CH233610A - Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges unbeschraenkter Länge. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges unbeschraenkter Länge.

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CH233610A
CH233610A CH233610DA CH233610A CH 233610 A CH233610 A CH 233610A CH 233610D A CH233610D A CH 233610DA CH 233610 A CH233610 A CH 233610A
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CH
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Aktiengesellscha Wieland-Werke
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Wieland Werke Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/12Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
    • B22D11/124Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for cooling
    • B22D11/1241Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for cooling by transporting the cast stock through a liquid medium bath or a fluidized bed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description


      -Verfahren    und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines     Netallstrarges     unbeschränkter Länge.    Bei der Herstellung von Metallsträngen  unbeschränkter Länge durch     stetiges    Giessen  wird bekanntlich das Giessgut in     eine    .ge  kühlte, lange Giessform eingegossen     und:    der  erstarrte Strang aus dieser, in der Regel nach.

    unten,     herausgezogen.    Der Entzug der Wärme  aus dem schmelzflüssigen Giessgut erfolgt  hierbei mittelbar über die     mit    dem Giessgut  in Berührung     stehende        Kokillenwand.    Von  ,dieser wird die Wärme durch das durch die       Kokillenwandung    laufende Kühlwasser     abge-          führt;    der gegossene Strang kommt mit dem  Kühlwasser selbst nicht in Berührung     und:     wird durch Absägen auf endliche Längen  aufgeteilt.

   Dieses Verfahren ist langwierig  und     bringt    ausserdem für     seigerungsempfind-          liche        Legierungen    manchen     Nachteil    mit sich.  



  Es ist daher der Vorschlag gemacht wor  den, die Schnelligkeit des     Giessens,dadurch    zu  erhöhen, innerhalb der     verhältnismässig    lan  ger     Kokille    nur eine erstarrende Kruste zu  bilden,     deren    Form das fertige     Gusserzeugnis     bestimmt, und in einigem     Abstand    von* dem         untern    Ende der Kokille einen Kühlraum an  zuschliessen,

       in        -dem    die vollständige     Erstar-          rrmg    des stetig gegossenen Stranges unbe  schränkter Länge     'bis        ins    Innere erfolgt. Da  bei     wurde    aber festgestellt,     @dass        seigerungs-          empfindliche        Legierungen    starke Schwankun  gen in der     Zusammensetzung    über den Quer  schnitt     aufwiesen.     



       .Schliesslich    ist auch schon vorgeschlagen  worden, einen     stetig    gegossenen Block inner  halb einer     verhältnismässig    kurzen     Kokille     ebenfalls nur in     seiner        äussern    Schale erstar  ren zu lassen, während     das    Innere desselben  selbst noch flüssig bleibt. Die völlige Erstar  rung und Abkühlung des ganzen     Gussstückes     erfolgt sodann ausserhalb der     Kokille    durch  Absenken     desselben    in ein     unmittelbar    sich  an die     Kokille    anschliessendes Wasserbad.

   Mit  diesem Verfahren können jedoch nur Giess  erzeugnisse -in endlichen Längen hergestellt  werden, wobei     zwischen    der     aufeina_nderfol-          genden    Herstellung von zwei     Gussstücken    das  Verfahren selbst     unterbrochen        werden:    muss.      Die vorliegende     Erfindung    betrifft nun  ein Verfahren zum stetigen Giessen eines     lIe-          tallstranges    unbeschränkter Länge, sowie eine       Vorrichtung    zur     Ausführun;    dieses Verfah  rens.  



  Beim     erfindungsgemässen    Verfahren er  starrt der Strang unbeschränkter Länge inner  halb einer gekühlten Kokille, deren     Länge.     kleiner ist als der Durchmesser des zu giessen  den     Stranges,    nur in einer äussern Schale, so  dass das noch     schmelzflüssige    Innere des  Stranges nicht mehr durchbrechen kann. In       diesem    Zustand verlässt der Strang die Ko  kille und tritt in einen an die Kokille sich       unmittelbar    anschliessenden Kühlkasten ein.  Hier wird der     Strang    so stark     gekühlt,    dass  auch das noch flüssige Innere des Stranges  vollständig erstarrt.

   Im vollständig erstarrten  Zustand tritt der Strang aus dem geben den       Kühlmittelaustritt        abbediehteten    Kühlkasten  aus und kann sodann auf endliche Längen       aufgeteilt    werden.  



  Dabei wurde aber festgestellt, dass die  Oberfläche des erhaltenen Stranges in Ab  hängigkeit von der     Legierungszusammen-          setzung,    den     Giessbedingungen    und andern       E.influssbrössen    mehr oder     weniger    raub. ist.  Das hat zur Folge,     da.ss    das Abdichten der       Austrittsstelle    des Stranges aus dem Kühl  kasten mit den bekannten     Mitteln,    wie Gummi  oder Faserstoffe, nach kurzer Zeit     versagt,     da diese Dichtungsmittel bei rauher Ober  fläche des     1Tetallstranges    rasch verschleissen.

    Eine     Abdichtung    des Kühlkastens an dieser  Stelle ist     zwingend    erforderlich, da sonst, bei  Fehlen einer     Abdichtung,    beim Aufteilen de  Stranges, beispielsweise durch eine bekannte  schwingende Säge, das in grossen     Mengen    aus  der     Kühlvorrichtung        ausfliessende    Kühlmit  tel, z. B. Wasser, überall in der Giesserei  herumgespritzt wird, was aus     nahelie.genden     Gründen vermieden werden muss.

   Eine     z-#veelz#-          mässig    eingerichtete     Vorrichtung    zur     Durch-          führung    des     erfindungsgemässen    Verfahrens,  die auch Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung ist, schafft nun Abhilfe durch eine be  sondere     Abdichtung,    deren Bauart an einem  Beispiel aus der     Abbildung    ersichtlich     ist.       In der     Abbildung    ist mit 1 die Zuführung       des        fliissi,en        @letalles,    mit 2 die gekühlte Ko  kille     angedeutet.,

      während mit 3 der erstarrte       Metallstrang        bezeichnet    ist. Das Kühlmittel.       vorzugsweise    Wasser, fliesst der Kokille 2  durch das Rohr 4 zu und tritt bei 5 in den  Kühlkasten 6 über. Hierbei wird der aus der  Kokille 2     austretende        Metallstranä    3 mit  erstarrter äusserer Hülle und flüssigem Kern  so stark     gekühlt.,    dass er rasch vollständig er  starrt. Das Kühlmittel fliesst sodann aus dem       Kühlkasten    6 durch     Überlaufschlitze    in den  Sammelkanal 7 und von hier durch das Rohr  8 ab.

   Den dichten Abschluss des Kühlkastens  6 nach     unten    bilden in vorliegendem Fall  zwei Ringräume 9 und 10, die einerseits von  dein erstarrten     Metallstrang    3 und dem     Kühl-          kastenmantel    6, anderseits von den Böden 11,  12 und 13 gebildet werden. Es ist vorteilhaft,  die Böden 12 und 13     kegelig    auszubilden.  



  Die Abdichtung wird dadurch wirksam,  dass zunächst in die Ringkammer 10 durch  das Rohr     1.1        Gebläseluft    eingeleitet wird. Ein  Teil der Luft bläst durch den Ringspalt 15  und reisst dabei das aus dem Ringspalt 17       austretende        Kühlmittel    vom     Metallstrang    los,  so dass es     über    den     kegeli"en    Boden 12 durch  das Rohr 18 abfliessen kann. Der durch die       Geblä        seluft        erzeugte    Überdruck im Ringraum  9 verhindert somit den Abfluss allzu grosser       Kühlmittelmengen    durch den Ringspalt 17.

    Anderseits verhindert der     durch    den Ring  spalt 16     entweichende    Teil der     Geblä        seluft     etwa durch den     Ringspalt    15 noch     ent-          wichenes        Kühlrni;-tel    am weiteren Durchtritt  durch den Ringspalt 16 und zerstäubt den  letzten Rest     desselben.    so dass es für die unter  der Giessbühne aufgestellten     Strangbearbei-          tungsmaschinen,    die nicht     angedeutet    sind,  ungefährlich wird.  



  Das im Ringraum 10 sich     ansammelnde          Kühlmittel    fliesst durch das Rohr 19 ab. Die  im letzteren angebrachte Drossel 2? wird vor  teilhaft so     i,ingestellt,        .dass        vorwiegend    das       Kühlmittel        entweicht.        An    Stelle des Rohres  19 mit     Drossel        ??    kann auch ein Behälter mit       Schielr,r,

  veritil        bekannter        Bauart    eingebaut       sein.    Die     Gebläseluft    aus dein Ringraum 9           tritt    durch das Rohr 18, Schieber 23 und Rohr  21 aus. Mit     Hilfe        :des    Schiebers 23 wird :der  Überdruck im Ringraum 10 so eingestellt,  dass :durch den Ringspalt 17 keine Luft nach  oben entweicht, anderseits     aber    auch nur     ein,     Minimum an     Kühlmittel    nach     unten    .durch  geht. Das aus den Rohren 18 und 19 kom  mende     Kühlmittel    fliesst durch .den Hahn 24  und Rohr 20 ab.

   Die Stellung des     Hahnes    24  ist zweckentsprechend so,     dass    wohl Kühlmit  tel, aber keineswegs Luft     entweichen    kann.  Hahn 24 kann auch durch ein Gefäss     mit     Schieberventil bekannter Bauart ersetzt wer  den.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist  nicht nur zur     Herstellung    von     Vollstangen,     sondern auch zur Herstellung     yon    Hohlstangen       geeignet    und hat sich besonders zur Herstel  lung von     Gusss:tücken    aus     Geigerungsempfind-          lichen    Legierungen bewährt. Solche Werk  stücke konnten bisher nur in Stücken be  schränkter Länge     hergestellt    werden.

   Durch  das erfindungsgemässe Verfahren, ganz beson  ders noch unter Verwendung der     erfindungs-          gemässen        Vorrichtung    ist es     möglich    gewor  den,     metallische    Voll- und Hohlstränge aus  solchen     Legierungen    durch     stetiges    Giessen  eines Stranges unbeschränkter Länge und  Aufteilen desselben na-eh der Erstarrung her  zustellen.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist auch  anwendbar zur     Herstellung    von metallischen  Voll- und     Hohlsträngen    aus nicht     seigerungs-          empfindlichen    Legierungen     :durch        ;stetiges          Giessen,    eines Stranges unbeschränkter Länge  und Aufteilen des     gegossenen    Stranges in  endliche Längen.

   Gegenüber dem Giessen von  Strängen unbeschränkter Länge in langen  Giessformen besitzt es vor allem .den Vorteil,       ,da.ss    mit ihm eine grössere     Leistung    bei .ge  ringeren     Kokillenkosten        erzielt    werden kann.

Claims (1)

  1. PATE; TANSPRüCIIE I. Verfahren zum stetigen Giessen eines Metallstranges unbeschränkter Länge, ins besondere aus seigerungsempfindlichen Legie rungen, dadurch gekennzeichnet, :dass der ge gossene :
    Strang innerhalb einer gekühlten Ko- kille, deren Länge kleiner ist als der Strang durchmesser, nur in einer gegen den Durch- brwch des flüssigen Stranginnern widerstande- fähigen äussern Schale erstarrt und :die voll ständige Erstarrung des. Metallstranges ausser halb ;
    der Kokille in einem an die Kokille un- mittelbar sich anschliessenden, gegen :den gühlmittelaustritt abgedichteten Kühlkasten erfolgt.
    II. Vorrichtung zur Ausführung ,des Ver fahrens nach Patsntanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Boden des ringförmi- gen:
    Kühlkastens (6) aus mindestens zwei übereinanderliegenden Ringkammern (9, 10) mit Ringspalten (15, 16, 17) besteht, wovon die unterste Ringkammer (10) eine Zulei- tung (14) für Gebläseluft und sämtliche Kammern (9, 10) Ableitungen ('18, 19) für Gebläseluft und/oder kühlmittel besitzen. UNTERANSPRüCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden (12, 13) der Ringkammern (9, 10) kegelförmig ausgebildet sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, :
    dadurch gekennzeichnet, dass im Rohrstutzen (19) eine Drossel (22) eingebaut ist, deren Einstellung den Austritt von Kühlmittel, nicht aber den von Gebläseluft gestattet. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ableitungen (18, 19) an eine gemeinsame Leitung (20, 21) angeschlossen sind.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (23) der Leitung (20, 21) so eingestellt ist, dass durch den Ringspalt (17) :der obersten Kammer (9) .gerade keine Luft nach oben entweicht.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Hahn (24) der Leitung (20, 21) so eingestellt ist, @dass .der Austritt von Kühlmittel, nicht aber der von Gebläseluft möglich ist.
CH233610D 1941-08-26 1942-07-15 Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges unbeschraenkter Länge. CH233610A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3512574A (en) * 1966-12-02 1970-05-19 Inland Steel Co Continuous casting process and apparatus
CN117512349A (zh) * 2023-12-12 2024-02-06 青海聚能钛业股份有限公司 一种用于电子束冷床熔炼炉的圆型水冷结晶器

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3512574A (en) * 1966-12-02 1970-05-19 Inland Steel Co Continuous casting process and apparatus
CN117512349A (zh) * 2023-12-12 2024-02-06 青海聚能钛业股份有限公司 一种用于电子束冷床熔炼炉的圆型水冷结晶器

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