CH228942A - Verfahren zur Herstellung eines härtbaren harzartigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines härtbaren harzartigen Kondensationsproduktes.

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CH228942A
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Gmbh Henkel Cie
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Henkel & Cie Gmbh
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/26Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds
    • C08G12/263Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds with at least two compounds covered by more than one of the groups C08G12/28 - C08G12/32
    • C08G12/266Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds with at least two compounds covered by more than one of the groups C08G12/28 - C08G12/32 one being melamine

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     härtbaren    harzartigen Kondensationsproduktes.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung eines     harzartigen        härtbaren        Kon-          d@ensationsproduktes    und ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man das, durch kurzzeiti  ges     Erhitzen    von     Dicyandiamid    in Gegen  wart von     Ätzalkalien    auf grossen Flächen  auf     Temperaturen    oberhalb     1310     gebildete       melaminhaltige    Gemisch mit Formaldehyd in  Gegenwart von Lösungsmitteln kondensiert,

    wobei mindestens zu Beginn der Kondensa  tion ein     pH-Wert        oberhallb,    von 7 eingehalten  wird.  



  Es ist bekannt,     Dicyandiamid    durch län  <I>geres</I>     Erhitzen    unter verhältnismässig hohem  Druck mit     -guter    Ausbeute in     Melamin    umzu  wandeln. Auch ist es, bekannt, dieses mit  Aldehyden, insbesondere Formaldehyd, zu       harzartigen    Kondensationsprodukten, die  grosse     Wasserfestigkeit    und gute mecha  nische     Eigenschaften    haben, zu kondensieren.

    Ferner ist es bekannt, dass man     Jurcll    Kon  densation eines Gemisches aus     Melamin    und  andern Stoffen, wie .zum Beispiel     Ammelid       und     Ammelin,    die mit Aldehyden Harze zu  bilden vermögen, mit Aldehyden,     ingbeson-          ,dere    Formaldehyd, technisch brauchbare       Mischkondensationsprod@ukte        erhalten:    kann.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man     Di-          cyandiammd    unter Vermeidung längeren Er  hitz:ens     unter    Druck in kürzester Zeit in ein       melaminhalltiges    Gemisch überführen kann,  dessen     Kondensation    mit     Formaldehyd    ein  Harz von     guten    Eigenschaften     ergibt.     



       Erhitzt    man nämlich ein Gemisch von     Di-          cyandiamid    und     Ätzalkali    kurze Zeit auf  Temperaturen oberhalb     130 ,    .so tritt unter       Ammoniakabspaltung    schon unterhalb des       Schmelzpunktes    des     Dicyandiamids    eine  heftige     Reaktion    ein.

       Das-    Reaktionsprodukt       enthäflt    etwa     50,%        Melamin,    der Rest ist in       ,der    Hauptsache     Ammelin    und     Ammelid.    Die  Reaktion findet     unter    starker Wärme  entwicklung     statt.    Zweckmässig führt man  die Reaktion auf grossen     Flächen,    zum Bei  spiel auf erhitzten Walzen, durch.      Das so erhaltene Reaktionsprodukt wird       dann    mit Formaldehyd, in Gegenwart von  Wasser :oder organischen Lösungsmitteln,  zum     Beispiel,    Alkoholen, umgesetzt.

   Es hat  sich aber gezeigt, dass     die,    Begleitstoffe des       Melamins    nur dann mit Formaldehyd ebenso  wie das,     Melamin    selbst reagieren, wenn zum  mindesten     bei    Beginn oder während der       ganzen,    Dauer der Kondensation ein     pH-Wert          oberhalb:    von 7 eingehalten     wird,.     



  Das :erhaltene Harz ist ebenso     härtbar     wie die     Kondensationsprodukte,    des reinen       Melamins.        Es        kann        daher        zur     von     Pressmassen,    Lacken und Klebstoffen       verwendet    werden, gegebenenfalls in Mi  schung mit andern     härtbaren    Kondensations  produkten.  



  Als Klebstoff kann es vorteilhaft zum  Verleimen von Holz dienen. Zur Herstellung  von Klebstoffen wie von     Pressmassen    ist eine  Vermischung mit Füllstoffen üblicher Art,       beispiellsweise    mit Holzmehl, Pigmenten,       Stärke        und/oder        ideren        Umwan@d'l:ungsprodul@-          ten,    wie     Quellstärke    usw., möglich.  



  Zur Herstellung von Lacken empfiehlt.  sich die Kondensation in organischen Lö  sungsmitteln. Das Kondensationsprodukt  kann dann ohne     weiteres    mit Lacklösungs  mitteln verschnitten werden.         Re!ispiel:          Dicyandiamid    wird mit 10 % gepulvertem       Ätznatron    gut     vermischt.    Das Gemisch wird  dann trocken auf einen auf 180-200  er  hitzten Walzentrockner mit     2'?5    mm Walzen  durchmesser, der zwei Umdrehungen in der  Minute leistet, aufgebracht. Dabei tritt  augenblicklich heftige Reaktion unter  Schmelzen und     Ammoniakentwicklung    ein.  Das Reaktionsprodukt wird durch Messer  von den Walzen abgeschabt.  



  An     Stelle    des     Ätznatrons    kann man       leiche    Mengen  g<I>a</I> anderer     Ätzalkalien,    wie       Atzkali    oder     Natriumamid,    verwenden.  



  126     Teile,des        Reaktionsproduktes    werden  in 400 cm?     40%iger        Formaldehydlösung     suspendiert, worauf .so viel Salzsäure zu-    gesetzt wird, dass das Gemisch einen     pH-Wert     von 8 hat. Darauf wird unter Rühren. auf  80  erwärmt., wobei eine     vol.'Ist.ändige    Lösung  bis auf Spuren eintritt. Nach 2 Stunden  weiteren     Rührens    wird für Vakuum bei 50  bis 60  zur     Trockne'        gedampft.    Hierbei wird  ,ein     weissgraues,    in kaltem Wasser unlösliches  Reaktionsprodukt erhalten.  



  Wird der     pH-Wert,    der vorstehend an  gegebenen Lösung nach einer Stunde Reak  tionszeit durch weitere Zugabe von Säure auf  6-7 erniedrigt und     die,    Lösung nach einer  weiteren Stunde im Vakuum bei 50-60  ein  gedampft, so     entsteht    ein nur wenig getrüb  tes, harziges Produkt, das in, wenig Wasser  löslich ist und bei Erhitzen auf Tempera  turen von über     100     härtet.  



  Beide Harze können mit Vorteil zur       Verleimung    von Sperrholz verwendet werden.       B:eispieIsweise    werden 40 Teile Harz, $0  Teile Kartoffelstärke und 30 Teile     Quell-          stärke    vermischt und in der     2,5fachen    Menge  kalten     Wassers    angerührt. Mit diesem Ge  misch werden Buchenfurniere     bestrichen,     kreuzweise     übereinandergelegt    und in einer  Presse 15 Minuten     bei    110  zusammen  gepresst. Es entsteht ein Sperrholz von aus  gezeichneter Festigkeit der     Verleimung.  

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRUCH Verfahren zur 11ers:tel'lung eines harz artigen härtbaren Kondensationsproduktes aus melaminhaltigen Gemischen und Form. aldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass man das durch kurzzeitiges Erhitzen von Dieyan- diamid in Gegenwart von Ätzalkalien auf grossen Flächen auf Temperaturen oberhalb 130 gebildete melaminha:
    ltige Gemisch mit Formaldehyd in Gegenwart von Lösungs mitteln kondensiert, wobei mindestens zu Beginn der Kondensation ein pH-Wert ober halb von 7 eingehalten wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dag als Lösungsmittel Wasser verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel organische Lösungsmittel verwendet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während der ganzen Dauer der Kondensation ein pH-Wert oberhalb von 7 eingehalten wird.
CH228942D 1941-02-28 1941-12-17 Verfahren zur Herstellung eines härtbaren harzartigen Kondensationsproduktes. CH228942A (de)

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