CH230260A - Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen.

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CH230260A
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/24Processes using, or culture media containing, waste sulfite liquor

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Description


      Terfaliren    zur Erzeugung     -von    insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen.    Die Verarbeitung von in der     Zellstoff-          industrie    anfallenden     Sulfitablaugen    auf Al  kohol und andere     Gärungserzeugnisse    wird  heute bereits in grossem     'Iassstabe    durchge  führt. Auch die Herstellung von Hefe aus  diesen     Sulfitablaugen    ist bekannt. Die bei der  vorgenannten Alkoholgewinnung anfallenden  Abwässer wurden jedoch bisher verloren ge  geben.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft. nun  die Aufarbeitung der     Schlempe    von vergore  ner     Sulfitablauge,    um diese unter gleichzei  tiger Gewinnung wertvoller Stoffe unschäd  lich zu machen, und zwar dadurch, dass man  sie noch als Nährflüssigkeit für bestimmte  Hefearten verwendet, die insbesondere für  Futterzwecke geeignet sind.  



  Das den Gegenstand der Erfindung bil  dende Verfahren zur Erzeugung von insbe  sondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen  ist dadurch gekennzeichnet, dass     Pentosen     assimilierende Hefearten in     Schlempe    aus ver  gorener     Sulfitablauge    gezüchtet werden.

   Die         erfindungsgemässe    Verarbeitung der     Schlempe     von vergorener     Sulfitablauge    mit den     genann-          ten    -Mikroorganismen erfolgt zweckmässig  nach dem bekannten     Zulaufverfahren.    Beson  ders geeignet ist die     vollkontinuierliche    Ver  arbeitung der     genannten        Schlempen    unter  Anwendung hoher     Konzentrationen    in Mikro  organismen und Rückführung solcher in das  Zuchtgefäss.

   Unter einer solchen vollkonti  nuierlichen Arbeitsweise versteht man eine  Züchtung     vonikroorganismen        mit    kon  tinuierlichem Zulauf der Nährflüssigkeit (in  diesem Falle     Schlempe    von vergorener     Sulfit-          ablauge)    und     kontinuierlichem    Ablauf von       Mikroorganismen-Suspension,    wobei gleich  zeitig ein Teil der abgezogenen Mikroorganis  men nach teilweiser Abtrennung von' der  Flüssigkeit wieder zur Aufrechterhaltung  einer hohen     Mikroorganismen-Konzentration     in das Zuchtgefäss zurückgeführt wird.  



  In der     Schlempe    von vergorener     Sulfit-          ablauge    sind beträchtliche Mengen     Pentosen,     insbesondere     Xylose,    enthalten, im allgemei-           nen    aber keine     Hexosen    oder nur geringe Men  gen davon.

   Aus diesem Grunde eignen sich  zur Verarbeitung dieser     pentosehaltigen        Zuk-          kerlösungen    nur     Pentosen    assimilierende       FIefearten,    wobei es sich zeigte, dass gute  Erfolge mit     Torula-    und     Moniliaarten,    ins  besondere mit letzteren, erzielt werden kön  nen, wobei aber auch Mischungen von Pilzen  der beiden genannten     Arten    für die     Ver-          hefung    benützt werden können.

   Dabei ist es  vorteilhaft, wenn die zur Verwendung kom  menden     Mikroorganismenstämme    seit vielen  Generationen in     pentosenreichen    Nährflüssig  keiten gezüchtet wurden. Zur Anregung des  Wachstums der     Mikroorganismenzellen    kann  der zur Verarbeitung kommenden Ablauge  mit Vorteil etwas     Hexose    zugesetzt werden,  jedoch ist es nicht     unbedingterforderlich.    Die       Gegenwart    geringer Mengen von     Hexosen     wird zweckmässig dadurch erreicht,     da.ss    die  vorangehende     alkoholisehe    Gärung nicht ganz  zu Ende geführt wird.

   Da die     Schlempen    von  vergorener     Sulfitablauge    im allgemeinen nicht  ausreichende Mengen     Stickstoff,    Phosphor  säure, Kali und     Magnesium    enthalten, wird  man ihnen in der Regel die entsprechenden  Mengen dieser Nährsalze vor der Züchtung  der Mikroorganismen zusetzen.

   Vorteilhafter  weise kann der Zusatz dieser Stoffe     bezw.     eines Teils derselben schon zu der sauren     Sul-          fitablauge,    also vor der alkoholischen     Gärung,     erfolgen, so dass diese Stoffe die alkoholische  Gärung passieren und dann bei der Züchtung  der Mikroorganismen bereits in der     Schlempe     vorhanden sind.

   In diesem Falle verwendet  man zweckmässig als Nährstoffe feingemah  lenes Rohphosphat und     Rohsteinsalze,    wie       Kainit    und     Silvin.    Als Stickstoffträger kön  nen     Ammoniakwasser    oder     Ammoniumverbin-          dungen    verwendet werden,     -,velche        zw        eck-          mässig    erst vor oder während der     Hefeziich-          tung    zugegeben werden.

   Die Züchtung der  Mikroorganismen erfolgt zweckmässig zwi  schen 25 und 35  C und mit einer Konzen  tration von 50-400 g, vorzugsweise etwa  200 g, lebender Mikroorganismen im Liter  und bei einem     pH    von 4-6,5, vorzugsweise  zwischen     pH    5 und 5,5.    <I>Beispiel:</I>  1 cm'     Sulfitablauge    mit 3,5 % reduzieren  dem Zucker werden nach Zusatz von Nähr  salzen mit Phosphorsäure, Kali oder Magne  sia, die für 10 kg     Hefetrockensubstanz    aus  reichen<B>(</B>0,5-0,6 kg     P.;05;    0,25 kg K; 0,05 kg  Mg), neutralisiert, abgekühlt und in bekann  ter Weise auf Alkohol vergoren.

   Die entstan  denen 10 Liter Alkohol werden     abgetrieben.     Dann wird die     Schlempe    der vergorenen     Sul-          fitablauge    auf 30  abgekühlt und mit so viel       Ammoniakwasser,    dass der Ansatz 0,4 kg N  enthält, im     Zulaufbelüftungsverfahren    zur  Hefezüchtung verwendet. Es entstehen 10 kg  Hefe, als Trockensubstanz getrocknet, mit  5 kg Eiweiss.  



  Wie oben     angeführt,    erfolgt die Ver  gärung vorteilhaft mit     Torula-    oder     Monilia-          a.rten.    Innerhalb der Gattung     Monilia,    welche  eine grössere Gruppe von hefeartigen Pilzen  umfasst, sind die     Candidaarten    für die Er  zeugung von insbesondere für Futterzwecke  geeigneten hefeartigen Pilzen     unter    Verwen  dung von     Schlempe    von vergorener     Sulfit-          ablauge    als Nährflüssigkeit besonders geeig  net.

   Dies gilt vor allem für die     Candida-          arten:        Candida        arborea,        Candida        tropica.lis,          Candida        pelliculosa,        Candida        puleherrima     und     Candida        Guilliermondi,

      von welchen  wiederum     Candida        arborea    und     Candida        tro-          picalis    sich als ganz besonders geeignet er  wiesen und zu den     besten    Ergebnissen ge  führt haben, und     Candida        arborea    sich als  vorteilhafteste     Candidaart    ergeben hat.  



  Die bei Verwendung von hefeartigen Pil  zen der Gattung     Monilia    für die eingangs er  wähnten Zwecke erzielbaren Vorteile     treten     bei einem Arbeiten mit     Candidaarten,    vor  allem     Candida        arborea    und     Candida        tropi-          ea.Iis,        besonders    deutlich in Erscheinung. Dies  gilt vor allem hinsichtlich der     Lebenskräftig-          keit,    der Möglichkeit einer Dauerzüchtung  mit ein- und demselben Stamm und der Eig  nung zur Verarbeitung von     Pentosen.     



  Wie sich     weiterhin    zeigte, können mit  Vorteil auch     Misehungen    von mehreren ver  schiedenen     Candidaarten    oder Mischungen     ss         solcher mit anderen Mikroorganismen, vor  zugsweise     Torulopsisarten,    verwendet werden.

    So wurden sehr gute Ergebnisse zum Beispiel  mit Mischungen von     807o        Candida        tropicalis     und 20 %     Torula        utilis,    mit Mischungen von  <B>90</B>%     Candida        tropicalis    und     10,120'        Candida          pulcherrima    und mit Mischungen von 75       Candida        tropicalis,    10 %     Guilliermondi,

      5       Candida        pulcherrima    und     10%        Torula        utilis     erzielt.  



  Ferner wurde durch Versuche festgestellt,  dass unter vergleichbaren Bedingungen in     pen-          tosehaltigen    Lösungen zum Beispiel     Candida          tropicalis    gegenüber     Torula        utilis    die     1,7fache     Vermehrungsgeschwindigkeit besitzt.  



  Von den besonderen Vorteilen der vorge  nannten     Candidaarten    für die eingangs ge  nannten Zwecke seien noch die folgenden  hervorgehoben:  1. Sie besitzen ausgesprochen dicke     Zell-          wände    und können daher nur sehr schwer  mechanisch geschädigt oder von Bakterien  angegriffen werden.  



  2. Sie zeigen eine grosse Widerstandsfähig  keit gegen physikalische Änderungen, wie       Änderungen    des     pH    oder der     Temperatur    oder  der Zusammensetzung der Nährmedien.  



  3. Sie besitzen eine grosse Vermehrungs  geschwindigkeit gegenüber andern Wuchs  hefen.  



  4. Die bei ihrer Verwendung erzeugte  Trockenhefe besitzt nur einen geringen  Eigengeruch.  



  Die für die Zwecke der Erfindung mit  besonderem Vorteil zu verwendenden Arten       Candida        arborea,        Candida        tropicalis,        Candida          pelliculosa,        Candida        pulcherrima    und     Can-          dida        Guilliermondi    sind durch folgende  Eigenschaften gekennzeichnet:

           Candida        arborea            Makroskopisch.e   <I>Eigenschaften der</I>     Can-          dida        arborea:       <I>a) Auf</I>     Würzeagar:    Kolonien weisslich bis       gelblichgrau,    im Alter etwas nachdun  kelnd,     griessig,    rund, oft radial, etwas     ge-          fältelt,    mässig konvex, in der Mitte         stumpfkegelig,    Rand zunächst glatt, spä  ter gekerbt.

   Junge Kolonien ohne     Pseudo-          mycel,    nach Monaten manchmal schwacher       Psm.-Hof,    kein     Psm.    im     Agar.     



  <I>b) In</I>     Nährlösungen        und   <I>Würze</I> bildet sich  starker Bodensatz, jedoch weder Ring  noch Decke.    <I>Mikroskopische</I>     Eigenschaften   <I>auf festen</I>  <I>oder in flüssigen Nährböden:</I>  Schon nach ein oder zwei Tagen herrscht  Bildung von     Sprossverbänden    vor,     Ketten    von  ovalen, gleichartigen     Zellen,    die sich stark  verzweigen, und zwar oft nur nach einer  Seite, wodurch besenartige Verbände ent  stehen, die sehr     charakteristisch    sind. Ältere  Verbände sind dicht und fest und infolge  zentrifugaler Entfaltung unübersichtlich, we  nige Einzelzellen.

   Die Zellen sind ziemlich  gleichmässig gross, nach einem Tag in Würze  bei 28  4,4 X     7,6,u,    wenige rundliche 4,4 bis  6.2 X 4,9 bis     7,4,u.     



  <I>Gärung:</I>       -I-:    Glukose.     Saccharose,        Raffinose;     -:     Galaktose,        Maltose,        Laktose.     



       Assimilation   <I>der Zucker (nach der</I>     auxano-          graphischen   <I>Methode</I>     von        Lodder):          -f-:    Glukose,     Saccharose,        Maltose,        Raffi-          nose/Xylose;     -:     Galaktose,        Laktose.     



       Assimilation   <I>der Stickstoffverbindungen</I>  <I>(gleiche Methode):</I>       -I-:        Ammonsulfat,        Pepton        KN03,        Glykokoll,     Harnstoff, Asparagin;  -:     Tryptophan,        Histidin.     



  Die physiologischen Eigenschaften glei  chen einerseits     Torulopsis    (=     Torula)        ütilis,     anderseits     Candida        Guilliermondi:    Die mor  phologischen Eigenschaften jeder jungen  Kultur unterscheiden     Candida        arboreä    unver  kennbar von beiden.  



  Selbstverständlich kommen auch Stämme  von     Candida        arbareä    vor, die im einen oder  andern Merkmal von den gegebenen Beschrei  bungen abweichen.  



  Die biologische Beurteilung muss     stets     nach dem     Gesamtbild    erfolgen.           Candida        tropicalis          Makroskopische   <I>Eigenschaften:</I>  <I>a) Auf</I>     Wiirzeagaa-:    Kolonien fast weiss, in  folge der Vielfalt der     Zellformen    sehr ver  schieden aussehend. Im allgemeinen sind  junge     Kulturen    glatt, matt oder etwas  glänzend,     rundlich    und konvex. Nach  2-3 Wochen wird die Mitte meist un  regelmässig und faltet sich.

   Eine ringför  mige glatte Zone umschliesst die Mitte,  und um diese herum wächst     Pseudomyeel     in den     Agar.    Manche (sog.     "membranöse")     Stämme falten sieh von vornherein, andere  (sog.     "kremöse")    Stämme bleiben lange       glatt    und glänzend.  



  <I>b) In</I>     @älzz-lös-unyen        und        Würze    bildet sich  Bodensatz, jedoch weder Ring noch Decke.  (Ausnahme: stark     membranöse    Stämme  können Decke bilden.)  <I>Mikroskopische Eigenschaften auf</I>     feslen,     <I>und in</I>     flüssigen   <I>Nährböden,:</I>  In den ersten Tagen finden sich meist  Einzelzellen, dann auch kleinere Zellenver  bände, in denen die     Zellgrösse    allmählich mehr  und mehr divergiert.

   Später tritt     Pseudomy-          cel    hinzu mit sehr verschieden grossen. oft  recht langen Zellen und schliesslich noch grosse  runde     Chlamdosporen    und     Pseudokonidien.    so  dass das Mikrobild sehr uneinheitlich ist. Nach  einem Tag in Würze bei     28     C in     Winge-          Ranvierschen    Kammern sind die Zellen oval.  gegen den luftnahen Rand der Kultur da  gegen länglich. Sie messen 5,2 X 8     ,u        bezw.     3,3 X 8,2     ,a.     



       Gärung:          Galaktose,    Glukose,     Saccharose,        Maltose:     -:     Laktose,        Raffinose.     



       Assimilation   <I>der Zucker (nach der au</I>     xano-          graphischen        Methode        von        Lodder):          Galaktose,    Glukose,     Saccharose.    Mal  tose/Xylose  -:     Laktose,        Raffinose.     



       Assini:ilation   <I>der</I>     Stickstoffverbindungen     <I>(gleiche Methode):</I>       -I-:        Ammonsulfat,        Tryptophan,        Pepton,        Gly-          kokoll,    Asparagin;       Haliumnitrat,        Harnstoff,       <I>Besondere Kennzeichen:</I>  Vielförmigkeit,     Vergärung    der Zucker  (s. oben),     Nichtassimilierbarkeit    von Kalium  nitrat und Harnstoff unter den Bedingungen  der angegebenen Methode.  



       Selbstverständlich    kommen auch Stämme  von     Candida        tropicalis    vor, die im einen oder  andern Merkmal von den gegebenen Beschrei  bungen abweichen. Die schon erwähnte Viel  förmigkeit der Zellen bedingt gerade bei die  ser Art öfters Abweichungen. Die biologische  Beurteilung muss stets nach dem Gesamtbild  erfolgen.         Candida        pelliculosa            Makroskopische   <I>Eigenschaf</I>     ten:     <I>a) Auf</I>     IViirzeagar:    Kolonie     gelblichweiss,     matt oder schwach glänzend, ganz glatt,  rund, flach, Rand glatt. Selten wenig       Pseudomycel.     



  <I>b) In</I>     Nährlösungen   <I>und</I>     Würze:    Nach eini  gen Tagen weisse, dichte, staubige Decke,  kein Ring, etwas Bodensatz.  



       Mikroskopische   <I>Eigenschaf</I>     ten:     Meist einzelne Zellen. manchmal kleine,  lockere Verbände von     Sprosszellen.    Zellen  weniger dickwandig als bei den     andern    Arten.  Die Grösse der Zellen beträgt nach einem Tag  in Würze bei 28  3,9 X 4,2     ju,    sind also ziem  lich klein, kurzoval bis rund.     Sporenbildung     selten, wie bei     Candida        tropicalis.     



       Gärung:          Galaktose,    Glukose.     Maltose,        Saccharose     (sämtlich stark);  -:     Laktose.        Raffinose.          Zzickerazixaiiogra am   <I>(Methode</I>     nach.        Lod-          der):          -I-:        Galaktose,    Glukose,     Maltose,        Saccha-          roselXylose:     -:     Laktose,        Raffinose.     



       Sticksfof        fauxazzograntzza   <I>(gleiche Methode):</I>  ,'-: Deutlich positiv nur für     Pepton,    alle  andern sind meist negativ: zuweilen ganz  schwach positiv sind:     Ammonsulfat,        Ka-          liumnitrat,        Glykokoll    und Asparagin.       Stickstoffauxanogramme    sind meist un  deutlich.

             a)   <I>Auf</I>     Würzeagar:     <I>1.</I>     Kremöse        Stämme:    Kolonien weiss, in  manchen Fällen rosa bis rot, glänzend,  glatt, im Alter     warzig    werdend durch  Sekundärkolonien, in der Mitte er  haben,     rundlich,    Rand jedoch     lappig     gekerbt, sonst jedoch glatt, kein     Psm.     



  <I>2.</I>     Membranöse        Stämme:    Kolonien gelb  lich, stark gefältelt,     runzlig-netzig    bis  aufgewölbt gefaltet, unregelmässig er  haben. Form und Rand unregelmässig,  fast lauter     wirres        Psm.       <I>b) In</I>     Nährlösung   <I>und Würze:</I> Bodensatz  und Ring, nach Wochen einige dünne  20     Hautinseln.            Mikroskopische   <I>Eigenschaf</I>     ten:

       Bei den     kremösen    Stämmen Zellen ein  zeln oder zu wenigen, oval, ziemlich gross,  nach einem Tag in Würze bei 28  Zellen  6,5<I>X</I>     7,9,u,    länglich 3,8 X 8,1     ,u    und  4,9 X     12,u.    In älteren Kulturen fallen grosse,  runde Zellen von 8-20     ,ct        (Ö    mit je einem  grossen runden Öltropfen:     Askusmutterzellen,     die     Askus    mit vier Sporen bilden.

   Nach     Ent-          lassung    der vier Sporen hängt die     letzte          Askushaut    oft noch an der Mutterzelle wie  bei     Candida        tropicalis.    Bei den     membranösen     Stämmen üppiges, dickes und     grosszel-          liges        Psm.            85        Gärung:          -f-:    Glukose;  -: alle andern.

           Zuckerauxanograntna   <I>(nach</I>     Lodder):          i-:        Galaktose,    Glukose,     Saccharose,        Maltose;          ,to    -:     Laktose,        Raffinose/Xylose.            Stickstof   <I>f</I>     auxanogramm   <I>(gleiche Methode):</I>       Ammonsulfat,        Tryptophan,        Pepton,    Harn  stoff, Asparagin;  -:

   K     aliumnitrat,        Glykokoll,        Histidin.       <I>2.</I>     Meinbranöse        Stämme:    Kolonien weiss,  meist von vornherein     Fältelung    und  Kraterbildung, dadurch     Aufwölbung     in der Mitte, aussen     Psm.-Hof.       <I>b) In Nährlösung und</I>     Wiirre:    Auf der     55     Oberfläche Inseln, die manchmal zu einer  Decke verwachsen. Bodensatz.

      <I>Mikroskopische Eigenschaf</I>     ten:     Zellen vielförmig, alle Übergänge von fast  runden     Sprosszellen    bis zu 60-80     ,u    langen  Zellen, die Bruchstücke von     Psm.    darstellen.  Zellen einzeln oder in engen Verbänden aller  Grössen.

   Daneben     sprossend        Blastosporen    und  dünnes     Psm.    von unter<I>3</I>     ,u   <I>0.</I> Zellen in  Würze nach einem Tag bei 28  C in der     Mitte     der     Winge-Ranvierschen    Kammer durch  schnittlich 4,5     \, <         4,8,u,    in Richtung auf den  Rand Neigung zur     Psm.-Bildung,    daher Zel  len länger 3;9 X     7,2,u.    Am Rand selbst wirr  verzweigtes     Psm.,    das     fast    in     Mycel    übergeht.

         Zellgrösse    sehr schwankend, oft geringer, bei  manchen Zellen nur 2-3 X     3-6,a.       <I>Gärung:</I>       -I-:        Galaktose    (schwach), Glukose,     Saccha-          rose,        Raffinose    (.schwach);     75     -:     Maltose,        Laktose.     



       Zuckerauxanogramm   <I>(Methode nach</I>     Lod-          der):          -:        Galaktose,    Glukose,     Saccharose,        Raffi-          nose;    so  -:     Maltose,        Lakto.se/Xylose        (Maltose    manch  mal schwach positiv).  



       Stickstof   <I>f</I>     auxa-nogramm   <I>(gleiche Methode):</I>       -f-:        Ammonsulfat,        Tryptophan,        Pepton,        Gly-          kokoll,    Asparagin;<B>85</B>  -:     Kaliumnitrat.     



       Histidin    und Harnstoff sind unsicher.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCII Verfahren zur Erzeugung von insbeson dere für Futterzwecke geeigneten Pilzen, da durch gekennzeichnet, dass Pentosen assimi lierende Hefearten in Schlempe aus vergore ner Sulfitablauge gezüchtet werden. UN TERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einer Konzen tration von bis 200g Mikroorganismen (mit 75-8070 Wasser) im Liter gearbeitet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit kontinuierlichem Zulauf der Sehlempe von vergorener Sulfitablauge und kontinuier lichem Abzug von Mikroorganismen-Suspen- sionen gearbeitet wird, wobei ein Teil der ab gezogenen Mikroorganismen nach teilweiser Abtrennung von der Flüssigkeit wieder in das Zuchtgefäss zurückgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1. und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass Pilze verwendet werden, welche seit vielen Generationen in pentosen- reichen Nährflüssigkeiten gezüchtet wurden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass hefeartige Pilze der Gat tung Torula gezüchtet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass hefeartige Pilze der Gat tung Monilia gezüchtet werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass Mischungen von Pilzen der Gattungen Torula und Monilia gezüchtet werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Pilze der Gattung Monilia solche mindestens einer Candidaart verwendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1. bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass man Candida arborea verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, da.ss man Candida tro- piealis verwendet. 1.0.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass man Caudida. pelliculosa verwendet. 11. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass man Candida pulcherrima verwendet. 12. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass man Candida Guilliermondi verwendet. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass Mischungen von mehreren verschiedenen Candidaarten ver wendet werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass Mischungen von Candidaarten mit andern Pilzen verwendet werden. 15. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass man Mischungen von Candidaarten mit Torulopsisarten ver wendet.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE933443C (de) * 1949-11-01 1955-09-29 Backhefe G M B H Verfahren fuer gleichzeitige Gewinnung von Hefe und Spiritus
DE1063557B (de) * 1955-09-19 1959-08-20 Dr Jindrich Leopold Verfahren zum Zuechten der Wuchshefe Torula utilis auf Melasseabfallaugen
DE1081402B (de) * 1957-11-21 1960-05-12 Phil Karl Rolf Dietrich Dipl C Biosynthese von Gibberellinen

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DE1063557B (de) * 1955-09-19 1959-08-20 Dr Jindrich Leopold Verfahren zum Zuechten der Wuchshefe Torula utilis auf Melasseabfallaugen
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