CH232585A - Verfahren zum Annähen von Ersatzfussteilen an Strümpfe oder Socken. - Google Patents

Verfahren zum Annähen von Ersatzfussteilen an Strümpfe oder Socken.

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CH232585A
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Description


  Verfahren zum Annähen von Ersatzfussteilen an Strümpfe oder Socken.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zum Annähen von Ersatzfussteilen au  abgenützte oder beschädigte Strümpfe oder  Socken.  



  Die Auswechslung von Strumpf- und  Sockenfussteilen ist bekannt, jedoch wurde  sie in grösserem Umfange bisher nicht durch  geführt, da sie verschiedene Nachteile hatte  und bei der     Ausführung    sich zahlreiche  Schwierigkeiten zeigen.  



  So sind z. B. Strümpfe bekannt, welche  schon bei ihrer Neuherstellung aus zwei  Teilen, und zwar aus für sich hergestellten  Waden- und Fussteilen zusammengenäht wur  den. An der Verbindungsstelle wurden diese  Teile mit einem besonderen geschlossenen     und          verstärkten    Rand versehen und miteinander  durch feste Nähte vereinigt. Nach Abnützung  der Fusssohle wurde diese Naht aufgetrennt  und ein neuer Fussteil mit festem Rand wie  der angenäht. Der Nachteil dieser Strümpfe  lag darin, dass sich die Fussteile nach Beschä  digung des festen     Wadenteilrandes    oder des  Wadenteils oberhalb     dieses    Randes nicht    mehr     annähen    liessen.

   Ausserdem wiesen     die     auf     diese    Art zusammengesetzten Strümpfe       an    .der Verbindungsstelle eine grobe Naht  auf, welche sich beim Gehen sehr     unangenehm     bemerkbar machte.  



  Es ist ferner ein Verfahren zum Aus  wechseln abgenützter     Strumpffussteile    be  kannt, nach welchem an den Waden- und       Ristteil    des Strumpfes die Ferse und Spitze  auf besonderen Maschinen neu angestrickt  und der fehlende Fussteil sodann angenäht  wurde. Da     die    Grössen der abgenützten Fuss  teile verschieden sind und das Umstellen der       Nachbehandlungsmaschinen    auf die versehie  denen Grössen langwierig und     umständlich    ist,       erweist    sich dieses Verfahren als ungeeignet.  



  Das blosse Zusammennähen des     Strumpf-          Wadenteils    mit dem     gesondert        hergestellten     Fussteil ist, unabhängig davon, ob der Fuss  teil auf     einer    ein- oder zweinadeligen, drei  fadigen oder andern     Nähmaschine    mit fester,  unnachgiebiger Naht angenäht wurde,     insbe-          sonders    bei feiner Ware     unvorteilhaft,    und  zwar aus dem Grunde, weil beim Tragen des      Strumpfes nicht diese durch unnachgiebige  Stiche entstandene Verbindungsnaht nachgibt,  sondern die feine nachgiebigere Ware.  



  Die Hauptanforderung an richtig aus  gebesserte Strümpfe oder Socken, bei denen  der abgenützte Fussteil ersetzt wird, besteht  darin, dass bei kleinster Naht eine möglichst  elastische, aber dabei auch möglichst feste  Verbindung der beiden Teile erzielt wird.  



  Das Verfahren gemäss vorliegender Er  findung erfüllt diese Forderung dadurch,  dass ein für sich angefertigter Fussteil mit im  Spitzen- und     Fersenteil    offenen Maschenrän  dern und an den     Seitenteilen    geschlossenen  Maschenrändern mit dem Strumpf bezw.  Socken im Fersen- und Spitzenteil mit Hilfe  einer Kettelstichnaht verbunden wird, wäh  rend die Seitenteile mit einer andern Naht,  z. B. einer Steppstiehnaht, zusammengenäht  werden.  



  Auf diese Weise erhält der     ausgebesserte     Strumpf oder Socken im Spitzen- und Fersen  teil, wo er in bezug auf Elastizität besonders  empfindlich ist, durch den Kettelstich, der an  und für sich elastisch ist, eine grosse Anpas  sungsfähigkeit an die Belastung des     Gestrik-          kes    ohne     Herabsetzung    der     Festigkeit    der  Verbindungsstellen.

   Die Verbindung der  weniger beanspruchten Seitenteile erfolgt mit  einer beliebigen andern Naht, wobei Ersatz  fussteile verwendet werden, deren Seitenteile  mit geschlossenen Maschenrändern ausge  stattet sind, so dass die Verwendung einer ge  wöhnlichen Verbindungsnaht an diesen Sei  tenteilen sich für den Benützer des ausge  besserten Strumpfes oder Sockens nicht un  angenehm bemerkbar macht.  



  Der Arbeitsvorgang nach dem erfindungs  gemässen Verfahren gestaltet sieh z. B. wie  folgt:  Der Strumpf oder Socken, der durch An  nähen eines Ersatzfussteils ausgebessert wer  den soll, wird auf der untern Seite des Fuss  teils aufgeschnitten, wonach längs des  Spitzen- und Fersenteils, dort wo der neue  Fussteil angenäht werden soll, das Gestrick,  und zwar eine Masche nach der andern auf  die Nadel einer an sich bekannten Kettel-    maschine aufgezogen wird. Dabei muss man  ganz     besonders    auf eine nach Möglichkeit  regelmässige Erfassung des Gestrickes achten.

    Auf dieselben Nadeln, auf welche die  Maschen des auszubessernden Gestrickes     auf-          g    o ezogen sind, werden die mit offenen Ma  schenrändern versehenen Spitzen- und Fersen  teile des neuen     Gestrickes,    das heisst des neuen  Fussteils, ebenfalls Masche für     Masche    auf  gezogen. Bevor nun die Kettelmaschine in  Gang gesetzt wird, werden diejenigen Ge  strickteile, die mehr als 2 bis 3 Maschen  reihen über die Nadeln der Kettelmaschine  hinausragen, abgeschnitten. Darauf werden  die Gestricke mit Hilfe des an sich bekann  ten Kettelstiches zusammengenäht. Die noch  offen gebliebenen Seitenteile, die am Fussteil  geschlossene Maschenränder besitzen, werden  dann mit einer beliebigen andern Naht, z. B.

    einer     Steppstichnaht,        zusammengenäht.    Die  ganze     Arbeit    erfolgt gewöhnlich in vier Ar  beitsstufen, und zwar wird zuerst die     Ferse,     dann die Spitze und dann jede Seite des Fuss  teils für sich angesetzt. Man kann diese Ar  beit jedoch auch in zwei Arbeitsstufen durch  führen.  



  Nachdem erfahrungsgemäss Beschädigun  gen an den Seiten des Fussteils sehr     selten     vorkommen, können die     Seitenteile    der     Er-          satzfussteile        meist    in geraden Linien     ange-          schlossen    werden. Der Spitzen- und     Fersenteil     dagegen wird jeweils mehr oder weniger lang  ausfallen.

   Der     Ersatzfu & teil        wird        entspre-          chend    der     Beschädigung        des    auszubessernden  Strumpfes durch     Zuschneiden    im Spitzen  und Fersenteil angepasst.

   Um jedoch möglichst  geringen Materialabfall zu erzielen ist es       nveekmässig,    in     Ausbesserungsstätten,        die     über eine     grössere        Ausstattung        verfügen,    Er  satzfussteile mit verschieden langen     Fersen-          und    Spitzenteilen auf     Lager    zu     halten,    die  dann entsprechend der Beschädigung     des    aus  zubessernden Strumpfes oder Sockens aus  gewählt werden.

   Es muss nur jeweils darauf       geachtet        werden,        dass    nach dem Abschneiden  de, überflüssigen Materials oberhalb der Na  deln der     Kettelmaschine    zwei bis drei Ma  schenreihen     atehenbleiben,    die in die Kettel-      stiehnaht im Spitzen- und Fersenteil ein  genäht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Annähen von Ersatzfuss teilen an Strümpfe oder Socken, dadurch ge- kennzeichnet, dass ein für sich angefertigter Fussteil mit im Spitzen- und Fersenteil offenen Maschenrändern und an den Seiten teilen geschlossenen Maschenrändern mit dem Strumpf bezw. Socken im Fersen- und Spitzenteil mit Hilfe einer Kettelstichnaht verbunden wird, während die Seitenteile mit einer andern Naht zusammengenäht werden.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder der zusam mengehörigen Spitzen- und Fersenteile stufen weise auf die Nadeln einer Bettelmaschine aufgefädelt werden und die Verbindung auf dem ganzen Umfang des Strumpfes bezw. Sockens in mindestens zwei Arbeitsstufen erfolgt.
CH232585D 1942-11-09 1942-11-09 Verfahren zum Annähen von Ersatzfussteilen an Strümpfe oder Socken. CH232585A (de)

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