CH230644A - Futtersilo mit Einrichtung zum Abführen von Futtersaft. - Google Patents
Futtersilo mit Einrichtung zum Abführen von Futtersaft.Info
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Description
Futtersilo mit Einrichtung zum Abführen von Futtersaft. Die Erfindung bezieht sich auf einen GrünfutteAilo mit Einrichtung zum Abfüh ren von Futtersaft, und ,das 'Wesentliche be steht darin, dass an einer Seitenwand des Silos ein wasserdichtes Saftentnahmerohr vom Boden bis annähernd zum Oberrand des Silos hochgeführt ist,
das an seinem untern Ende mit dem Innenraum des Silos kom- muniziert. Dies hat den Vorteil, ,dass sich jederzeit die Höhe des Saftstandes im Futter stock überwachen lässt, so .dass man Rück schlüsse auf den Saftgehalt des im Silo be findlichen, gepressten Futters ziehen kann und bei zu niedrigem Saftstand die obern, unter Umständen zu trockenen Lagen aus dem Silo rechtzeitig entnehmen und ver brauchen kann,
damit diese nicht durch Luft zutritt in unerwünschte Buttersäure- und Essigsäuregärung übergehen oder verfaulen können. Der Gärfuttersaft kann anderseits, mrenn,der Saftstand die Oberfläche -des Fut- terstockes übersteigt, jederzeit bequem zur Verfütterung dem Silo durch .das Rohr ent nommen wemden, z. B. mittels eines in das Rohr eingeführten, an eine Pumpe ange schlossenen Schlauches.
Sofern das Rohr relativ eng und hoch ist, bildet sich über .dem Gärfuttersaft stets eine genügend hohe Koh- lensäureschicht, die den Zutritt von Luft zur Saftoberfläche verhütet und dadurch den Saft vor dem Verderben schützt. Die sonst üblichen, tiefliegenden Saftgruben waren dagegen verhältnismässig grossräumig und niedrig, so dass sich über dem Saft keine genügend hohe Kohlensäureschicht halten konnte,
und ausserdem verschmutzen der artige niedrig .liegende Saftgruben sehr stark; sie können auch infolge ihrer relativ grossen Bodenfläche nicht vollständig entleert werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform er gibt sich, wenn das obere Ende,des Saftent- nahmerohres durch einen Deckel, z. B. einen Holzdeckel, geschlossen ist. Dies hat den Vor teil, dass der Zutritt von Luft in das Rohr weitgehend verhindert wird, wobei der Deckel nicht luftdicht zu sein braucht. Hierdurch bleibt die schützende Kohlensäuresehieht weitgehend erhalten. Der Deckel kann auch durch ein Schloss abschliessbar sein, so dass eine unbefugte Entnahme von Saft verhin dert wird.
.Eine weitere vorteilhafte Ausführungs form ergibt sich, wenn das Rohr getrennt von der Seitenwand des Silos angeordnet und an der Silowand mittels Bändern oder derglei chen befestigt ist. Hierdurch wird der Bau des Silos nebst Sa.ftentnahmerohr einfach, und das Sa.ftentnahmerohr kann auch aus einem glasierten Tonrohr oder einem sonsti gen Rohr mit glasierter innerer Oberfläche hergestellt sein, so dass der Saft stets sauber 'bleibt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungs form ergibt sieh für in den Boden teilweise versenkte und den Boden nur mit geringer Höhe überragende Silos, wenn zur Entnahme des Saftes ein Schöpfeimer mit einem sich, vorzugsweise durch den Druck des Saftes selbsttätig öffnenden Bodenventil vorgesehen ist, der mittels eines Taues in das Saftent- nahmerohr versenkbar ist. Hierdurch lässt sich in einfachster Weise der Saft bequem dem Entnahmerohr entnehmen, ohne da ss Pum pen notwendig sind. und der Schöpfeimer.
der beispielsweise einen Inhalt von 10 Liter aufweisen kann, gibt gleichzeitig ein be quemes Mass für den zur Verfütterun.g ent nommenen Saft.
Zweckmässig verjüngt sich dag Saftent- nahmerohr am untern Ende k egelig oder halb kugelig, wobei der das Ventil tragende, Boden des Schöpfeimers der Verjüngung des Bodens des Safteutnahmerohres möglichst genau an gepasst ist. Hierdurch wird es möglich, den Saft in bequemer Weise mittels des Schöpf eimers fast bis zum letzten Tropfen aus dem Saftentnahmerohr zu entnehmen.
Am Ventilteller des Schöpfeimers ist zweckmässig ein Zugglied aubringbar, z. B. in Gestalt eines Griffes oder Hakens nebst einem anschliessenden Seil, durch das das Ventil auch von Hand geöffnet werden kann, für den Fall. dass der Druck des Saftes auf das Ventil zur Hebung des Ventiltellers nicht mehr genügt.
An der Mündung des Verbindungsrohres zwischen dem Saftentnahmerohr und dem Boden des Silos ist vorteilhaft ein Sieb oder Rost angeordnet, der das Eindringen von Futter in das Verbindungsrohr verhütet.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsl>ei- spiel eines (irünfuttersilos mit Saftentnahine- rohr, und zwar in Fig. 1 im senkrechten Schnitt und in Fig. ? in einem waagrechten Teilschnitt.
Der Silo weist einen Betonboden 1 nebst einer darüber liegenden, dichten Zement- schicht 2 auf, an die sieh .die aus Betonbohlen bestehende, zylindrisehe Silowand 3 an schliesst, die durch Eisenringe 4 zusammen- wehalten ist.
Im untersten Teil des Boden# 2 ist ein siehförmiger Rost 5 angeordnet, an den sieh ein im Betonboden 1 liegendes Verbin dungsrohr G. das aus glasierten Tonrohren oder emaillierten Eisenrohren bestehen kann, anschliesst. das zu einem Fussstück 7 eines neben dem Silo 3, 4 angeordneten und bis annähernd zum Oberrand des Silos 3 hoehb führten Saftentnahmerohres 8 führt.
Das Ftissstiick besteht ziveckm < issig aus Zement, ,nährend das Saftentnahmerohr 8 vorteilhaft aus glasierten Betonrohren zusammenge setzt ist.
Der Hohlraum des Fussstückes 7 ist am untern Ende 9 kegelförmig ausgebildet. Das Saftentnahmerohr 8 ist durch Eisenbänder 10 an den Eisenringen 4 des Silos 3 befestigt. Der Silo, der beispif@lsweise etwa 2 bis 3 Me ter hoch ist, ist etwa zur Hälfte in den Boden versenkt, so dass der Silo und das Entnahme rohr nur 1 bis 1,5 Meter über den Boden hinausragen und somit bequem von oben zu gänglich sind.
Das obere Ende des Saftent- nahmerohres isst durch einen Holzdeckel 11 g o egen Luftzutritt verschlossen, und dieser Deckel 11 kann mittels eines Vorhänge schlosses 12 oder dergleichen verschlossen werden, so @dass auch eine unbefugte Saftent nahme verhütet ist.
Zur Entnahme des Saftes aus dem Rohr 8 ist ein zylindrischer Eiaper 13 vorgesehen, der den Querschnitt des Rohres zweckmässig annähernd ausfüllt und am untern, dem kegel förmigen Teil 9,des Fussstückes möglichst ge nau angepassten, kegelförmigen Ende 14 ein Bodenventil 15 mit einem Ventilteller 16 aus dickem Gummi oder dergleichen aufweist und am obern Ende durch einen Deckel 17 abgeschlossen sein kann. Am Ventilteller 16 ist eine Stange 18 mit einem obern Hand griff 19 befestigt,
die in einem untern Kreuz stück 20 und in dem obern Deckel 17 ge führt ist. Statt des Deckels 17 kann ebenfalls ein Kreuzstück mit Führung für die Stange 18 vorgesehen sein. An einem Bügel 21 ist ein Tau 22 befestigt, mittels dessen der Schöpfeimer 13 nach Bedarf in das Rohr 8 hinabgelassen werden kann.
Beim Auftreffen des, Ventils 15, 16 auf den Flüssigkeitsspiegel wird der Ventilteller 16 durch den Saft nach oben gedrückt, so dass sich der Schöpfeimer 13 füllt. Alsdann schliesst sich das Ventil selbsttätig wieder, und der Eimer kann aus. dem Rohr 8 heraus- gezogen werden.
Für den Fall, dass der Saftstand schon sehr niedrig ist und der Druck des Saftes auf den. Ventilteller nicht mehr zum Offnen des Ventils genügt, kann am Griff 19 eine Schnur befestigt werden, durch die der Ventilteller 16 von aussengeöffnet werden kann.
Zum Auspressen,des Saftes aus dem Fut terstock weist der Silo in seiner Wand Zahn stangen oder Lochstangen 23 und einen üblichen Pressdeckel auf, der .mit Hilfe einer Wand oder üblicher Hebel, die an der Zahn stange 23 angreifen, auf den Futterstock heruntergepresst werden kann, bis der aus dem Futterstock ausgepresste Saft bis zum Pressdeckel steigt.
Die Entnahme des Saftes aus dem Rohr 8 wird dann zweckmässig so vorgenommen,,dass der Saft mit fortschreitender Entnahme des Futters aus dem Silo stets,die Oberfläche des Futterstockes noch gerade bedeckt. Hierdurch ist der Futterstock gegen unerwünschte But tersäure- oder Esisigsäuregärung und Verfau len geschützt, und es kann sich im wesent lichen nur die erwünschte Milchsäuregärung im Futterstock einstellen, und der Saft kann stets in .der erwünschten Menge bequem aus dem Entnahmerohr 8 entnommen werden.
Bei sehr hohen Silos wird der Saft zweck mässig mittels eines in das Entnahmerohr 8 eingeführten Schlauches nebst Pumpe dem Silo entnommen.
Das Entnahmerohe 8 kann gegebenenfalls auch in die Sei-@enwand 3 selbst eingelassen sein, indem eine Betonbohle der Silowand ent sprechend hohl ausgebildet wird. Die ge trennte Anordnung des Saftentnahmerohres 8 ist jedoch bequemer ausführbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Grünfuttersml.o mit Einrichtung zum Ab führen von Futtersaft, dadurch gekennzeich net, dass an einer Seitenwand ,des Silos ein- wasserdichtes Saftentnahmemohr vom Boden bis annähernde zum Oberrand:.des Silos, hoch geführt ist, das an seinem untern Ende mit dem Innenraum,des Silos kommuniziert. UNTERANSPRüCHE 1. Grünfuttersilo nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Saftentnahmerohres .durch einen Deckel geschlossen ist. 2.Grünfuttersilo nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass das Rohr ,ge- trennt von der Seitenwand des Silos ange ordnet und an der Silawand mittels Bändern befestigt ist. 3.Grünfutbersilo nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entnahme des Saftes ein Schöpfeimer mit einem Boden ventil vorgesehen ist,,der mittels eines Taues in ,das Saftentnahmerohr versenkbar ist.4. Grünfuttersilo nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>3,</B> dadurch :gekennzeich- net, dass das Bodenventil derart nachgiebig ausgebildet ist, dass es sich durch ,den Druck des Saftes selbsttätig öffnet.5. Grünfuttersilc nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass das Saftentnahmerohr sich am untern Ende verjüngt und das der das Ven til tragende Boden des Schöpfeimers der Ver jüngung des Bodens des Saftentna-'hmerohres angepasst ist. 6.Grünfuttersilo nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass der Ventilteller des Schöpfeimers zur Befestigung eines Zuggliedes eingerichtet ist, durch das das Ventil auch von Hand ge öffnet werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5103674A (en) * | 1990-12-17 | 1992-04-14 | Massachusetts Institute Of Technology | Liquid level indicator for high pressure, hostile environment |
-
1942
- 1942-11-09 CH CH230644D patent/CH230644A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5103674A (en) * | 1990-12-17 | 1992-04-14 | Massachusetts Institute Of Technology | Liquid level indicator for high pressure, hostile environment |
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