Schmiervorrichtung, die mit einem im Schmierkanal angeordneten Sieb ausgestattet ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schmiervorrichtungen, wie Staufferbüch- sen, einfache Oler, Schmiernippel und dergleichen, die mit einem im Schmierkanal angeordneten Sieb ausgestattet sind. Das Sieb hat den Zweck, Verunreinigungen im Schmiermittel, z. B. Schmier¯l, Staufferfett, zurück- zuhalten, um eine Beschädigung der zu schmierenden Lagerstelle durch Sand, Späne oder dergleichen zu verhindern. Durch die zur ckgehaltenen Verunreinigungen verstopft sich das Sieb allblählich, und die Schmierwirkung der Vorrichtung g lϯt mehr und mehr nach. Die Vorrichtung muB gereinigt werden.
Die Reinigung wird dann häufig dadurch versucht, sei es fahrlässigerweise oder in Unkenntnis von dem Vorhandensein des Siebes, daB ein Draht oder Stab in den Schmierkanal gestoBen wird. HÏufig führt dieses Verfahren auch zum Erfolg, indem dabei das Sieb durchstossen wird. Die Anordnung des Siebes wird d dadurch allerdings illusorisch gemacht, und die Gefahr der Verunreinigung der Lagerstelle liegt wieder vor.
Gemäss der Erfindung wird diesel Nach- teil in einfacher Weise dadurch behoben, dass im Schmierkamal mindestens ein Stopfen angeardnet ist, der mit einem zum Sieb f h renden, nicht geradlinigen, zum Beispiel ge krümmten oder zickzaekförmigen Kanal versehen ist. Ein Draht oder Stab kann dann nicht mehr durch den Kanal hindurchgeführt werden, da er in Krümmungen des Kanals auf stosst und gelangt infolgedessen nicht mehr zum Sieb. Die Schmiervorrichtung muss vielmehr zur Reinigung vorschriftsmϯig vom Lager abgenommen werden. Besonders zweckmässig ist es, den Stopfen in Form eines s Ge windebolzens in den Schmierkanal einzuschrauben.
Dann lässt sieh das Sieb leicht aus der Vorrichtung entfernen, reinigen und wie- der einsetzen.
Ist das Sieb von zwei Seiten her zugän- gig, ordnet man zweckmässig Stopfen der genannten Art beiderseits des Siebes an. Bei einseitigerZugängigkeit,wiebeiSohmier- nippeln, genügt die Anordnung eines Stopfens auf der einen Seite des Siebes.
Um zu verhindern, dass der Schmierkanal eines Stopfens in den Krümmungen vorzeitig sich durch eine Verunreinigung verstopft, bildet man zweekmässig den Kanal als Mehr fachschnierkanal aus, so dass dem Schmiermittel noch ein weiterer Weg verbleibt, auf dem es zur Sclimierstelle gelangen kann.
Es ist ferner von Vorteil, Kanäle da, wo sie auf das Sieb stossen, etwas zu erweitern, damit das Schmiermittel nicht bereits dann am Zutritt zum oder am Abfiuss vom Sieb verhindert wird, wenn sich geringe Mengen von Verunreinigungen auf oder im Sieb abgelagert haben.
In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiele zwei verschiedene, der Erfindung entsprechend ausgebildete Schmiervorrieh- tungen dargestellt.
Fig. l der Zeichnung gibt einen Längsschnitt durch einen Sahmiernippel wieder, während Fig. 2 einen solehen Schnitt durch eine Staufferbüchse zeigt. Die Fig. 3 bis 11 stellen Einzelheiten der Vorrichtung nach Fig. 2 dar.
Der Schmiernippel nach Fig. 1, der mit einem Gewindeansatz 1 in einen Lagerkorper la einschraubbar ist, hat einen Schmierkanal 2, in dem ein zu einem Zylinder aufgewickel- tes Sieb 3 angeordnet ist. Das Sieb ist hier in eine Bohrung 4a eines einen Stopfen bildenden Gewindebolzens 4 eingesteekt, der mit einem Schraubenschlitz 4b versehen und von unten in den Kanal 2 eingeschraubt ist. Der Bolzen 4 hat ausserdem eine Bohrung 4c, die die Bohrung 4a senkrecht schneidet. Der zum Sieb führende Kanal ist somit nicht ge radlinig. Von der Bohrung 4c ab nach unten hat der Bolzen 4 einen etwas kleineren Durchmesser als die Bohrung 2.
Gegen den Bolzen 4 stützt sich eine Schraubenfeder 5, die eine Kugel 6 trägt, die zum VersehlieBen des Kanals 2 am obern Ende dient, der hier etwas s verengt ist.
Das Schmiermittel wird bei dieser Vorrichtung durch die obere Öffnung hinter die Kugel 6 gepre¯t, gelangt durch das Sieb 3 in die Bohrung 4c und durch diese und den Spalt zwischen der Bohrung 2 und den untern Teil des Bolzens 4 in das Lager. Wie ohne weiteres ersichtlich, ist es durch die Anordnung des Stopfens 4 und die besondere Ausbildung der KanÏle nicht möglich, von au¯en mit Hilfe eines Stabes, Drahtes oder dergleichen an, das Sieb zu gelangen und dies absichtlich oder unabsichtlich zu zerstören, und zwar weder, wenn die Vorrichtung sich auf dem Lagerkörper befindet, noch, wenn sie von ihm abgenommen ist. Von oben her ist hier das Sieb durch die Kugel 6 geschiitzt. Nach Heraussehrauben des Bolzens 4 ist dagegen das Sieb 3 und der Schmierkanal 2 sowie alle andern Kanäle leicht der Reinigun, zugänglich.
Die Staufferbüchse nach Fig. 2 besteht aus einem untern, auf ein Lager zu schrau- benden Teil 7a und einem Deckel 7b. Der untere Teil enthÏlt einen Schmierkanal 8, in den zwei wiederum als Gewindebolzen ausgebildete Stopfen 9 und 10 eingeschraubt sind. Zwischen beiden Bolzen befindet sich ein flaches Sieb 11. Die Bolzen 9 und 10 haben zickzaekförmige Kanäle 9a bezw. 10a, deren Form ein Durehstossen des Siebes 11 sowohl von oben als auch von unten verhin dert. An ihren in der Nähe des Siebes lie genden Miindungen sind die Kanäle 9a und 10a erweitert.
Die Fig. 3, 4, 5, 6 und 9 zeigen andere Formen der Stopfen für die Staufferb chse nach Fig. 2, die an die Stelle der Bol, zen 9 und 10 treten können.
Die Fig. 7, 8, 10 und 11 geben zwei verschiedenartige Siebe wieder, und zwar stellen die Fig. 7 und 8 im Aufriss bezw. Grundriss das flache Sieb 11 der Staufferbiichse dar, während die Fig. 10 und 11 ein zylinderför- miges Sieb ebenfalls im Aufriss bezw. im Grundriss wiedergeben. Das Zylindersieb ist zusammen mit den Stopfen nach den Fig. 6 und 9 zu verwenden, wobei der letztere Stopfen zur Aufnahme des Siebes dient, während der erstere als Kappe über dasselbe geschraubt wird. Der das Sieb umgebende Hohlraum der Kappe ist verhältnismässig weit, so dass er eine grössere Menge Unreinigkeiten aufzunehmen vermag.
Die Stopfen nach dann Fig. 3 und 5 zeich- nen sich dadurch aus, dass die Schmierkanäle wenigstens teilweisealsMehrfachkanäleab- gebildet sind, so da¯ auch dann der Durchgang des Schmiermittels gewährleistet ist, wenn einer der Kanäle verstopft ist.