CH229740A - Aufbewahrungs- und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial. - Google Patents
Aufbewahrungs- und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial.Info
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Description
Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss für chirurgisehes Nahtmaterial. Bei den üblichen Aufbewahrungs-und Entnahmegefässen für chirurgisches Nahtmaterial befindet sich dieses Material in einer Aufbewahrungsflüssigkeit. Hierdurch wird jedoch die Festigkeit des Materials vermindert. Daher ist für die genannten Zwecke bereits eine Sturzflasche vorgeschlagen worden, welche bei einer Kippbewegung um 180 die Aufbewahrungsflüssigkeit von dem Näh- material entfernt. Derartige Vorrichtungen weisen jedoch wiederum den erheblichen Nachteil auf, da. dabei das Auftreten von Sekundärinfektionen durch insterile Luft. die sich im Verschlussteil zum mindesten vom zweitmaligen Gebrauch an befindet, unvermeidbar ist. Sobald nämlich bei diesen bekannten Sturzflaschen das Versehlussteil erst einmal abgenommen worden ist, füllt es sich mit insteriler Aussenluft, und diese vermischt sich dann nach Wiederverschliessen der Vorrichtung mit der in deren Flaschenraum befindlichen Luft, zumal durch den anschliessenden Kippvorgang die Luft aus dem Versehlussteil in den Flaschenraum verdrängt und so zwangläufig mit der darin vorhandenen Luft vermengt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich mit jedem neuerlichen Gebrauch solcher Sturzflaschen, so dass dabei immer wieder neue Sekundärinfektionen und damit immer mehr eine Anreicherung an Sporen und dergleichen auftritt. Die Erfindung ermöglicht, diese Übel stände dadurch zu vermeiden, dass bei dem eine mit Aufbewahrungsflüssigkeit teilweise gefüllte Standflasche aufweisendent erfin- dungsgemäBen Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial die Flasche in der Gebrauchslage des GefäBes an ihrem obern, mit Mitteln zu ihrem luftdichten Abschluss versehenen Teil mit einem seitlichen Raumansatz zum Aufnehmen der Aufbewahrungsflüssigkeit beim Kippen der Flasche auf die Seite dieses Raumansatzes um 90 versehen ist. Vorzugsweise wird dieser Ansatz so angeordnet und ausgebildet, daB er gleichzeitig'als Auflage nach der Kippbewegung dienen kann. Ferner ksmn auch der Flasehenboden an der Seite des Ansatzes bezw. unterhalb des Seitenra. umes in der Richtung der Ausladung des Seitenrau- mes vorzugsweise um ein der jeweils gew nschten Kippstellung bezw. der Grouse die ser Ausladung des Seitenraumes entsprechen- des Stüek verlängert sein. so da¯ die gekippte Flasche auf der Seitenmancl des Ansatzes und der Kante des verlängerten FIasehenbndens in der jeweiligen Winkelstellung von 30" sicher ruht. Die untere Wand des Seitenraumes kann zur Begünstigung eines ruhigen Abfliessens der Aufbewahrungsflüssigkeit als schiefe Ebene und gegebenenfalls gegenüber deu brigen Flaschenwandungen verdickt ausgebildet werden. Bei einer bevorzugten Ausf hrungsform des Erfindungsgegenstandes ist in dem Flaseheninnenraum eine von oben herabgehende und nicht ganz bis auf den Flaschenboden durchgefiihrte Zwischenwand vorgesehen, welche in der Gebrauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum vom Flasehenhauptraum trennt und mit. ihrem restlichen Teil und der ihm benachbarten Flaschenraumwand einen Kanal bildet, der die beiden Räume kommnnizierend miteinan- der verbindet und durch welche die Aufbewahrungsfl ssigkeit beim Kippen aus dem Flaschenhauptraum zum Seitenraum abflie- ssen muss. Bei dieser Ausführungsform ist es von Vorteil, zwischen den beiden durch den erwähnten Kanal miteinander verbundenen Rumen ein zweckmässig angeordnetes und ausgebildetes Druckausgleichsrohr vorzusehen. da danll beim Kippen kein plötzlieher Unterdruck im Flaschenhauptraum entstehen kann, auf Grund dessen Luft von au¯en in den Flaschenraum angesaugt werden k¯nnte. Das Aufbewahrungs- und Entnahmegefϯ kann derart gebaut sein. dass es gestattet. durch eine Kippbewegung nur bis zu 90"das Nahtmaterial trockenzulegen oder es wieder mit der Aufbewahrungsflüssigkeit in Beriihrung zu bringen. Die Entnahme des Nahtmaterials erfolgt im wesentlichen in der iiblichen Weise. wofür die nachstehend geschilderten Ausbildungs- formen sich besonders bewährt haben : Der Flaschenhauptraum kann an seinem obern Teil eine Íffnung, die durch eine elastische Absehlussplatte oder-kappe, z. B. aus Gummi oder dergleichen. abgeschlossen ist. besitzen, welche eine Fadendurchtritts¯ffung aufweist und als zusÏtzliche Sicherung gegen das Ansaugen unsteriler Aussenluft dient. Es kann auch innerhalb des Flasehenraumes ein oberhalb der Füllmarke für den Normalstand der Aufbewahrungsflüssigkeit in der Ge brauchslage unterbrochenes Führungsrohr für den Faden ungeordnet sein. Dieses Führungs- rohr ist dann zweckmässigerweise an der un tern Öffnung seines obern Teils durch eine elastische Abschlussplatte oder-kappe, z. B. aus Gummi oder dergleichen, welche eine Fadendurchtritts¯ffnung aufweist, abgeschlossen. Auch hierdurch ist ein zureichen- der Schutz gegen Eintreten von Au¯enluft @ Ferner wird auch ein Auslaufen der Aufbewahrungsfl ssigkeit beim Sto¯ der Flasche verh tet. Die Entnahme¯ffnung f r das Nahtmaterinl innerhalb des Entnahmek¯pfes wird zweckmϯig derart ausgebildet, dass die im Nahtmaterial vorhandenen Knoten hemmungslos die Íffnung durchlaufen können. Die Flasche kann vorzugsweise elastisch in einer kassettenartigen Umh llung angeordnet bezw. untergebracht sein, die einen Schiebeverschluss, z. B. einen visierartigen Kappenverschlu¯, f r die Entnahme aufweist, der auch in ge¯ffnetem Zustande, in Ge brauchslage des Gefϯes. die Entnahmeoff- nung f r das Nahtmaterial an der Flasche und zweckmϯig auch den gesamten Ent nahmekopf der Flasche gegen o@en abdeekt und so gegen Fallinfektion schiitzt. In der Zeichnung ist eine beispielswelse Ausf hrungsferm der Erfindung schematisch wiedergegeben, und zwar in Fig. l in Gebrauchslage im Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 2 und in Fig. 2 im Schnitt nach der Linier in Fig. l. Im einzelnen stellt 1 die Kippflasche dar, welche den eigentlichen Flaschenraum oder Flaschenhauptraum 2 und den seitlichen Raumansatz bezw. Seitenraum 4 aufweist. 3 zeigt die Höhe an, bis zu welcher die Auf bewahrungsflüssigkeit in der dargestellten Gebrauchslage normalerweise reicht. In dem Flascheninnenraum ist die von oben herabhängende und nicht ganz bis auf den Fla schenboden durchgeführte Zwischenwand 5 vorgesehen, welche in der Gebrauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum 4 vom Flaschenhauptraum 2 trenut und mit ihrem restlichen Teil und der ihm benachbarten Flaschenraumwand einen Kanal 6 bildet, der die beiden Räume 2 und 4 kommunizierend miteinander verbindet. Zwi schen den beiden durch den Kanal 6 kommunizierend miteinander verbundenen RÏumen 2 und 4 ist das Druckausgleichsrohr 7 vorgesehen. Der Flaschenboden 8 ist unterlialb des Seitenraumes 4 bezw. dessen schräg nach dem Flaschenraum 2 zu verlaufenden untern Wandung 18 in der gleichen Richtung um das der Ausladung des Seitenraumes entsprechende Stück 8a verlängert. In dem Flaschenhauptraum 2 ist das Nahtmaterial 9 untergebracht und von der Aufbewahrungsflüssigkeit 10 umgeben. Innerhalb des Raumes 2 ist ein oberhalb des Normalstandes 3 der Aufbewahrungsflüssigkeit 10 unterbrochenes Fadenführungsrohr 23 vorgesehen, welches an der untern Offnung seines obern Teils durch eine Gummikappe 97, die eine Fadendurchtrittsöffnung auf weist, abgeschlossen ist und dessen Mittel- teil durch den massiven B gel 26 gebildet wird. An diesen schliesst der untere, beidseitig offene Teil 26a des Fadenführungsrohres 23 an. Das Rolir 23 ist am Entnahmekopf 21 unlösbar befestigt ; die obere Offnung des Rohres 23 geht in die Entnahmeöffnung 21a über. Das GefÏ ¯ ist vermittels der elastischen Lagerungen 15. welche den Stossschutzraum 17 freilassen, elastisch in der kassetten- artigen Umhüllung 13 angeordnet, die ihrerseits die StandfüBe 16 trägt und an ihrer obern Wand 19 auf dem Helmring 24 einen Schiebeverschlu¯ mit beweglichem Teil 14 und feststehendem Teil 14'aufweist, welcher Teil 14 auch in geöffnetem Zustande die Entnahme¯ffnung 21 a f r das Nahtmaterial und auch den gesamten, den mittleren Teil des Flaschenkopfes 25a bildenden Entnahme- kopf 21 gegen oben abdeckt. Der unter Abdichtung durch den Dichtungsring 25 aufgesetzie Flaschenkopf 25a trägt seinerseits die aufgeschraubte Verschlusskappe 20, welche die mit der Fadenschutzwulst 22 ausgestattete Austrittsöffnung 21a des Fadenführungsrohres 23 abdeekt und die Flasche 1 luftdicht abschliesst. Im allgemeinen wird die Verschlussklappe 20 bereits vor dem Einsetzen des Gefässes in die Kassette abgenommen. Ist dies nicht der Fall, kann sie nachträglich abgenommen werden, indem der obere Kassettentei. l 19 abgehoben und hierauf die VerschluBkappe 20 abgeschraubt wird ; oder aber, es wird der Helm- ring 24, der mittels eines Bajonettverschlusses an dem obern Kassettenteil 19 befestigt ist, durch Drehung um einen kleinen Winkel mit den Teilen 14 und 14'zusammen abgeho- ben und hierauf die VerschluBkappe 20 abgeschraubt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss für ebirurgisches Nahtmaterial, welches eine mit Aufbewahrungsfl ssigkeit teilweise gefüllte Standflasche aufweist, dadurch gekennzeich-r net, daB die Flasche (1) in der Gebrauchslage des GefäBes an ihrem obern, mit Mitteln zu ihrem luftdichten AbschluB versehenen Teil mit einem seitlichen Raumansatz (4) zum Aufnehmen der Aufbewahrungsflüssig- keit (10) beim Kippen der Flasche auf die Seite dieses Raumansatzes um 90 versehen ist.UNTERANSPRÜCHE : 1. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, daB die untere Wand des Seitenraumes (4) als schiefe Ebene ausgebildet ist.2. Aufbewahrmgs-und Entnahmegefän nach Patentanspruch und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Wand des Seitenraumes (4) als schiefe Ebene und gegenüber den übrigen Flaschenwandungen verdickt ausgebildet ist.3. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, daB in dem Flascheninnenraum eine von oben herabhängende und nicht ganz bis auf den Flaschenboden durehgeführte Zwischen- wand (5) vorgesehen ist, welche in der Ge brauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum (4) vom Hauptraum (2) der Flasche trennt und mit ihrem restlichen Teil und einem Teil der FlaschenauBenwand einen Kanal (6) bildet, der die beiden RÏume (2, 4) kommunizierend miteinander verbindet.4. Aufbewahrungs-lmd Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beidendurchdenKanal(6)kommunizierend miteinander verbundenen Rumen (2 und 4) ein Druckausgleichsrohr (7) vorgesehen ist.5. Aufbewahrungs-und Entnahmegef ss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da, der Flaschenboden (8) unterhalb des Seitenraumes (4) in dessen Ausladungs- richtung verlängert ist.6. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daB der Flaschenboden unterhalb des Seitenraumes (4) um ein der Ausladung des Seitenraumes (4) entsprechendes Stück (8a) verlängert ist.7. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB der Flaschenhauptraum (2) in seinem obern Teil eine Offnung besitzt, die durch eine elastische Abschlu¯platte, welche eine Fadendurchtrittsoffnung aufweist, abgeschlossen ist.8. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da¯ der Flaschenhauptraum (2) in seinem obern Teil eine Öffnung besitzt, die durch eine elastische Abschlusskappe, welche eine Fadendurchtrittsöffnung aufweist, abgeschlossen ist, 9. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da. ¯ innerhalb des Flaschenhauptraumes (2) ein oberhalb der Füllmarke f r den Normalstand der Aufbewahrungsfliissigkeit in der Gebraachslage des Gefässes unterbroehe- nes Fadenfiihrungsrohr (11) vorgesehen ist.10. Aufbewahrungs-nnd Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 9. dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenfüh- rungsrohr (11) an der untern Offnung seines obern Teils durch eine elastische AbschluB- platte, welche eine Fadendurchtritts¯ffnung aufweist, abgesehlossen ist.11. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Fadenfüh- rungsrohr (11) an der untern Offnung seines obern Teils durch eine elastische Abschlusskappe (12). welche eine Fadendurchtritts- ¯ffnung aufweist, abgeschlossen ist.12. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, dass die Flasche in einer kassettenartigen Umhüllung (13) angeordnet ist, die einen Schiebeverschluss (14) f r die Entnahme auf- weist, der auch in geöffnetem Zustande, in Gebrauchslage des Gefässes, die Entnahme- offnung fiir das Nahtmaterial an der Flasche gegen oben abdeckt.13. Aufbevcahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 13. dadurch gekennzeichnet, da¯ die Flasche unter Zwischenschaltung von federnden St cken (15) in der kassettena, rtigen Umhüllung (13) angeordnet ist.14. Aufbewahrungs- und Entnahmegefϯ nach Patentanspruch und Unteranspruch 12. dadurch gekennzeichnet, da¯ der Schiebeverschluss (14) der kassettenartigen Umhüllung) (13) in geöffnetem Zustande den gesamten Entnahmekopf der Flasche gegen oben ab deckt.
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