CH272756A - Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen.

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CH272756A
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    • C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00—Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
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    • C12N1/16—Yeasts; Culture media therefor

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Description


  <B>Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für</B>     Futterzwecke   <B>geeigneten Pilzen.</B>    Die Verarbeitung von     Holzzuckerwürzen     auf Alkohol und andere     Gärungserzeugnisse     wird     heute    bereits in grossem     Massstabe    durch  geführt. Die bei solcher Alkoholgewinnung       entstehenden        Sehlempen    waren bisher lästige  Abfallprodukte.  



  Es ist bekannt, Hefe aus     Holzzuckerwür-          zen    herzustellen. Die vorliegende Erfindung  betrifft nun ein Verfahren, nach welchem die       Schlempen    von auf Alkohol verarbeitenden       Holzzuckerwürzen    unter Gewinnung wertvol  ler Produkte eine nützliche Verwendung fin  den. Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet. ein Verfahren zur Erzeugung von ins  besondere für     Futterzweeke    geeigneten Pil  zen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass       Pentosen    assimilierende Hefearten in     Schlempe     aus vergorener     Holzzuckerwürze    gezüchtet  werden.  



  Zweckmässig arbeitet man dabei mit kon  tinuierlichem Zulauf der     Holzzuckerschlempe     und kontinuierlichem Abzug von     Mikroorga-          nismensuspensionen,    wobei ein Teil der abge  zogenen Mikroorganismen nach teilweiser Ab  trennung von der Flüssigkeit wieder in das  Zuchtgefäss zurückgeführt wird.  



  Es ist dabei vorteilhaft., bei einer Konzen  tration von bis 400 g Mikroorganismen mit       75-80%        Wassergehalt        im        Liter        Nährflüssig-          keit    zu arbeiten.  



  In der     1-Iolzzuekerwürze    sind beträchtliche  Mengen     Pentosen,    insbesondere     Xylose,    ent  halten. Bei Verarbeitung von Holzzuckerwür-         zen,    die vom Aufschluss von Laubhölzern stam  men, ist besonders viel     Xylose    vorhanden, die  nicht auf Alkohol vergoren werden kann, sich  aber nun durch das vorliegende Verfahren  zum grössten Teil verwerten lässt.. Zur Ver  arbeitung     pentosehaltiger        Schlempen,    die im  allgemeinen keine oder nur geringe Mengen  von     Hexosen    enthalten, eignen sich nicht alle  Arten von Mikroorganismen.

   Gute Erfolge  wurden erzielt mit     Torula-    und     Moniliaarten,     besonders mit letzteren. Die     Torula-    oder Mo  niliaarten können entweder in Reinzucht oder  in Mischung verwendet     werden.    Es ist vorteil  haft,     wenn    die zur Verwendung kommenden       Mikroorganismenstämme    seit vielen Genera  tionen in     IIolzzuckerschlempe    oder in andern       pentosereichen        Nährflüssigkeiten    gezüchtet  wurden.

   Zur Anregung des Wachstums der       Mikroorganismenzellen    kann der zur Verar  beitung kommenden     Schlempe    mit Vorteil  etwas     Hexose    zugesetzt. werden, jedoch ist es  nicht unbedingt. erforderlich. Die Gegenwart  geringer Mengen von     Hexosen    wird zweck  mässig dadurch erreicht,     dass    die vorangehende  alkoholische Gärung nicht ganz     zu    Ende ge  führt wird. Da die     Holzzuckerschlempen    im  allgemeinen nicht ausreichende Mengen Stick  stoff, Phosphorsäure, Kali und Magnesium  enthalten, wird man in der Regel die entspre  chenden Mengen dieser Nährsalze vor der       Züehtung    den Mikroorganismen zusetzen.

   Vor  teilhafterweise erfolgt der Zusatz dieser Stoffe       bzw.        eines        Teils    derselben schon zu der Holz-           zuckerwürze,    also vor der alkoholischen     Gä-          rung,    so     -dass        .diese    Stoffe die     alkoholische     Gärung passieren und dann bei der Züchtung  der Mikroorganismen bereits in der     Schlempe     vorhanden sind.

   In diesem Falle     verwendet     man     zweckmässig    als Nährstoffe feingemahle  nes Rohphosphat     und        Rohsteinsalze,    wie Kainut       und        Silvin.    Als Stickstoffträger können     Am-          moniakwasser    oder     Ammoniumverbindungen     verwendet werden, welche zweckmässig erst  vor oder während der Hefezüchtung zugege  ben werden.

   Die     Züchtung    der Mikroorganis  men erfolgt zweckmässig     zwischen    25 und 400 C  und bis zu einem     Endgehalt    von 400 g     vor-          zugsweise    etwa 200 g lebender     'Likroorganis-          men        (Wassergehalt        75-80%)        im        Liter        und     bei einem p$ von     4-6,5,        vorzugsweise    zwi  schen     pA    5 und 5,5.  



  <I>Beispiel:</I>       Holzzuckerwürze        mit        4%        reduzierendem     Zucker wird mit Nährsalzen (Salze der Phos  phorsäure, des Kaliums und     Magnesiums)    ver  setzt, und zwar pro m3 Würze mit 0,20 bis  0,25 kg     P205;    0,10 kg K; 0,02 kg Mg,     also    eine  Menge, die für die     Bildung    von 4 kg Hefe  trockensubstanz     ausreicht;    hierauf wird neu  tralisiert, abgekühlt und     bekannterweise    auf       Alkohol    vergoren. Die entstandenen 181 Alko  hol pro     m@    Würze werden abgetrieben.

   Die  resultierende     Schlempe    enthält 8 kg reduzie  renden Zucker im     m3.    Nun wird die     Schlempe     auf 300 abgekühlt und mit     Ammoniakstick-          stoff    versetzt, wobei sie auf     einen    Gehalt von  0,32 kg N pro     m@    gebracht wird.

   Hierauf     wird     die     Nährflüssigkeit        (Schlempe    mit Nährsalzen       und        Ammoniakstickstoff)    im Belüftungsver  fahren mit kontinuierlichem Zu-     und    Ablauf  zur     Züchtung    einer     Pentosen        assimilierenden     Hefeart, im vorliegenden Falle     Candida        tro-          picalis,    verwendet.

   Dabei wird die Hefe aus  der abfliessenden     Suspension    getrennt und so  weit zurückgeführt, dass eine Konzentration  von 200 g Hefe mit 750/0 11,0 im Gärapparat  aufrechterhalten     wird.    Es entstehen 4 kg Hefe  pro     m@        Schlempe        (Trockensubstanz)    mit 2 kg  Eiweiss.  



  Wie oben     angeführt,    erfolgt die Vergärung  der     Holzzuckerschlempe    vorzugsweise mit To-         rula-    oder     Moniliaarten.    Innerhalb der Gat  tung     Monika,    welche eine grössere Gruppe von  hefeartigen Pilzen umfasst, sind die     Candida-          arten    für die Erzeugung von     insbesondere    für  Futterzwecke geeigneten hefeartigen     Pilzen     unter     Verwendung    von     Holzzuckerschlempe     als Nährflüssigkeit besonders geeignet.

   Dies       gilt    vor allem für .die     Candidaarten:        Candida          arborea,        Candida        tropicalis,        Candida        pellicu-          losa,        Candida        polcherrima    und     Candida        Guil-          liermondi,

      von welchen     wiederum        Candida        ar-          borea    und     Candida        tropicalis    sich     als    ganz  besonders geeignet     erwiesen        und    zu den besten  Ergebnissen geführt haben     und        Candida        ar-          borea    sich als die vorteilhafteste     Candidaart     ergeben hat.  



  Die     Candidgarten,    vor allem     Candida        arbo-          rea    und     Candida        tropicalis,    sind vor allem  auch hinsichtlich der Lebenskräftigkeit und  der Möglichkeit einer Dauerzüchtung beson  ders geeignet.  



  Wie     weiterhin        gefunden    wurde,     können     mit Vorteil auch Mischungen von mehreren  verschiedenen     Candidaarten    oder Mischungen  solcher mit     andern        Mikroorganismen,    vorzugs  weise     Torulopsisarten,        verwendet    werden.

   So  wurden sehr gute Ergebnisse zum     Beispiel    mit       Mischungen        von        80%        Candida        tropicalis        und          20%        Torula        iitilis,

          mit        Mischungen        von        90%          Candida        tropicalis        und        10%        Candida        pulcher-          rima    und mit     Mischungen    von     75(1/o        Candida          tropicalis,        10%        Candida        Guilliermondi,

          5%          Candida        pulcherrima        und        101/o        Torula        utilis     erzielt.  



  Ferner     wurde    durch Versuche     festgestellt,     dass     unter    vergleichbaren     Bedingungen    in       pentosehaltigen    Lösungen zum Beispiel     Can-          dida        tropicalis    gegenüber     Torula        utilis    die       1,7fache        Vermehrungsgeschwindigkeit    besitzt.  



  Von den besonderen Vorteilen, welche sich  bei Verwendung der vorgenannten     Candida-          arten        gezeigt    haben, seien noch die folgenden  hervorgehoben:  1. Sie besitzen ausgesprochen dicke     Zell-          wände    und können daher nur sehr schwer me  chanisch     geschädigt    oder von     Bakterien    an  gegriffen werden.      2. Sie zeigen eine grosse 'Widerstandsfähig  keit gegen physikalische     Änderungen,    wie  Änderungen des     pH    oder der Temperatur oder  der Zusammensetzung der Nährmedien.  



  3. Sie besitzen eine grosse Vermehrungs  geschwindigkeit gegenüber     andern    Wuchs  hefen.  



  4. Die bei ihrer     Vei-#vendung        erzeugte        Trok-          kenhefe    besitzt nur einen geringen Eigen  geruch.  



  Die für die Zwecke der Erfindung mit be  sonderem Vorteil zu verwendenden Arten sind       Candida        arborea,        Candida        tropicalis,        Candida          pelliculosa,        Candida        pulcherrina    und     Candida          Guilliermondi.    Sie sind nach dem Ergebnis des       Zuekerauxanogrammes    zwar nicht in der Lage,       Xylose    zu assimilieren, dennoch ergibt ihre  Anwesenheit in     Hefegemischen    eine verbes  serte Wirkung,

   was wahrscheinlich     symbion-          tischen    Vorgängen zuzuschreiben ist. Sie sind  durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:       Candida        arborea          Makroskopischc        Eigenschaften.:     <I>a) Auf</I>     Würze-Agar:    Kolonien weisslich bis       gelblichgrau,    im Alter etwas nachdunkelnd  griessig, rund, oft radial, etwas gefältelt,  mässig konvex, in der Mitte     stumpfkegelig.     Rand zunächst glatt, später gekerbt.

   Junge  Kolonien ohne     Psni.    (=     Pseudomy        cel)    nach  Monaten manchmal schwacher     Psm-Hof,    kein       Psm.    im     Agar.     



  <I>b) In</I>     Nährlösungen   <I>und</I> Würze bildet sich  starker Bodensatz, jedoch weder Ring noch  Decke.  



  <I>Mikroskopische</I>     Eige)i.schaf        ten   <I>auf festen</I>  <I>oder in</I>     flüssigen.        NährböderL:     Schon nach ein oder zwei Tagen herrscht  Bildung von     Sprossverbänden    vor, Ketten von  ovalen,     gleichartigen    Zellen, die sich stark  verzweigen, und zwar oft nur nach einer Seite,  wodurch besenartige Verbände entstehen, die  sehr charakteristisch sind. Ältere Verbände       sind    dicht und fest und infolge zentrifugaler  Entfaltung unübersichtlich, wenige Einzelzel  len. Die Zellen sind ziemlich gleichmässig gross,  nach einem Tag in Würze bei 280 4,4 X<I>7,6</I>     ,LL,     wenige rundliche 4,4-6,2 X 4,9-7,4p.

           Gärung:     + :     Glukose,        Saccharose,        Raffinose;     -:     Galaktose,        Maltose,        Laktose.     



       AssinLilation   <I>der Zucker (nach der</I>     auxano-          graphischen.        Methode   <I>von</I>     Lodder):     + :     Glukose,        Saccharose,        Maltose,        Raffinose,          Xylose;     -:     Galaktose,        Laktose.     



       Assimilation   <I>der</I>     Stickstoffverbindungen,          (gleiche   <I>Methode):</I>       @-    :     Ammonsulfat,        Pepton,        KN03,        Glykokoll,     Harnstoff, Asparagin;  -:     Tryptophan,        Histidin.     



  Die physiologischen Eigenschaften gleichen  einerseits     Torulopsis    (=     Torula)        utilis,    ander  seits     Candida        G-uilliermondi.    Die morphologi  schen Eigenschaften jeder jungen Kultur un  terscheiden     Candida        arborea    unverkennbar  von beiden.    Selbstverständlich kommen auch Stämme  von     Candida        arborea    vor, die im einen oder    andern Merkmal von den gegebenen Beschrei  bungen abweichen.    Die biologische Beurteilung     muss    stets  nach dem Gesamtbild erfolgen.

           Candida        tropica.lis            Hakroskopigche   <I>Eigenschaf</I>     terL:     a) Auf     Würze-Aga.r:    Kolonien fast weiss,  infolge der Vielfalt der     Zellformen    sehr ver  schieden aussehend. Im allgemeinen sind  junge Kulturen glatt, matt oder etwas glän  zend, rundlich     Lund    konvex. Nach 2-3 Wo  chen wird die Mitte meist, unregelmässig und  faltet sich.

   Eine     ringförmige    glatte Zone um  schliesst die Mitte, und um diese herum wächst       Pseudomycel    in den     Agar.    Manche     (soge-          nannte         membranöse )    Stämme falten sich  von vornherein, andere (sogenannte      kre-          möse )    Stämme bleiben lange Zeit glatt und  glänzend.    <I>b) In Nährlösungen und Würze</I> bildet sich  Bodensatz, jedoch weder Ring noch Decke.

    (Ausnahme: stark     membranöse    Stämme kön  nen Decke bilden.)           11likroskopische   <I>Eigenschaften auf f</I>     esten          und   <I>in flüssigen</I>     Nährböden:     In den ersten Tagen finden sich meist       Einzelzellen,    dann auch kleinere Zellenver  bände, in denen die     Zellgrösse    allmählich mehr  und mehr divergiert.

   Später tritt     Pseudo-          mycel    hinzu mit sehr verschiedenen Grössen,  oft recht langen Zellen und schliesslich noch  grosse     runde        Chlamdosporen    und     Pseiidokoni-          dien,    so dass das Mikrobild sehr     mieinheitlich     ist: Nach 1 Tag in Würze bei 280 C in     Winge-          Ranvierschen        Kammern    sind die Zellen oval,  gegen den     luftnahen    Rand der Kultur da  gegen     länglich.    Sie messen 5,2 X<B>8,1,t</B> bzw.  3,3 X 8,2     Ic.     



       Gärung:     + :     Galaktose,        Glukose,        Saccharose,        Maltose;          --:Laktose,        Raffinose.       <I>Assimilation der</I>     Zucker   <I>(nach der</I>     auxano-          graphischen   <I>Methode von</I>     Lodder):          +    :     Galaktose,        Glukose,        Saccharose,        Maltose,          Xylose;     -:

       Laktose,        Raffinose.     



       gssiynilation   <I>der</I> Stickstoffverbindungen,  <I>(gleiche</I>     Hethode):          +    :Ammensulfat,     Tryptophan,        Pepton,        Glyko-          koll,        Asparagin;     -:     Kaliumnitrat,    Harnstoff.         Besondere        Kennzeichen:     Vielförmigkeit, Vergärung der Zucker  (siehe oben),     Niehtassimilierbarkeit    von     Ka-          liumnitrat    und Harnstoff     unter    den Bedin  gungen der angegebenen Methode.  



  Selbstverständlich kommen auch Stämme  von     Candida        tropicalis    vor, die im einen oder  dem andern Merkmal von den gegebenen Be  schreibungen abweichen. Die schon erwähnte  Vielförmigkeit der Zellen bedingt gerade bei  dieser     Art    öfters Abweichungen. Die biolo  gische Beurteilung muss stets nach dem Ge  samtbild erfolgen.         Candida        pelliculosa:          Iilakroskopische        Eigenschaften:     <I>a)</I> Auf     Würze-Agar:    Kolonie gelblich-weiss,  matt oder schwach glänzend, ganz glatt, rund,  flach, Rand glatt.

   Selten wenig     Pseudomycel.       <I>b) In</I>     Nährlösungen   <I>und</I>     Würze:    Nach  einigen Tagen weisse, dichte, staubige Decke,  kein Ring, etwas Bodensatz.  



       Mikroskopische   <I>Eigenschaften:</I>  Meist einzelne Zellen, manchmal kleine  lockere Verbände von     Sprosszellen.    Zellen we  niger     dickwandig    als bei den andern Arten.  Die Grösse der Zellen beträgt nach einem Tag  in Würze bei 280 3,9 X 4,2     /c,    sie sind also  ziemlich klein, kurzoval bis rund.     Sporenbil-          dung    selten, wie bei     Candida        tropicalis.       <I>Gärung:</I>  + :     Galaktose,        Glukose,        Maltose,        Saccharose     (sämtlich stark) ;

    -:     Laktose,        Raffinose.            Zuckerauxanogranim   <I>(Methode nach</I>     Lod-          der):          +        :Galaktose,        Glukose,        Maltose,        Saccharose,          Xylose;     -:     Laktose,        Raffinose.            Sticksto   <I>f f</I>     auxan        ogramnz:     + :

   Deutlich positiv nur für     Pepton,        alle    an  dern sind meist negativ; zuweilen ganz  schwach positiv sind:     Ammensulfat,        Ka-          liumnitrat,        Glykokoll    und Asparagin.       Stickstoffaiixanogramme    sind meist um  deutlich.

           Candida        pulclaerrinza:          (Synonym    mit     Torulopsis        pulcherrima,    um  benannt von     Windisch    in     Candida        pulcherrima     wegen der starken Fähigkeit zur     Psm-Bil-          dimg.    )         D7akroskopische   <I>Eigenschaf</I>     ten:     <I>a) Auf</I>     Wiirze-Agar:     1.     Kremöse    -Stämme:

   Kolonien weiss, in  manchen Fällen rosa bis rot, glänzend glatt,  im Alter     warzig    werdend durch Sekundär  kolonien, in der Mitte erhaben,     ründlieh,    Rand  jedoch     lappig    gekerbt, sonst jedoch glatt,  kein     Psm.     



  2.     Membranöse    Stämme: Kolonien gelblich,  stark gefältelt,     runzlig-netzig    bis aufgewölbt  gefaltet, unregelmässig erhaben. Form und  Rand     unregelmässig,    fast lauter wirres     Psm.         <I>b) In Nährlösung und Würze:</I> Bodensatz       und    Ring, nach Wochen einige     dünne    Haut  inseln.  



       !'Mikroskopische        Eigenschaf        ten:     Bei den     kremösen    Stämmen Zellen einzeln  oder zu wenigen, oval, ziemlich gross, nach  1 Tag in Würze bei 280 Zellen 6,5 X     7,9,u     länglich 3,8 X     8,1,u    und 4,9 X     12,u.    In älte  ren Kulturen fallen grosse, runde Zellen von       8-20,u   <I>0</I> mit je einem grossen runden     Öl-          tropfen        Askusmutterzellen,    die     Askus    mit vier  Sporen bilden.

   Nach Entlassung der vier Spo  ren hängt die letzte     Askushaut    oft noch an  der Mutterzelle wie bei     Candida        tropicalis.     Bei den     membranösen    Stämmen üppiges,     dik-          kes    und grosszelliges     Psm.       <I>Gärung:</I>  + : Glukose;  -:alle     andern.     



       Zuckerauxanogramm   <I>(nach</I>     Lodder):     + :     Galaktose,        Glukose,        Saccharose,        Maltose;     --:     Laktose,        Raffinose/Xylose.     



       Sticksto   <I>f f</I>     auxanogramm   <I>(gleiche Methode):</I>  + :     Ammonsulfat,        Tryptophan,        Pepton;     -:     Kaliumnitrat,        Glykokoll,        Histidin.            Candida        Guilliermondi:          Makroskopische   <I>Eigenschaften:</I>  <I>a) Auf</I>     Würze-Agar:     1.     Kremöse    Stämme: Kolonie weiss, glän  zend, glatt, etwas erhaben, rund. Rand glatt,  kein     Pseudomycel.     



  2.     Membranöse    Stämme: Kolonie weiss,  meist von vornherein     Fältelung    und Krater  bildung, dadurch     Aufwölbung    in der Mitte,  aussen     Psm-Hof.     



  <I>b) In Nährlösung und Würze:</I> Auf der  Oberfläche Inseln, die manchmal zu einer  Decke verwachsen. Bodensatz.         :Mikroskopische        Eige)ischaften:     Zellen vielförmig, alle Übergänge von fast  runden     Sprosszellen    bis zu     60-80,u    langen  Zellen, die Bruchstücke von     Psm    darstellen.  Zellen einzeln oder in engen Verbänden aller  Grössen.

   Daneben sprossend     Blastosporen    und    dünnes     Psm    von unter     3,u0.    Zellen in Würze  nach einem Tag bei 280 C in der Mitte der       Winge-Ranvier'schen    Kammer durchschnitt  lich 4,5 X 4,8     ,u,    in Richtung auf den Rand  Neigung zur     Psm-Bildung,    daher Zellen länger  3,9 X     7,2,u.    Am Rand selbst wirr verzweigtes       Psm,    das fast in     Mycel    übergeht.     Zellgrösse     sehr schwankend, oft geringer, bei manchen  Zellen nur 2-3 X 3-6     ,u.       <I>Gärung:</I>    + :

       Galaktose    (schwach), Glukose,     Saccharose,          Raffinose    (schwach) ;  -:     Maltose,        Laktose.     



       Zuckerauxanogramm   <I>(Methode nach</I>     Lod-          der):     + :     Galaktose,    Glukose,     Saceharose,        Raffinose;     -:     Maltose,        Laktose/Xylose        (Maltose    manch  mal schwach positiv).         Stickstof        fauxanograrnm:       + :     Ammonsulfat,        Tryptophan,        Pepton,        Glyko-          koll,    Asparagin;  -:     Kaliumnitrat.     



       Histidin    und Harnstoff sind unsicher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von insbesondere für Futterzwecke geeigneten Pilzen, dadurch gekennzeichnet, dass Pentosen assimilierende Hefearten in Schlempe aus vergorener Holz- zuckerwürze gezüchtet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit kontinuierli chem Zulauf der Holzzuckerschlempe und mit kontinuierlichem Abzug der Mikroorganismen- Suspensionen gearbeitet wird, wobei ein Teil der abgezogenen Mikroorganismen nach teil weiser Abtrennung von der Flüssigkeit wieder in das Zuchtgefäss zurückgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass bei einer Konzen tration von bis 400g Mikroorganismen mit 75-80% Wassergehalt im Liter Nährflüssig- keit gearbeitet wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Pilze verwendet werden, welche seit vielen Generationen in Holzzuckerschlempen gezüchtet wurden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Pilze der Gattung Toraula verwendet werden.
    5, Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Pilze von der Gat tung Monilia verwendet werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass als Pilze der Gat tung Monika solche mindestens einer Candida- art verwendet werden. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass man Candida ar- borea verwendet. .
    $.. Verfahren nach Unteranspruch 6, .da durch gekennzeichnet, dass man Candida tro- picalis verwendet. 9. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass man Candida pelli- culosa verwendet. <B>10.</B> Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass Mischungen von mehreren verschiedenen Candidaarten verwen det werden. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass Mischungen von Candidaarten mit andern Pilzen verwendet werden. 12. Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung Can- dida pulcherrima enthält. 13. Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung Can- dida Guilliermondi enthält. 14.
    Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass man Mischungen von Candidaarten mit Torulopsisarten ver wendet. 15. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man Mischungen von Pilzen der Gattung Torula und Monilia verwendet.
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