CH232864A - Verfahren zur Herstellung einer gebrauchstüchtigen Cellulosehydratfaser. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer gebrauchstüchtigen Cellulosehydratfaser.

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CH232864A
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer gebrauchstüchtigen Cellulosehydratfaser.    Bei der Herstellung von Kunstfas ern aus  Cellulose hat man bisher in erster Linie die  Erzielung von guten Festigkeiten von für die  Verarbeitung geeigneten Dehnungen sowie  von gleiehmässiger und günstiger     Anfärb-          barkeit    rit empfindlichen Farbstoffen als  wichtig angesehen. Erst in neuester Zeit hat  die Industrie ihre Bemühungen darauf     ge-          riohtet,    auch andere Prüfmethoden zur Beur  teilung des Gebrauchswertes der Fasern  heranzuziehen, insbesondere russ hier die  Prüfung der Reissfestigkeit von zwei aus dem  zu prüfenden Fasermaterial gebildeten, inein  anderhängenden Schlingen, die sogenannte  Schlingenfestigkeit, genannt werden.

   Diese  Prüfmethode bietet ein sehr wertvolles Mass  für die Sprödigkeit des Fasermaterlas.       Gerade    die     Erzeugung    der modernen hoch  festen Fasern, ganz besonders derjenigen, die  auch noch quellfest ausgerüstet sind, krankt  daran, dass die durch die Schlingenfestigkeits  prüfung zum Ausdruck kommende Sprödig-    keit höher ist als sie bei Kunstfasern normaler  Erzeugungsart ermittelt wird.  



  Es wurde nun ein Weg gefunden, um das  Herstellungsverfahren, insbesondere der hoch  festen     Fasern        aus    Viskose, so     abzuändern,     dass eine gute Biegsamkeit, gekennzeichnet  durch eine zirka 50%ige Schlingenf estigkeit,  erreicht wird.

   Das Verfahren, bei dem mit  sauren Fallbädern und unter starker     Strek-          kung    der künstlichen Gebilde gearbeitet  wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass eine  Spinnlösung benutzt wird, die so viel eines  Stoffes, der mit der Fallbadsäure Gas ent  wickelt, enthält, als einer Menge von 0,5 bis  2,5% Natriumkarbonat hinsichtlich der Gas  entwicklung entspricht, und die eine zwischen  30 und 200" betragende Viskosität, gemessen  nach der Kugelfallmethode, aufweist, und  dass die Streckung in der Weise vorgenommen  wird, dass eine Faser von einem länglich  ovalen     Querschnitt    mit     einem        Breiten-Dicken-          verhältnis    von 3 : 1     bis    6 :

   1     entsteht.         Die auf diese Weise erhaltenen Fasern  besitzen keine Hohlräume, wie dies bei der  sogenannten Hohlseide der Fall ist, sondern  das Gespinst zeigt nur ein lockeres Gefüge  und im Querschnitt eine länglich-ovale Form.  Es ist dies um so bemerkenswerter und über  raschend, denn gerade durch einen Zusatz von  Natriumkarbonat, das auch im vorliegenden  Fall sich als recht geeignet erwiesen hat, er  zeugte man bisher nur typisch     hohlraum-          haltige    oder röhrenförmige Gebilde oder auch  bändehenartige Fäden, die durch ein Zusam  menfallen primär gebildeter     Hohlfäden    ent  standen waren.

   Beim vorliegenden Verfahren  scheint aber durch das Zusammenwirken der  Beschaffenheit und Zusammensetzung der  Spinnlösung mit der starken Verstreckung  der Fäden der eigenartige und wertvolle  textile Effekt aufzutreten; insbesondere  dürfte hierfür der sehr geringe Gehalt an gas  entwickelnden Stoffen Vorbedingung sein.  



  Bei einem Gehalt an Karbonat von 3 %  und darüber in der Spinnlösung wird, wie aus  der deutschen Patentsehrift Nr. 51,3376 her  vorgeht, ein Faserquerschnitt erhalten, dessen  Breite im Verhältnis zur Dicke 8: 1 bis 20 : 1  beträgt, also einen ausgesprochenen Bändchen  charakter hat.  



  Der geringe Gehalt an gasentwickelnder  Substanz der bei dem vorliegenden Verfahren  zu verwendenden Spinnlösung verleiht dem  Faden eine mehr lockere     Struktur        und    erzeugt  daduroh eine Oberflächenvergrösserung. Diese  lockere     Struktur    wirkt sich dabei durch Bil  dung eines länglich-ovalen Querschnittes aus,  wobei so gearbeitet wird, dass das     Breiten-          Dickenverhältnis    der Faser 3:1 bis 6 :1  beträgt. Der Vorteil des Verfahrens ist der,  dass die Spinnbedingungen kaum von den für  die Erzeuigung hochfester Fasern üblichen  abgewandelt zu werden brauchen.  



  Die Mengen, die bei Anwendung von  Natriumkarbonat notwendig sind, um den be  absichtigten Auflockerungseffekt und längs  ovalen Querschnitt zu erzielen, sind sehr  mässig und betragen 0,5-2,5 % Na2CO3. Bei  Verwendung anderer Stoffe als Natrium-    karbonat ist der Gehalt des mit der Fallbad  säure Gas entwickelnden Stoffes entsprechend  der pro lolekulargewicht entwickelbaren  Gasmenge zu berechnen. Diese Menge wird  der Viskose am besten beim Mischen     zu-          gefigt,    man kann aber auch den Zusatz     bei-          s    p ie lsweise bereits zur Tatiehlauge, oder  während eines andern Stadiums der Viskose  herstellung machen.

   Diese Zusatzmenge hat  sich als besonders     günstig        herausgestellt    beim  Verspinnen von Viskose sehr hoher Viskosi  tät, das heisst also von Viskosen, die aus  wenig vorgereifter Alkalizellulose hergestellt  sind. Es hat sich gezeigt, dass der Gehalt der  Lösung an einem gasentwiekelnden Stoff in  der Lage ist, nicht nur den beabsichtigten  Effekt hinsichtlich der Schlingenfestigkeits  erhöhung zu erzielen, sondern dass bei An  wendung der Zweibadverfahren auch der Zu  satz von Mitteln wie sie in Gestalt von  Türkisehrotöl und dergleichen bei der     Streck-          verspinnung    hochfester Faser nach diesem  Verfahren zur Vergleichsmässigung und Er  höhung der Festigkeitsdaten zweckmässig  sind, durchaus entbehrlich gemacht wird.

   So  ermöglicht dieser Gehalt die Erzeugung von  Fasern mit     Durchwhnittspolymerisations-          graden    von über 400 mit gleichen und,  besseren Eigenschaften im Vergleich zu  üblichen hochfesten Fasern, ohne dass die  Sprödigkeit unter der einer Normalfaser liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hochfesten Celltlosehydratfasern mit guter Schlingen festigkeit aus Viskose unter Benutzung säure haltiger Fallbäder und durch starkes Ver- strecken der künstlichen Gebilde, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spinnlösung benutzt wird, die so viel eines Stoffes der mit der Fallbadsäure Gas entwickelt, enthält, als :
    der Menge von<B>0,5-2,5</B> f Natriumkarbonat hin ,sichtlich der Gasentwicklung entspricht, und die eine zwischen 30 und 200" liegende Viskosität, gemessen nach der Kugelf < all- tnethode, aufweist, und dass die Streckung in der Weise vorgenommen wird, dass eine Faser von einem länglich-ovalen Querschnitt mit einem Breiten-Dickenverhältnis von 3 :1 bis 6 : 1 entsteht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch da durch gekennzeichnet, dass die Herstellung der künstlichen Faser im Einbadverfahren erfolgt, 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekenuzeichnet,dass die Herstellung der künstlichen Faser im Zweibadverfahren er- f olgt.
CH232864D 1941-11-17 1942-09-17 Verfahren zur Herstellung einer gebrauchstüchtigen Cellulosehydratfaser. CH232864A (de)

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CH (1) CH232864A (de)
FR (1) FR887536A (de)
NL (1) NL67631C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2195708A2 (de) * 1972-08-09 1974-03-08 Courtaulds Ltd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2195708A2 (de) * 1972-08-09 1974-03-08 Courtaulds Ltd

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FR887536A (fr) 1943-11-16
BE447339A (de) 1942-10-31
NL67631C (de) 1951-04-16

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