CH233230A - Verfahren zur Herstellung von Kaltwalzen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kaltwalzen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kaltwalzen. Zur Herstellung von Kaltwalzen, die be kanntlich hohen Druckbeanspruchungen aus gesetzt sind, verwendet man Stähle, deren Kohlenstoffgehalt so bemessen isst, dass bei der Härtung an der Oberfläche Glashärte erreicht wird. Der Legierungsgehalt dieser Stähle richtet sich nach der gewünschten Ein härtungstiefe, die den Druclzbeanspruchun- gen anzupassen ist. Die aus diesen Stählen hergestellten Walzen werden in Wasser ge härtet, wobei die Kernzone troostitisch wird und weich bleibt.
Infolge dieses Gefügezu standes gelingt es nicht, die Kernfestigkeit derartig hergestellter Walzen in wesent lichen Grenzen zu ändern; die Zähigkeit im Kern ist überdies wegen des troostitischen Gefügecharakters verhältnismässig gering. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen. Dieser Zweck wird. nach der Er findung dadurch erreicht, dass die Kaltwalzen aus einer Stahllegierung hergestellt werden.
die geeignet ist, auch bei grösseren Quer schnitten eine tiefe Härtung zu erleiden und bei der aus Abschrecken und Anlassen be stehenden Vergütung eine über den ganzen Querschnitt weitgehend gleichmässige Härte anzunehmen, und dass die aus dieser Stahl legierung hergestellten Kaltwalzen nach dem Vergüten auf die gewünschte Kernfestigkeit unter Anwendung einer induktiven Behei zung an ihrer Oberfläche gehärtet werden.
Beispielsweise können nach der Erfindung zur Herstellung der Kaltwalzen Stahllegie rungen verwendet werden, die 0,55-1.2% Kohlenstoff 0.10-1,0% Silizium 0,5-2,0 % Mangan 1-8 % Chrom 0,1-0.8 % Vanadin und gegebenenfalls bis zu 8 % Nickel enthalten, wobei der Vanadingehalt ganz oder teilweise durch einen Gehalt an einem andern im Stahl ebenfalls schwer lösliches Sonder karbid bildenden Element, wie Titan, Tautal oder Niob, ersetzt sein kann. Sonderkarbide, auch stabile Karbide genannt, bilden Ele mente mit einem grossen Atomvolumen; sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr schwer löslich sind.
Die Stahllegierungen können auch Molvbdän und/oder Wolfram bis zu etwa 2% enthalten. Die aus diesen Stahl legierungen hergestellten Walzen werden zu nächst auf die gewünschte Kernfestigkeit vergütet und dann durch induktive Bebei- zung, z. B. mittels Hochfrequenzstrombehei zung, in der Oberflächenschicht auf Härte temperatur gebracht und gehärtet.
Die Tiefe der Härteschicht ist durch ge eignete Wahl der elektrischen Bedingungen zu reguleren. Bei den vorstehend angege benen Stahllegierungen richtet sieh die Höhe des Gehaltes an den im Stahl schwer lösliche Sonderkarbide bildenden Elementen Vana din, Titan. Tantal oder Niob innerhalb der genannten Grenzen nach der gewünschten Kernfestigkeit und wird zweckmässig um so höher gewählt, ,je höher diese sein soll. Je höher der Gehalt an diesen Elementen ge wählt wird, desto höher wird man vorteilhaft auch den Kohlenstoffgehalt der Legierung bemessen.
Claims (1)
- PATENT AN SPRÜ CHE I. Verfahren zur Herstellung von Kalt walzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kalt walzen aus einer Stahllegierung hergestellt werden, die geeign et ist, auch bei Quersehnitten eine tiefe Härtung zu erleiden und bei der aus Abschrecken und Anlassen bestehenden Vergütung eine über den ganzen Querschnitt weitgehend gleichmässige Härte anzunehmen, und dass die aus dieser Stahl legierung hergestellten Kaltwalzen nach dem Vergüten auf die gewiinschte Kernfestigkeit unter Anwendung einer induktiven Beheizung in der Oberflächenschicht auf H ärtetempera- für gebraeht und gehärtet werden. Il.Nach dem Verfahren gensäss Patent- anaprueh 1 hergestellte Kaltwalze. dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Stahllegie rung besteht, die 0.55-1,2 % Kohlenstoff 0.10-1,0 % Silizium 0,5-2% ''Mangan 1-3 % Chrom 0,1-0.8% mindestens eines im Stahl schwer lösliches Sonder karbid bildenden Elementes enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet. dass ausser der Ballen- oberfläehe auch die Zapfenobefläche gehär tet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung einer Kaltwalze mit Bohrung, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Ober fläche der Bohrung gehärtet wird. 3.Kaltwalze nach Patentanspruch II. da- dlureh gekennzeichnet, dass die Stahllegierung ausserdem noch bis zu 3 % Nickel enthält. 4. Kaltwalze nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegierung ausserdem noch bis zu 2 % Wolfram enthält. 5. Kaltwalze nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegierung ausserdem noch his zu 2 % Molybdän enthält. 6. Kaltwalze nach Patentanspruch Il, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegierung als schwer lösliches Sonderkarbid bildendes Element Vanadin enthält. 7. Kaltwalze nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeiehnet, dass die Stahllegierung als schwer lösliches Sonderkarbid bildendes Element Titan enthält. B.Kaltwalze nach Patentanspruch 11, da- tlnreli gekennzeichnet, tlass die Stahllegierung ;tls seliwer lösliches Sonderkarbid bildendes Element Tontal enthält.9. Kaltwalze nach Patentanspruch 1I, da- dureb gekennzeiclin et, class die Stahllegierung als schwer lösliches Sonderkarbid bildendes Element Niob enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE233230X | 1941-07-17 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH233230A true CH233230A (de) | 1944-07-15 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH233230D CH233230A (de) | 1941-07-17 | 1942-06-23 | Verfahren zur Herstellung von Kaltwalzen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH233230A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1142890B (de) * | 1958-11-12 | 1963-01-31 | Walter Dannoehl | Verwendung eines Stahles als Werkstoff fuer Stahlspritzdraehte |
| DE1196223B (de) * | 1957-07-31 | 1965-07-08 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verwendung eines Stahls fuer die Herstellung von Kaltwalzen |
-
1942
- 1942-06-23 CH CH233230D patent/CH233230A/de unknown
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| DE1196223B (de) * | 1957-07-31 | 1965-07-08 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verwendung eines Stahls fuer die Herstellung von Kaltwalzen |
| DE1142890B (de) * | 1958-11-12 | 1963-01-31 | Walter Dannoehl | Verwendung eines Stahles als Werkstoff fuer Stahlspritzdraehte |
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