigkeit von     Wiederinstandsetzungs-          arbeiten    und Reparaturen an den Litzen auf  ein Mindestmass eingeschränkt.  



  Weit mehr fällt aber noch ins Gewicht,  dass der Vorgang beim Einführen des     Kea-          fadens    in die Litze einfacher ist als mit den  bis jetzt     bekannten    Drahtlitzen. Derselbe ist  derart, dass die Litze -durch eine drehende Be  wegung um ihre Längsachse (daher der Aus  druck     "Andrehen\)    auf den gespannten     Keat-          faden    aufgezogen     wird.    Bei     der    Drahtlitze ist  nun ein mehrmaliges Drehen     notwendig    ge  wesen, um die Litze in die richtige Lage zu  bringen,

       während    bei einer Litze gemäss der  vorliegenden Erfindung eine halbe Um  drehung genügt, um die Litze auf den     Kett-          faden    aufzuziehen.  



  Aber auch die     Webarbeit    selbst wird  durch den guten Zustand der Litzen geför  dert.     Die    Litzen gemäss der vorliegenden Er  findung werden an den Enden (Endaugen)  zweckmässig .derart ausgebildet, dass ein Ver  drehen der Litzen nach dem Aufziehen auf  die Schaftstange oder die Schaftleiste aus  geschlossen ist.  



  Bei der Herstellung endloser Gewebe  müssen nach Beendigung des     Webprozesses     die Litzen von der Kette     wieder    herunter  genommen     bezw.    die     Keafäden        aus    -den  Litzen herausgenommen werden.

   Dieser     Vor-          gangerfordert    bei Litzen gemäss der vorlie  genden     Erfindung    wieder nur eine     halbe     Drehung der Litzen, in entgegengesetzter  Richtung als beim Einführen der     Kettfäden     (daher die Bezeichnung     "Ausdrehen"),    wäh  rend, hierfür     bei    den Drahtlitzen wieder ein  mehrmaliges und daher zeitraubendes Drehen  erforderlich ist. Die Litze gemäss der vorlie  genden Erfindung stellt somit in verschie  denster Beziehung einen wesentlichen     tech-          nischen    Fortschritt dar.  



       Ausführungsbeispiele    des Erfindungs  gegenstandes sind auf     beiliegender        Zeichnung          dargestellt.     



       Fig.    1, 2 und 3 zeigen einen Teil     einer     Litze im Aufriss, in der     Seitenansicht    und im       Horizontalschnitt    durch das Auge.         Fig.    4     und    5 zeigen ein weiteres Ausfüh  rungsbeispiel im Aufriss und im Horizontal  schnitt durch das Auge.  



       Fig.    6 und 7     stellen    zwei weitere     Ausfüh-          rungSbeispiele    im Aufriss dar, und       Fig.    8 und 9 veranschaulichen noch ein  weiteres     Ausführungsbeispiel    im Aufriss und  in .der     Seitenansicht.     



  1 und 1' sind die     beiden    Teile aus Flach  material, beispielsweise aus     Stahl.    2 ist die       Verbindungsstelle    der Teile, die     beispiels-          weise    eine Niete oder ein Schweisspunkt     :ein     kann. 4 stellt das Auge der Litze dar.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    nach den     Fig.    1,  2 und 3 sind 3 und 3' die das Auge 4  bildenden Ausschnitte aus den     Teilen    1, 1'.  Die beiden Teile 1. 1' verlaufen auch beim  Auge 4 parallel     zueinander;    der Teil 1 bleibt  über die ranze Länge der Litze vorn und der  Teil 1' hinten. Die     Ebene        des    Auges 4 steht  schräg zur Ebene der benachbarten     Litzen-          teile.     



       Beim        Aulfübrungsbeispiel    nach den     Fig.    4  und 5 weisen die Teile 1, 1' beim Auge 4       Kröpfun.gen    5, 5' auf, derart, dass die Teile  1, 1' ihre Lage zueinander     vertauschen    kön  nen; das heisst der Teil 1 verläuft von oben  vorn nach unten hinten, der Teil 1' von oben  hinten     nach    unten vorn.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fi,g.    6  wird das Auge im Gegensatz zu den vorge  schriebenen Litzen nicht durch     Ausschnitte     in den Teilen 1, 1', sondern durch seitliche       Ausbiegungen    6, 6' derselben gebildet und  die Ebene des Auges ist     ebenfalls    gegenüber  der Ebene der     benachbarten        Litzenteile    ver  dreht. Die Teile 1, 1' verlaufen auch beim  Auge. 4     parallel        zueinander,    so dass der Teil 1  immer vorn, der Teil 1' immer hinten bleibt.  



  Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.    7 ent  spricht dem vorhergehenden mit dem     Unter-          schied.    dass ausser den seitlichen     Ausbiegun-          gen    6, 6' auch noch     Kröpfungen    5, 5', wie  beim Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    4       und.    5, vorhanden sind, so dass der Teil 1 von  oben vorn nach unten hinten und der Teil 1'  von oben hinten nach unten vorn verlaufen  kann. Das Auge ist auch hier verdreht.

             Beim        Ausführungsbeispiel    nach den     Fig.    8  und 9 ermöglichen     Ausschnitte    3, 3' aus den  Teilen 1, 1',     .dass    durch     Ausbiegungen    7, 7'  quer zur Ebene der benachbarten     Litzenteile     das Auge 4 .gebildet wird.  



  Bei allen diesen     Ausführungsbeispielen     kann das Auge nach dem einen     Litzenende     hin geöffnet werden, derart, dass     eine    halbe       Umdrehung    der Litze um ihre     Längsachse     das Andrehen auf den     bezw.    das Ausdrehen  vom     Kettfaden    ermöglicht.  



  Die     beschriebenen    Litzen sind in erster  Linie für die Herstellung endloser Gewebe       geeignet        und    bestimmt, kommen aber auch  für andere Gewebe in Betracht, vor allem,  wenn es sich darum handelt, eine unbrauchbar  gewordene     Litze    auszuwechseln, ohne den  entsprechenden     Bettfaden    abzureissen. In  diesem Fall kann die defekte     Litze    mit einer  Schere oder Zange     aufgeschnitten    und ent  fernt und hierauf durch     eine    der beschrie  benen Litzen     ;ersetzt        werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weblitze, insbesondere zur Herstellung endloser Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus zwei miteinander verbundenen Teilen aus Flachmaterial besteht und dass ihr Auge nach einem Litzenende hin .geöffnet werden kann, derart, dass eine halbe Um- drehung der Litze um ihre Längsachse das Andrehen auf den bezw. das Ausdrehen vom Kettfa,den ermäglicht. UNTERANSPRüCHE:
    1. Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Flachmaterial Stahl verwendet ist. 2. Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (1, 1') einseitige, .gegeneinander berichtete Ausschnitte (3, 3') besitzen, wodurch das Auge (4) gebildet ist, welches nach einem Litzenende hin geöffnet werden kann, wäh rend auf der .dem andern Litzenende zuge- kehrten Seite des Auges die beiden Teile (1, 1')
    fest miteinander verbunden sind. 3. Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Auge (4) .durch seitliche Ausbiegungen (6, 6') der bei den Litzenteile (1, 1') gebildet ist.
    4. Weblitze nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, d.ass die beiden Litzen teile (1, 1') auch be#im Auge (4) parallel zu- ,einander verlaufen. 5. Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Litzen teile (1, 1') beim Auge (4) Kröpfungen (5, 5') aufweisen und ihre Stellung zueinander ver tauschen. 6.
    Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass. die Ebene dies Auges (4) schräg zur Ebene der benachbar ten Litzenteile steht. 7. Weblitze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Auge (4) durch s-e@tliche Ausbiegungen (7, 7') quer zur Ebene der benachbarten Litzenteile (1, 1') gebildet ist.
CH227106D 1939-02-26 1939-02-26 Weblitze, insbesondere zur Herstellung endloser Gewebe. CH227106A (de)

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