CH227538A - Verfahren zur Erzeugung einer mattglänzenden Schicht auf keramischen Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung einer mattglänzenden Schicht auf keramischen Gegenständen.

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CH227538A
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Description


  Verfahren zur Erzeugung einer mattglänzenden Schicht auf keramischen     Gegenständen.       Das Problem, auf keramischen Gegen  ständen aller Art einen mattglänzenden Über  zug vom Aussehen der antiken Vasenmale  rei zu erhalten, ist lange Zeit ungelöst ge  wesen.

   Die altrömischen und altgriechischen  Töpferwaren zeigen sämtlich einen ganz cha  rakteristischen matten und warmen Glanz,  der sich nicht nur in verschiedenen     Farb-          tönungen    von rot bis braun, sondern auch bei  durch Reduktion erhaltenen schwarzen Über  zügen, die vielfach auch als     Terra        nigra    be  zeichnet werden, und bei den schwarzrot ge  musterten Töpferwaren, zum Beispiel der       attischen    Vasenmalerei,

       wiederfindet.    (Alle  diese lassen sich wegen des immer wieder  kehrenden Glanzes trotz der verschiedenen       Farbtönungen    unter dem Begriff der     Terra          sigillata    zusammenfassen.) Die Lösung des  Problems, diesen Effekt nachzuahmen, wurde  von dem Erfinder in verschiedenen Ver  öffentlichungen aufgezeigt. Der Grundge  danke dieses Verfahrens besteht darin, die    Gegenstände mit einer     Tonaufschlämmung     zu überziehen, die von allen schwereren  Schwebeteilchen befreit ist, was     durch.    Ein  stellung auf ein bestimmtes spezifisches Ge  wicht, eine bestimmte Viskosität oder der  gleichen und     Absitzenlassen    erreicht wird.

   Es  ist dabei auch gelungen, auf ein und dem  selben Gegenstand Figuren, Zeichnungen  usw. in schwarzer Farbe auf hellerem Grund  aufzubringen     bezw.    den Scherben tiefschwarz  zu reduzieren und dabei Figuren und Zeich  nungen     in    der eigentlichen helleren Farbe  des Scherbens bestehen zu lassen. Um mittels  derartiger feiner Tonaufschlämmungen einen       Schwarzrot-Effekt    zu erzielen, werden die  Formlinge entsprechend der gewünschten  Musterung mit einer     Tonaufschlämmung     überzogen, die eine in reduziertem Zustand  dunkelfarbige bis schwarze     Metallverbindung     enthält, und diese zunächst reduzierend und  hierauf oxydierend behandelt.

   Beim reduzie  renden Brand geht die Umwandlung des      höhenwertigen Metalloxyds in das zweiwer  tige dunkle     Oxyduloxyd    im Scherben und  im Firnis gleichmässig vor sich. Anders ist  es beim nachträglichen oxydierenden Brand.  Der Sauerstoff der Luft dringt zwar mühe  los in die Poren des     urbestrichenen    Tones  und verwandelt das dunkle     Oxydul    wieder  in das hellere Oxyd, dagegen kann der Sauer  stoff nicht in die mit Schlicken bestrichenen  Stellen eindringen. Infolgedessen muss     glas     einmal reduzierte Oxyd seine Oxydations  stufe und damit die dunkle bis schwarze  Farbe behalten.  



  Bei diesem Verfahren steht der Glanz der  Überzüge in gewisser Abhängigkeit vom  Grad der     Peptisation        bezw.    im umgekehrten  Verhältnis zur Grösse der im     Überzugsschlik-          ker    schwebenden Tonteilchen, die ihrerseits  abhängig ist von der Länge der     Absetzzeit.     Es wurde wiederholt versucht, diese Glanz  bildung auf der Oberfläche auch ohne Ver  wendung der allerfeinsten Tonteilchen zu er  reichen,     indem    grössere oder kleinere Mengen       Flossmittel    dem     peptisierten        Schlicken    oder  dem Scherben zugesetzt wurden.

   Alle diese  Versuche führten jedoch zu einem uner  wünschten Ergebnis. Die Flossmittel ver  schmolzen mit dem kolloidalen Tonauftrag  zu einer Glasur, die infolge ihrer sehr gerin  gen Schichtdicke vom     Scherben    aufgesogen  wird und dadurch die Oberfläche vollkom  men stumpf macht. Ausserdem zeigte der Zu  satz von Flossmitteln, soweit sie löslich sind,  die unangenehme Erscheinung, dass der  Schlicken gelatinös wurde. Hierdurch wird  aber     ein    einwandfreier Auftrag auf den  Scherben unmöglich.  



  Die vorliegende Erfindung beruht auf  der Feststellung, dass sich die etwa     1/1o    bis       1/1"."    mm starken kolloidalen     Tonschichten     auf dem Scherben gleichwohl in vorteilhaf  ter Weise mit Flossmitteln behandeln lassen,  wenn man ein bestimmtes Verfahren anwen  det.

   Gemäss der Erfindung wird der Ton  gegenstand mit einer dünnflüssigen Tonauf  schlämmung, deren suspendierte Teilchen  höchstens 2     ,u    gross sind und die auf  einem der vorstehend genannten Wege, zum    Beispiel durch     Aufsehlämmen    des Tons unter  Zusatz eines     Puptisatiorismittels,    Einstellung  auf ein     bestimmtes    spezifisches Gewicht oder  eine bestimmte     Viskosität    und Abscheiden  der gröberen Teilchen (vergleiche schweize  rische     Patentsehriften    Nr.

       1848?3,    193014  und 200320),     hergestellt.    ist,     übergossen    oder  an einzelnen Stellen oder auch im ganzen be  malt, und dieser     Lberzug    mit einer Lösung  eures     Flossmittels    behandelt und dann in  zweckentsprechender     @,Teise    oxydierend oder  reduzierend     gebrannt.     



  Die mit einer Schicht     teilweise    oder ganz       zei    bedeckenden Gegenstände können durch  Drehen oder im Giessverfahren aus tonhal  tigen Massen     hergestellt    sein. Das für die       Behandlung    des     Tonschlickerüberzuges    be  nutzte Flossmittel kann zum Beispiel Bor  säure, Soda oder Borax sein. Als besonders  zweckmässig hat sich jedoch die     Verwendunb          hygroskopischer    Alkalien, wie zum     Beispiel     von     Kaliumkarbonat    oder     Alkalihydroxyd,     erwiesen.

   Die mit der Lösung eines der  artigen Flossmittels behandelten     Geberstände     erhalten nach einem oxydierenden Brennen  einen höheren Glanz     Lind    ausserdem einen  etwas mehr     bräunlichen    Ton als die nach dem  bekannten Verfahren hergestellten     Terra          sigillata    Überzüge. Durch diese     Farbvertie-          fung    wird das Aussehen zahlreicher antiker  römischer Gefässe erreicht.

   Die nachträgliche       Behandlung    mit einer     Flussmittellösung    hat  ferner den Vorteil, dass die Gefässe eine     :;e-          ringere    Durchlässigkeit     gegen        VV    assen und  Feuchtigkeit bekommen.  



  Ferner ist die nachträgliche Behandlung  mit der Lösung eines Flossmittels, insbeson  dere eines     livgroskopischen    Alkalis von Be  deutung, wenn es sieh darum handelt,     G9-          genstände    nach Art der     grieehischen    Vasen  malerei in     der    sogenannten     Schwarz-rot-Tech-          nik    zu verzieren.  



  Werden die durch reduzierende und oxy  dierende Brandführung mit einer schwarz  roten Musterung zu versehenden Gegenstände  vor dem Brennen gemäss der Erfindung     rnit     einer     Flussmittellösung,    wie zum Beispiel  einer     Lösunb    von     haliumkarbonat    oder           Alkalihydroxyd,    behandelt, so wird die Er  zeugung des     Schwarzrot-Effektes    noch er  leichtert und verbessert. Der Glanz des  Gegenstandes und die Wasserdichtigkeit wer  den auch hier erheblich erhöht.

   Ausserdem  wurde festgestellt, dass infolge der Behand  lung mit der     Flussmittellösung    die Beständig  keit des durch Reduktion erzeugten glänzen  den tiefen Schwarz gesteigert ist, so dass  selbst bei mehrstündiger     Ausdehnung    des an  schliessenden oxydierenden Brandes bei 1000   die Farbtiefe nicht beeinträchtigt wird. Da  durch gelingt es, Gegenstände zu erhalten,  die den alten griechischen Scherben oder der  sogenannten     Terra        nigra    noch ähnlicher sind.  



  Das Behandeln der Schicht aus der dünn  flüssigen     Tonaufschlämmung,    deren suspen  dierte Teilchen höchstens     2,u    gross sind,     reit     einer     Flussmittellösung        ist    also nicht nur       dann    von erheblicher Bedeutung, wenn die  Gegenstände unter oxydierendem Brennen  auf der ganzen Oberfläche rot oder durch re  duzierendes Brennen auf der ganzen Ober  fläche schwarz gebrannt werden, sondern  auch dann, wenn der Gegenstand mit einem  teilweisen Überzug von     Tonschlicker    ver  sehen wird, der infolge abwechselnd reduzie  render und oxydierender Brandführung     ein     schwarzrotes Muster liefert.  



  Grundsätzlich eignen sich für das Ver  fahren nach der Erfindung alle löslichen oder  kolloidal     verteilbaren        Flussmittel.    Lösungen  von hygroskopischen Salzen haben jedoch  den Vorteil, dass die Salze beim Trocknen  nicht auskristallisieren, wodurch sie. sich nur  an bestimmten Stellen ausscheiden würden,  sondern eine gleichmässige Schicht auf der  ganzen Fläche liefern. Aus diesem Grunde  ist auch das     Kaliumhydroxyd    gegenüber dem       Natriumhydroxyd    zu bevorzugen, da das  durch die     Einwirkung    von Kohlensäure ent  stehende Karbonat im ersten Fall ebenfalls  hygroskopisch     ist,    im zweiten Fall dagegen  nicht.  



  Die Konzentration der benutzten     Fluss-          mittellösungen    kann in weiten Grenzen  schwanken, bisweilen genügt schon eine       1%ige    Lösung von     Kaliumkarbonat,    um die    Wirkung erkennbar zu machen. Im allgemei  nen empfiehlt sich jedoch die     Verblendung     konzentrierter Lösungen von zum     Beispiel     20 bis<B>30%,</B> da hierdurch der Glanz stärker  gesteigert und ein     intensiver    Schutz von re  duzierend     gebrannten    Gegenständen gegen  über Rückoxydation hervorgerufen wird.

   Die  Behandlung mit der     Flussmittellösung    zer  stört keinesfalls die durch     Tonschlicker    er  zeugte Schicht, auch nicht, wenn es sich um  die teilweise Überziehung und Erzeugung  von     Schwarz-rot-Mustern    handelt und wenn  die hierfür vorbereiteten Gegenstände noch  zwecks Erzielung eines matten Glanzes auf  den rot brennenden Stellen zusätzlich mit  einer stark verdünnten     peptisierten    Ton  lösung überzogen werden.  



  Die Art der     Gewinnung    der     Tonauf-          schlämmung    oder des     Schlickers    ist nicht we  sentlich. Es ist lediglich die Anforderung zu  stellen, dass die     Aufschlämmung    nur aus  Teilchen besteht, die höchstens '2     ,u    gross sind.  Sie muss nach dem Auftragen auf eine Unter  lage zu einem festen, zusammenhängenden  Film auftrocknen. Gegebenenfalls können  Verflüssigungsmittel     Anwendung    finden.  Vorzugsweise wird die     Verdünnung    so ge  wählt, dass nach mehrstündigem Stehen die  vom Absitzenden abgetrennte Aufschläm  mung beim Auftragen auf eine Glasplatte  einen nahezu durchsichtigen Film ergibt.

    Diese Durchsichtigkeit ist ein Kennzeichen  für die Feinheit der Tonteilchen. Je dichter  aber der Film ist, desto beständiger     ist    der  einmal reduzierte Überzug gegen Oxydation.  



  Während bei der Erzeugung eines       Schwarzrot-Effektes    die nur     teilweise    und  nur mit der Tonaufschlämmung überzogenen  Gegenstände nach der bei bis zu 1000  durch  geführten reduzierenden Behandlung bei  einer niedrigeren Temperatur von höchstens  etwa 700  oxydierend gebrannt werden müs  sen, ist diese     Temperatursenkung    während  des oxydierenden Brandes nicht erforderlich,  sondern auch diese Stufe kann bei 700 bis  1000  durchgeführt werden,     wenn    man den  Überzug gemäss der     Erfindung    noch mit  einer     Auftragung    von     Flussmittel    versieht.

        Es kann dann ohne weiteres derart gearbeitet  werden, dass die überzogenen und     gebrannten     Gegenstände zunächst bei 900-1000  oxy  dierend und dann bei der gleichen Tempe  ratur etwa     3-4    Stunden reduzierend und  schliesslich noch einige Stunden wiederum bei  derselben Temperatur oxydierend gebrannt  werden. Der während der reduzierenden  Stufe gebildete schwarze Überzug     ist    infolge  des     Flussmittels    so dicht und beständig, dass  er bei der anschliessenden Oxydation trotz der  hohen Temperatur nicht mehr verändert  wird.  



  Die im vorstehenden erwähnte erste oxy  dierende Stufe kann auch fortfallen. Man  kann zum     Beispiel    in der Weise arbeiten,  dass     dis    mit der     Tonaufschlämmung    über  zogenen und mit     Flussmittellösung    nach  behandelten Gegenstände in Gegenwart von  verbrennbaren kohlenstoffhaltigen Substan  zen,     wie    Sägemehl, Kohlenpulver oder der  gleichen, unter teilweisem     Luftabschluss,    zum  Beispiel unter einer Kapsel aus porösem Ton,  bei 900      und    anschliessend nach Verbrennen  des kohlenstoffhaltigen Stoffes bei der glei  chen Temperatur noch einige Stunden wei  ter gebrannt werden.

   Nach dem Abkühlen  werden die Gegenstände aus dem Ofen ent  fernt.  



  Die Durchführung der Reduktion bei über  700  ist deshalb empfehlenswert, weil bei  niedriger Temperatur mitunter die reduzierte  Schicht nicht genügend gesintert wird und  dann beim Abkühlen unter grösserem Luft  zutritt der Überzug ebenso wie der Scherben  wieder die Farbe des Oxydes annehmen kann.  Es ist also stets darauf zu achten, dass eine       ausreichende    Reduktion des Überzuges und  nachträglich eine genügende Oxydation des  freiliegenden     Scherbens    erreicht wird. Mit  steigender Temperatur stellt sich je nach dem  Sauerstoffgehalt der Brennluft das Gleich  gewicht    Fe 0     -(-        Fes04        #-        Fe2Os       naturgemäss schneller als bei niedriger Tem  peratur ein.

   Brennzeit und Sauerstoffkon  zentration haben einen erheblichen Einfluss,    so dass die     Arbeitsbedingungen    dem Einzel  fall anzupassen sind.  



  Bei den antiken Gefässen der Schwarz  rot-Technik ist noch auffallend, dass auch  die rot bleibenden Stellen einen schwachen  Mattglanz besitzen. Dieser Effekt kann     beim     Verfahren nach der Erfindung dadurch er  reicht werden, dass die ungebrannten Gegen  stände auf den rot bleibenden Stellen mit  einer stark verdünnten Tonaufschlämmung  überzogen und gebrannt werden, so dass an  diesen Stellen ein mattglänzender Überzug  entsteht.

   Man kann natürlich auch den gan  zen Gegenstand in ungebranntem Zustande  mit dem auf ein spezifisches Gewicht von  1,01-1,02 verdünnten     Schlicker    überziehen  und nach dessen     Auftrocknung    auf die dun  kel zu brennenden Teile einen stärkeren       Schlicker    vom spezifischen Gewicht etwa  1,1 aufbringen und nachher den Gegenstand  mit     Flussmittellösung    behandeln.

   Umgekehrt  kann man zunächst auf den Gegenstand die  Malerei mit dem stärkeren     Schlicker    vom spe  zifischen Gewicht etwa 1,1 aufbringen und  danach den ganzen Gegenstand mit dem stark  verdünnten     Schlicker    vom spezifischen Ge  wicht     1,01-1,02    überziehen und ihn dann  mit     Flussmittellösung    behandeln.  



  Die Wirkung des     Flussmittels,    nämlich  der Schutz gegen eine Rückoxydation, tritt  bei dem Auftrag des stark verdünnten       Schlickers    vom spezifischen Gewicht 1,01  bis 1,02 nicht so in Erscheinung wie bei dem  normalen     Malsehlicker    vom spezifischen Ge  wicht 1,1. Infolgedessen kann man im Inter  esse einer vereinfachten Durchführung den  ganzen Gegenstand mit dem stark verdünn  ten     Schlicker    und danach nicht nur die mit  dem     Schlicker    vom spezifischen Gewicht 1,1  bemalten Stellen mit der     Flussmittellösung     behandeln, ohne dass an den rot zu brennen  den Stellen das Eindringen der Luft wäh  rend der Oxydationsstufe verhindert wird.

    Grundsätzlich genügt es allerdings, wenn nur  die mit dem unverdünnten     Schlicker    vom  spezifischen Gewicht etwa 1,1 bemalten Stel  len mit der     Flussmittellösung    behandelt  werden.      <I>Ausführungsbeispiel:</I>  Die aus einem rot brennenden Ton ge  formten keramischen Gegenstände wurden in  trockenem oder lederartigem Zustande zu  nächst mit einer sehr dünnen kolloidalen Ton  lösung vom spezifischen Gewicht von 1,01  bis 1,02 überzogen. Diese Tonlösung wurde  dadurch erhalten, dass der gleiche rot bren  nende Ton in Wasser aufgeschlämmt und ab  setzen gelassen und der gewonnene     Schlicker     mit etwa der fünffachen Menge Wasser ver  dünnt wurde. Der Auftrag auf die kerami  schen Gegenstände kann durch Spritzen oder  Tauchen erfolgen.  



  Nach dem Trocknen dieses hauchdünnen  Auftrages wurden die Gegenstände entspre  chend     dem    gewünschten Muster mit der dünn  flüssigen     Tonaufschlämmung,    deren suspen  dierte Teilchen höchstens     2,u    gross sind, be  malt. Diese Tonaufschlämmung hat ein spe  zifisches Gewicht von 1,1. Nach dem Trock  nen dieses Auftrages wurde der ganze Gegen  stand in     eine    20%ige Lösung von Kalium  karbonat getaucht. Diese     Flussmittellösung     kann jedoch auch durch Spritzen aufgetragen  werden.  



  Nach dem Auftragen dieser Lösung  wurde der Gegenstand bei 950-1000  zu  nächst oxydierend und dann     3-4    Stunden  reduzierend und darauf wieder einige Stun  den oxydierend gebrannt. Nach dem Erkal  ten zeigten die Gegenstände ein Aussehen  entsprechend den antiken griechischen Vasen  malereien.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH? Verfahren zur Erzeugung eines matt glänzenden, die Oberfläche mindestens teil weise bedeckenden Überzuges auf kerami schen Gegenständen unter Benutzung einer dünnflüssigen Tonaufschlämmung, deren sus pendierte Teilchen höchstens 2,u gross sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlinge nach dem Aufbringen einer die Oberfläche mindestens teilweise bedeckenden Schicht aus dieser Tonaufschlämmung mit einer Lösung eines Flussmittels behandelt und darauf ge brannt werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Behandlung der mit der Tonaufschlämmung versehenen und getrockneten Gegenstände die Lösung eines hygroskopischen Alkalis verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Flussmittel Kaliumkarbonat verwendet wird'. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Flussmittel Alkalihydroxyd verwendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur teilweise' mit der Tonaufschlämmung überzogene Gegen stände nach dem Trocknen auf ihrer ganzen Oberfläche mit einer Flussmittellösung be handelt, in Gegenwart von verbrennbaren kohlenstoffhaltigen Substanzen bei 800 bis 1000 unter teilweisem Luftabschluss redu zierend und nach Verbrennen des kohlen stoffhaltigen Stoffes einige Zeit oxydierend gebrannt und die Gegenstände nach dem Ab kühlen aus dem Ofen entfernt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstände an den rot bleibenden Stellen mit einer im Verhältnis zur genannten stark verdünnten Tonaufschlämmung über zogen und gebrannt werden, so dass an die sen Stellen ein Überzug vom Aussehen der Terra sigillata entsteht.
CH227538D 1951-01-16 1941-01-24 Verfahren zur Erzeugung einer mattglänzenden Schicht auf keramischen Gegenständen. CH227538A (de)

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