Kunststoffdichtung. Die Korrosionsbeständigkeit vieler Poly- vinylkunststoffe wie auch der aus den Poly meren der Isoolefine hat ihren Einsatz auch zu Dichtungsmassen ermöglicht.
Die Kunststoffe aus Polyvinylverbindun- gen, insbesondere die aus Polyvinylchlorid, erfordern hierfür die gleichzeitige Verwen dung von Weichmachern oder weicheren Kunststoffen, um die elastische Anschmie- gung an die Gegenflächen der einzubauenden Dichtung zu gewährleisten. Hierdurch wird jedoch die Korrosionsbeständigkeit dieser Dichtungsmassen gegen eine Reihe von an greifenden Medien herabgesetzt.
Ein Aus tausch dieser weichgestellten Polyvinyl- kunststoffe durch solche auf Basis der Poly- isoolefine, insbesondere des Polyisobutylens, ist in vielen Fällen möglich. Trotzdem ge lingt es nicht, eine wesentliche Verbreiterung des Anwendungsgebietes dieser Kunststoff dichtungen zu erzielen.
Die Einschränkung bezw. Verlagerung der Korrosionsbeständig- keit der genannten Massen wirkte sich vor nehmlich dann nachteilig aus, wenn diese Dichtungen in Leitungen, Ventile oder son stige Formstücke eingebaut werden sollten, die ihrerseits ebenfalls aus den eingangs ge nannten Kunststoffen bestehen.
Wie nun gefunden wurde, lassen sich alle diese Nachteile durch eine Kunststoffdich tung vermeiden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der aus einem weichen, anschmiegsamen Material bestehende eigentliche Dichtungs körper zumindestens auf einem Teil seiner Oberfläche mit einer korrosionsbeständigen Folie bedeckt ist.
Durch diese neue Anordnung wird er= reicht, dass die notwendige elastische An schmiegung erhalten bleibt, der Einsatz bereich der Dichtungsmassen aber wesentlich grösser wird; denn er hängt jetzt ausschliess lich von der Korrosionsbeständigkeit der äussern, im Vergleich zur eigentlichen Dich- tungsmasse korrosionsbeständiger ausbild- baren Bedeckung ab.
Die Dichtungen sind beispielsweise wie folgt gestaltet: Eine ringförmige, schmiegsame Dichtung aus 60 Teilen Polyvinylchlorid -@ 38 Teilen gelatinierenden Weichmachers -f- 2 Teilen Pigment ist mit einer Folie aus Polyvinyl- chlorid durch Ziehen und anschliessendes Umbördeln geschützt worden.
Alle mit Flüs sigkeit in Berührung kommenden Teile be stehen somit aus hartem Polyvinylchlorid. Die erforderliche Elastizität kann ausser durch weichmacherhaltiges Polyvinylchlorid beispielsweise auch durch einen Formling aus Polyisobutylen oder andern Kunststoffen be stehen. Ebenso kann an Stelle des harten Polyvinylchlorids als äussere Bedeckung eine Folie aus zum Beispiel Polyvinylearbazol, Polyamid, Cellulosetriacetat, Cellulosemethyl- äther und andern Kunststoffen, je nach den Erfordernissen der Korrosionsbeständigkeit, verwendet werden.
Im allgemeinen wird es genügen, die äussere Folie um einen weicheren innern Teil ohne weitere Befestigung herumzulegen; jedoch können auch scheibenförmige Dichtun gen eingesetzt werden, bei denen eine obere und eine untere Folie miteinander verbunden sind, zum Beispiel durch Verkleben, Ver schweissen oder Verpressen.
Bei ringförmigen Dichtungen können die zum Schutz des innern Teils dienenden obern und untern Folien auch an ihren Stossflächen miteinander verbunden sein, zum Beispiel durch Verkleben oder Verschweissen. Hierbei kann der schmiegsame innere Teil auch aus völlig korrosionsunbeständigem Material be stehen. Eine besonders elastische Anschmie- gung wird man dann erreichen, wenn der innere Teil eine schwammige Struktur auf weist.
Bei Verwendung der Dichtungen in bei spielsweise unter Einsatz von Polyvinylehlo- rid-Formlingen gebauten Kolbenventilen wird man die Bedeckung des weichen innern Teils durch die korrosionsbeständigere Folie aus Polyvinylehlorid etwa in der Anordnung der Fig. 1 der Zeichnung, im Schnitt darge stellt, vornehmen. Hier bedeutet a den ring förmigen weichen innern Teil und b die durch Ziehen und Umbördeln erhaltene Bedeckung.
Um Flansehverbindungen von Rohrleitungen abzudichten, bedient man sich beispielsweise einer Dichtung in der Ausführungsform der Fig. 2. Hierin bedeutet a wiederum den wei chen innern Teil, b eine Deckfolie aus korro sionsbeständigerem Material und c eine um gebördelte Folie aus gleichem oder ähnlichem korrosionsbeständigem Material wie bei b. Der umgebördelte Teil der Folie c kann er forderlichenfalls in einer Eintiefung von b durch Kleben oder dergleichen fest verbun den sein.
Plastic seal. The corrosion resistance of many polyvinyl plastics, as well as that made from the isoolefin polymers, has enabled them to be used in sealing compounds.
The plastics made from polyvinyl compounds, in particular those made from polyvinyl chloride, require the simultaneous use of plasticizers or softer plastics for this purpose in order to ensure the elastic adherence to the mating surfaces of the seal to be installed. However, this reduces the corrosion resistance of these sealants against a number of attacking media.
In many cases, it is possible to replace these plasticized polyvinyl plastics with those based on polyisoolefins, in particular polyisobutylene. Nevertheless, it does not succeed in achieving a significant expansion of the field of application of these plastic seals.
The restriction resp. Shifting the corrosion resistance of the compounds mentioned had a particularly detrimental effect when these seals were to be installed in lines, valves or other fittings, which in turn also consist of the plastics mentioned at the beginning.
As has now been found, all these disadvantages can be avoided by a plastic seal device, which is characterized in that the actual sealing body consisting of a soft, pliable material is covered at least on part of its surface with a corrosion-resistant film.
With this new arrangement it is achieved that the necessary elastic clinging is maintained, but the application range of the sealing compounds is much larger; because it now depends exclusively on the corrosion resistance of the outer, in comparison to the actual sealing compound, which is more corrosion-resistant than the cover.
The seals are designed as follows, for example: An annular, pliable seal made of 60 parts of polyvinyl chloride - @ 38 parts of gelatinizing plasticizer -f- 2 parts of pigment is protected with a film of polyvinyl chloride by pulling and then flanging.
All parts that come into contact with liquid are therefore made of hard polyvinyl chloride. In addition to plasticized polyvinyl chloride, the required elasticity can also be provided, for example, by a molding made of polyisobutylene or other plastics. Likewise, instead of the hard polyvinyl chloride, a film made of, for example, polyvinyl arbazole, polyamide, cellulose triacetate, cellulose methyl ether and other plastics can be used as the outer covering, depending on the requirements of corrosion resistance.
In general, it will be sufficient to wrap the outer film around a softer inner part without further fastening; however, disc-shaped seals can also be used in which an upper and a lower film are connected to one another, for example by gluing, welding or pressing.
In the case of annular seals, the upper and lower foils serving to protect the inner part can also be connected to one another at their abutment surfaces, for example by gluing or welding. The pliable inner part can also be made of completely corrosion-resistant material. A particularly elastic fit will be achieved when the inner part has a spongy structure.
When using the seals in piston valves built with polyvinyl chloride moldings, for example, the soft inner part will be covered by the more corrosion-resistant polyvinyl chloride film approximately in the arrangement of FIG. 1 of the drawing, in section Darge provides. Here a denotes the ring-shaped soft inner part and b denotes the covering obtained by drawing and flanging.
To seal flange connections of pipelines, one uses, for example, a seal in the embodiment of FIG at b. The beaded part of the film c can if necessary be firmly verbun in a recess of b by gluing or the like.