CH229740A - Aufbewahrungs- und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial. - Google Patents

Aufbewahrungs- und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial.

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CH229740A
CH229740A CH229740DA CH229740A CH 229740 A CH229740 A CH 229740A CH 229740D A CH229740D A CH 229740DA CH 229740 A CH229740 A CH 229740A
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Comp Gustav Pirazzi
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Pirazzi Gustav & Co
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/04Surgical instruments, devices or methods for suturing wounds; Holders or packages for needles or suture materials
    • A61B17/06Needles ; Sutures; Needle-suture combinations; Holders or packages for needles or suture materials
    • A61B17/06114Packages or dispensers for needles or sutures

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Description


  



  Aufbewahrungs-und   Entnahmegefäss    für   chirurgisehes    Nahtmaterial.



   Bei den üblichen Aufbewahrungs-und Entnahmegefässen für chirurgisches Nahtmaterial befindet sich dieses Material in einer Aufbewahrungsflüssigkeit. Hierdurch wird jedoch die Festigkeit des Materials vermindert. Daher ist für die genannten Zwecke bereits eine Sturzflasche vorgeschlagen worden, welche bei einer Kippbewegung um   180  die      Aufbewahrungsflüssigkeit    von dem   Näh-    material entfernt. Derartige Vorrichtungen weisen jedoch wiederum den erheblichen Nachteil auf,   da.    dabei das Auftreten von Sekundärinfektionen durch insterile Luft. die sich im Verschlussteil zum   mindesten    vom zweitmaligen Gebrauch an befindet, unvermeidbar ist.



   Sobald nämlich bei diesen bekannten Sturzflaschen   das Versehlussteil    erst einmal abgenommen worden ist, füllt es sich mit insteriler Aussenluft, und diese vermischt sich dann nach Wiederverschliessen der Vorrichtung mit der in deren Flaschenraum befindlichen Luft, zumal durch den anschliessenden Kippvorgang die Luft aus dem Versehlussteil in den Flaschenraum verdrängt und so zwangläufig mit der darin vorhandenen Luft vermengt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich mit jedem neuerlichen Gebrauch solcher   Sturzflaschen,    so dass dabei immer wieder neue   Sekundärinfektionen    und damit immer mehr eine Anreicherung an Sporen und dergleichen auftritt.



   Die Erfindung ermöglicht, diese Übel  stände dadurch    zu vermeiden, dass bei dem eine mit Aufbewahrungsflüssigkeit teilweise gefüllte   Standflasche      aufweisendent erfin-    dungsgemäBen Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial die Flasche in der Gebrauchslage des GefäBes an ihrem obern, mit Mitteln zu ihrem luftdichten Abschluss versehenen Teil mit einem seitlichen   Raumansatz    zum Aufnehmen der Aufbewahrungsflüssigkeit beim Kippen der Flasche auf die Seite dieses Raumansatzes um   90  versehen    ist. Vorzugsweise wird dieser Ansatz so angeordnet und ausgebildet, daB er   gleichzeitig'als Auflage nach    der Kippbewegung dienen kann.

   Ferner   ksmn    auch der   Flasehenboden    an der Seite des Ansatzes   bezw. unterhalb des Seitenra. umes    in der   Richtung der Ausladung des Seitenrau-    mes vorzugsweise um ein der jeweils gew nschten Kippstellung bezw. der   Grouse    die   ser Ausladung des Seitenraumes entsprechen-    des Stüek verlängert sein. so da¯ die gekippte Flasche auf der   Seitenmancl    des Ansatzes und der Kante des verlängerten   FIasehenbndens    in der jeweiligen Winkelstellung von 30" sicher ruht.



   Die untere Wand des Seitenraumes kann zur   Begünstigung eines ruhigen Abfliessens    der   Aufbewahrungsflüssigkeit    als schiefe Ebene   und gegebenenfalls gegenüber deu     brigen Flaschenwandungen verdickt ausgebildet werden.



   Bei einer bevorzugten Ausf hrungsform des Erfindungsgegenstandes ist in dem Flaseheninnenraum eine von oben   herabgehende    und nicht ganz bis auf den Flaschenboden durchgefiihrte Zwischenwand vorgesehen,   welche    in der Gebrauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum vom Flasehenhauptraum trennt und mit. ihrem restlichen Teil und der ihm benachbarten    Flaschenraumwand einen Kanal bildet, der    die beiden Räume   kommnnizierend      miteinan-    der verbindet und durch   welche    die Aufbewahrungsfl ssigkeit beim Kippen aus dem    Flaschenhauptraum zum Seitenraum abflie- ssen muss.

   Bei dieser Ausführungsform ist es    von Vorteil, zwischen den beiden durch den erwähnten Kanal miteinander verbundenen Rumen ein zweckmässig angeordnetes und ausgebildetes Druckausgleichsrohr vorzusehen. da   danll    beim Kippen kein plötzlieher Unterdruck im   Flaschenhauptraum entstehen    kann, auf Grund dessen Luft von au¯en in den Flaschenraum angesaugt werden k¯nnte.



   Das Aufbewahrungs- und Entnahmegefϯ kann   derart gebaut sein. dass es gestattet.    durch eine Kippbewegung nur bis zu 90"das Nahtmaterial   trockenzulegen oder es wieder    mit der   Aufbewahrungsflüssigkeit    in Beriihrung zu bringen.



   Die Entnahme des   Nahtmaterials erfolgt    im wesentlichen in der iiblichen Weise. wofür die   nachstehend geschilderten Ausbildungs-    formen sich besonders bewährt haben : Der Flaschenhauptraum kann an seinem obern Teil eine Íffnung, die durch eine elastische   Absehlussplatte      oder-kappe,    z. B. aus Gummi oder dergleichen. abgeschlossen ist. besitzen, welche eine Fadendurchtritts¯ffung aufweist und als zusÏtzliche Sicherung gegen das Ansaugen   unsteriler      Aussenluft    dient.

   Es kann auch innerhalb des Flasehenraumes ein oberhalb   der Füllmarke für    den   Normalstand    der   Aufbewahrungsflüssigkeit in    der Ge   brauchslage unterbrochenes Führungsrohr für    den Faden ungeordnet sein. Dieses   Führungs-    rohr ist dann   zweckmässigerweise    an der un  tern Öffnung seines obern    Teils durch eine   elastische Abschlussplatte oder-kappe, z.    B. aus Gummi oder dergleichen, welche eine Fadendurchtritts¯ffnung aufweist, abgeschlossen. Auch hierdurch ist ein   zureichen-    der Schutz gegen Eintreten von Au¯enluft   @   Ferner wird auch ein Auslaufen der Aufbewahrungsfl ssigkeit beim Sto¯ der Flasche verh tet.

   Die Entnahme¯ffnung f r das   Nahtmaterinl innerhalb    des Entnahmek¯pfes wird zweckmϯig derart ausgebildet, dass die im Nahtmaterial vorhandenen Knoten   hemmungslos    die Íffnung durchlaufen können.



   Die Flasche kann vorzugsweise elastisch in einer kassettenartigen Umh llung angeordnet bezw. untergebracht sein, die einen   Schiebeverschluss,    z.   B.    einen   visierartigen    Kappenverschlu¯, f r die Entnahme aufweist, der auch in ge¯ffnetem Zustande, in Ge  brauchslage    des Gefϯes. die   Entnahmeoff-    nung f r das Nahtmaterial an der Flasche und zweckmϯig auch den gesamten Ent   nahmekopf der Flasche gegen o@en abdeekt    und so   gegen Fallinfektion schiitzt.   



   In der Zeichnung ist   eine beispielswelse    Ausf hrungsferm der Erfindung schematisch wiedergegeben, und zwar in Fig. l in Gebrauchslage im Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 2 und in Fig. 2 im Schnitt nach der   Linier    in Fig.   l.    



   Im einzelnen stellt   1    die Kippflasche dar, welche den eigentlichen Flaschenraum oder Flaschenhauptraum 2 und den seitlichen   Raumansatz    bezw. Seitenraum 4 aufweist.   3    zeigt die Höhe an, bis zu welcher die Auf  bewahrungsflüssigkeit    in der dargestellten Gebrauchslage normalerweise reicht. In dem Flascheninnenraum ist die von oben herabhängende und nicht ganz bis auf den Fla  schenboden    durchgeführte Zwischenwand 5 vorgesehen, welche in der Gebrauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum 4 vom   Flaschenhauptraum    2 trenut und mit ihrem restlichen Teil und der ihm benachbarten Flaschenraumwand einen Kanal 6 bildet, der die beiden Räume 2 und 4 kommunizierend miteinander verbindet.

   Zwi  schen    den beiden durch den Kanal 6 kommunizierend miteinander verbundenen RÏumen 2 und 4 ist das Druckausgleichsrohr 7 vorgesehen. Der Flaschenboden 8 ist unterlialb des Seitenraumes 4 bezw. dessen schräg nach dem Flaschenraum 2 zu verlaufenden untern Wandung 18 in der gleichen Richtung um das der Ausladung des Seitenraumes entsprechende Stück 8a verlängert.



   In dem   Flaschenhauptraum      2    ist das Nahtmaterial 9 untergebracht und von der   Aufbewahrungsflüssigkeit    10 umgeben. Innerhalb des Raumes 2 ist ein oberhalb des   Normalstandes    3 der Aufbewahrungsflüssigkeit 10 unterbrochenes Fadenführungsrohr 23 vorgesehen, welches an der untern Offnung seines obern Teils durch eine Gummikappe   97,    die eine   Fadendurchtrittsöffnung    auf weist, abgeschlossen ist und dessen   Mittel-    teil durch den massiven B gel   26    gebildet wird. An diesen schliesst der untere, beidseitig offene Teil 26a des   Fadenführungsrohres      23    an.

   Das Rolir 23 ist am   Entnahmekopf    21 unlösbar befestigt ; die obere Offnung des Rohres 23 geht in die   Entnahmeöffnung 21a    über. Das GefÏ ¯ ist vermittels der elastischen Lagerungen 15. welche den Stossschutzraum 17 freilassen, elastisch in der   kassetten-    artigen Umhüllung 13 angeordnet, die ihrerseits die   StandfüBe      16 trägt    und an ihrer obern Wand 19 auf dem   Helmring    24 einen Schiebeverschlu¯ mit beweglichem Teil   14    und feststehendem Teil 14'aufweist, welcher Teil 14 auch in geöffnetem Zustande die Entnahme¯ffnung 21 a f r das Nahtmaterial und auch den gesamten,

   den mittleren Teil des   Flaschenkopfes    25a bildenden   Entnahme-    kopf 21 gegen oben abdeckt. Der unter Abdichtung durch den Dichtungsring   25    aufgesetzie Flaschenkopf   25a    trägt seinerseits die aufgeschraubte Verschlusskappe 20, welche die mit der Fadenschutzwulst 22 ausgestattete Austrittsöffnung   21a    des Fadenführungsrohres 23 abdeekt und die Flasche   1    luftdicht abschliesst.



   Im allgemeinen wird die Verschlussklappe 20 bereits vor dem Einsetzen des Gefässes in die Kassette abgenommen. Ist dies nicht der Fall, kann sie nachträglich abgenommen werden, indem der obere   Kassettentei. l 19    abgehoben und hierauf die VerschluBkappe 20 abgeschraubt wird ; oder aber,   es wird der Helm-    ring 24, der mittels eines Bajonettverschlusses an dem obern   Kassettenteil    19 befestigt ist, durch Drehung um einen kleinen Winkel mit den Teilen 14 und 14'zusammen   abgeho-    ben und hierauf die   VerschluBkappe    20 abgeschraubt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss für ebirurgisches Nahtmaterial, welches eine mit Aufbewahrungsfl ssigkeit teilweise gefüllte Standflasche aufweist, dadurch gekennzeich-r net, daB die Flasche (1) in der Gebrauchslage des GefäBes an ihrem obern, mit Mitteln zu ihrem luftdichten AbschluB versehenen Teil mit einem seitlichen Raumansatz (4) zum Aufnehmen der Aufbewahrungsflüssig- keit (10) beim Kippen der Flasche auf die Seite dieses Raumansatzes um 90 versehen ist.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, daB die untere Wand des Seitenraumes (4) als schiefe Ebene ausgebildet ist.
    2. Aufbewahrmgs-und Entnahmegefän nach Patentanspruch und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Wand des Seitenraumes (4) als schiefe Ebene und gegenüber den übrigen Flaschenwandungen verdickt ausgebildet ist.
    3. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, daB in dem Flascheninnenraum eine von oben herabhängende und nicht ganz bis auf den Flaschenboden durehgeführte Zwischen- wand (5) vorgesehen ist, welche in der Ge brauchsstellung des Gefässes mit ihrem obern Teil den Seitenraum (4) vom Hauptraum (2) der Flasche trennt und mit ihrem restlichen Teil und einem Teil der FlaschenauBenwand einen Kanal (6) bildet, der die beiden RÏume (2, 4) kommunizierend miteinander verbindet.
    4. Aufbewahrungs-lmd Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beidendurchdenKanal(6)kommunizierend miteinander verbundenen Rumen (2 und 4) ein Druckausgleichsrohr (7) vorgesehen ist.
    5. Aufbewahrungs-und Entnahmegef ss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da, der Flaschenboden (8) unterhalb des Seitenraumes (4) in dessen Ausladungs- richtung verlängert ist.
    6. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daB der Flaschenboden unterhalb des Seitenraumes (4) um ein der Ausladung des Seitenraumes (4) entsprechendes Stück (8a) verlängert ist.
    7. Aufbewahrungs-und EntnahmegefäB nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB der Flaschenhauptraum (2) in seinem obern Teil eine Offnung besitzt, die durch eine elastische Abschlu¯platte, welche eine Fadendurchtrittsoffnung aufweist, abgeschlossen ist.
    8. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da¯ der Flaschenhauptraum (2) in seinem obern Teil eine Öffnung besitzt, die durch eine elastische Abschlusskappe, welche eine Fadendurchtrittsöffnung aufweist, abgeschlossen ist, 9. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da. ¯ innerhalb des Flaschenhauptraumes (2) ein oberhalb der Füllmarke f r den Normalstand der Aufbewahrungsfliissigkeit in der Gebraachslage des Gefässes unterbroehe- nes Fadenfiihrungsrohr (11) vorgesehen ist.
    10. Aufbewahrungs-nnd Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 9. dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenfüh- rungsrohr (11) an der untern Offnung seines obern Teils durch eine elastische AbschluB- platte, welche eine Fadendurchtritts¯ffnung aufweist, abgesehlossen ist.
    11. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Fadenfüh- rungsrohr (11) an der untern Offnung seines obern Teils durch eine elastische Abschlusskappe (12). welche eine Fadendurchtritts- ¯ffnung aufweist, abgeschlossen ist.
    12. Aufbewahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, dass die Flasche in einer kassettenartigen Umhüllung (13) angeordnet ist, die einen Schiebeverschluss (14) f r die Entnahme auf- weist, der auch in geöffnetem Zustande, in Gebrauchslage des Gefässes, die Entnahme- offnung fiir das Nahtmaterial an der Flasche gegen oben abdeckt.
    13. Aufbevcahrungs-und Entnahmegefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 13. dadurch gekennzeichnet, da¯ die Flasche unter Zwischenschaltung von federnden St cken (15) in der kassettena, rtigen Umhüllung (13) angeordnet ist.
    14. Aufbewahrungs- und Entnahmegefϯ nach Patentanspruch und Unteranspruch 12. dadurch gekennzeichnet, da¯ der Schiebeverschluss (14) der kassettenartigen Umhüllung) (13) in geöffnetem Zustande den gesamten Entnahmekopf der Flasche gegen oben ab deckt.
CH229740D 1940-09-12 1941-12-13 Aufbewahrungs- und Entnahmegefäss für chirurgisches Nahtmaterial. CH229740A (de)

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