CH228768A - Verfahren zur Herstellung einer stabilen Zubereitung des Vitamin-D3. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer stabilen Zubereitung des Vitamin-D3.

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CH228768A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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Description


      Yerfahren    zur Herstellung einer     stabilen        Zubereitung    des     Vitamin-B3.       Es ist bekannt, dass     Vitamin    D in mehre  ren Formen     existiert.    Die am besten unter  -suchten Formendes     Vitamins    D sind das Be  strahlungsprodukt des     Ergasterins,    das Vita  min     D.    genannt     -wird,        und,das        Bestrahlungs-          produkt        des        7-Dehydrochol;

  esterins,    das Vita  min     D3        genannt        wird'.    Beide Formen sind  chemisch eng     miteinander    verwandt, und     so,-          wohl    Vitamin     Dz        als    auch Vitamin     D3    wur  den     in:    der Natur     in.    Heilbutt-     und        Thunfisch-          l.;,berölen        entdeckt.     



  Die Vitamine     Dz        und        D3    zeigen den     NaclL-          teil,    gegenüber dem Sauerstoff     empfindlich     zu sein.

   Bei einer Lagerung ohne besondere  Vorsichtsmassnahmen werden die Vitamine  D, und     D3    sowohl in reiner Form als auch in  Zubereitungen, z.     B.        Lösungen    oder     Mischun-          gen    mit     inerten        Zusatzstoffen,        verändert    und  ihre     antirachitiwche    Wirksamkeit allmählich       herabgesietzt.     



  Es wurde nun     gefunden,    dass     man,    die  Vitamine     D,    und     D3    in eine     stabile    Farm    überführen kann, wenn man Doppelverbin  dungen mit     .Sterin-en        bildet.        In    den     Doppelver-          bindungen    sind die Vitamine     D2    und     D3        über-          raschen.derweise        beständig.        Die     jedoch ist nicht     vermindert    und  entspricht 

  dem     Vitamin-D-Gehalt.    Als     Sterin-          verbindungen    haben sich im Falle .des Vita  mins     D2    als     besonders    .geeignet erwiesen       Cholestarin,        Choleistanol,        Co#prosterin,        Sito-          stanol    und     Stigmastanol.,

          während        man    das       Vitamin.        D3        zweckmässig    mit     folgendem        Ste-          rinen    umsetzt:     Cholesterin,        Cholestanol    oder       Coprosterin.     



       Dia    grössere Beständigkeit der Doppelver  bindungen     gestattet        eine    bequeme Handha  bung,der     Vitamine        D,    und     D3,    so dass eine       Lagerung    oder Anwendung ahne     besandere     Vorsichtsmassnahmen möglich     ist.     



       Hinsichtlich        Jas        Vitamins        D3    sei noch       darauf        hingewiesen,        da.ss    die     Dappelverbin-          dungen    mit diesem     Vitamin        sich        durch        eine     gute     gristaalisationsfähigkeit        auszeichnen.    Mit      Hilfe der     Doppelverbindungen    kann man     da,

  -          her        das        Vitamin        D3    in     nahezu        theoretischer          Ausbeute    in     kristallisiertem    Zustand erhal  ten,     während    das Vitamin     D3        selbst    --     a.uA     wenn es in nahezu reiner Form vorliegt   nur     mässige    und     wechselnde    Mengen an     kri-          stallisiertem    Vitamin     D3    ergibt.  



       Gegenstand        dieses        Patentes    ist ein     Ver-          fahren    zur     Herstellung    einer     stabilen        Zube-          reitung    des     Vitamins        D3.    Das Verfahren ist  .dadurch     gekennzeichnet,        @dass        man    auf     Vitamin          D3        Cholesterin        einwirken    lässt.

   Man löst     diazu     zum     Bleispiel        Vitamin,        D3    und     Cholesterin          unten        Erwärmen    ,in einem     ,geeigneten        Lö.-          sungsrmittel.    Durch Abkühlen und     Stehenla.s-          sen,        gegebenenfalls    nach Zusatz von     Wassier,     kann     dabei    das     Reaktionsprodukt    kristallisiert  erhalten werden.

   Die so     erhaltene    neue:  Doppelverbindung schmilzt bei 118-119  C  und zeigt ein     spezifisches        Drehungsvermögen     von     +    25,25      in.        Aceton.     



       Beispiel   <I>1:</I>  15 g     Vitamin.-Dr-:dinitrobenzoat    werden  mit 45     em3    10     %        iger        methyl-alkoholischer     Kalilauge 10     Minuten    zum Sieden erhitzt.  Nach Erkalten wird die     Verseifungslösung     mit dem doppelten     Volumen    Wasser verdünnt,  und das     freie        Vitamin.        D3    mit Äther extra  hiert. Der     Ätherextrakt    wird nach dem Trock  nen über     Natriumsulfat    im Vakuum einge  dampft.

   Der Rückstand wird in 150 cm? Ace  ton     ,gelöst,    mit 9,5 g     Cholesterin    versetzt und       bijs    zur Lösung zum Sieden erhitzt. Die noch  warme     Acetonlösung    wird mit Wasser bis    zur Trübung versetzt. Nach     kurzem    Stehen       be_nnnt    die     Abscheidung    der Doppelverbin  dung von     Vitamin        D3    und Cholesterin.  



  Nach etwa 5 Stunden wird das     Kristalli-          sat        abfiltriert,    mit     Methanol    gewaschen     und     an der     Luftgetrocknet.    Es     stellt    feine Nadeln  vom Schmelzpunkt 118-119  C dar. Die Aus  beute     beträgt90-95    ö der Theorie. Die Dop  pelverbindung     zeigt    ein     spezifisches        Dre-          hungswermögen        (alD    =     +    25,25  in Aceton.

           Beispiel   <I>2:</I>  35g von unverändertem     7-Dehydrocholie-          sterin        befreites        Bestrahlungsprodukt    werden  in 100 cm'     Aceton,    gelöst, mit 12g     Choleste-          rin,    versetzt und bis zur völligen Lösung zum  Sieden erhitzt.

   Beim Erkalten scheidet sich  .die Doppelverbindung des Vitamins     D3    mit       Cholestrin    in     feinen    Nadeln ab, die nötigen  falls durch     Umkiistallisieren    aus     Aceton-          Wasser        gereinigt    werden kann. Schmelz  punkt: 118-119 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer stabilen Zubereitung des Vitamin D3, dadurch gekenn zeichnet, dass man Cholesterin auf Vitamin D"einwirken lässt. Die so erhaltene Doppelverbindung kri stallisiert in feinen, Nadeln vom Schmelz- plinkt l18-119 C und zeigt ein spezifisches D!rehungsvenmögen von -I- 25,25 in Aceton.
CH228768D 1938-07-11 1939-07-01 Verfahren zur Herstellung einer stabilen Zubereitung des Vitamin-D3. CH228768A (de)

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DE221138X 1938-11-22

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