CH228075A - Elektrisches Variometer. - Google Patents
Elektrisches Variometer.Info
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Description
Elektrisches Variometer. Bekanntlich ist ein sogenanntes Schiebe variometer so aufgebaut, dass sich die Wick lung auf einem hohlen Wicklungsträger be findet, in welchem ein magnetisierbarer Kern verschiebbar angeordnet ist. Vorzugsweise besteht der magnetisierbare Kern aus soge nanntem Massekernmaterial. Zur Erzielung eines möglichst grossen Variationsverhält nisses bei solchen Schiebevariometern ist es notwendig, die Wicklung möglichst nahe an den gern heranzubringen. Je näher die Wick lung räumlich an den Kern herangebracht ist, um so besser ist auch die Verkopplung.
Man hat dabei bereits versucht, die Trennschicht zwischen der Wicklung und dem Kern, das heisst also die Wandstärke des Spulenträgers möglichst dünn zu halten.
Die Wandstärke von Spulenträgern für Schiebevariometer kann aber aus technischen Gründen nicht beliebig dünn ausgeführt wer- den, da sonst leicht ein Zerbrechen des Spu- lenträgers eintritt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein elektrisches Variometer, insbe sondere für das Kurz- und Ultrakurzwellen- gebiet, sowie auf ein Verfahren zur Herstel lung eines solchen Variometers.
Um der Forderung nach grosser Variation zu genügen, ist beim Variometer gemäss der Erfindung die Wicklung an der Innenseite des Spulenträgers, also an der dem gern zu gewendeten Seite des Spulenträgers, ange bracht.
Hierdurch wird weiterhin der Vorteil er reicht, dass der Spulenträger selbst zwecks Erreichung einer genügenden Stabilität ent sprechend stark ausgebildet werden kann, wobei die Wandstärke des Spulenträgers kei nen Einfluss auf das Variationsverhältnis hat. Besonders für Spulenträger aus kerami schem Material mit aus wenig Windungen bestehenden Wicklungen ergibt sich eine ein fache Möglichkeit zur Herstellung der auf der Innenseite des Spulenträgers anzubrin genden Wicklung.
An Hand der Zeichnung werden im fol genden fünf Ausführungsbeispiele des erfin dungsgemässen Variometers und Verfahren zu ihrer Herstellung näher erläutert. Es sei er wähnt, dass bei den dargestellten Ausfüh rungsbeispielen ein Spulenträger aus kera mischem Material zugrunde gelegt ist. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf einen solchen Spulenträger, sondern es kann irgendein Material verwendet werden, das es ermöglicht, die Wicklung auf der Innenseite des Spulenträgers anzubringen.
In Fig. 1 ist der zum Beispiel aus kera mischem Material bestehende Spulenträger mit 1 bezeichnet. Der Körper 1 wird innen, also entlang seiner Bohrung, durchgehend metallisiert. Die Metallschicht ist mit 2 be zeichnet. Das Metallisieren kann auf irgend eine bekannte Weise erfolgen, z. B. durch Aufbringung einer kolloidalen Silberlösung und anschliessender Wärmebehandlung. In die Metallschicht wird nun eine schraubenför mige Nut 3 eingeschnitten. Die Metallschicht wird also an allen Stellen entfernt, an denen die eingeschnittene Nut 3 verläuft. Es ergibt sich demnach an der Innenseite des Spulen trägers 1 eine einlagige Wicklung.
Um diese einlagige Wicklung 2 gegen äussere Beschä digungen zu schützen, ist es zweckmässig, eine Glasurschicht 4 auf die einlagige ZVick- lung 2 aufzubringen. Es schadet hierbei nichts, wenn die Glasurmasse auch in den Gang der schraubenförmigen Nut 3 hinein läuft und die dort befindliche innere Ober fläche des Spulenträgers 1 überzieht.
Es sei erwähnt, dass eine solche Glasurschicht ausser ordentlich dünn gehalten werden kann, etwa nur einige Hundertstelmillimeter, so dass die einlagige Wicklung 2 in denkbar geringstem Abstand von dem Kern 5 entfernt angebracht ist. Es ist in der Fig. 1 lediglich schematisch dargestellt, dass der Kern 5 in den Hohlraum des Spulenträgers 1 hineingeschoben wird. Vorrichtungen zum Einschieben eines solchen Kernes in einen Spulenträger sind bereits an sich bekannt und daher der tbersichtlichkeit halber in den Figuren nicht dargestellt.
In der Fig. 2 ist ebenfalls ein zum Bei spiel aus keramischem Material dargestellter Spulenträger 6 dargestellt. Die innere Fläche dieses hohlen Spulenträgers 6 wird mit einer Metallschicht 7 überzogen, auf welcher sich eine Glasurschieht 8 befindet. Der Spulen träger 6 wird, wie aus der Fig. ? ohne wei teres zu entnehmen ist, schraubenförmig durchgeschliffen, so dass die Metallschicht 7 wiederum eine einlagige, an der Innenseite des Spulenträgers 6 befindliche Wicklung darstellt.
Die Ausführungsform nach Fig. \? ist besonders dann vorzuziehen, wenn es sich um Spulenträger mit geringem Durchmesser des Hohlraumes handelt. Hierbei ist es näm lich schwierig, eine Nut von innen einzu schneiden. Der magnetisierba.re Kern ist der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung fortgelassen -orden.
Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher im Innern des zum Beispiel aus keramischem Material bestehenden Spulen trägers 9 eine schmale und tiefe, schrauben förmige Rille 10 eingeschnitten wird. Der gesamte Hohlraum des Spulenträgers 9 wird dann mit einer eine einlagige Wicklung dar stellenden Metallschicht 11 versehen. In die schmale, tiefe Rille wird jedoch das die Me- tallschieht erzeugende Material nicht eindrin gen, so dass sich ebenfalls bei der Ausfüh rungsform nach Fig. 3 eine einlagige Wick lung 11 ergibt, welche in denkbar geringstem Abstand von dem nichtdargestellten Kern angeordnet ist.
Mit 12 ist wiederum eine Gla- surschicht bezeichnet, welche die einlagige Wicklung 11 überzieht.
Gemäss der Fig. 4 wird in dem zum Bei spiel aus keramischem Material bestehenden SpuIenträger 13 entsprechend der Windungs- zahl eine breite, flache, schraubenförmige Nut 14 an der Innenseite eingeschliffen, worauf die gesamte Innenfläche mit einer Metall schicht überzogen wird. Jetzt wird die zylin- drische Innenfläche des Spulenträgers 13 nachgeschliffen, so dass die Metallschicht von den erhabenen Stellen entfernt wird. Es er gibt sich also eine durchgängige einlagige Wicklung 15.
Eine Glasurschicht 16 kann wiederum die einlagige Wicklung 15 sowie die Stellen, die frei von der Metallschicht sind, überziehen.
Gemäss Fig. 5 wird die einlagige Wick lung 17 in bekannter Weise von aussen auf einen Hilfswicklungsträger 18 aufgebracht: Dieser Hilfswicklungsträger 18 wird nun in den eigentlichen Wicklungsträger 19 einge bracht. Der Durchmesser des Hohlraumes des Wicklungsträgers 19 ist also nur etwas grösser als der äussere Durchmesser des Hilfs- wicklungsträgers 18. Nachdem der Hilfswick- lungsträger 18 in den eigentlichen Wick lungsträger 19 eingeschoben ist, werden die beiden rohrförmigen Träger 18 und 19 an den Stirnflächen und an der vom Metallbelag freien Nut 20, z.
B. mittels einer Glasur, an einander festgebrannt, sofern es sich zum Beispiel um keramische Wicklungsträger handelt. Nunmehr wird der Hilfswicklungs- träger 18 so weit fortgeschliffen, dass höch stens noch ein als Schutzschicht der Metall schicht dienender Wandungsteil verbleibt. Zweckmässig ist es, in die schraubenförmige Nut 20 eine Glasurschicht 21 vorzusehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRtCHE I. Elektrisches Variometer, insbesondere für das Kurz- und Ultrakurzwellengebiet, da durch gekennzeichnet, dass die Wicklung an der Innenseite des Spulenträgers, also an der dem Kern zugewendeten Seite des Spulen trägers angebracht ist. II. Verfahren zur Herstellung des Vario- meters nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Innenseite eines als Spulenträger dienenden Hohlzylinders mit einer eine bandförmige, einlagige Wicklung bildenden, schraubenförmigen Metallschicht versehen wird.UNTERANSPRüCHE 1. Variometer nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Spulenträger aus keramischem Material besteht und dass dessen dem Kern zugewendete Seite mit einer eine bandförmige, einlagige Wicklung bil denden, schraubenförmigen Metallschicht ver sehen ist.2. Variometer nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die dem Kern zu gewendete Seite des Spulenträgers eine schraubenförmige Nut aufweist, deren Breite klein ist im Verhältnis zu deren Tiefe, und dass nur die durch diese Nut getrennten Teile der innern Spulenträgerfläche mit einer Me tallschicht versehen sind.3. Variometer nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Spulenträger eine schraubenförmige, die ganze Körperwan dung durchsetzende Nut aufweist, wobei die dem Kern zugewendete Seite des durch diese Nut schraubenförmig geschlitzten Spulenträ- gers mit einer Metallschicht versehen ist.4. Variometer nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die dem Kern zu gewendete Seite des Spulenträgers eine schraubenförmige Nut aufweist, deren Breite gross ist im Verhältnis zu deren Tiefe und die mit einer die Windungen bildenden Metall schicht ausgefüllt ist. 5. Variometer nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die die Wicklung bildende Metallschicht vor jeder durch die Reibung des Kernes hervorgerufenen Beschä digung durch eine Glasurschicht geschützt ist. 6.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die dem Kern zu gewendete Seite des Spulenträgers metalli siert wird und dass ein schraubenförmiger Streifen der ausgebildeten Metallschicht zwecks Herstellung der Wicklung entfernt wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass in die dem Kern zugewendete Seite des Spulenträgers eine Nut eingeschnitten wird, deren Breite klein ist im Verhältnis zu deren Tiefe, worauf diese Seite einer derartigen Behandlung unterzogen wird, dass nur die durch die Nut getrennten Flächenteile eine Metallschicht er halten, während der Boden und die Seiten- wände der Nut von der Metallschicht frei bleiben. B.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Innenseite eines als Spulenträger dienenden Hohlzylin ders metallisiert wird und in den Spulenträ- ger eine dessen Wandung durchsetzende schraubenförmige Nut von aussen eingeschnit ten. wird. 9.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in die dem Kern zugewendete Fläche des Spulenträ,gers eine Nut eingeschnitten wird, deren Breite gross ist im Verhältnis zu deren Tiefe, worauf diese Innenfläche vollständig mit einer Me tallschicht überzogen und dann derart ge schliffen wird, dass die 3letallschicht von den erhabenen Stellen der innern Fläche des Spu- lenträ.gers entfernt wird. 10.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine bandför mige, einlagige Wicldung auf der Mantel oberfläche eines Hilfswicklungsträgers auf gebracht wird, welcher seinerseits in den Hohlraum eines endgültigen Trägers einge schoben und mit diesem fest verbunden wird, worauf die innere Seite des Hilfsträgers so weit geschliffen wird, dass höchstens noch ein als Schutzschicht der dienender Wandung steil verbleibt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228075X | 1941-04-03 |
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| CH228075D CH228075A (de) | 1941-04-03 | 1942-04-01 | Elektrisches Variometer. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228075A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917494C (de) * | 1944-08-24 | 1954-09-06 | Lorenz C Ag | Stabfoermiger Leiter fuer einen abstimmbaren elektrischen Kreis |
| DE967047C (de) * | 1951-03-10 | 1957-09-26 | Hans Vogt Dr | Spule mit in ihrer Bohrung durch Schraubbewegung laengsverschieblichem gesintertem Abgleichkern, insbesondere gesintertem Ferritkern |
| DE1016782B (de) * | 1955-03-05 | 1957-10-03 | Dr H C Hans Vogt | Hochfrequenzspule mit Abgleichkern, der durch Verschrauben in seinem Traeger verstellbar ist |
-
1942
- 1942-04-01 CH CH228075D patent/CH228075A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917494C (de) * | 1944-08-24 | 1954-09-06 | Lorenz C Ag | Stabfoermiger Leiter fuer einen abstimmbaren elektrischen Kreis |
| DE967047C (de) * | 1951-03-10 | 1957-09-26 | Hans Vogt Dr | Spule mit in ihrer Bohrung durch Schraubbewegung laengsverschieblichem gesintertem Abgleichkern, insbesondere gesintertem Ferritkern |
| DE1016782B (de) * | 1955-03-05 | 1957-10-03 | Dr H C Hans Vogt | Hochfrequenzspule mit Abgleichkern, der durch Verschrauben in seinem Traeger verstellbar ist |
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