Installationsschalter mit Glimmlampe. Es ist bekannt, Installationsgeräte, wie Drehschalter, Kippschalter, Steckvorrichtun gen oder Klingeldruckknöpfe mit einer Glimmlampe zu versehen, die parallel zu den Unterbrechungskontakten des Installations gerätes geschaltet wird, so dass die Glimm lampe bei unterbrochenem Schaltkontakt leuchtet. Verwendet werden derartige Schal ter insbesondere in Räumen, in denen kein ausreichendes oder überhaupt kein Tages licht vorhanden ist, aber auch allgemein in Räumen, in denen bei Dunkelheit ein leichtes Auffinden des Installationsgerätes ermöglicht werden soll. Es ist auch vorgeschlagen wor den, Schnurschalter, insbesondere Heizkissen schalter, mit solchen Glimmlampen auszu rüsten.
Bei den bekannten Ausführungen ist die Glimmlampe zum Beispiel in einem beson deren Bauteil neben dem Installationsgerät oder unter der vergrösserten Abdeckkappe des Installationsgerätesockels angeordnet worden. Zum Teil auch wurde die Glimmlampe ohne Vergrösserung der Abmessungen der üblichen Installationsgeräte-Schaltersockel auf diesen untergebracht.
Die Unterbringung im norma len Bauraum eines Schaltersockels ist beson ders wichtig, um eine Vergrösserung der In stallationsgeräte durch die Hinzufügung der Glimmlampe möglichst zu vermeiden und auch die Unterbringung solcher Installations- gerätesockel mit Glimmlampe in Unterputz wandgehäusen üblicher Abmessungen zu er möglichen.
Einen weiteren wichtigen Faktor stellt die Art der Auswechselbarkeit der Glimmlampe dar, und es ist hier zur Gewähr leistung einer vollkommenen Berührungs sicherheit bereits eine Ausführung bekannt geworden, bei der eine Abdeckplatte aus Iso- lierpressstoff sämtliche spannungführenden und Mechanismusteile des Installationsge rätes vor Berührung schützt, wobei diese Be- rührungsschutzplatte gleichzeitig als Träger für die Glimmlampe dient.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Installationsschalter mit auswechselbarer Glimmlampe, bei dem der Schaltersockel mit einer Berührungsschutzplatte versehen ist, die die spannungführenden Teile und die Teile des Schaltmechanismus mit Ausnahme des durch- die Platte hindurchtretenden Betäti gungsgliedes völlig abdeckt.
Derselbe ist da durch gekennzeichnet, da.ss zwecks Ermög lichung der Verwendung ein und desselben unveränderten Schalters sowohl als Ausschal ter wie als Wechselschalter drei auf den Eck- punkten eines Rechteckes liegende Anschluss- klemmen vorhanden sind, von welchen An schlussklemmenzwei einander diagonal gegen überliegende mit je einem der beiden Glimm lampenaufnahmekontakte durch im Innern des Schalters geführte Leitungen in Verbin dung stehen,
während die dritte Anschluss klemme über das bewegliche Kontaktglied des Schalters abwechselnd mit dem einen oder dem andern der beiden Glimmlampenauf- nahmekontakte elektrisch in Verbindung ge bracht werden kann, so da,ss jeweils im aus geschalteten Zustand Spannung an der Glimmlampe liegt, und dass die Glimmlampe durch eine Öffnung der Berührungssehutz- platte hindurch in die im Schaltersockel im Bereich des freien vierten Eckpunktes des Klemmrechteckes untergebrachten Aufnahme kontakte eingesetzt ist.
Die erfindungsgemässe Ausführung kann sowohl die Forderung der Unterbringung der Glimmlampe unter Beibehaltung von Abmes sungen, wie sie für Schalter ohne Glimm lampe üblich sind, wie auch die Forderung einer guten vollkommenen Berührungssicher heit beim Auswechseln der Glimmlampe er füllen. Sie bringt weiter gegenüber den be kannten Ausführungen den für die Herstel lung wichtigen Vorteil der Verwendungs möglichkeit ein und desselben Schalters mit Glimmlampe als Ausschalter und Wechsel schalter mit sich, so dass für beide Leucht- schaltertypen nur eine Ausführung herge stellt und auf Lager gehalten zu werden braucht.
Die Ausführung als Kippschalter erfolgt bei der erfindungsgemässen Leuchtsehalter- art beispielsweise derart, dass die eine von ; drei Anschlussklemmen dauernd mit dem be weglichen Kontaktteil in Kontaktverbindung steht. Die Ausführung als Drehschalter er folgt mit Vorteil in ganz änhlicher Weise. Die bewegliche Schaltwalze weist zum Bei spiel zwei nebeneinanderliegende Kontakt beläge zur entsprechenden Verbindung von drei Schalterklemmen auf.
In den Zeichnungen sind Ausführungs beispiele des Erfinden @@sgegenstandes darge stellt. Es zeigen: Fig. 1 die Ansicht eines Schalters mit Glimmlampe, und zwar beispielsweise eines Kippschalters bei aufgeschnittener Abdecl@- kappe, Fig. la einen Abschnitt einer Abdeck- kappe mit Durchbreehungen, Fig. \? eine Draufsicht gemäss Fig. 1, Kappe abgenommen,
Fig. 8 die Ansieht des Schalters gemäss Fig. 1 von oben bei abgenommener Abdeck- ka.ppe sowie abgenommener Berührungs- schutzplatte und herausgenommener Glimm lampe, Fig. 4 die Glimmlampeneinbaustelle im Längsschnitt, Fig. 5 einen Kippschalter in schema tischer Darstellung einschliesslich der Schal tung bei Verwendung als Ausschalter.
Fig. 6 den gleichen Kippschalter wie nach Fig. 5 und Schaltung bei Verwendung als Wechselschalter, Fig. 7 einen Drehschalter in schematischer Darstellung einschliesslich Schaltung bei Ver wendung als Ausschalter, Fig. 8 den gleichen Drehschalter wie nach Fig. 7 und Schaltung bei Verwendung als Wechselschalter.
Gemäss Fig. 1 ist der Schaltersockel 1 mit der Berfihrungsschutzabdecl@platte ?, die sämtliche spa.nnungführenden Teile und die. llechanismusteile reit Aicsnahme des Betäti- gungskipphebels 1.8 abdeckt, fest verbunden. Durch die Berührungsschutzplatte \3 ragt die Glimmlampe 4 hindurch, und zwar mit ihrem isolierten Oberteil, so dass beim Auswechseln spannungführende Teile nicht berührt wer den können.
Die Glimmlampe 4 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, an Stelle einer vierten An schlussklemme angeordnet. Fig. 3 zeigt, dass die Glimmlampe 4 in ein Kontaktgewinde 5 eingeschraubt wird. Im Querschnitt gemäss Fig. 4 ist dies deutlicher ersichtlich. Auch ist hier gezeigt, dass der zweite Glimmlampen aufnahmekontakt 6 auf dem Grunde der die Glimmlampe aufnehmenden Sockelöffnung federnd angeordnet ist, und dass sich die Glimmlampe 4 in eingeschraubtem Zustand mit ihrem Mittelkontakt 7 gegen diesen Fe derkontakt 6 legt.
Aus Fig. 3 geht hervor, dass der Glimmlampenaufnahmekontakt 5 über die Verbindungsleitung 8 mit der An schlussklemme 9 verbunden ist, während die von dem Fusskontakt 6 ausgehende Verbin dungsleitung 10 zu der Anschlussklemme 11 führt. Die dritte Anschlussklemme 12 steht mit dem beweglichen Schaltorgan 13 durch die verlängerte Kontaktfeder 14 in dauernder Verbindung.
In der Abdeckkappe 17 des Schalters ist über der Glimmlampe der prismenförmige lichtdurchlässige Körper 15 angebracht, und zwar im vorliegenden Fall durch Einpressen befestigt. Weiter ragt der Betätigungskipp- hebel 18 aus der Kappe in üblicher Weise heraus. Nach Fig. Ja besitzt die Kappe an Stelle des lichtdurchlässigen Körpers 15 Schlitze 7.6, durch die das Glimmlampenlicht hindurchscheint.
In Fig. 5 sind die gleichen Bezeichnun gen wie in den Fig. 1 bis 4 angewendet. Wei ter ist gezeigt, dass der Schalter in Verwen dung als Ausschalter von der Klemme 9 aus gehend über die Stromverbrauchsstelle 19 mit dem einen Pol 20 des Leitungsnetzes in Ver bindung steht, während der zweite Pol 21 des Leitungsnetzes mit der Klemme 12 verbun den ist. Die Klemme 11 wird .in diesem Fall nicht benötigt und kann beispielsweise durch eine Vierkantmutter ersetzt werden, wenn man diesen Schalter besonders zur Verwen dung als Ausschalter herstellt und die An bringung der Klemme ersparen. will.
Die Klemme 12 steht über die verlängerte Kon taktfeder 14 mit dem beweglichen Kontakt teil 13 in Verbindung.
Fig. 6 zeigt den gleichen Schalter wie in Fig. 5 in Wechselschaltung. Hier ist der Netz pol 21 an die Klemme 12 des ersten Schalters herangeführt. Die von der Klemme 9 ausge hende Leitung führt zu der entsprechenden Klemme 9' des zweiten Wechselschalters, desgleichen die von der Klemme 11 aus gehende Leitung zu der entsprechenden Klemme 11'. Die dritte Klemme 12' des zwei ten Wechselschalters ist über die Stromver- brauchsstelle 19 mit dem andern Netzpol 20 verbunden. Die Glimmlampe 4 ist in Fig. 5 und Fig. 6 stets an derselben Stelle des Schal ters angebracht.
Auch sind die Verbindungs leitungen 8 und 10 zwischen Anschlussklem- men und Glimmlampen Aufnahmekontakten 5 und 6 jeweils dieselben, das heisst die Schal ter sind im Aufbau voneinander überhaupt nicht unterschieden, sondern nur verschieden angeschlossen. Nimmt das bewegliche Kon taktteil die in Fig. 5 gezeichnete Stellung ein, so ist der Belastungsstromkreis geöffnet, die Glimmlampe 4 liegt jedoch an Spannung, so dass diese aufleuchtet.
Schwingt das Kon taktstück 13 in die entgegengesetzte Endstel- lung, so werden die Kontaktfedern der Klem men 12 und 9 überbrückt, der Belastungs stromkreis ist eingeschaltet, die Glimmlampe ist kurzgeschlossen und erlischt. Beide Glimmlampen leuchten bei der Wechsel schaltung nach Fig. 6 auf, wenn der Be lastungsstromkreis geöffnet ist und erlöschen, wenn der Belastungsstromkreis geschlossen ist.
Die Fig. 7 und 8 zeigen im wesentlichen das gleiche wie die Fig. 5 und 6, jedoch bei Ausführung des Glimmlampenschalters als Drehschalter. Das um die senkrechte Mittel- achle des Schalters drehbare walzenförmige Schaltglied besitzt die beiden nebeneinander liegenden Kontaktbeläge 22 und 23.
In der in Fig. 7 gezeichneten Schaltstellung ist die Verbindung zwischen der Anschlussklemme 12 und der Anschlussklemme 9 unterbrochen, , die Belastung 19 ist ausgeschaltet, die Glimm- lampe 4 liegt jedoch an Spannung und leuch tet auf, und zwar durch die von der Klemme 9 über die Glimmlampe 4 selbst zu der Klemme 11 führenden Verbindungsleitungen und durch die weitere Verbindung der Klemme 11 mit der Klemme 12 durch den einen der Schaltbeläge 22. Die Klemme 12 ist mit dem einen Netzpol 20 verbunden. Wird der Schalter um 90 gedreht, so ent steht eine direkte Verbindung zwischen den Klemmen 12 und 9. Die Glimmlampe liegt nicht mehr an Spannung und erlischt.
In ent sprechender Weise leuchten auch bei Verwen dung des Schalters in Wechselschaltung ge mäss Fig. 8 jeweils die Glimmlampen auf, wenn der Belastungsstromkreis unterbrochen ist und erlöschen, wenn die Belastung einge schaltet ist. Auch hier dient für Gleich- und uTechselschaltung der gleiche Glimmlampen schalter ohne jede Bauabweichungen. Auch hier kann bei der Verwendung als Ausschal ter die Anschlussklemme 11 in Wegfall kom men und beispielsweise durch eine Schrauben mutter ersetzt werden. Der Glimmlampen- drehschalter ist im übrigen in seinen bau lichen Einzelheiten nicht dargestellt.
Der Aufbau ist grundsätzlich der gleiche wie bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Kipp schalter. Auch der Drehschalter erhält eine Berührungsschutzabdeckplatte auf dem Schal tersockel, die die spannungführenden Teile und die Teile des Schaltmechanismus mit Ausnahme des Betätigungsgriffes völlig ab deckt und durch die die Glimmlampe durch eine Öffnung mit ihrem isolierten Oberteil hindurchragt.