CH228761A - Elektronenröhre mit einer Photokathode und einer Sekundäremissionselektrode, sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen Röhre. - Google Patents
Elektronenröhre mit einer Photokathode und einer Sekundäremissionselektrode, sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen Röhre.Info
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Description
Elektronenröhre mit einer Photokathode und einer Sekundäremissionselektrode, sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen Röhre. Die Erfindung bezieht sich auf eine Elek tronenröhre mit einem Elektrodensystem, das ,venigatens eine plhoto,elektrische Elektrode und wenigstens eine S-ekundäremissionselek- trode aufweist, ,
sowie auf ein Verfahren zur Herstellung einer solchen. Röhre.
Röhren, die eine Photokathode und eine oder mehrere Sekundäremissionselektroden enthalten, sind bekannt und werden im allge- meinen dazu verwendet, auf'einfa.che, Weise eine grosse Verstärkung zu erhalten. Die Se- kundäremissionselektroden in,
solchen Röhren bestehen meist auo einer Unterlage irgend eines ,geeigneten Metalles, z. B. Nickel, auf ,die eine aktive .Schicht, die die eigentliche Sekundäremissionsfähigkeit hat, aufgebracht ist.
Die wirksame Schicht auf eolchen Elek troden kann aus sehr verschiedenen Stoffen bestehen; einer der bekanntesten ist das Cä- siummetall. Es ist aber .auch bekannt, Oxyde anderer Alkalimetalle oder Oxyde der Erd- alkalimetalle zu verwenden.
Photoaktive Elektroden werden im allgemeinen und auch in solchen Sekundäremissionsröhrendadurch hergestellt, -dass auf einer Unterlage eines .ge- eignetem Metalles, z. B.
Silber, eine zum Bei spiel aus einem der Alkalimetalle, insbeson dere Cäsium, bestehende wirksame Schicht angeordnet wird. Vielfach wird die Unterlage vor dem Aufbringen des eigentlichen emittie- renden. Stoffes nach oxydiert. Hierdurch wird beim Aufbringen des emittierenden Stoffes ein Teil davon in Oxyd übergeführt werden.
Die vollständige Elektrode besteht dann aus einer metallenen Unterlage, einer Oxydschicht und einer aus dem emittierenden Metall zu sammen mit,dem Oxyd dieses Metallers beste- henden wirksamen Schicht.
Wie aus Obigem hervorgeht, ist es sowohl für photoelektrische Elektroden als auch für Siekundäremissons- elektraden möglich, den gleichen wirksamen Stoff, z. B. Alkalimetall, zu verwenden. Die Aktivierung wurde daher in einer einzigen. Bearbeitung in der ,gleichen Röhre ausge führt.
Es ergab sich .aber, dass die Anforde- rungen, die an eine Sekundäremissionselek- trolle in bezug auf ihre Zusammensetzung ge- stellt werden sollen, nicht .ganz die gleichen wie die an eine photoelektrische Elektrode zu stellenden sind. Dadurch,
dass die Aktivie rung der beiden Elektrodenarten in einer ein zigen Röhre in deiner einzigen Bearbeitung ausgeführt wurde, blieb entweder die Photo emission oder die Sekundäremission gering.
Die Elektronenröhre nach der Erfindung hat ein Elektrodensystem, .das wenigstens eine photoelektrische Elektrode und wenigstens eine Sekundäremissionselektrode enthält, und bei dem sich auf der Unterlage dieser beiden Elektrodenarten eine Schicht aus einer Le:gie- rung befindet, die aus mindestens einem -der Elemente mit Atomnummern höher als 15 der Gruppe Vb :
des periodischen Systems der Ele mente und mindestens einem der Alkalime- talle besteht, und zwar derart, da,ss auf der photoelektrischen Elektrode dass Verhältnis der Gesamtmenge Alkalimetall zur Gesamt menge des andern Legierungsbestandteils grö sser als auf der Sekundäremissionselektrode ist.
Die Elemente mit Atomnummern höher als 15 der Gruppe Vb des periodischen Sy stems der Elemente sind Arsen, Antimon und Wismuth.
Durch das Legierendes, Alkalimetalle.s. mit Antimon, Artyen oder Wismuth und die Wahl des Verhältnis:sies, wie oben beschrieben, wird der Vorzug erzielt, dass sowohl die Sekundär emission, als .auch die Plhotoemission einen ho hen Wert erlangen, und dass trotzdem eine sehr einfache Herstellungsweise möglich ist.
Vorteilhaft wird das Verhältnis der Ge samtmenge Alkalimetall zur Gesamtmenge d@esandern Legierungsbestandteils für die photo- elektrL:che,(n) Elektrode(n) zweimal so gross als, für die @ekundäremi;ssionselektrode(n) gewählt.
Gemäss demVerfahren der Erfindung wird die Unterlage der Sekundäremis:sionselek- trode(n) und der photoelektri chen Elek- trodei(n) mit einer aus mindestens einem der Elemente mit Atomnummern höher als 15 der Gruppe Vb des periodischen Systems der Ele- mente bestehenden Schicht überzogen.
Das
EMI0002.0067
Überziehen <SEP> kann <SEP> ausserhalb <SEP> der <SEP> eigentlichen
<tb> Elektronenröhre <SEP> erfolgen. <SEP> Es <SEP> wird <SEP> dabei <SEP> Sorge
<tb> getragen, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Elektroden, <SEP> die <SEP> als <SEP> Sekun däremisson.se@ektroden <SEP> fungieren <SEP> müssen,
<tb> eine <SEP> stärkere <SEP> Schicht <SEP> als <SEP> die <SEP> Elektroden <SEP> er halten, <SEP> die <SEP> als <SEP> Photoelektroden <SEP> dienen <SEP> werden.
<tb> Man <SEP> kann <SEP> zum <SEP> Beisspiel <SEP> eine <SEP> Anzahl <SEP> Elek troden <SEP> von <SEP> der <SEP> einen <SEP> Art <SEP> in <SEP> eine <SEP> besondere
<tb> Röhre <SEP> einbauen <SEP> und <SEP> .sie <SEP> darin, <SEP> zum <SEP> Beispiel
<tb> durch <SEP> Aufdampfen <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Schicht <SEP> Arsen,
<tb> Wismuth <SEP> oder <SEP> Antimon <SEP> bestimmter <SEP> Stärke
<tb> überziehen. <SEP> Die <SEP> andern <SEP> Elektroden <SEP> werden
<tb> vorzug:;-#vei,se <SEP> in <SEP> einer <SEP> andern <SEP> Röhre <SEP> mit <SEP> einer
<tb> Schicht <SEP> verschiedener <SEP> Stärke <SEP> überzogen. <SEP> Als
<tb> Unterlage <SEP> für <SEP> die <SEP> Elektroden <SEP> kann <SEP> zum <SEP> Bei spiel <SEP> Nickel <SEP> verwendet <SEP> werden.
<tb> Die <SEP> Stärlze <SEP> der <SEP> Aren-, <SEP> Antimon- <SEP> oder
<tb> @,\rismuthschicht <SEP> für <SEP> -die <SEP> Sekundäremission.s elektrode <SEP> wird <SEP> vorteilhaft <SEP> zweimal <SEP> so <SEP> gross
<tb> als <SEP> die <SEP> Stärke <SEP> der <SEP> Schicht <SEP> für <SEP> die <SEP> photoelek trischen <SEP> Elektroden <SEP> gewählt.
<SEP> Sehr <SEP> geeignete
<tb> -Werte <SEP> sind <SEP> zum <SEP> Beisspiel <SEP> eine <SEP> Stärke <SEP> von
<tb> 500 <SEP> Ä <SEP> für <SEP> die <SEP> photoelektrische <SEP> Elektrode <SEP> und
<tb> 1000 <SEP> Ä <SEP> für <SEP> die <SEP> Sekundäremissionselektroden.
<tb> Nachdem <SEP> Überziehen <SEP> mit <SEP> der <SEP> Wismuth-,
<tb> Arsen- <SEP> oder <SEP> Antimonschicht <SEP> können <SEP> die <SEP> Elek troden <SEP> in. <SEP> der <SEP> eigentlichen <SEP> Elektronenröhre
<tb> angeordnet <SEP> und <SEP> darin <SEP> in <SEP> einer <SEP> einzigen <SEP> Be arbeitung <SEP> sämtliche <SEP> Elektroden, <SEP> also <SEP> sowohl
<tb> photoelektrische <SEP> als <SEP> auch <SEP> Sekundäremis@sions elektroden <SEP> aktiviert <SEP> werden.
<SEP> Diese <SEP> Aktivie rung <SEP> wird <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> wie <SEP> folgt <SEP> ausgeführt.
<tb> Die <SEP> Elektroden <SEP> röhre <SEP> vaird <SEP> sehr <SEP> hoch <SEP> ev" <SEP> huier und <SEP> eis <SEP> wird <SEP> dann <SEP> ein <SEP> Alkalimetall, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Cä sium, <SEP> in <SEP> <B>der</B> <SEP> Röhre <SEP> frei@emach.
<SEP> S,2r <SEP> Cäsium dampf <SEP> schlägt <SEP> sieh <SEP> auf <SEP> die <SEP> aktivierenden
<tb> Elektroden <SEP> nieder, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Temperatur <SEP> die ser <SEP> Elektroden <SEP> so <SEP> hoch <SEP> gehalten <SEP> wird, <SEP> dass <SEP> ,dass
<tb> Alkalimetall <SEP> mit <SEP> der <SEP> aus <SEP> ArFen, <SEP> Antimon
<tb> oder <SEP> 'Wismuth <SEP> oder <SEP> einer <SEP> Mischung <SEP> von <SEP> zwei
<tb> oder <SEP> drei <SEP> dieser <SEP> Elemente <SEP> bestehenden <SEP> Schicht
<tb> eine <SEP> Legierung <SEP> eingeht. <SEP> Diese <SEP> Temperatur
<tb> kann <SEP> über <SEP> einem <SEP> grossen <SEP> Gebiet, <SEP> und <SEP> zwar
<tb> von <SEP> Ziminertemlieratt:
r <SEP> an <SEP> nis, <SEP> zei <SEP> etwa-200 <SEP> C.
<tb> v <SEP> arieren.
<tb> Vor <SEP> dem <SEP> Freimachen <SEP> des <SEP> Alkalimetalles
<tb> kann <SEP> die <SEP> Elektronenröhre <SEP> mit <SEP> dein <SEP> ganzen
<tb> Elektrodensystem <SEP> zur <SEP> Entgasung <SEP> während einiger Zeit, z. B. 4 biss 10 Minuten, auf einer Temperatur von etwa 150 C .gehalten. werden.
Nachdem das Alkalimetall auf die Elek- troden aufgedampft worden ist, wird dis Röhre während einer bestimmten Zeit auf einer ziemlich hohen Temperatur gehalten. Vorzugsweise wird eine Temperatur von 150 bis 170 C ,gewählt. Die Zeit, während: der die Elektroden auf dieser Temperatur gehalten werden, wird derart gewählt, dass die Photo emission ihren Höchstwert erreicht hat.
Durch die Wahl der verschiedenen Stärhan der Arsen-, Antimon- oder Wismuthschicht ist dann auch die Sekundäremission der dazu be stimmten Elektroden auf das Maximum ge- la.ngt. Man kann natürlich auch die S,ekundIr- emi,ssion als Mass nehmen und das sogernannte "Backen" der Röhre so lange fortsetzen, bis ,diese maximal geworden ist.
Die beiden Ver fahren liefern das ,gleiche Ergebnis.
Es hat sich gezeigt, dass die von der Arsien-, Antimon- oder Wismuthschicht ab- sorbierte, Menge Alkalimetall unabhängig von der Stärke dieser Schicht ist. Wenn also beim Aktivieren eine bestimmte Menge Alkali- Aampf in der Röhre vorhanden ist, so werden sowohl die Photoelektroden als auch die Se kundäremissionselektrode n eine bestimmte gleiche Menge Alkalidampf aufnehmen.
Weil die Stärke der Arsen-, Antimon- oder Wis- muthschicht der Sekundäremissionselektroden grösser als die der photoelektrischen Elek troden ist, ist die relative Menge Cäsium bei den erstgenannten Elektroden kleiner als bei den photoelektrischen Elektroden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Elektronenmöhre mit einem Elektroden- system mit wenigstens einer photo@elektris,ch-en Elektrode und wenigstens einer Sekun.där- emissioniselekirode,dadurch gekeinnzeichnet, dass auf der Unterlage der beiden Elektroden- arten eine Schicht aus einer Legierung vor handen ist, die ausi mindestens einem der Al kalimetalle und mindestens einem d,eir Ele mente mit Atomnummern höher als 15 der Gruppe Vb des periodischen Systems der Ele mente besteht, und zwar derart, dass das Ver- hältnis der Gesamtmeinge Alkalimeball zur Gesamtmenge des andern. Legierungsbestand- teils auf der photoelektristhen Elektrode grö sser als auf der Siekundäremssionselektrode ist.II. Verfahren zum Herstellung einer Elek- tronenrö!hre nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet,,dass die Unterlage der zu ak- tivierenden. Elektroden mit einer Schicht. min destens eines der Elemente mit Atomnummern höher als 15 der Gruppe Vb des:periodischen Systems ,der Elemente überzogen wird, .derart, .dass die Unterlage der nachher als Sekundär-, emissionselektrode wirkenden Elektrode mit einer stärkeren Schicht als die Unterlage der als photoelektrische Elektrode. dienenden Elektrode überzogen wird.UNTERANSPRüCHE 1. Elektronenrähre nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Gesamtmenge Alkalimetall zur Gesamt- menge,des andern Leg erungssbestandteils auf der photoelektrisühen Elektrode zweimal so , gross als auf der Seikundäremissionselektrode ist.2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass -das Überziehen der Unterlage der verschiedenen Elektroden mit . einer Schicht mindestens eines der genannten Elemente der Gruppe Vb des periodischen Systems vor dem Einhau dieser Elektroden in die eigentliche Elektronenröhre erfolgt. 3.Verfahren nach Patentanspruch II und F Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke -dieser Schicht für die Sekun- däremissionselektro,de zweimal so gross alss,die Stärke der Schicht der photoaktiven Elek trode gemacht wird.4. verfahren nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass @dme Stärke dieser Schicht für die Sekundgremissioneielektrod'e 1000 A und für die ph otoaktive Elektrode 500 Ä beträgt. f 5.Verfahren nach Patentanspruch II und ,den Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet"dass auf diese Schichtender bei den Elektrodenarten mindestens ein Alkali- metall in der Elektronenröhre selbst aufge dampft wird.6. Verfahren nach Patentanspruch II und den 2 bis 5, dadurch ge- kennzeichmet, d@a.ss die Aktivierung bei einer zwischen Zimmertemperatur und 200 C lie; "enden Temperatur erfolgt, so dass da;s auf gedampfte Alkalimetall mit dem Schicht- material eine Legierung bildet. 7.Verfahren nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass nach dem Aufdampfen von Alkalimetall die Elektroden während einiger Zeit auf einer solchen Temperatur gehalten werden, bis die photoaktive Elektrode eine Maximalemission aufweist.B. Verfahren nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 2 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, @dass nach dem Aufdampfen von Al- kalixnetall die Elektroden während einiger Zeit auf einer solchen Temperatur gehalten -,verden, bis die Sekundä.remissionselektrode eine Höchstemission aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH228761T | 1941-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH228761A true CH228761A (de) | 1943-09-15 |
Family
ID=4455740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228761D CH228761A (de) | 1941-11-12 | 1941-11-12 | Elektronenröhre mit einer Photokathode und einer Sekundäremissionselektrode, sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen Röhre. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228761A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193618B (de) * | 1954-03-08 | 1965-05-26 | Rca Corp | Vakuumphotozelle mit einer schichtfoermigen Kathode |
| DE1234873B (de) * | 1952-12-13 | 1967-02-23 | Zeiss Ikon Ag | Verfahren zur Herstellung einer Photokathode |
-
1941
- 1941-11-12 CH CH228761D patent/CH228761A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234873B (de) * | 1952-12-13 | 1967-02-23 | Zeiss Ikon Ag | Verfahren zur Herstellung einer Photokathode |
| DE1193618B (de) * | 1954-03-08 | 1965-05-26 | Rca Corp | Vakuumphotozelle mit einer schichtfoermigen Kathode |
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