CH232230A - Verfahren zur Herstellung von Vakuumröhren, insbesondere Elektronenröhren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Vakuumröhren, insbesondere Elektronenröhren.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Vakuumröhren, insbesondere Elektronenröhren. Bei Vakuumgefässen, insbesondere Elek tronenröhren tritt, besonders bei Mehrelek troden- oder Kurzwellenröhren, :der Fall auf, dass nicht alle Elektrodenzuführunbgen :durch den gemeinsamen Sockel geführt werden dürfen oder können. Es müssen also weitere vakuumdichte Verschmelzungen im Glaskol ben, vorgenommen werden. Es wird dann zum Beispiel in der Weise vorgegangen, :dass das fertige Röhrensystem mit :den Zuführungen, die im Glaskolben verschmolzen werden müs sen, in den Glaskolben gesteckt wird, und zwar so, dass die Zuführungen :durch Öff nungen im Glaskolben herausragen. Diese werden sodann mit dem Glaskolben ver schmolzen. Zum Zwecke der Verschmelzung wird der Glaskolben und mit ihm das einge baute Röhrensystem stark erwärmt. Diese Erwärmung wird für :das Röhrensystem oft unzulässig gross, so :dass, :da :der Kolben nicht evakuiert wird, eine Oxydation :der Teile oder sonstige schädliche Einwirkungen auf das System eintreten können. Ausserdem ist es nicht möglich, mit Rücksicht auf :das bereits eingebaute System, die Verschmelzungen in üblicher Weise zu tempern bezw. zu entspan nen. Nach einem andern Verfahren, wenn beispielsweise nur lerine zusätzliche Zufüh rung (Gitterableitung) durch den Glaskolben geführt werden muss, legt man :diese in den Pump:stengel. Das Rohr wird dann auf der Pumpe nach dem Evakuieren langstieliger abgeschmolzen, und die Elektrodenverschmel- zung nachträglich, also: bei :der bereits abge schmolzenen Röhre vorgenommen. Das jetzt bei der nachträglichen Elektro.denverschmel- zung freiwerdende Gas muss also, da es nicht mehr abgepumpt wird, in das Röhreninnere treten. Dieser Vorgang ist für die bereits ge brannte Kathode äusserst schädlich. Auch der Versuch, :den Vorgang :der Verschmel zung und Absehmelzung in einem Arbeits gang zu vereinigen, lässt :den Übelstand be stehen, dass die beim Schmelzvorgang frei- werdende Gasmenge in das Röhreninnere ein.. dringt und nicht mehr abgepumpt. werden kann. Auch bei diesen zweiten und dritten Verfahren kann mit Rücksicht auf das Röh rensystem keine Temperung bezw. Entspan nung der Einschmelzstelle vorgenommen -erden. Die Gefahr nachträglicher Undich- tigkeiten, beispielsweise durch Glassprünge hervorgerufen, ist daher gross, und tatsächlich zeigt sieh in der Praxis, dass der Ausfall, hervorgerufen durch obengenannten Fehler, oft sehr gross ist. Ausserdem erschweren und verteuern die bekannten Verfahren den Fa brikationsgang beträchtlich, da zusätzliche Arbeitsgänge erforderlich sind, die ausser dem von gut eingearbeiteten Fachkräften ausgeführt werden müssen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Vakuum röhren, bei dem die aufgeführten tfibelstände dadurch beseitigt werden, dass in den vorher bereits mit der vakuumdichten V erschmel- zung des Zuführungsleiters versehenen Glas kolben das Röhrensystem eingeführt wird, vrobei der bereits eingeschmolzene Elektro- denzuführunbsleiter mit der ihr zugeordnetvn Elektrode des Systems so in Berührung ge bracht wird, dass durch eine nachfolgende, während .des Evakuierungsvorganges statt findende Einwirkung von aussen, beispiels weise durch :den hochfrequenten Strom einer Glühspule, eine Verschmelzung dieser sich berührenden Metallteile zustande kommt. Ausführungsbeispiele des Verfahrens iiacb der Erfindung werden an Hand der Zeichnung im folgenden näher erläutert: Fig. 1 zeigt den Glaskolben 1 mit ein--e- n Röhrensystem 2, an welchem zum Beispiel die Ableitung 3 vom Gitter vorhan den ist, die durch den Glaskolben 1 geführt werden muss. Die Ableitung 3 wird mit der bei 7 vorher eingeschmolzenen Zuführung 6 in unmittelbare Berührung gebracht. An der Berührungsstelle werden die Zuführung und Ableitung so geformt, dass sie durch die von aussen wirkende Hochfrequenz leicht zum Glühen und Schmelzen gebracht -,verden kön- rien. In Fig. 1 sind die Enden der Zuführung und Ableitun- als kleine ineinandersteckende Zylinder 4 und 5 ausgebildet. Bei dieser Aus führung kann man den einen Zylinder, bei spielsweise den hineingesteckten 5, vorher mit einem Lot 8 versehen. Eine metallische Verbindung wird sodann zwischen Ableitung 3 und Zuführung 6 durch das bei Erwär mung zum Fliessen gebrachte Lot 8 herge stellt. Die notwendige Wärmemenge ist in diesem Falle sehr klein und richtet sich nach dem Schmelzpunkt .des Lotes. Nach Fig. 2 sind die Ableitung 3 und Zuführung 6 an der Berübrungsstelle als kleine Plättchen ge formt. Es kann aber auch jede beliebige an dere: Berührungsform gewählt werden, be- achtet werden muss dabei nur, dass die Form- bebung an der Berührungsstelle so gewählt wird, dass durch äussere hochfrequente Ein- wirkung die Metalle an der Berührungsstelle geit. zum Glühen und Schmelzen gebracht werden können. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine nach dein neuen Verfahren hergestellte Elektronenröhre. Es ist an sich bekannt, Lötengen im Va kuum vorzunehmen; demgegenüber handelt es sich beim Erfindungsgegenstand um ein Verfahren, mittels welchem das eingebaute Röhrensystem mit der vorher bereits vakuum dicht in den umgebenden Glaskolben einge schmolzenen Elektrodenzuführung verbunden werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Va kuumröhren, insbesondere Elektronenröhren, bei welchen ein Elektradenzuführungsleiter dureli den Glaskolben hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den vorher bereits mit der vakuumdichten Verschmel zung des Zuführungsleiters versehenen Glas kolben (las Röhrensystem eingeführt wird, wobei der bereits eingeschmolzene Zufüh rungsleiter mit der ihm zugeordneten Elek trode des Systems so in Berührung gebracht wird, dass durch eine nachfolgende, während des Evakuierungsvorganges stattfindende,durch Einwirkung von aussen erzeugte Er- wärmung dieser sich berührenden Metallteile eine Verschmelzung derselben zustande kommt. II. Elektronenröhre mit mindestens einer durch den Glaskolben hindurchgeführten Elektrodenzuführung, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einander zu berührenden Enden des eingeschmolzenen Zuführungsleiters und des von der betreffen dem Elektrode abgehenden Leiters als kleine Zylinder ausgebildet werden, .die beim Ein bau des Röhrensystems in den Glaskolben ineinandergesteckt werden. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, @dass in den einen Zylinder ein Lötmetall untergebracht wird, das bei der während des Evakuierungsvor- Banges stattfindenden Erwärmung zum Flie ssen .gebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einander zu berührenden Enden des eingeschmolzenen Zuführungsleiters und des von,der betreffen den Elektrode abgehenden Leiters als Plätt chen ausgebildet werden. 4. Elektronenröhre nach Patentanspruch TI, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unteranspruch 1. 5.Elektronenröhre nach Patentanspruch II, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unteranspruch 2. 6. Elektronenröhre nach Patentanspruch II, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unteranspruch 3.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH232230D CH232230A (de) | 1924-04-09 | 1943-04-16 | Verfahren zur Herstellung von Vakuumröhren, insbesondere Elektronenröhren. |
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1943
- 1943-04-16 CH CH232230D patent/CH232230A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB232230A (de) | 1926-06-17 |
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