CH229086A - Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzolsulfonyl-aethylthioharnstoff. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzolsulfonyl-aethylthioharnstoff.

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CH229086A
CH229086A CH229086DA CH229086A CH 229086 A CH229086 A CH 229086A CH 229086D A CH229086D A CH 229086DA CH 229086 A CH229086 A CH 229086A
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CH
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sep
ethylthiourea
aminobenzenesulfonyl
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nyl
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Aktiengesellschaft Chem Heyden
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Heyden Chem Fab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren. zur Darstellung von     p-Aminobenzolsulfonyl-aethylthioharnstoff.     
EMI0001.0002     
  
    Im <SEP> schweizerisiehen <SEP> Patent <SEP> Nr. <SEP> 224688 <SEP> ist
<tb>  ein <SEP> Verfahren <SEP> zur <SEP> Darsitelluug <SEP> von <SEP> substi  tuierten <SEP> Harnstoffen <SEP> beschrieben <SEP> worden, <SEP> ge  mäss <SEP> welchem <SEP> man <SEP> Sul#-onylamide <SEP> der <SEP> Formel
<tb>  Aryl-S02-NH, <SEP> mit <SEP> Iso-cyansäureestern <SEP> der
<tb>  Formel <SEP> O=C=N-R <SEP> zu <SEP> Sulfonylha.rnstoffen
<tb>  der <SEP> Formel <SEP> ATyl-S02-NH-CO-NH-R
<tb>  umsetzt.

   <SEP> Diese <SEP> Verbindungen <SEP> haben <SEP> grosses
<tb>  technisches <SEP> Interesse, <SEP> teils <SEP> als <SEP> Heilmittel
<tb>  gegen <SEP> Bakterieninfektionen <SEP> oder <SEP> als <SEP> Aus  gangsstoffe <SEP> dazu, <SEP> teils <SEP> als <SEP> Hilfsmittel <SEP> bei <SEP> der
<tb>  Behandlung <SEP> von <SEP> Textilien <SEP> oder <SEP> als <SEP> Ausgangs  stoffe <SEP> für <SEP> Kunstharze <SEP> und <SEP> andere <SEP> Verbin  dungen.
<tb>  



  Es <SEP> wurde <SEP> nun <SEP> ,gerfunden, <SEP> dass <SEP> man <SEP> Verbin  dungen <SEP> von <SEP> ähnlich <SEP> günstigem <SEP> Wert <SEP> für <SEP> die
<tb>  obengenannten <SEP> Verwendungszwecke <SEP> erhält,
<tb>  wenn <SEP> man <SEP> statt <SEP> der <SEP> Isocyansäureester <SEP> die
<tb>  schwefielanalo,mI.sathiocyansäurees.terf(Senf  öle) <SEP> der <SEP> Formel
<tb>  S=C=N-R
<tb>  auf <SEP> Sul)fonyl.amide <SEP> einwirken <SEP> lässt. <SEP> Man <SEP> er-       hält,     daain        ,statt        :

  dar        im    Patent Nr. 224688     be-          schriebenen        Sullfonylharnstoffe    die     entspre-          chenden        Sulfonylthioharnstoife    der     Formel          Aryl-S02        NH-CS-NH-R.     



       Aryl    bedeutet dabei     :einen        uusubshtmemten     oder substituierten     Benzolkern    oder ein     mehr-          glied-riges        aromatisches    Ringsystem, R     einen          Alkyl-,        Arail'kyl-,        Aryl-    oder     heterocychschen     Rest.  



  Da die     hsothiocyansäureester    im     allgemei-          nen    weniger     reaktionsfähig    sind als die     ent-          sprecheu:den        Iso:cyansäuree:ster,    war     eine     solche     Anlagerungsreaktion    nicht ohne weite  res vorauszusehen.

   Die geringere Reaktions  fähigkeit kann aber - wenn     notwendig      durch     Verwendung    von     Katalysatoren    ausge  glichen     werden.    Als     solche    können     iusbeson-          dere        kationenbildende    Stoffe     dienen,    wie z.     B-.     Alkali oder     Erdlalkaliatame,    entweder     in     Form ihrer Salze mit den Sulfonamiden. oder  als Salze     sehwaeher    Säuren, z.

   B.     als        Carbo-          nate.    Borste. Phosphate und andere, oder      z. B. Amine,     e!aweit    sie nicht mit den Senf  ölen reagieren, also     insbesondere        tertiäre          Amine.    Man     kann    mit oder ohne     Verwen-          dung    von     Läs.un:gsmittelin    arbeiten,     zweck-          mässigerweisio    bei erhöhter     Temperatur;    z. B.

         genügt        Erwärmung    auf 50-100  in den  meisten Fällen,     @rlo,ch    können auch andere  Temperaturen, z. B. Zimmertemperatur bei       reuktionsfähibgen    Systemen, sowie auch höhere       Temperaturen        :günstig        sein,    soweit letztere  nicht schon zu     teilweiser    Zersetzung führen.  



  Die Abtrennung des entstandenen Reak  tionsproduktes von nicht umgesetztem     Aus-          gangsmaterial    kann leicht auf Grund der  Säurenatur des entstehenden     Sulfonylt.hio-          harnstoffes    erfolgen. Man löst zum Beispiel  in der Kälte in     Bica.rbonat-    oder     Am.moniak-          lösungen,    wobei die Ausgangssulfonamide un  löslich, bleiben und abgetrennt     werden    kön  nen. Die     Sulfonylthioharnstoffe    können da  nach durch     Säuren,    z. B. Essigsäure, ausge  fällt werden.  



  Zur Ausführung des Verfahrens sind im  Prinzip alle Arten von Senfölen     ge-eigmet.    Es  seien ohne     Volltständigkeit    angeführt: gesät  tigte     Alkyl.senföle,    wie     Methvl-,        Äthyl-,        Pro-          pyl-,        Buhl-,        Dodtecyl-,        Octadecyl-Seiiftil.          ungesättigte        al.iphatische,    -wie z.

   B.     Allyl-          Senföl,        aromatisch-al.iphatisehe,    wie     Benzyl-          Se.nföl,    aromatische, wie     Phenyl-        undl        Naph-          thyl-Senföl,        heterocyclische,        wie        a-Pyridyl-          und        a-Thiazolyl-Senföl,    sowie auch Verbin  dungen, die     aus    den vorgenannten durch  weitere Einführung von Atomen oder Grup  pen entstehen.

   Entscheidend für die Wahl  eines     bestimmten        Senföls        .sind    die geforder  ten Eigenschaften der     dairzustellenden    Ver  bindung. So      wird    zum     Beispiel    die Lipoid  löslichkeit durch höhere     Alkyl-    und     Aryl-          reste,    die     Hydrophilme    durch     Osalhyl-   <I>oder</I>       Alkogya.lkylreste    gefördert.  



  Wie in der Reihe der     Sa.nerstaffharn-          stoffe    sind für -die     Bekämpfung    von     Bakte-          rieninfektionen        besonders        Verbindung        #en        mit     einer     freien        Aminogruppe    im     aromatischen     Kern nichtig,

   zum Beispiel in     p-Stellung.     Man kann diese Gruppe zunächst als     Acyl-          aminogruppe    einführen und nach Umsetzung    mit dem     Senföl    durch     Verseifung    freilegen  oder aber als     Nitrogruppe,    die man nach der  Kondensation     reduziert.     



  Die zur     Anwendung        gelangenden    Senf  öle     können    auch erst     während    der     Reaktion     gebildet      -erden.    Zum     Beispiel    kann man     Al-          lkyl@rho@danide,    die sich bei höherer Tempera  tur oder unter dem Einfluss von Katalysa  toren in Senföle     umlagern,    anwenden, wobei  die Reaktion nach Massgabe des gebildeten       Senföls    fortschreitet.

   Ebenso     können    zum  Beispiel     hochsubstituierte        Thiofharnstoffe     angewendet werden, die bei hoher Temperatur  in Amin und Senföl zerfallen,     sowieThi.urain-          di#,ul@fi@d,e    und andere     Verbindungen.     



  Die nach diesem Verfahren     da.rsteltbaren          Verbind.urigen    sind     kri-sta.llisierte    Stoffe mit  stark sauren     Eigensühaiften.    Sie bilden neu  trale Alk     alisalze.    die sich     llcicht    in Wasser       1_ösen    und deren     sonstige        Eigenschaften    von  der Natur des,     Restes    R     abhängen,    wie     oben     geschildert.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes          ist    ein     Verfahren    zur Herstellung von  p     @minobenzo@lsulfonyl.,aeathy        lt,hioha.rn@sto,ff,          tveliche:s    dadurch gekennzeichnet ist,     da.ss    man       Aetli-,#rlsenfi31    auf     Aeet#vrl,sulfa.nilamid        ein-          tvirken    lässt und den erhaltenen     p-Acetyl-          amimobenzolfsulfonyl=aethylthioharnstoff        ziem     p :

       Aminobenzolsulfonyl    -     aethylthioharnstoff          verseift.     



       Beispiel:          a_)        Herstellung    des p     Acety        laminobenzol-          @ulfonyl-aethirl.thioharnstof        fes.     



  108 g     Acetvlsulfanilainid    werden in einer       Lösung    von 20g     NaOH.    200 ein'     H_0    und  ?00     ein:'    den.     Alkohol    gelöst. In der     Lösiung           -erden    bei     Zimmertemperatur    unter Rühren       .t    g     ethyhenföl        zugetropft.    Es     tritt    ge  ringe     Temperaturerhöhung    ein.

   Das Ganze  wird ?     Stunden    bei gewöhnlicher     Tempera:          tur    und 18 Stunden bei 50  gerührt. Nach  dem     Abkühlen    wird mit 300 cm"     H.-0        ver-          diinnt    und der Alkohol im Vakuum bei     50           abdestilliert.    Nach Behandlung mit Kohle        wird    die     wässerige    Lösung durch     konzentrier-          tes,        HCl        kon-osa.uer    gemacht.

   Die     abgesaugte     und gewaschene     ausgefällte    Substanz     wird         gut pulverisiert und 1-2     Stunden    mit       überschüseigem    Natriumkarbonat und     Was-          .#-,er    gerührt. Nach     Ahsawgen    von ungelöstem       Ausgangs@m@aterial    wird das Filtrat unter  Rühren in     überschüssige        Eisessiglösung    (1:1)  eingetropft. Die ausgefällte Substanz wird  abgesaugt, mit     Wasisrer        gewaschen    und :ge  trocknet.

   Die Ausbeute beträgt 98 g = 65,5  d.     Th.    Schmelzpunkt des     Rohproduktes    165  bis 166  u. Z. Das Rohprodukt wird nicht  weiter gereinigt,     sondern    gleich zur     ent-          acetylierten        Verbindung    weiterverarbeitet.  



  b) Herstellung des     p.-Aminobenzolsulfo-          nyl-aethyl-thio#hiarustoffes.     90 g der     Acetylverbinclung    werden zwecks       Verseifung    mit 17 g     Kaliumhyclrogyd,

      24 g       Natriumhydrogyd    und<B>270</B> cm' 80 %     igem          denaturierten    Alkohol 24     Stunden    auf 50        erwämt.        Das          galumsalz          wird        abgesaugt    und     das        Filtrat    zur weiteren  Gewinnung von     galiumsalz    mit     kgnzentrier-          ter        Karbonatlösung    versetzt.

   Das zuerst     er-          haltene        Kaliumsalz        wird    in der 5fachen  Menge Wasser     ggeliöst,    .die Lösung mit     Kohle     entfärbt     und    die farblose Lösung unter Rüh  ren in     überschüssige        Esessiglösung    1:1 ein  getropft. Nach     Absaugen,    Waschen und  Trocknen werden 61 g Substanz vom         Schm-el2punkt    136-137  erhalten.

   Aus  beute = 81,5 % d.     Th.    Nach     einmaligem    Um  fällen bildet     die        Substanz        feine    weisse     Nädel-          chen    vom     S,ohmelzpunkt    139-140 . Sie ist  zur     Verwendung    für therapeutische Zwecke       bestimmt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von p-Amino- benzolsjulfo,nyl-aethylthioharnstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man Aethylsenföl auf Acetylsulfanila.mid einwirken lässt und .den erhaltenen p-Aoetylaminob@en.zo-lsulfonyl- aethylthioharustoff zum p-Aminobenzolsul- fo#nyl-aethylthio#harnstoff verseift.
    Das erhaltene neue Produkt bildet feine weisse Nädelchen vom Schmelzpunkt 139 bis 140 . Es ist zur Verwendung für therapeu tische Zwecke bestimmt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die Umsetzung des A@ethylsjenföls mit dem Acetylsulfanilamid in Gegenwart eines gatalysatersdurchführt.
CH229086D 1941-09-19 1942-09-11 Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzolsulfonyl-aethylthioharnstoff. CH229086A (de)

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