CH229781A - Vorrichtung zum elektro-induktiven Erhitzen von Werkstücken. - Google Patents

Vorrichtung zum elektro-induktiven Erhitzen von Werkstücken.

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CH229781A
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Aktiengesellsch Edelstahlwerke
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Deutsche Edelstahlwerke Ag
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Description


  Vorrichtung zum elektroinduktiven Erhitzen von Werkstücken.    Gegenstand des Hauptpatentes ist eine  Vorrichtung zum elektroinduktiven Erhitzen  von Werkstücken, z. B. von Rotationskör  pern, wobei die Vorrichtung insbesondere  dem     Oberflächenerhitzen    dienen soll, das,  verbunden mit einem nachfolgenden Ab  schrecken zum Zwecke des     Härtens    durch  geführt wird. Die Vorrichtung besteht aus  einer Leiterschleife, die nachgiebig mit Ab  stand an die Oberfläche des Werkstückes  angedrückt wird, welches während des Er  hitzungsvorganges mehrmals umläuft.

   Die  Leiterschleife bedeckt, in     Umfangsrichtung     gesehen, höchstens die halbe Mantelfläche  und wird zweckmässig in der Breite so gross  gewählt, dass sie den gesamten zu härtenden  Abschnitt des Werkstückes überdeckt.  



  Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent  hat sich beim Erwärmen von Rotationskör  pern der verschiedensten Art bewährt, und  zwar besonders dort, wo es sieh darum han  delt, das Werkstück auf dem gesamten Um  fang des Abschnittes, auf den die Heizein-         richtung    einwirkt, gleichmässig zu erwärmen.

    In der Praxis ergeben sich aber vielfach  Fälle, in denen eine ungleichmässige Vertei  lung der Temperaturhöhe     gewünscht    wird;  so kann beispielsweise die Aufgabe gestellt  sein, gewisse Stellen des Umfanges von der  Erwärmung auszunehmen oder an einigen  Stellen eine erhöhte Temperatur zu erhalten,  und ferner noch die Forderung gestellt sein,  die Temperaturerhöhung verschieden tief in  das Werkstück eindringen zu lassen.- Wenn  der Zweck des     Erwärmens    hierbei ein Ober  flächenhär     ten    ist, so bedeutet diese Forde  rung, dass die Werkstücke nur     teilweise    ge  härtet, mit verschiedenen Härtegraden     bezw.     mit verschiedener Härtetiefe versehen werden  sollen.

   Solche Forderungen treten beispiels  weise auf bei Nockenwellen, bei     denen.    nur  die     Nockenfläche    und nicht der Teil der       Nocke    gehärtet werden soll, der     in.    der  Mantellinie der eigentlichen Welle verläuft.  Auch bei Schwingarmen, Schalthebeln und  ähnlichen Maschinenteilen werden Forderun-      gen dieser oder ähnlicher Art gestellt. Eine  vielfach auftretende Aufgabe besteht ferner  darin, sogenannte Halbwellen mit     einer     Oberflächenhärtung zu versehen. Diese Halb  wellen entstehen gewissermassen durch ein  Auftrennen einer zylindrischen Welle durch  einen Längsschnitt in Achsrichtung, der aber  nicht immer durch die Achse selbst verläuft.

    Weder die tatsächlichen Halbwellen noch die  jenigen, die in Wirklichkeit nicht eine voll  kommene Halbwelle darstellen, lassen sich  mit den im Hauptpatent erläuterten Ausfüh  rungsbeispielen behandeln, obwohl bei wah  ren Halbwellen zwei Einzelteile mit den ebe  nen Flächen     aufeinandergepresst    werden kön  nen, um dann gemeinsam behandelt zu wer  den. Es zeigt sich, dass die induzierten Ströme  an der Trennstelle gewissen Störungen unter  worfen sind, die zu einem unerwünschten  Verlauf der Härteschichten Veranlassung  geben. Bei der Behandlung einer einzigen  Halbwelle ist in dieser Beziehung mit noch  grösseren Störungen zu rechnen.  



  Zweck der Erfindung ist es, die V     orrich-          tung    gemäss dem Hauptpatent so weiterzubil  den, dass auch solche Werkstücke behandelt  werden können, bei denen eine Temperatur  verteilung verlangt wird, die von der sich  normalerweise einstellenden abweicht.

   Be  kanntlich werden zur     Erzeugung    der     Hoeh-          frequenzleistung    im allgemeinen umlau  fende Generatoren,     Funkenstreckengenerato-          ren,    Stromrichter oder Röhrensender verwen  det, und die Erfindung beruht auf der Er  kenntnis, dass eine Beeinflussung der Tempe  raturverteilung in     Umfangsizchtung    der     Dlan-          telfläche    möglich ist, wenn die Leistung die  ser Erzeuger periodisch geändert wird.

   Wenn  beispielsweise beim     jeweiligen    Hindurchgang  einer     bestimmten    Stelle des Werkstückes  unter der     Heizleitersehleife    die Leistung auf  den Nullwert gemindert wird, so tritt trotz  des ständigen Umlaufes des Werkstückes an  dieser Stelle eine nennenswerte Erwärmung  nicht ein. Setzt man dementsprechend die  Leistung periodisch nicht auf den Nullwert.  sondern auf irgendeinen Zwischenwert herab,  so findet eine     Erwärmung    in     verringerteri       Masse statt, so dass eine Beeinflussung der  Temperaturverteilung     ini    weitesten Masse  möglich ist.

   Uni diese Änderung in der Lei  stungszufuhr- zur Heizeinrichtung im ge  wünschten Sinne zu beeinflussen. wird gemäss  der     Erfindung    vorgeschlagen, ein Regelglied  in den Steuerkreis des Stromerzeugers einzu  schalten. Dieses Regelglied besitzt vorzugs  weise     einen    Widerstand, der auf dem Um  fang einer Seheibe angeordnet ist und mit  einem Schleifkontakt ausgerüstet ist. Die  Impedanz dieses Regelgliedes wird veränder  lich gestaltet, und zwar derart, dass die  Änderung entsprechend einem     Erhitzungs-          programin    synchron mit dem Umlauf des       Werksdickes    erfolgt.

   Vorzugsweise wird zu  diesem     Zweck    der Schleifkontaktarm mecha  nisch oder elektrisch. mit dem umlaufenden       Werl#:stiick    so gekuppelt, dass er mit diesem  synchron umläuft. Unter dem     Erhitzungspro-          gra.mm    ist in diesem Sinne die Temperatur  verteilung     zii    verstellen, die in dem betref  fenden     -XVerlkstiiclr    in Umfangsrichtung der  Mantelfläche gewünscht wird. Der     Ohmsche     Widerstand des Regelgliedes kann linear  oder     logaritlimiseli    gewickelt sein; es kann  aber auch eine andere Charakteristik durch  entsprechende Wicklung erzeugt werden.

   Die  einzelnen Widerstandswerte auf dem Regel  glied entsprechen bei diesen Ausführungs  beispielen bestimmten Temperaturhöhen     bezw.          Eindringtiefen    im     @Verkstücl@.    Bei der Be  nutzung eines regelungsträgen Stromerzeu  gers, wie z. B. eines umlaufenden Generators,  ist lediglich dafür zu sorgen,     dass    der Kon  taktaren während seines mit dem Werkstück  synchronen Umlaufes eine gewisse     Voreilung     zeigt,     inn    die sogenannte     Naehregelungszeit     des     Hochfrequenzstromerzeugers    auszuglei  chen.  



  Die Vorrichtung kann auch verwendet  werden, wenn bei geringer Breite der Schleife  ein Vorschub der Heizeinrichtung in Achs  richtung des     \Verkstückes    bei gleichzeitigem       @,#rerkstückumlauf    erfolgt. Auch bei Anord  nungen, bei welchen die     Heizvorrichtung    in       Richtung    der     Achse    des Werkstückes an die  sem ständig hin und leer bewegt wird, wäh-           rend    das Werkstück umläuft, ist die Ver  wendung der Vorrichtung in gleicher Weise  möglich.  



  In der beigefügten Abbildung ist schema  tisch ein Ausführungsbeispiel einer     Vorrieh-          tung    gemäss der Erfindung dargestellt, an  Hand dessen die Wirkungsweise näher erläu  tert wird. An den Generator 1 mit der Er  regerwicklung 2 ist die Leiterschleife 4 an  geschlossen, mit der das Werkstück 3 er  wärmt werden soll. Das zwischen den Spit  zen 5 gelagerte Werkstück 3 läuft während  des gesamten     Erhitzungsvorganges    mehrmals  um. Die angenommene Umlaufrichtung ist  durch einen Pfeil gekennzeichnet. In der  Abbildung ist rechts das Regelglied dar  gestellt. Es besteht aus einer Scheibe 9 mit  Widerstandswicklung, auf der ein Kontakt  arm 7 schleift. Dieser Kontaktarm läuft im  Sinne des eingezeichneten Pfeils synchron mit  dem Werkstück um.

   Zu diesem Zweck kann  der Kontaktarm auf einer Welle angebracht  sein, die über eine elektrisch isolierende  Kupplung 11 mit der Welle unmittelbar ver  bunden ist, die den     Mitnehmer    für den Werk  stückumlauf betätigt. Das Regelglied kann  aber auch beispielsweise von einem Motor  angetrieben werden, der synchron zu dem  Antriebsmotor für den     Mitnehmer    ge  schaltet ist.  



  Das Regelglied ist in die Zuleitung zur  Erregerwicklung 2 bei 10 eingeschaltet, und  zwar derart, dass die eine Klemme an die  ruhende Widerstandsscheibe geführt     ist,     während eine Klemme als Bürste auf der  Welle des Kontaktarmes schleift. Befindet  sich beispielsweise der Kontaktarm an der  Stelle 8, so ist der Widerstand des Regel  gliedes gleich Null. Wenn sich der Kontakt  arm bis zum Punkt 9 bewegt hat, ist bei  entsprechender Wicklung der Widerstand auf  einen Höchstwert angewachsen. In den  Zwischenstellungen ändert sich der Wider  standswert gemäss der Kennlinie des Regel  gliedes.  



  Durch die Einschaltung des Reglers mit  veränderlichem Widerstand in den Steuer  kreis des     Hochfrequenzerzeugers    bei 10 wird    die Leistung synchron mit dem Umlauf des  Werkstückes verändert. Es braucht nunmehr  nur noch in     Anpassung    an die gewünschte  Temperaturverteilung im Werkstück eine ge  eignete Wicklung für das Regelglied gewählt  zu werden, wobei je nach den     Erfordernissen     lineare, logarithmische oder Widerstände mit  sonstiger Charakteristik benutzt werden. Auf  diese Weise ist es möglich, mit Hilfe des  synchron mit dem Werkstück umlaufenden  Kontaktarmes ein bestimmtes     Erhitzungspro-          gramm    ablaufen zu lassen.  



  Bei einem umlaufenden Maschinengenera  tor ist es erforderlich, dem Kontaktarm bei  seinem Umlauf einen gewissen Winkel der       Voreilung    zu erteilen, was beispielsweise im  dargestellten Beispiel mit Hilfe der Kupp  lung 11 geschehen kann, um die Nachrege  lungszeit auszugleichen, die durch die Eigen  charakteristik des Stromerzeugers bedingt ist.  



  Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist  nicht nur anwendbar in     Verbindung    mit um  laufenden Generatoren, sie kann auch dort  Verwendung finden, wo zur Erzeugung der  Leistung Röhren, Stromrichter oder Funken  streckengeneratoren benutzt werden.  



  Die Steuerung von Röhrengeneratoren  kann beispielsweise so erfolgen, dass im       Gitterkreis    der Röhren die synchrone Ände  rung eines Blindwiderstandes zur Leistungs  regelung verwendet wird. Der veränderliche  Blindwiderstand kann durch einen synchron  umlaufenden Eisenkern. in einer Spule an  Stelle des Regelwiderstandes 6 dargestellt  werden. Auch durch Kondensatoren, die  nacheinander zu- oder abgeschaltet werden,  ist eine Beeinflussung im Gitterkreis der  Röhre unmöglich.

   Bei der     Verwendung    von       Funkenstreckengeneratoren        kann    auf gleiche  Weise eine Steuerung der Spannungshöhe  im     Funkenstreakenkreis    oder durch     Induk-          tivitäten    im Schwingkreis erfolgen.  



  Die Vorrichtung gemäss der Erfindung  eignet sich nicht nur dazu, ein bestimmtes       Erhitzungsprogramm    im Werkstück zu ge  währleisten, sondern auch dazu, Störungen,  die für eine normale und gleichmässige Er  hitzung durch angrenzende und unsymme-           trische        iUassen    hervorgerufen würden, zu ver  hindern. So kann     beispielsweise    die Masse  von Kurbelarmen, die einen     Kurbelzapfen    be  grenzen, zur unterschiedlichen Leistungsauf  nahme in der Heizeinrichtung führen. Dieser  unterschiedlichen Leistungsaufnahme kann  durch     Verwendung    eines Reglers gemäss der  Erfindung entgegengewirkt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum elektroinduktiven Er hitzen von Werkstücken, z. B. von Rotations- körpern, insbesondere zum Oberflä.ehenerhit- zen mit nachfolgendem Abschrecken zwecks Härtens, bei welcher eine höchstens die halbe 11lantelfläclie überdeckende Leiter schleife nachgiebig mit Abstand an die Ober fläche des während des Erhitzens mehrmals umlaufenden Werkstückes gepresst wird, ge- kennzeichnet durch ein in den Steuerkreis des Stromerzeugers eingeschaltetes Regelglied,
    dessen Impedanz sich entsprechend einem Er hitzungsprogramm synchron mit dem Umlauf des Werkstuckes ändert. UN TERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekeiinzeiclinet, dass das Regelglied einen Widerstand besitzt, der auf dem Um fang einer Scheibe angebracht ist. \?. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur synchronen Änderung des Widerstandes der Schleifkon takt zu synchronem Umlauf mit dem 'Werk- strick gekuppelt ist.
CH229781D 1941-03-07 1942-04-29 Vorrichtung zum elektro-induktiven Erhitzen von Werkstücken. CH229781A (de)

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DED329D DE970000C (de) 1941-04-18 1941-04-18 Vorrichtung zum elektro-induktiven Erhitzen von Werkstuecken

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962708C (de) * 1947-11-14 1957-05-02 Asea Ab Vorrichtung zur stellenweisen Oberflaechenhaertung von Kurbelwellen, Nockenwellen und aehnlichen Werkstuecken

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