CH230218A - Verfahren zur Herstellung von Polyäthin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyäthin.

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CH230218A
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polyvinyl chloride
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Alexander Wacker Gesellsc Gmbh
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Wacker Chemie Gmbh
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    • C08F8/00—Chemical modification by after-treatment
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Polyäthin.       Im Hauptpatent ist ein     Verfahren    zur       Herstellung    von     Polyäthin    beschrieben, bei       welchem        aus        Polyvinylacetat    durch eine von  200      bis    auf     ungefähr    260      gesteigerte    Er  hitzung die     Essigsäure    abgetrieben wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zudem  gleichen     Endprodukt    gelangt, wenn man aus       Polyvinylchlorid    durch Erhitzen auf min  destens 215-220  die Salzsäure abspaltet.  



  Die     Spaltung    des     Polyvinylchlorids    kann  bei Unterdruck oder im Strom eines Dampfes  oder     Gases    vorgenommen werden. Ferner kön  nen dem zu spaltenden     Polyvinylchlorid    Zu  sätze     zugefügt    werden, z. B. ein     flüssiges     Medium, in dem die Spaltung vorgenommen       wird    und das     gegebenenfalle    die abspaltende       flüchtige        Komponente    bindet.     Andere        Zusätze     sind z.

   B.     Spaltungskatalysatoren,        wie    Sauer  stoff oder Schwefel oder solche enthaltende  Gase.  



  <I>Beispiele:</I>  1.     Mittelpolymeres        Polyvinylchlorid    wurde  im elektrisch geheizten Schrank bis auf 220     erhitzt. Schon     unterhalb    200      ist    die     Salz-          säureentwicklung    deutlich. Nach 3-4 Stun  den ist die     Salzsäureabspaltung    beendet. Das  an sich weisse     Polyvinyl.chloridpulver    ist       unter    anfänglicher Braunfärbung schliesslich  in ein hartes, sprödes, nahezu schwarzes Pro  dukt übergegangen, das sich als fast reines       Polyäthin        erweist.     



  Bei einem andern     Versuch    wurde das  gleiche     Polyvinylchlorid    in     einem    Kolben  mit     angeschlossenem,    mit     Natronlauge   <B>ge</B>  füllten     Zehnkugelrohr    langsam erhitzt. Die  Erhitzung wurde bei 245      etwa    3 Stunden       fortgesetzt.    Es wurden über 90 % der im       Polyvinylchlorid    enthaltenen Salzsäure in  der Vorlage gefunden. Das zurückbleibende       Polyäthin    lag als feste braune,     schaumige     Masse vor.  



  2. 20 g     mittelpolymeres        Polyvinylchlorid     wurden in erhitztem Paraffinöl während  10     Stunden    auf<B>215,120'</B> gehalten. Es trat ein       Gewichtsverlust    von 11,7 g ein     (theoretischer          Salzsäureverlust    11,6 g) und es wurden nach      Pulvern     und    Reinigen 8,2 g eines     schwarz-          braunen,    harten     Polyäthins    erhalten.  



  3. Trägt man in eine wasserfreie     Xtz-          natronschmelze    bei etwa 320  technisches       Polyvinylchloiid    ein, so tritt eine lebhafte  Reaktion ein, wobei momentan     Poly        äthin    ge  bildet wird, während der     frei -erdende    Chlor  wasserstoff vom     Ätznatron    gebunden wird.  



  Der Eintritt dieser Reaktion lässt sich  besser     beobachten,    wenn man das     Polyvinyl-          chlorid    in eine Schmelze von     NTatrinin-          hydroxydmonohydrat    einträgt. Man     kann     diese Mischung bis über 20f1  erhitzen, ohne  dass eine merkliche Reaktion eintritt. Das       Poly        vinylchlorid    färbt sich lediglich dunkler  und seine Verunreinigungen geben geringe       AZengen    Chlor an die     Schmelze    ab.

   Erst ober  halb 240 , wenn das     Hydratwasser    schon fast  ganz verdampft ist, setzt die eigentliche Re  aktion unter Bildung von     Polyäthin    und       unter    Freiwerden     des    daran gebunden     gewe-          senen    Chlorwasserstoffes ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Polyäthin. dadurch gekennzeichnet, dass man aus Poly- vinylchlorid durch Erhitzen auf mindestens 215-220 die Salzsäure abspaltet. UZ TERAN SPRt"CEIE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spaltung bei Unterdruck vorgenommen wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spaltung im. Strom eines Dampfes vorgenommen wird. 3.
    Verfahren gemäss Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass die Spaltung in einem Gasstrom vorgenommen wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spaltung des Polyviny lehlorids in Gegenwart von die Re- aktion begünstigenden Stoffen durchgeführt wird. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltung in einem flüssigen DTedium vorgenommen wird. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 4 und 5. dadurch ge kennzeichnet. class die Spaltung in einem die abspaltende Salzsäure bindenden Medium vorgenommen wird. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spaltung in einer Ätzalkalischmelze hei etwa 320 vorgenom men wird. B. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteranspriichen 4 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spaltung in einer Schmelze von Alkalihydroxyd.monohydrat bei einer Temperatur von über 240 vorge nommen wird. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspilich und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Spaltungskatalysatoren zugefügt werden. 1.0. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 4 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spaltung in Gegenwart von Sauerstoff vorgenommen wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 4 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spaltung in Gegenwart von Schwefel vorgenommen wird.
CH230218D 1938-07-13 1939-07-12 Verfahren zur Herstellung von Polyäthin. CH230218A (de)

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