CH227974A - Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesättigte Abkömmlinge der Pregnanreihe. - Google Patents

Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesättigte Abkömmlinge der Pregnanreihe.

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CH227974A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zum     Enthalogenieren    von     Anlagerungsproduktenvon    Halogen an ungesättigte  Abkömmlinge der     Pregnanreilie.       Bekanntlich schützt man ungesättigte  Verbindungen der     Pregnanreihe,    d. h.

   unge  sättigte     Cyclopentanopolyhydrophena.nthren-          verbindungen        bei,    chemischen Umsetzungen,  besonders bei Oxydationen zur Vermeidung       sekundärer        Reaktionen,    dadurch, dass man an  die     Doppelbindungen    Halogen anlagert und  dieses nach     Beendigung    der     beabsichtigten     chemischen Umsetzungen wieder     entfernt.    Für  diese     Enthalogenierung    hat man bisher so  wohl Zinkstaub als auch     Jodnatrium    in der  Hitze verwendet.

   Diese Arbeitsweisen,     welche     bei stabilen Verbindungen mit Erfolg Ver  wendung finden, führen bei empfindlicheren  Verbindungen zu unzureichenden Ausbeuten.  



  Es wurde nun gefunden. dass man die  Ausbeuten an den     enthalogenierten    Produk  ten der     Pregnanreihe    wesentlich steigern  kann, wenn man die     Enthalogenierung    durch  gleichzeitige     Anwendung    von Zinkstaub und  Jodsalzen in der Kälte vornimmt.    Man löst beispielsweise die zu     enthalo-          genierende    Verbindung in einem organischen       Lösungsmittel,    gibt eine Lösung eines Jod  salzes, wie     Jodnatrium,    in Aceton hinzu,  schüttelt das Gemisch     einige    Zeit mit Zink  staub und saugt nach beendigter Reaktion  vom     Zinkstaub    ab.

   Durch diese Massnahme  erhält man wesentlich bessere Ausbeuten an       Enthalogenierungsprodukten    als bisher.  



  In den folgenden Beispielen ist das Ver  fahren im Rahmen einer grösseren Zahl von       einzelnen    Schritten erläutert worden, da -sich  seine Vorteile gerade in Verbindung mit den  gesamten auf dem Gebiet der     Cyclopentano-          polyhydrophenanthrenverbindungen    üblichen       Verfahren    zeigen.    <I>Beispiele:</I>  1.

   Zu einer Lösung von     0,632    g     Pregnen-          olon    in 15 cm'     Methylenehlorid    lässt man eine       Brom-MethylienchlorlLcL-Lösiung,        bereitet    aus  320 mg Brom in 8     cm3        Methylenchlorid,    bei           einer    Temperatur von 0-3  innerhalb von  10     Minuten        zutropfen.    Darauf wird das     LtS-          sungsmittel    im Vakuum entfernt,

   der Rück  stand mit 12 cm- Benzol aufgenommen und  die     benzolische    Lösung mit einer     Oxydations-          lösung,    bereitet aus 0,4 g     Cr03,    4     em3        H@0     und 8     cm.'''    Eisessig 16 Stunden auf der Ma  schine geschüttelt. Danach wird die     Benzot-          lösung    im     Scheidetrichter    getrennt, erst mit       Natriumbicarbonatlösung    und dann mit Was  ser gewaschen und über     Natrium-,ulfat    ge  trocknet.

   Nach     Abfiltrieren    vom Natrium  sulfat füllt man die Lösung auf 75 cm' mit  Benzol auf, setzt 20 g Zinkstaub und eine  Lösung von 1 g     Natriumjodid    in 50     ein-    Ace  ton hinzu und schüttelt 15 Stunden. Nun fil  triert man vom Zinkstaub ab, wäscht die Lö  sung mit schwefelsäurehaltigem     @,\rasser    und  trocknet sie. Darauf wird im Vakuum ein  bedampft; der Rückstand ist weiss und kri  stallisiert. Durch     Umlösen    aus säurehaltigem       Alkohol    wird daraus das Progesteron .erhal  ten     (Ausbeute    0,365     g).     



  2. Zu einer Lösung von 6,32 g     Pregnen-          olon        in    90 am'     1Vlethylenchlorid    lässt man eine       Brom-Methylenchlorid-Lösung,    bestehend aus  3,2 g Brom in 60 cm'     Methylenchlorid,    bei  einer Temperatur von 0-3  innerhalb 10     Mi-          nuten    einfliessen.

   Die Lösung wird sofort im       Vakuumeingedampft,    der     Rückstand    in  120 cm' trockenem Benzol gelöst und diese  Lösung mit einer     Oxydationslösung,    bereitet:  aus 12 g     Cr03,    40 cm'     Wasser    und 80 cm'       Eisessig,    16     Stunden    bei     Zimmertemperatur     geschüttelt. Darauf trennt man die Benzol       .I     im Scheidetrichter ab, wäscht sie mit  N     atriumbicarbonatlösung    und Wasser und  trocknet sie über Natriumsulfat.

   Nach     Abfil-          trieren    des Natriumsulfates wird     div    Lösung  mit Benzol auf 360 cm' aufgefüllt, 200     b          Zinkstaub    und eine Lösung von 10 g     Natrium-          jodid    in 270 cm'     Aceton    zugefügt und die       Reaktionslösung    sofort 16 Stunden auf     der     Maschine geschüttelt. Nach     Abfiltrieren        vorn     Zinkstaub wird die gelbe Lösung erst mit       schwefel:s@äurehaltigem    Wasser, dann     mit     Wasser gewaschen.

   Sie wird     dabei    wasser  klar. Nach dem Trocknen über Na.tritimsul-         fat    wird zur Trockne eingedampft. Der     Rüek-          sta.nd    (5,61 g) ist weiss und gut kristallisiert.  Er wird in Alkohol mit einigen Tropfen  Schwefelsäure aufgekocht; nach     Verdünnen     mit Wasser     kristallisiert        dann    das Progeste  ron aus, da:, durch     nochmaliges        Umlösen    rein  weisserhalten      wird.        Ausheute    3,8 g.  



  Derselbe Versuch, ausgeführt mit nur  4 r g 03, liefert<B>3"9g</B> Progesteron.  



  3. 945 mg     3-Oxy        androsten-methyl-hetimirt     (20)     -,erden    in 20 cm'     Eisessig    gelöst und     zur     Lösung eine     Bromeisessiglösung,    bereitet aus  480 mg Brom und 10     cm''    Eisessig, bei 16 bis  18      eintropfen    belassen.

   Danach fügt man     eint          Cr0        3-Lösurtg,    bereitet aus 0.6g     Cr03,        0,'-)        ctn          Wasser    und 15 cm" Eisessig, hinzu und lässt  24 Stunden stehen; es fällt anfänglich ein  brauner Niederschlag aus, der allmählich       wieder    in Lösung geht.

   Die     Reaktionsl.ösun        @o-          wird    darauf unter     Rührün    und unter Stick  stoff mit 20g Zinkstaub und 1,5g     Natrium-          jodid    versetzt und 17     Stunden    bei Zimmer  temperatur gerührt. Danach filtriert man den  Zinkstaub ab und giesst die Lösung in<I>Was-</I>  ser.

   Nach eintägigem Stehen     kristallisiert        da-;     Progesteron aus, das durch     Umlösen    oder     Dt-          stillation    im     Hochvakuum        gereinigt        werden.     kann.    4.

   Zu einer     Lösung    von 374     in-,        Pregnen-          diol-(3,21)-an-120)-monoacetat-(21)    in 15     cnr'          Methylenchlorid    lässt man eine     Brom-Methy-          lenahlo.ridlösttng,    bereitet aus 160 mg     Bronn     in 4 cm"     Methylenchlorid,    bei 0"     innerhaiL     10 Minuten einfliessen.

   Danach wird das Lö  sungsmittel im     Vakuum        fortgedampft,    der  Rückstand in 7     cm"    Benzol     gelöst    und diese  Lösung mit einer     Oxydationslösung,    bereitet  aus 0,2 g     @@O.;,    ? cm" Wasser und 4 cm' Eis  essig, 16 Stunden geschüttelt. Null wird die       Benzollösung    getrennt,     tttit        Natriumbicarbo-          rat-Lösuttg    und     'N#@Tasser-        gewaschen    und ge  trocknet.

   Darauf füllt man die     benzolische          Lösung    auf 37     ertt     mit Benzol auf, fügt 10 g  Zinkstaub und eine Lösung     voll    0,5 g     Na.-          triumjodid    in 25 cm'     Aceton    hinzu und schüt  telt eine Nacht bei     Zimmertemperatur.    Da  nach wird vom Zinkstaub     abfiltriert,    die      gelbe Lösung     gut    mit Wasser gewaschen, wo  bei sie fast wasserklar wird. Sie wird ge  trocknet und schliesslich eingedampft.

   Der     kri-          stallisierte    Rückstand     (ä40    mg) wird aus       säurehaltigem    Alkohol und Äther umkristal  lisiert und so     @da-s        D,esogyco@rticosteronacetat     rein erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, zum Enth.alogenieren von An lagerungsprodukten von Halogen an unge- sättigteAbkömmlinge der Pregnanreihe durch gleichzeitige Verwendung eines Jodsalzes und von Zinkstaub, dadurch gekennzeichnet, dass man das Jodsalz und den Zinkstaub in der gälte verwendet.
CH227974D 1940-09-02 1941-12-19 Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesättigte Abkömmlinge der Pregnanreihe. CH227974A (de)

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