Verfahren <B>zum Färben und</B> Bedrucken <B>von</B> Textilfasermaterialien <B>mit</B> Azo- <B>oder</B> Azomethinfarbotoffen. <B>Es wurde gefunden,</B> das8 Textilfasermaterialien <B>in wertvoller Weise</B> gefärbt <B>oder</B> bedruckt <B>werden</B> können, <B>wenn</B> man <B>auf die</B> Textilfasermaterialien <B>wässerige Zube-</B> reitungen <B>aufbringt,
</B> welche <B>mindestens eine saure</B> wasser- lösliohmaohende Gruppe aufweisende 1:2-Chrom- <B>oder Kobalt-</B> <B>komplexe von</B> Azo- <B>oder</B> Azomethinfarbatoffen, <B>die mit dem</B> <B>Fasermaterial und mit</B> Aminoplasten <B>keine</B> homöopolaren Bin- dungen <B>einzugehen vermögen, und in Wasser gelöste oder</B> dispergierte Aminoplaste <B>enthalten,
und das so</B> behandelte <B>Fasermaterial hierauf einer</B> Härtung <B>in</B> Gegenwart <B>eines</B>
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<B>eetr' <SEP> @Catalysaòrs <SEP> unterwirft</B>.
<tb> <B>Das <SEP> Verfahren <SEP> lässt <SEP> sich <SEP> auf <SEP> die <SEP> verschieden-</B>
<tb> <B>sten <SEP> Textilien <SEP> anwenden.
<SEP> Die <SEP> Textilfasern <SEP> können, <SEP> wie <SEP> Aoe-</B> tyloellulose-, Polyamid-, Polyurethan-, Polyaorylnitril- oder Polyesterfasern,
<B>auf synthetischem</B> oder halbaynthe- tisohem Wege hergestellt <B>sein.</B> Besonders <B>gute</B> Dienste <B>leistet</B> das <B>Verfahren beim Färben und</B> Bedrucken <B>von</B> Cellu- loaefaaern, z.B. <B>solchen aus regenerierter</B> Cellulose, <B>wie</B> Viskosekunataeide <B>oder insbesondere Zellwolle,
und vorzugs-</B> <B>weise solchen aus nativer</B> Cellulose, <B>wie</B> Leinen <B>und</B> Baum- wolle. <B>Die beim vorliegenden</B> Verfahren <B>zu</B> verwendenden Metallkomplexverbindungen <B>enthalten als</B> komplexgebundenes Metall <B>Chrom oder Kobalt,</B> wobei <B>ein</B> Sehwermetallatom <B>kom-</B> <B>plex an</B> zwei <B>Moleküle eines</B> Farbstoffes,
<B>oder an ein Mole-</B> <B>kül</B> zWeier <B>verschiedener Farbstoffe oder an ein</B> Molekül <B>eines Farbstoffes und eines farblosen Komplexbildners ge-</B> bunden <B>ist. Die Farbstoffe können eine oder mehr als eine</B> Azogruppe <B>und/oder</B> Azomethingruppe-enthalten.
<B>Die</B> Farbstoffe <B>müssen mindestens eine saure,</B> wasserlöslichmachende <B>Gruppe aufweisen,</B> z.B. <B>eine</B> Carbon- säuregruppe <B>oder</B> Sulfonsäuregruppe. <B>Sofern</B> Carbonsäure- gruppen <B>an der</B> Komplexbildung <B>beteiligt sind,
sind sie</B> <B>nicht mehr als</B> wasserlöslichrnaehend <B>zu</B> betrachten. <B>Im</B> Molekül <B>der komplexen Metallverbindung</B> kann <B>eine einzige</B> wasser.. lösliehmaohende Gruppe, <B>oder es können</B> mehr <B>als eine solche</B> <B>Gruppe,</B> z.B. <B>deren 2 bis 4,</B> vorhanden <B>sein.</B> <B>Die komplexen Metallverbindungen dürfen keine</B> Substituenten <B>aufweisen, welche</B> befähigt <B>sind,
mit dem</B> <B>Fasermaterial und/oder dem</B> Aminoplast <B>unter den beim Färben</B> <B>oder Bedrucken herrschenden</B> Bedingungen homöopolare <B>Bindun-</B> <B>gen einzugehen. Es dürfen also beispielsweise im Farbstoff-</B> <B>molekül keine</B> Carbonsäureamid-, Sulfonsäureamid-, Harnstoff-,
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<B>Amino-triazin- <SEP> oder <SEP> Aminoarylgruppen@aber <SEP> auch <SEP> keine <SEP> Halo-</B> gentriazin- <B>oder</B> Chlorpropionylreste <B>vorhanden sein, um</B> <B>nur einige wenige solcher,
zu</B> homöopolarer <B>Bindung mit</B> Aminoplasten <B>bzw. Fasermaterialien, wie</B> Cellulosefasern, befähigte Substituenten <B>zu erwähnen.</B>
<B>Dagegen können neben den</B> metallkomplexbildenden <B>und den sauren,</B> wasserlösliahmachenden Gruppen <B>noch andere</B> 8ubstituenten, z.H. Alkylreste, wie Methyl, aromatisch gebundene Oxygruppen oder Halogenatome, wie Chlor, A1- koxygruppen, wie Aethoxy oder Methoxy, oder Nitrogruppen, in den Farbstoffen vorhanden sein.
Als komplexbildende Gruppen enthalten die Farb <B>stoffe beispielsweise</B> o,o'-Dioxy-azomethingruppierungen, o-Carboxymethoxy-o'-oxy-, o-Carboxy-o'-oxy-, o-Carboxy- o'-amino-, o-Oxy-o'-amino- oder vorzugsweise o,o'-Dioxy- azogruppierungen.
Vorteilhafte Ergebnisse<B>werden</B> beispielsweise <B>mit</B> Clirom- <B>oder</B> Kobalt-1:2-Komplexen <B>erzielt, die</B> im Kom plex mindestens 1 Molekül eines sulfonsäuregruppenhalti- gen <B>Farbstoffes</B> der Formel
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enthalten;
dabei bedeuten a) R1 einen in o-Stellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen Benzolrefit und R2 einen in Nachbarstellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen, durch min destens eine Sulfon,'turegruppe und gegebenenfalls eine weitere 0x\rgruppe wc-.;.tersubstituierten Naphthalinrest, oder b) R1 und R2 je einen :
in Nachbarstellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen N3phthalinrest, oder c) R1 einen in Nachbarstellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen Benzolrest <B>oder</B> sulfonsäure- gruppenhaltigen Naphthalinrest <B>und</B> R2-OH <B>den in</B> 4-Stellung <B>an die</B> Azogruppe <B>gebundenen Rest eines</B> 5-Pyrazolons. <B>Die zur</B>
Herstellung <B>der Metallkomplexe benötig-</B> ten Azofarbstoffe <B>können im übrigen in</B> Ublioher, ' an <B>sich</B> bekannter <B>Weise und aus</B> bekannten Diazo- <B>und</B> Azokomponen- ten <B>erhalten werden.</B> Zahlreiche <B>derartige</B> Azofarbstoffe <B>sind übrigens</B> l4ngst <B>als</B> Chromierfarbatoffe bekannt. <B>Es</B> kommen <RTI
ID="0005.0028"> für <B>die</B> Eierstellung <B>derartiger</B> Azofarbstoffe z.B. o-Oxy- <B>oder</B> o-Carboxyamine <B>der Benzol- und</B> Naphthalinreihe <B>und als</B> Azokomponenten <B>in</B> Nachbarstellung <B>zu einer</B> Amino- gruppe <B>kuppelnde</B> Aminonaphthaline <B>oder in</B> Nachbarstellung <B>zu einer</B> Oxygruppe <B>(bzw.
einer</B> enolisierbaren Ketogruppe) <B>kuppelnde</B> Oxybenzole, Oxynaphthaline, 2,4-Dioxyehinoline, Pyrazolone <B>und</B> Barbitursäure <B>in</B> Betracht.
<B>Die beim vorliegenden Verfahren zu</B> verwendenden 1:2-Komplexe <B>können</B> ebenfalls <B>in üblicher, an sich bekann-</B> <B>ter Weise aus den</B> metallfreien Monoazofarbstoffen <B>herge-</B> <B>stellt werden,</B> zweckmässig <B>nach den für die Herstellung</B> <B>von</B> 1i2-Metallkomplexen ohne wasserlösliohmaohende <B>Grup-</B> <B>pen bekannten Methoden.</B> Bei<B>der</B> Herstellung symmetrischer <B>Komplexe, bei denen das</B> M.r:
tallatom <B>an zwei gleiche</B> Farb- stoffmoleküle <B>gebunden</B> ist.,<B>empfiehlt es</B> siah,die <B>Farbstoffe</B> In<B>solcher Weise und mit solchen</B> metallabgebenden <B>Mitteln,</B> <B>wie</B> JU.kaliohromsalieylat, <B>Chromacetat,</B> Natriumkobalttartrat, Kobaltacetat <B>oder</B> -sulf at, <B>zu behandeln, dass die</B> gewUnsch- ten K(implexe <B>unmittelbar erhalten werden.
Hierher gehört</B> <B>auch die</B> Chromierung <B>mit</B> Alkalibiehromat In<B>Gegenwart von</B> <B>Reduktionsmitteln.</B>
Für <B>die Herstellung</B> asymmetriaeher <B>Komplexe ist im</B> allgemeinen <B>eine andere Methode angezeigt, um einheitliche</B> Produkte <B>und nicht</B> Gemische <B>mit einem</B> wesentlichen <B>Anteil</B> <B>an</B> symmetrischen,
teilweise <B>überhaupt</B> keine paseerlöslioh- machende Gruppen aufweisenden <B>und daher</B> unerwünschten <B>Neben-</B> <B>produkten</B> zu <B>erhalten.</B> In<B>diesem Falle stellt</B> man zweckmäs- sig <B>aus einem der beiden zum Aufbau des asymmetrischen</B> 1:
2- Komplexes <B>bestimmten Farbstoff, vorzugsweise demjenigen,</B> <B>der mindestens eine</B> xasserlöslichmachende <B>Gruppe enthält,</B> <B>sofern dies nicht bei beiden zutrifft, den</B> 1:1-Chromkom- plex <B>her und setzt diesen hierauf mit dem</B> anderen <B>metall-</B> <B>freien Farbstoff um.
Hierzu ist noch zu</B> bemerken, <B>dass sich</B> <B>die</B> 1:1-Komplexe <B>von</B> o,o'-Dioxyazofarbstoffen <B>nicht nur aus</B> <B>den</B> o,o'-Dioxyazofarbstoffen <B>selbst, sondern auch aus den</B> <B>entsprechenden</B> o-Oxy-o'-alkoxyazofarbstoffen <B>herstellen</B> <B>lassen.
Für die</B> Herstellung <B>derartiger, zur</B> Ueberführung In 1:2-Komplexe <B>bestimmte</B> 1:1-Komplexe <B>können</B> demgemKss <B>anstelle der</B> o-Oxy-diazoverbindungen <B>auch die entsprechen-</B> <B>den</B> o-Alkoxydiazoverbindungen, <B>insbesondere die</B> Methoxy- verbindungen, <B>verwendet</B> rserden.
<B>Die</B> Aufarbeitung <B>der</B> 1z2-Komplexe kann u.U. <B>ge-</B> <B>wisse Schwierigkeiten verursachen, da diese</B> Verbindungen <B>sehr gut wasserlöslich sind.
Komplexe, die sich aus die-</B> <B>sem</B> Orunde <B>nicht</B> aussalzen <B>lassen, können durch Eindampfen</B> <B>des</B> Reaktionsgemisches oder andere geeignete <B>Methoden,</B> z.B. <B>Zusatz von gewissen mit Wasser mischbaren, organi-</B> <B>schen</B> Lösungsmitteln,isoliert werden.
<B>Die beim vorliegenden</B> Verfahren <B>benötigten wäs-</B> <B>serigen</B> Zubereitungen <B>enthalten neben den Metallkomplex-</B> <B>verbindungen noch</B> Aminoplaste, welche <B>in Wasser entweder</B> <B>für</B> sich <B>allein oder gegebenenfalls mit Hilfe eines Dis-</B> <B>pergiermittels</B> - dispergierbar <B>oder vorzugsweise in Was-</B> <B>ser löslich</B> Bind, <B>wobei die Wasserlöslichkeit nicht unbe-</B> <B>dingt unbeschränkt sein</B> muss,<B>sondern auch solche</B> Amino- Plaste <B>in Betracht</B> kommen,
<B>die mit Wasser nur in bestimm-</B> <B>ten Mengenverhältnissen</B> elne <B>einheitliche</B> Lösung <B>ergeben.</B> im<B>übrigen</B> können<B>beliebige</B> Aminoplaste <B>gewählt</B> <B>werden,</B> insbesondere aber Harnstoffharze oder Melamin- harze: So kommen z.B. Harnstoff-Formaldehydharze in Betracht.
Diese können sich von Methylolharnatoffen aus 1 Mol Harnstoff und 2 bis 11#Mol Formaldehyd oder den Alkyl- äthern <B>dieser</B> Methylolverbindungen <B>mit</B> niedrigaolekularen <B>Alkoholen, wie Methanol oder</B> n-Butanol, <B>ableiten, wobei</B> <B>auch nur ein Teil der im Molekül vorhandenen</B> Methylolgrup- pen veräthert <B>sein kann.
Als Beispiel seien hier ferner</B> Methyläther <B>von</B> Methyloläthylenharnstoffen <B>sowie</B> Methylol- aeetylharnstoffe <B>und deren</B> Methyläther erwähnt. <B>Weiterhin</B> kommen Kondensationaverbindungen <B>von</B> Formaldehyd <B>mit solchen Verbindungen in</B> Betracht, <B>welche,</B> <B>wie</B> Dioyandiamid <B>oder</B> Melamin,
mindestens einmal <B>die</B> Atom- gruppierung
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<B>enthalten,</B> oder, <B>wie</B> Cyanamid, <B>leicht in solche Verbindun-</B> <B>gen übergehen.</B>
<B>Die</B> für<B>den vorliegenden</B> Zweck heranzuziehenden For aldehydkondensationsprodukte <B>können sich von den ver-</B> <B>schiedensten Verbindungen mit der. angegebenen</B> Atomgruppie rung,<B>sowohl</B> cyclischen al.r, <B>auch</B> nicht-oyeliachen, <B>ablei-</B> <B>ten.
Unter den</B> nicht-cyelischen Verbindungen <B>seien</B> z.B. Dicyandiamid, Dicyandiamidin, Guanidin, Acetoguanidin <B>oder</B> Biguanidin <B>erwähnt.</B> Geeignete <B>Kondensationsprodukte sind</B> beispielsweise <B>diejenigen, die unter</B> Verwendung <B>von mehr</B> als 1 Mol, z.B. von 2 bis 4 Mol oder mehr Formaldehyd,
be- zogen <B>auf 1</B> Mol <B>der Verbindung, die mindestens einmal die</B> Atomgruppierung
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<B>enthält, hergestellt werden. Es können solche Kondensations-</B> <B>produkte zur Anwendung</B> gelangen, <B>die in neutralem, alkali-</B> <B>schem oder</B> saurem <B>Medium erhalten werden.</B>
<B>Die</B> fUr <B>das</B> erfindungsgemässe Verfahren <B>geeigne-</B> <B>ten Kondensationsprodukte</B> aus Formaldehyd <B>und</B> eyolischen Verbindungen, <B>die</B> mindestens einmal <B>die</B> Atomgruppierung
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<B>enthalten,
leiten sich</B> vorzugsweise <B>von</B> Aminotriazinen <B>ab.</B> Es kommen Methylolverbindungen von Aminotriazinen oder deren Aether oder Ester in Betracht.
Unter den Verbindun <B>gen seien</B> vor allem Umsetzungsprodukte von Formaldehyd und 2,4,6-Triamin-1,3,5-triazin, gewöhnlich Melamin <B>genannt,</B> erwähnt. Solche Kondensationsprodukte können <B>eine</B> bis 6 Methylolgruppen@enthalteri, gewöhnlich <B>stellen sie Mischun-</B> <B>gen von verschiedenen</B> Veill-indungen <B>dar.
Weiterhin</B> kommen Methylolverbindungen von solchen Abkömmlingen oder Melamine in Betracht, die noch mindestens eine Aminogruppe enthalten, z.H. Methylolverbindungen von Melam, Melem, Ammelin, Amme lid oder von halogensubstituierten Aminotriazinen, wie 2-Chlor-4,6-diamino-1,3,1-;-triazin;
ferner Methylolverbin- dungen von Gurulaminen, Wie z.H. von Benzoguanamin, Aceto- guanamin <B>oder</B> Formoguanamin.
<B>Weiterhin können für die Zwecke der vorliegen-</B> <B>den</B> Erfindung Formaldehydkondensationsprodukte <B>von Form-</B> <B>aldehyd und</B> Guanylmelamin <B>verwendet</B> werden. <B>Solche Konden-</B> <B>sationsprodukte</B> können sich<B>ableiten von Mono-,</B> D1- <B>oder</B> Triguanylmelamin oder deren Mischungen, die erhältlich <B>sind,
wenn</B> man Dicyandiamid <B>in einem</B> inerten <B>Lösungsmit-</B> <B>tel in der</B> Wärme <B>mit gasförmigen</B> Halogenwasserstoffen <B>be-</B> handelt und aus den entstandenen Salzen die freien Amine durch Zugabe starker Alkalien abscheidet. Auch substituier.. te Guanylmelamine können zur Herstellung von Formaldehyd- kondensationsprodukten benützt werden.
Die Salze der Formaldehydkondensationsprodukte, die anstelle der freien basischen Kondensationsprodukte auch herangezogen werden können, können sich von anorga nischen Säuren, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, oder von organischen S'iuren, insb>sondere von niedrigmolekularen aliphatischen Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Pro- pionsäure oder G1ykolsäure ableiten.
<B>Neben den</B> Aminoplasten <B>können die beim vorliegen-</B> <B>den</B> Verfahren zu<B>verwendenden wässerigen Zubereitungen auch</B> <B>noch</B> weitere <B>Stoffe,</B> z.B. Weichmacher <B>für das Textilmate-</B> <B>rial, enthalten.</B> Beispielsweise <B>kann auch ein Latex eines</B> Polymerisationskunststoffes <B>zugesetzt werden. Besonders vor-</B> <B>teilhaft sind solche</B> Latices, <B>die mit den</B> Aminoplasten vor- netzbare Gruppen <B>enthalten.
Die</B> Polymerisate <B>können</B> Homo- oder Misehpolymerisate sei .<B>sie leiten sich vorzugsweise</B> <B>von</B> monomeren <B>Verbindungen mit der</B> Atomgruppierung
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<B>ab, beispielsweise von</B> Vinylestern <B>organischer Säuren, wie</B> Vinylacetat, Vinylformiat, Vir@ylbutyrat, Vinylbenzoat, <B>fer-</B> <B>ner von</B> Vinylalkylketonen, Vir@ylhalogeniden,
<B>wie</B> Vinylohlo- rid, Vinylfluorid, Vinylidenehlorid, Vinylarylverbindungen, <B>wie</B> Styrol <B>und substituierten</B> Styrolen, weiterhin <B>von Ver-</B> bindungen <B>der</B> Acrylsäure- <B>und</B> Methaerylsgurereihe, <B>wie</B> <B>Estern aus</B> Acrylsäure <B>und Alkoholen oder</B> Phenolen, z.B. Aethylaorylat,
Butylacrylat, Dodeoylacrylat. Weitere mono <B>mere Verbindungen, die</B> zum<B>Aufbau der</B> Polymerisate <B>dienen</B> <B>können, sind</B> Acrylnitril, Acrylamid <B>und an</B> Amidstiekatoff <B>substituierte Derivate, ferner analoge Derivate der</B> Methacryl- säure, a-Chloracrylsäure, Crotonsäure,
Maleinsäure <B>oder</B> Fumar- säure <B>oder auch</B> Acrylsäure <B>oder</B> Methacrylsäure <B>selbst,</B> schliess- lich polymerisierbare Olefine, <B>wie</B> Isobutylen, Butadien, 2-Chlorbutadien <B>oder</B> heterocyclische <B>Verbindungen, wie die</B> <B>verschiedenen</B> Vinylpyridine. <B>Die Herstellung von binären,
</B> ternären <B>oder noch komplizierter gebauten</B> Misehpolymeriaa- ten <B>in</B> Emulsionsform <B>ist bekannt,</B> sadaas <B>hier nicht näher</B> <B>darauf eingetreten werden</B> muss. <B>Nachfolgend seien einige</B> geeignete Miaehpolymerisate erwähnt.
<B>1.</B> Miachpolymerisat <B>aus 50 Teilen</B> n-Butylaerylat, <B>40 Teilen</B> Vinylchlorid, 6 Teilei Aorylagure. <B>2.</B> Migohpolymerieat <B>aus 66 Teilen</B> n-Hutylaorylat, <B>12 Teilen</B> Styrol, <B>22 Teilen</B> Vinyliaobutylgther. <B>3.</B> Misehpolymerisat <B>aus 64 Teilen</B> Aethylaerylat, <B>12</B> Teilen Styrol,
22<B>Teilen</B> Vinylieobutyläther <B>und</B> 2<B>Teilen</B> Acrylaäure.
<B>4.</B> Mischpolymerisat <B>aus 70 Teilen</B> asymmetrischem Diehloräthan <B>und 30 Teilen</B> Butylaerylat.
<B>5.</B> Mischpolymerisat <B>aus 56 Teilen</B> Butylacrylat, 40<B>Teilen</B> Vinylchlorid <B>und 4 Teilen</B> Acrylebure. 6. Mischpolymerisat <B>aus</B> 50<B>Teilen</B> asymmetrischem Diohloräthan, <B>45 Teilen</B> Butylaerylat <B>und 5 Tei-</B> <B>len</B> Acrylamid.
<B>7.</B> Mischpolymerisat <B>aus 52 Teilen</B> Vinylohlorid, 35 Teilen Butylacrylat, 7 Teilen Methylacrylat <B>und</B> 6<B>Teilen</B> Acrylamid.
<B>Weiterhin sind</B> die handelaUblichen Mischpolymerisa- te <B>aus</B> Styrol <B>und</B> Butadien <B>und aus</B> Acrylnitril <B>und</B> Butadien <B>geeignet.</B> Selbstverständlich kann <B>die wässerige</B> Zubereitung <B>eine oder mehrere</B> Latexkomponenten <B>enthalten neben einem</B> <B>oder</B> mehreren Aminoplasten, z.B. <B>einem</B> diapergierten,
<B>in</B> <B>Wasser nicht</B> löslichen@aber <B>in organischen Lösungsmitteln</B> <B>löslichen Derivat eines</B> Formaldehydkondensationsproduktes <B>einer mit</B> Formaldehyd härtbare Harze <B>liefernden</B> Aminoverbin- Jung <B>und einem</B> wasserlöslichen Formaldehydkondensationspro- dukt <B>einer mit</B> Formaldehyd härtbare Harze <B>liefernden</B> Amino- <RTI
ID="0013.0023"> verbindung.
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<B>Schliesslich</B>
<tb> <B>die <SEP> wässerigen <SEP> Zubereitun-</B>
<tb> gen <SEP> noch <SEP> <B>einen,eeur</B>en <SEP> <B>-@Ratalyslator, <SEP> wie <SEP> Ammoniumsulfat,</B> <SEP> Ammo- niumchlorid, Diammoniumphosphat, Aethanolaminehlorhydrat, Zinknitrat, Zinkfluorborat <B>oder</B> Ammoniumailikofluorid.
<B>Die wässerigen</B> Zubereitungen <B>können nun in Übli-</B> <B>cher, an sich</B> bekannter <B>Weise</B> auf.die Textilfasermaterialien <B>aufgebracht</B> werden, <B>vorteilhaft bei</B> Haumtemperatur <B>oder höch-</B> <B>stens leicht erhöhter Temperatur,</B> 2.B. <B>zwischen 10 und</B> 40o <B>C.</B> <B>Das</B> Verfahren <B>eignet sich vor allem</B> fUr <B>die kontinuierliche</B> Arbeitsmeühode,
z.B. <B>zum</B> Bedrucken <B>von</B> Geweben <B>im Walzendruck</B> <B>oder zum Imprägnieren am</B> Fculard.
<B>Die</B> Imprägnierlö:-ungen <B>können als weitere</B> Zusgtze*, z.B. Netz- oder Dispergiermittel enthalten. Für die Druck <B>posten</B> können <B>die üblichen Verdickungsmittel, Nie</B> StUrke, Traganth, Methylcellulose verwendet <B>werden, und auch hier</B> <B>können</B> noch weitere Stoffe, z.B. hydrotrope Mittel<B>wie</B> Harnstoff <B>zugesetzt</B> werden.
Die Mengenverhältnisse<B>der</B> beim vorliegenden Verfahren zu verwendenden Farbstoffe und Aminoplaste, <B>sowie</B> auch der gegebenenfalls zusätzlich verwendeten <B>Hilfemittel können</B> in weiten Grenzen schwanken. Die <B>Menge der Farbstoffe richtet sich im</B> wesentlichen <B>nach</B> <B>der</B> gewünschten Farbstärke. <B>Die</B> Menge <B>den</B> Aminoplasten <B>soll im allgemeinen nicht geringer sein als diejenige</B> <B>des Farbstoffes, und es empfiehlt sich in der Regel,</B> <B>das Mengenverhältnis so zu wählen,
</B> dass <B>die Menge des</B> Aminoplastes <B>ein mehrfaches der</B> Farbstoffmenge beträgt, <B>bzw.</B> Zubereitungen <B>zu verwenden, welche in</B> 1000 <B>Teilen</B> etwa 20 bis 200 Teile Aminoplast enthalten. Nachdem die den Farbstoff und das Aminoplast enthaltende Zubereitung sowie der Katalysator auf den Faserstoff aufgebracht wcrden ist, wird das Ganze der Härtung <B>unterworfen.
Vor dem Härten wird zweckmässig ge-</B> <B>trocknet, mit Vorteil bei</B> Raumtemperatur <B>oder durch Er-,</B> wärmen <B>auf Temperaturen, bei denen noch keine</B> nennens- werte Härtung stattfindet, <B>beispielsweise auf solche un-</B> ter<B>1000</B> C.
Für Textilmaterialien aus regenerierter Cellu- <B>lose empfiehlt es sich im allgemeinen, die</B> Färbungen <B>oder</B> <B>Drucke nicht sofort nach dem Aufbringen der</B> Parbatoffzu- bereitungen <B>zu</B> trocknen, <B>sondern sie während einiger</B> Zeit, z.B. <B>1 bis 6 Stunden, feucht liegen zu lassen. Die Färbun-</B> <B>gen und Drucke werden auf diese Weise im allgemeinen stär-</B> <B>ker</B> und/oder gleichmässiger <B>im Farbton.</B>
<B>Die Härtung erfolgt</B> zweckmässig <B>auf den</B> üblichen Apparaten <B>mit oder ohne Düsenvorrichtung durch blosses Er-</B> <B>wärmen auf die erforderliche Temperatur,</B> z.B. <B>auf eine sol-</B> <B>che</B> zwischen <B>120 und 1800 C oder höher. Es</B> kann <B>auch mit</B> <B>Hilfe von Infrarotstrahlen gehärtet werden. Ja nach Art</B> <B>der Hitzeeinwirkung können schon ganz kurze</B> Härtungszei- ten, z.B. <B>10 bis 30 Sekunden, genügen.
Schliesslich</B> kann <B>man auch ohne</B> Vortrocknung <B>härten,</B> sodass Trocknung <B>und</B> <B>Härtung gleichzeitig erfolgen.</B> <B>Je nach den</B> Eigenschaften <B>und der</B> Menge <B>des ver-</B> <B>wendeten</B> Aminoplastes <B>und je nachdem, ob die wässerige</B> Zu- bereitung <B>noch</B> andere Mittel<B>enthält, können beim vor-</B> <B>liegenden Verfahren noch zusätzliche Wirkungen erzielt</B> <B>werden,</B> beispielsweise <B>Knitterfestigkeit, Schrumpffestig-</B> <B>keit,
</B> permanente Kalandereffekte, <B>Veränderung des Griffs</B> <B>der Textilien. oder</B> Hydrophobierung. <B>Zwecks</B> Entfernung <B>von nicht fixiertem Farbstoff,</B> Katalysator <B>und anderen</B> nicht fixierten Substanzen, <B>empfiehlt es sich, die</B> Faserstoffe <B>nach dem</B> Härten <B>in</B> üblicher <B>Weise abzuseifen,</B> z.B. <B>durch eine</B> Behandlung <B>bei 40 bis 800 C in einer</B> Lösung,
<B>die</B> Seife, Seife <B>und</B> - Natriumarbonat <B>oder ein</B> synthetisches Waschmittel, z.B. <B>ein</B> Aethylenoxydanlagerungsprodukt <B>eines</B> p-Alkylphenols <B>oder</B> 2-heptadecyl-N-benzy-benzimidazol-disulfonsaures Natrium, <B>enthält.
Die nach dem</B> vorliegenden Verfahren erhaltenen Färbungen und <B>Drucke zeichnen sich durch gute</B> Nasdeohtheitseigensohaften, <B>insbesondere durch eine gute</B> Waschechtheit <B>aus.</B> <B>In der belgischen</B> Patentschrift 568 <B>725 ist</B> <B>ein Verfahren</B> zum Färben <B>und Bedrucken von Faserstoffen</B> <B>beschrieben,
und dieses</B> bekannte Verfahren lat <B>dadurch</B> gekennzeichnet, dass <B>man die</B> Faserstoffe, welche <B>mit</B> <B>wässerigen</B> Zubereitungen imprägniert <B>sind, welche einer-</B> <B>seits wasserlösliche</B> Farbstoffe, <B>die mindestens eine</B> N-Alkylolgruppe <B>oder in eine solche</B> UberfUhrbare Gruppe aufweisen,
<B>und anderseits in Wasser mindestens</B> disper- gierbare Aminoplaste <B>enthalten, einer</B> Härtung <B>unterwirft.</B> Chrom- <B>und</B> kobalthaltige Farbstoffe <B>werden in der</B> bel gischen<B>Patentschrift nicht erwähnt.</B> Weiterhin.muss <B>es</B> <B>im Hinblick</B> auf <B>diese Patentschrift als</B> Uberrasohend angesehen <B>werden,
dass</B> nach<B>dem vorliegenden</B> Verfahren <B>waschechte</B> Färbungen <B>erhalten werden, obschon die</B> hier- bei <B>zu verwendenden</B> ehroro- <B>und</B> kobalthaltigen <B>Farbstof-</B> <B>fe keine in</B> N-Alkylolgruppen Uberführbare substituenten <B>aufweisen dürfen und somit leichter zugänglich sind.</B> In<B>den nachfolgenden</B> Beispielen <B>bedeuten die</B> <B>Teile,
</B> sofern <B>nichts</B> anderes bemerkt <B>wird,</B> Gewichts- tolle<B>und die</B> Prozente <B>Gewichtsprozente.</B> Beispiel <B>1</B> <B>-------------</B> <B>Ein</B> mereerisiertes Baumwollgewebe <B>wird</B> am Foulard <B>mit einer</B> wässerigen <B>Lösung behandelt, die in 100 Raumtei-</B> <B>len 20 Teile der</B> 1:
2-Kobaltkomplexverbindung <B>des</B> Parbstof- fes <B>der</B> Formel
EMI0018.0011
<B>135 Teile einer</B> 65%igen <B>wässerigen</B> Lösung <B>von</B> hochmethylier- tem Hexacnethylolmelamin <B>und 4 Teile</B> Ammoniumehlorid <B>enthält.</B> <B>Das</B> Gewebe <B>wird</B> abgepresst,
sodass <B>seine</B> Gewichtszunahme <B>noch</B> <B>65 bis</B> 70% beträgt. Hierauf <B>wird es bei</B> Zimmertemperatur an <B>der Luft</B> getrocknet <B>und</B> anschliessend <B>bei 155 bis</B> 160 <B>C</B> wäh- rend <B>6 Minuten</B> gehärtet. Nun-wird <B>das</B> Gewebe während <B>5 Minu-</B> <B>ten bei 50o C in einer
Lösung nachgewaschen, die im Liter</B> <B>Wasser 2 g eines</B> Anlagerungsproduktes <B>von 9</B> Mol Aethylenöxyd an <B>1</B> Mol Nonylphenol <B>und</B> ?<B>g wasserfreies</B> Natriumx:arbonat <B>enthält. Das</B> Gewebe <B>zeigt einer. violetten Farbton; die Fär-</B> <B>bung zeichnet sich durch</B> eine<B>sehr gute Wasch-</B> und <B>Lichtecht-</B> <B>heit aus.</B>
<B>Setzt man der</B> Foulardflotte <B>noch 20 Teile einer</B> 20%igen wässerigen Polyäthylen-Emulsion <B>auf 1000 Raumteile</B> <B>zu, so zeigt das</B> gefärbte <B>Gewebe einen</B> weicheren <B>Griff.</B> Beispiel 2 <B>-------------</B> <B>Man verfährt</B> nach<B>der Vorschrift des</B> Beispiels <B>1,</B> <B>verwendet aber anstelle</B> des<B>dort</B> erwähnten kobalthaltigen <B>Farbstoffes einen der nachstehend</B> aufgeführten 112-Metall komplexe,<B>die sich in üblicher Weise herstellen lassen.</B>
<B>In der Tabelle</B> A<B>sind</B> 1t2-Komplexe <B>aufgeführt, die</B> 2 Moleküle <B>des gleichen Farbstoffes an ein Metallatom kom-</B> <B>plex gebunden enthalten.</B>
EMI0019.0007
<U>TABELLE <SEP> <B>A</B></U>
<tb> <B>Me- <SEP> F <SEP> a <SEP> r <SEP> b <SEP> s <SEP> t</B> <SEP> o <SEP> <B>f <SEP> f <SEP> Farbton <SEP> auf</B>
<tb> <B>tall <SEP> Baumwolle</B>
<tb> 1 <SEP> Co <SEP> H033 <SEP> OH <SEP> HO
<tb> N <SEP> <B>N</B> <SEP> braun
<tb> <B>02N</B> <SEP> H3C-C-CH3
<tb> CH <SEP> 3
<tb> <B>OH</B> <SEP> HO
<tb> 2 <SEP> Co <SEP> N <SEP> <B>N</B> <SEP> violett braun
<tb> 02N
<tb> 03H
<tb> OH <SEP> HO
<tb> marineblau
<tb> 3 <SEP> Cr <SEP> HO <SEP> 3S <SEP> <B>_IC#-</B> <SEP> N <SEP> = <SEP> N_
<tb> so <SEP> 3H
EMI0020.0001
<B>' <SEP> F <SEP> a <SEP> r <SEP> b
<SEP> a <SEP> t <SEP> o <SEP> f <SEP> f <SEP> Farbton <SEP> auf</B>
<tb> t <SEP> <B>ai1 <SEP> Baumwolf</B>
<tb> <B>OH</B> <SEP> HO
<tb> Cr <SEP> H03s <SEP> N <SEP> N <SEP> <B>grau</B>
<tb> 02N
<tb> HO <SEP> C1
<tb> COOH
<tb> C <SEP> - <SEP> <B>N <SEP> s0 <SEP> H <SEP> gelb</B>
<tb> 5 <SEP> Cr
<tb> -N <SEP> = <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> C@ <SEP> 3
<tb> @C <SEP> = <SEP> <B>N</B> <SEP> Cl
<tb> I
<tb> H3C
<tb> HO
<tb> HO <SEP> 2s <SEP> OH
<tb> <B>gelbbraun</B>
<tb> 6 <SEP> Co <SEP> <B>N</B> <SEP> a <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> C
<tb> @C <SEP> = <SEP> <B>N</B>
<tb> o2N <SEP> Hic
<tb> <B>OH</B> <SEP> HO
<tb> C <SEP> - <SEP> N <SEP> s0 <SEP> H
<tb> 7 <SEP> Co <SEP> <B>N</B> <SEP> m <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> C@ <SEP> 3
<tb> @C <SEP> = <SEP> <B>N</B>
<tb> i
<tb> so <SEP> 3H
<tb> OH <SEP> HO
<tb> I
<tb> C <SEP> - <SEP> <B>N <SEP> 303H <SEP> orange</B>
<tb> 8
<SEP> Cr <SEP> N <SEP> @ <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> C
<tb> @C <SEP> = <SEP> <B>N</B>
<tb> s031' <SEP> H3 <SEP> C
EMI0021.0001
Me- <SEP> <B>F <SEP> a <SEP> r <SEP> b <SEP> a <SEP> t <SEP> o <SEP> f <SEP> f <SEP> Farbton <SEP> auf</B>
<tb> <B>tall <SEP> Baumwolle</B>
<tb> OH <SEP> <B>HO</B>
<tb> <B>/@</B> <SEP> _ <SEP> <B>N <SEP> rot</B>
<tb> Cr <SEP> <B>HO <SEP> S</B>
<tb> <B><I>-9--N</I></B> <SEP> s <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> <B>C</B>
<tb> @C <SEP> @ <SEP> N <SEP> 0 <SEP> H
<tb> 3
<tb> H3
<tb> HO <SEP> 3S <SEP> OH <SEP> H
<tb> 10 <SEP> Cr <SEP> N <SEP> = <SEP> N <SEP> - <SEP> C <SEP> 1 <SEP> rot
<tb> @C <SEP> s <SEP> <B>N</B>
<tb> C1 <SEP> HOOC
<tb> H035 <SEP> HO
<tb> = <SEP> - <SEP> C
<tb> 11 <SEP> Cc <SEP> N <SEP> E1 <SEP> C <SEP> ,@ <SEP> ,
- <SEP> <B>NH</B>
<tb> NH <SEP> rotbraun
<tb> C1
<tb> HOOC
<tb> HO <SEP> H0'i3
<tb> OH <SEP> /C <SEP> - <SEP> N <SEP> S03
<tb> 12 <SEP> Cr <SEP> 02N__ <SEP> N=N <SEP> - <SEP> C <SEP> rot
<tb> Hic
<tb> H03S
<tb> HO
<tb> 02N <SEP> OH
<tb> C: <SEP> _ <SEP> t1 <SEP> rot
<tb> 13 <SEP> Cr <SEP> N <SEP> = <SEP> <B>N</B> <SEP> - <SEP> C@
<tb> i <SEP> = <SEP> <B>N</B> <SEP> 503H
<tb> C1 <SEP> H3C
EMI0022.0001
Me- <SEP> F <SEP> g <SEP> r <SEP> b <SEP> s <SEP> t <SEP> o <SEP> f <SEP> f <SEP> <B>Farbton <SEP> auf</B>
<tb> tall <SEP> <B>Baumwoll</B>
<tb> UH <SEP> HO
<tb> /C <SEP> - <SEP> N
<tb> 14 <SEP> Co <SEP> HO <SEP> S <SEP> N <SEP> = <SEP> N <SEP> - <SEP> C <SEP> 1 <SEP> <B>rotbraun</B>
<tb> 3 <SEP> @c <SEP> N
<tb> 02N <SEP> H3C
<tb> OH <SEP> HO <SEP> <B>so</B> <SEP> 3H
<tb> N <SEP> N <SEP> <B>graubraun</B>
<tb> 15 <SEP> Cr
<tb> @N <SEP> =
<tb>
<B>so</B> <SEP> 3H
<tb> H03S <SEP> <B>OH</B> <SEP> HO
<tb> <B>16 <SEP> Cr <SEP> N</B> <SEP> = <SEP> <B>N</B> <SEP> 1 <SEP> <B>OH <SEP> blaugrau</B>
<tb> cl <SEP> HO3s
<tb> OH <SEP> HO
<tb> OH
<tb> 17 <SEP> Cr <SEP> N <SEP> = <SEP> N <SEP> <B>grau</B>
<tb> C1 <SEP> HO <SEP> 3S
<tb> OH <SEP> HO
<tb> 18 <SEP> Cr <SEP> N <SEP> = <SEP> N <SEP> - <SEP> C@ <SEP> C <SEP> j <SEP> orange
<tb> C <SEP> = <SEP> N <SEP> <B>SO</B> <SEP> 3H
<tb> 02 <SEP> Hic
EMI0023.0001
<B>M@- <SEP> F <SEP> a <SEP> r <SEP> b <SEP> s <SEP> t <SEP> o <SEP> f <SEP> f <SEP> Farbton <SEP> auf</B>
<tb> <B>toll</B> <SEP> Baumrolle
<tb> 02N <SEP> OH <SEP> HO
<tb> /C <SEP> - <SEP> N._...@.S03H
<tb> 19 <SEP> Cr <SEP> N <SEP> = <SEP> N <SEP> - <SEP> C <SEP> rot
<tb> '-C <SEP> m <SEP> N
<tb> H3 <SEP> H3@
<tb> 02N <SEP> OH <SEP> N <SEP> <B>so</B> <SEP> 3H
<tb> 20 <SEP> Co <SEP>
<B><I>N2</I></B> <SEP> graugrün
<tb> 02N <SEP> 503H
<tb> OH <SEP> <B>ff</B> <SEP> 2N
<tb> 21 <SEP> Cc <SEP> O2N<B><I>--. < :l#-</I></B>N <SEP> = <SEP> N <SEP> blau
<tb> 503H
<tb> OH <SEP> HO
<tb> /C <SEP> - <SEP> NH
<tb> 22 <SEP> Cr <SEP> @@ <SEP> N <SEP> 2e <SEP> N <SEP> - <SEP> C <SEP> I <SEP> orange
<tb> @C <SEP> N
<tb> HooF <SEP> HOOC In der Tabelle H sind 1:2-Komplexe aufgeführt, die<B>je</B> 1 Molekül zweier verschiedener Farbstoffe an ein Metallatom gebunden enthalten.
Anstelle des hoehmethylierten Hexamethylol- melamins kann man <B>auch</B> 200<B>Teile einer</B> 50%-igen wässe rigen Lösung <B>von</B> Tetrarnetiiylolacetylenharnstoff <B>verwen-</B> den und erhält ebenfalls waschechte Färbungen.
EMI0025.0001
EMI0026.0001
EMI0027.0001
EMI0028.0001
<B>Weiterhin kann man nach der</B> Vorschrift <B>des Bei-</B> <B>spiels 1</B> Baumwolle <B>mit der</B> 1:
2-Chromkomplexverbindung <B>des</B> Azomethinfarbstoffes <B>der Formel</B>
EMI0029.0005
<B>in gelben Tönen und mit dem</B> 1#2-Chromkomplex, <B>der</B> an <B>1</B> <B>Atom Chrom</B> wAd <B>1</B> Molekül <B>des</B> Farbstoffen <B>der</B> Formel
EMI0029.0012
<B>und, als farbloser</B> Kcmplexbildner, <B>1</B> Molekül. 8-axyohino- lin-7-sulfonsäure <B>gebunden enthält,
in</B> grünen <B>Tönen fär-</B> <B>ben.</B> Beispiel 3 <B>-------------</B> Als Farbstoff verwendet man die komplexe Chrom <B>verbindung Nr. 17 der Tabelle A, und</B> man färbt Zellwolle <B>nach</B> der Vorschrift des Beispiels 1 mit<B>einem der</B> folgen <B>den</B> Produkte <B>anstelle des in Beispiel 1</B> genannten hooh- methylierten Hexarnethylolmelamins:
<B>a)</B> 135 Teile 75%ige wässerige Lösung von Tri- methylolmelamln-trimethyläther, <B>b) 100 Teile</B> Dimethylolharnstoff, <B>e) 200 Teile</B> 50%ige <B>wässerige Lösung der</B> Methylol- verbindung des ülyoxalmonoureins, <B>d)</B> 200 Teile 50%ige <B>wässerige</B> Lösung <B>der</B> Methylol- verbindung des sslyoxaldiureins.
Man erhält waschechte, graue Färbungen. Beispiel u <B>-------------</B> Ein Baumwollgewebe wird am Foulard mit einer in der nachstehenden Tabelle C beschriebenen wässerigen Zubereitungen 1 bis 10, welche die Jeweils unter I bis IV angegebenen Stoffe in 1000 Raumteilen enthalten, impräg niert, an der Luft getrocknet und während 6 Minuten bei 155 bis<B>1600</B> C gehärtet.
Hierauf wird bei<B>500</B> C während 5 Minuten in einer Lösung nachgewaschen, die in 1000 Teilen Wasser 2 Teile wasserfreies Natriumearbonat und 2 Teile eines Anlagerungsproduktes von 9 Mol Aethylen- oxyd an 1 Mol Konylphenol enthält. Unter V in der Tabel le ist der Farbton der so erhaltenen, waschechten Fär bungen angegeben.
EMI0032.0001
EMI0033.0001
EMI0034.0001
Beispiel 5 <B>-------------</B> <B>Ein</B> Zellwollgewebe <B>wird</B> am Foulard <B>mit einer</B> <B>wässerigen</B> Zubereitung imprägniert, welche <B>in</B> 1000 Raum <B>teilen 26 Tolle des Farbstoffes Nr.
19</B> derTabelle <B>A,</B> <B>110 Teile einer</B> 70%igen <B>wässerigen Lösung von</B> hochmethy- liertem Hexamethylolmelamin,
20<B>Teile</B> 20%ige wässerige Pclyäthylenemulsion <B>und</B> 5<B>Teile</B> Ammoniumehlorid <B>enthält.</B> <B>Das</B> Gewebe <B>wird in</B> feuchtem Zustand <B>aufgerollt und in</B> <B>einer</B> Hülle aus Kunststoff-Folie 6<B>Stunden</B> lang <B>sich</B> <B>selbst</B> überlassen. <B>Hierauf wird das</B> Gewebe <B>auf</B> Rahmen <B>gespannt,
</B> getrocknet <B>und bei 155 bis 160o C</B> während 6 <B>Minuten gehärtet. Nach</B> dem<B>Abseifen erhält</B> man <B>eine</B> <B>waschechte rote Färbung, deren Farbton wesentlich stär-</B> <B>ker ist, als</B> wenn man, bei<B>sonst gleicher Arbeitsweise,</B> <B>ohne Liegenlassen in feuchtem</B> Zustand <B>färbt.</B> Beispiel 6 Man <B>stellt in</B> üblicher<B>Weise eine</B> Emulsions- verdickung <B>her aus:
</B>
EMI0036.0005
<B>100 <SEP> Teilen <SEP> eines <SEP> mit <SEP> wenig <SEP> Hexamethylendiiso-</B>
<tb> <B>cyanat</B> <SEP> versetzten <SEP> Umsetzungspro <B>duktes <SEP> aus <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Oleylalkohol <SEP> und</B>
<tb> 80 <SEP> <B>Mol <SEP> Aethylenoxyd</B>
<tb> 100 <SEP> <B>Teilen <SEP> Wasser</B>
<tb> <B>11 <SEP> Teilen <SEP> einer</B> <SEP> 20%igen <SEP> <B>wässerigen <SEP> Polyäthylen-</B>
<tb> emulsion
<tb> <B>145 <SEP> Teilen <SEP> einer</B> <SEP> 75%igen <SEP> <B>wässerigen <SEP> Lösung <SEP> eines</B>
<tb> <B>Methylolmelarninmethyläthers, <SEP> der <SEP> auf</B>
<tb> <B>1 <SEP> Melamin <SEP> 4 <SEP> bis <SEP> 5 <SEP> Methylolgruppen <SEP> und</B>
<tb> 2 <SEP> bis <SEP> 3 <SEP> verätherte <SEP> Methylolgruppen
<tb> <B>enthält</B>
<tb> 616 <SEP> <B>Teilen</B> <SEP> Lackbenzin
<tb> <B>28 <SEP> Teilen <SEP> konz.
<SEP> w1Esserigen <SEP> Ammoniak</B>
<tb> 1000 <SEP> <B>Teile</B> <SEP> . <B>Aus 920 Teilen dieser</B> Verdickung, <B>40 Teilen des</B> Parbetof <B>Pes Nr.</B> 19 der Tabelle A und 40 Teilen 25%iger<B>wäs-</B> <B>seriger</B> Amraoniumehloridlrisung <B>bereitet</B> man <B>eine Druckfarbe</B> <B>und bedruckt mit dieser Ein Baumwollgewebe. Nach dem Trock-</B> <B>nen wird das bedruckte</B> Gewebe <B>während 5 Minuten einer Tem-</B> peratur von<B>1500</B> C ausgesetzt. Man erhält einen roten Druck.
Beispiel 7 <B>------ ------</B> <B>Als Farbstoff verwendet man 30 Teile des mit</B> Natriumcarbonat <B>neutralisierten</B> 1t2-Chromkomplexes <B>Nr.</B> <B>22 der</B> Tabelle <B>A oder 30 Teile des mit</B> Hatriumcarbonat neutralisierten, <B>entsprechenden</B> 1:
2-Kobaltkomplexes, <B>als</B> Aminoplast <B>das im</B> Beispiel <B>1</B> genannte, hoohmethy.- lierte Hexamethylolmelamin und als Katalysator 20<B>Tei-</B> <B>le</B> Nagnesiumohlorid <B>in 1000 Raumteilen</B> wässeriger Zu- bereitung. <B>Im</B> Ubrigen verfährt man<B>nach der Vorschrift</B> <B>des Beispiels 1 und erhält eine</B> waschechte orange
<B>bzw.</B> <B>gelbe Färbung.</B>