CH228335A - Verfahren zur Herstellung eines Sulfonamidabkömmlings. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Sulfonamidabkömmlings.

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CH228335A
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sulfonamide
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/45Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups at least one of the singly-bound nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. N-acylaminosulfonamides

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Sulfonamidabkömmlings.       Abkömmlinge von     Sulfonamiden    durch       Acylierung        aminosubstituierter        Benäolsulfon-          amide        herzustellen,        ist    bekannt.

   Wenn dabei,  wie in der französischen Patentschrift  Nr. 820546 angegeben ist, nur 1     Mol.        Acy-          lierungsmittel    auf 1     Mol.        Aminosulfonamid     angewendet wird, so bleibt die Sulfonamid  gruppe unverändert, nur die kerngebundene       Aminogruppe    wird     acyliert.    Nach einem  andern bekannten Verfahren werden da  gegen     Aminobenzolsulfonamide    mit über  schüssigen     Acylierungsmitteln,    und zwar ins  besondere mit     Säureanhydriden,    behandelt.

    Dabei wird sowohl die kerngebundene     Amino-          gruppe    als auch die     Sulfoamidgruppe        acy-          liert.    Durch teilweise Hydrolyse gelingt es,  die     kerngebundene        Aminogruppe    wieder frei  zu machen. Des weiteren wird nach dem  gleichen Verfahren die     Benzoylierung    nach       Schotten-Baumann    mit überschüssigem     Ben-          zoylchlorid    in wässrig-alkalischer Lösung  durchgeführt.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich die       Acylierung    der     Sulfonamidgruppe    bedeutend    vorteilhafter durchführen lässt,     wenn    man  Salze von     p-Aminobenzolsulfonamiden    oder  Salze von     p-substituierten        Benzolsulfon-          amiden,    deren     p-Substituent    in die     Amino-          gruppe        überführbar    oder durch diese ersetz  bar ist (zum Beispiel Salze von     p-Nitro-,          -Nitroso-,        -Azo-,        -Azogy-,

          -Hydrazo-,    -Halo  gen- oder     -Carbonsäureamid-Substitutions-          produkten)    mit     aliphatischen,        araliphatischen,     hydroaromatischen oder aromatischen     Acylie-          rungsmitteln,        vornehmlich    mit Säurehalo  geniden, in Gegenwart oder Abwesenheit von  wasserfreien     Lösungs-    oder     Umwälzungsmit-          teln,    behandelt.  



  Der technische Fortschritt des erfindungs  gemässen Verfahrens besteht darin, dass die       Acylierungsmittel,    insbesondere die leicht zu  gänglichen     Säurehalogenide,    wie Versuche  ergaben, nur in der für die     Acylierung    der       Sulfonamidgruppe    berechneten Menge ver  wendet zu werden brauchen, und dass dabei,  wie sich zeigte, nur die     Sulfonamidgruppe          acyliert    wird. Um die     Säurehalogenide    mit  Sicherheit voll auszunützen, kann das Salz      des     Sulfonamides    besonders auch im     Über-          schuss    verwendet werden.

   Nach vorliegendem  Verfahren     ist    es am vorteilhaftesten, Säure  halogenide anzuwenden; die Umsetzung mit  den oft schwer zugänglichen     Anhydriden,     deren Verwendung zudem technisch unvor  teilhaft ist wegen der aus einer Hälfte des       Anhydrids    entstehenden Menge freier, zurück  zugewinnender oder     verlorenzugebender    Säure,  kommt erst in zweiter Linie in Frage.

   Als       Säurehalogenide    seien insbesondere genannt:       Acetylchlorid,        Äthoxyessigsäurechlorid,    Zimt  säurechlorid,     Phenoxyessigsäurechlorid,        Kap-          ronsäurechlorid,        Önanthsäurechlorid,        Laurin-          säurechlorid,        Fumarsäurechlorid,    Bernstein  säurechlorid     etc.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     Sulfon-          amidabkömmlings,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass ein Salz des     p-Nitrobenzol-          sulfonamids        acetyliert        und    das entstandene       p-Nitrobenzolsulfonacetamid    durch     Reduktion     in das     p-Aminobenzolsulfonacetamid    überge  führt wird.

   Dieses ist ein farbloses Kristall  pulver vom Schmelzpunkt 181  und dient als       Chemotherapeuticum.            Beispiel:     50 Teile     p-Nitrobenzolsulfonamidnatrium     werden in 150     Volumteilen    Nitrobenzol sus  pendiert und mit 7,8 Teilen     Acetylchlorid     versetzt. Das Gemisch wird ohne Kühlung       ,veiter    gerührt, wobei die Temperatur auf    ca. 50" C steigt.

   Nachdem die Reaktion wäh  rend 4 Stunden auf dieser Temperatur gehal  ten wurde, wird mit 800 Teilen Wasser ver  setzt und     laekmusalkalisch,    jedoch     phenol-          phthaleinneutral    gestellt und das ganze Ge  misch während einer Stunde bei 50  gerührt.  Nun wird von unverändertem     Sulfamid    ab  gesaugt und mit etwas     @'4'asser    nachge  waschen. Die     wässrige    Schicht des Filtrates  wird     ausgeäthert    und angesäuert; dabei fällt  das     p-Nitrobenzolsulfoxiacetamid    als helle,  dicke Fällung aus. Es wird abgesaugt, mit  Wasser gewaschen und im Vakuum getrock  net. F. 189 . Ausbeute 94 % der Theorie.  



  Durch Reduktion nach     Bechamp    wird die  Nitroverbindung in die     Aminoverbindung     übergeführt. F. des p     Aminobenzolsulfonacet-          amids    181 .  



  Mit gleichem Erfolg lässt sich die Reak  tion auch mit andern Salzen, beispielsweise  dem Kalium- oder     Calciumsalz    des     p-Nitro-          benzolsulfonamids    ausführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Sulfon- amidabkömmlings, dadurch gekennzeichnet, dass ein Salz des p-Nitrobenzolsulfonamids acety liert und das entstandene p-Nitrobenzol- sulfonacetamid durch Reduktion in das p- Aminobenzolsulfonacetamid übergeführtwird. Dieses ist ein farbloses Kristallpulver vom Schmelzpunkt 181 und dient als Chemo therapeutikum.
CH228335D 1939-12-12 1939-12-12 Verfahren zur Herstellung eines Sulfonamidabkömmlings. CH228335A (de)

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