Vorrichtung, bei der die Form der Klemmenspannung eines Stromverbrauchers reguliert wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, bei der die Form der Klemmenspannung eines von einer Strom quelle, deren Spannung als Funktion der Zeit einen andern als den verlangten Verlauf auf weist, mit Gleichstrom gespeisten Stromver brauches reguliert wird.
Einen besonderen Fall bildet das Kon- stanthalten der Klemmenspannung eines Stromverbrauchers, der von einer Strom quelle mit veränderlicher Spannung gespeist wird. Dieser Fall tritt bei einem Röntgen apparat auf, bei dem als Stromquelle ein auf geladener Kondensator dient. Bekanntlich kann hierbei zum Konstanthalten der Span nung am Stromverbraucher (an der Röntgen röhre) eine Hochvakuumtriode verwendet werden, die mit dem Stromverbraucher in Reihe geschaltet ist, und zwar an die positive Seite desselben.
Die Gitterspannung dieser Triode wird von der Spannung an der Rönt genröhre abhängig gemacht, in der Weise, dass eine Änderung der letzteren Spannung infolge der Spannungsänderung der Strom quelle entgegengewirkt wird.
Bei dieser bekannten Vorrichtung wird ein Mittel verwendet zur Umwandlung ge- ringerAnderungen derKlemmenspannung des Stromverbrauchers in verhältnismässig starke Änderungen der Gitterspannung der Regel triode. Dies wird dadurch erreicht, dass im Gitterkreis eine Quelle konstanter Spannung eingeschaltet wird, welcher die vom Strom verbraucher dem Gitterkreis zugeführte Spannung entgegenwirkt.
Der Unterschied dieser Spannungen bildet die Gitterspannung der Regeltriode und ändert sich je nach dem die Spannung am Stromverbraucher schwankt, aber verhältnismässig viel stärker als letztere. Da es schwierig ist, eine kon stante Spannung zu erhalten, die so hoch ist, dass; sie von der Klemmentspannung der Rönt genröhre nur wenig abweicht, hat man im erwähnten Falle mittels eines Potentiometers einen Teil der Klemmenspannung der Rönt genröhre abgezweigt, um so mit einer Span nungsquelle für eine viel niedrigere Span nung auskommen zu können.
Dies hat den Nachteil, dass nur ein entsprechender Teil der Spannungsänderungen dem Gitter aufge drückt wird, so dass die Regelung weniger empfindlich ist als wenn der Unterschied zwischen der vollen Klemmenspannung der Röntgenröhre und einer konstanten Aus gleichsspannung am Gitter der Regeltriode angelegt sein würde. Zwecks Beseitigung dieses Nachteils wurde vorgeschlagen (siehe franz. Patent Nr. 84943l), die Spannungs änderungen nicht unmittelbar, sondern über einen Verstärker dem Gitter der Regeltriode zuzuführen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, da-s; soeben erörterte spezielle Regulierungspro- , blem auf einfache Weise lösen zu können.
Sie schafft ausserdem die Möglichkeit, die Klemmenspannung auf eine, innerhalb gewis ser Grenzen beliebig zu wählende Weise mit ,der Zeit variieren zu lassen.
Auch bei der er- findungsgemässenVorrichtung wird die Form derKlemmenspannung des Stromverbrauchers mittels einer an der positiven Seite desselben in Reihe geschalteten Hochvakuumregel- triode reguliert, deren Gitterspannung aus einer positiven Komponente und einer von der zu regelnden Spannung abhängigen nega tiven Komponente zusammengesetzt ist.
Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die positive Komponente einem Widerstand entnommen wird, der in Reihe mit einem von der Strom quelle selbst gespeisten Stromregler geschal tet ist, der wenigstens innerhalb gewisser Grenzen unabhängig von der an ihm ange legten Spannung einen Strom durchlässt, der als Funktion der Zeit qualitativ den gleichen Verlauf hat wie die verlangte Klemmenspan nung des Stromverbrauchers, wobei dieser Widerstand mit der negativen Seite des Stromreglers verbunden ist.
Die negative Komponente wird vorzugs weise von der gesamten Klemmenspannung des Stromverbrauchers, gegebenenfalls zu sätzlich eines geringen Spannungsverlustes in der Verbindung des letzteren mit der negati ven Klemme der Stromquelle, gebildet. so dass dem Gitter der Regeltriode die gesamtei in dieser Spannung auftretenden Änderun- gen aufgedrückt werden, was eine sehr starre Regelung ergibt.
Als Stromregler kann eine Hoehvakuurn- entladtingsrölire mit einer Glühkathode die nen. -\Vird eine unveränderliche Klemmen spannung g,e%vünsclit, so ist eine gesättigte Diode verwendbar.
Die Klemmenspannung des Stromverbrauelier;s ist dann innerhalb gewisser Grenzen auf einen beliebigen unver änderlichen @\'ert durch die Wahl des Glüh- stromes der Kathode dieser Diode einstellbar.
Auch eine Röhre finit Schirmgitter kann gute Dienste leisten. Wenn mittels einer be sonderen Spannungsquelle diesem Gittereine ,inveränderliehe positive Spannurig gegeben wird, so kann gleichfalls ein Strom erhalten werden, der über ein het;räelitlielies Gebiet unabhängig von der Anodenspannung ist.
Mit einer solchen Entladungsröhre lässt sich auch sehr einfach der Verlauf der Klemmen spannung nach einer verlier bestimmten Funktion mit der Zeit variieren. 'Man kann in diesem Fall "in kleinem Massstab", das heisst in einem Hilfskreis mit geringer Lei- s --tung<B>Z</B> -"-, eim, Spannung ei, eugen, die auf die für die Klemmenspannung des Stromver- brauchers verlangte Weise mit der Zeit än dert:
und als Steuerspannung für die als Stromregler dienende Röhre verwendet wird. Sehr gute Ergebnisse können erreicht wer den, wenn die Schaltung mit einer Penthode aasgestattet wird. Auch zurr Erhalten eines konstanten Stromes und zum Ein- und Aus schalten des letzteren ist eine solche Röhre verwendbar.
Es ist vorteilhaft. eine als Stromregler dienende Entladungsröhre zwisehen dei- Regeltriode und dem Stromverbraucher reit dein Hauptkreis zu verbinden. das heisst in der Weise, class der Strom de-, Stromreglers über die Regeltriode fliesst. Der Stromregler besitzt dann eine Anodenspannung, die höch stens so gross tvie die Gitterspannung der Regeltriode ist.
Die Röhre erfordert dann nur eine verhältnismässig geringe Gitterspannung und kann daher von einfacherer Bauart sein, als wenn .sie unmittelbar mit der positiven Klemme der Stromquelle verbunden. wäre.
Nachstehend werden beispielsweise drei Ausführungsformen der erfindungsgemässen N'orrichtung, die in der .beiliegenden Zeich nung dargestellt sind, näher erläutert, und zwar zeigt: Fig. 1, 2 und 4 vereinfachte Schalt schemas der drei als Röntgenapparate aus gebildeten Vorrichtungen, Fig. 3 ein Diagramm, das zur Erklärung der in der Fig. 2 dargestellten Vorrichtung verwendet wird.
Nach Fig. 1 wird die Speisequelle von zwei gleichen Kondensatoren 1, 2 gebildet, die in Greinacherschaltung über zwei Gleich richter 3, 4 von einem Transformator 5 auf geladen werden.
Die Kondensatoren entladen sich, sobald ihnen dies auf später anzugebende Weise er möglicht wird, über die Röntgenröhre i . Am positiven Ende ist mit dieser Röntgenröhre eine Regeltriode 6 und am negativen Ende eine zweite Triode 8 in Reihe geschaltet. Während der Entladung nimmt die Span nung der Kondensatoren ab. Bleibt dabei der Transformator 5 eingeschaltet, so nimmt die Spannung so lange ab, bis das Gleichgewicht zwischen den pro Periode des Wechselstromes aufgenommenen und der Röntgenröhre abge gebenen Ladungen erreicht ist.
Die Span nung an der Spannungsquelle hat also eine wellige Form, während die Spannung an der Röntgenröhre im vorliegenden Falle konstant gehalten werden soll. Wird der Transformator während der Belastung der Röntgenröhre ausgeschaltet, so entlädt sich die Xondensatorenbatterie völlig, es sei denn, dass der Entladestrom auf irgendeine Weise unterbrochen wird.
Die Kondensatorenbatterie speist noch einen zweiten, aus einer Diode 9 und einem Widerstand 10 bestehenden Stromkreis. Das Gitter der Regeltriode 6 ist mit. dem positi ven Ende des Widerstandes 10 verbunden. Es kommt daher zwischen Gitter und Ka- thode der Regeltriode eine Spannung zu lie gen, die aus dem Unterschied zwischen der Spannung an dem Widerstand 10 und der Spannung an der Röntgenröhre und der Triode 8 besteht. Durch eine geeignete Wahl des Widerstandes 10 und der Durchlässigkeit der Diode 9 wird diese Gitterspannung auf einen Betrag eingestellt, bei dem die verfüg bare Spannung sich im gewünschten Verhält nis über die Regeltriode und den- Rest des Kreises verteilt.
Wenn ihr Glühstrom einen geeigneten Wert besitzt, lässt die Diode einen Strom durch, der innerhalb gewisser Grenzen von der Spannung nahezu unabhängig ist. Dieser Strom braucht nur einen Bruchteil des durch die Röntgenröhre fliessenden! Stromes zu be tragen und den Kondensatoren nicht viel Energie zu entnehmen. Da dieser Strom kon stant ist, erzeugt er in dem Widerstand 10 einen unveränderlichen Spannungsverlust. Auf diese Weise ergibt sich eine konstante positive Komponente der Gitterspannung der Regeltriode 6.
In diesem Falle werden die gesamten Änderungen dieser Spannung, zuzüglich der Spannung an der später erläuterten Triode 8, unmittelbar in die Gitterspannung der Regel triode 6 übertragen. Eine Verstärkung der der Röntgenröhre entnommenen 'Spannungs- änderungen ist hier nicht vorgesehen. Obzwar dies eine positive Spannungskomponen4;
e von derselben Grössenordnung wie die Spannung an der Röntgenröhre erfordert, das heisst von verschiedenen Zehnern KV, wird sie mit sehr einfachen Mitteln, nämlich mit der Diode 9 und dem Widerstand 10, erhalten. Durch das Zusammenwirken der beiden Spannungskom ponenten am Gitter der Regeltriode 6 wird die Spannung der Röntgenröhre konstant ge halten.
Je weiter die Kondensatoren sich ent laden, um so geringer wird der Untemschied zwischen der Speisespannung und dem Span nungsverlust im Widerstand 10, das heisst die Spannung an der Diode 9. Wenn die Span nungsquelle nicht für kontinuierlichen Be trieb dimensioniert ist, so wird die Dioden- Spannung schliesslich so niedrig, dass der Sättigungsstrom nicht länger aufrechterhal ten wzrd und der Strom in dem ZViderstand 10 abnehmen muss. Sobald dies geschieht, nimmt die Spannung an der Röntgenröhre schnell ab. Man hat in diesem Falle nur intermittierend eine konstante Röhrenspan nung.
Der Abnahme der Röhrenspannung kann noch einige Zeit dadurch entgegenge wirkt werden, dass ein Kondensator 11. zii dem Widerstand 10 parallelgeschaltet wird. Letzterer ergänzt das Allanko an Strom, so bald die Diode 9 weniger zu liefern anfängt, und verzögert auf diese Weise .den Augen blick, in dem die Röhrenspannung schnell zii fallen anfängt. Es wird daher ein möglielist grosser Teil der verfügbaren Energie verwer tet.
Das Produkt des Widerstandes und der Kapazität von 10 und 11 muss zu diesem Zweck gross sein in bezog auf die verlangte Verzögerung. Selbstverständlich kann trotz dieser Verzögerung der eingestellte Wert der Klemmenspannung nicht völlig bis zum Au genblick aufrechterhalten. werden, in dem die Spannung der Kondensatoren 1 und ?, gleich diesem Wert geworden ist.
Bei genügend grosser Kapazität des Kon- densators 11 kann letzterer zwar noch das Manko ergänzen, das sich ergibt, wenn am Ende der Belastungsperiode ein Gitterstrom über das Gitter der Triode 6 fliesst, der dem über die Diode 9 fliessenden Strom entnom men wird.
Die Triode 8 ist eine Trennungsröhre. Sie dient bekanntlich (siehe franz. Patentschrift Nr. 857129<B>)</B> um, solange die Röntgenröhre unbelastet ist, einen grossen Spannungsunter schied zwischen der Kathode der Röntgen röhre und der negativen Klemme der Strom quelle aufrechtzuerhalten. Sie kann eine mit Bogenentladung wirkende Röhre sein, so dass, -wenn der Strom einmal durchgeht, der Span nungsverlust in dieser Röhre in bezog auf die Spannung an der Röntgenröhre vernach- lässigbar ist. Diese Röhre ist verwendbar zum Einschalten des Stromes in die Röntgen röhre.
Solange dieser Strom noch nicht flie ssen muss, kann dem Gitter der Röhre 8 eine negative Spannung aufgedrückt werden und im Zeitpunkt, in dein die Röntgenaufnahme einen Anfang nehmen muss, das Gitterpoten tial erhöht werden. Zu diesem Zweck ist eine Vorrichtung erforderlich, die einen grossen Potentialunterschied zu überbrücken vermag. da die Kathode der Röhre 8 in der Regel kein Erdpotential haben wird. Die Bedie nung der nötigen Schalter kann auch auf Abstand erfolgen ohne Vermittlung mate rieller Verbindungen, z. B. mittels auf eine Photozelle einwirkender Lichtstrahlen.
Auch für den Glühstrom der Diode 9, die regelbar sein muss, um die Klemmenspannung der Röntgenröhre einstellen zu können, ist. ein Trennungstransformator erforderlich oder eine andere Vorrichtung, finit der die hohe Spannung. welche die Kathode der Diode in bezog auf Erde besitzt. überbriiekt werden kann.
Im Stromkreis des Widerstandes 10 isst ein Strommesser 12 eingeschaltet. welcher in kV geeicht ist und die Spannung anzeigt, welche die Röntgenröhre bekommen -,wird, sobald der Strom geschlossen ist. Dies ist möglich, weil diese Spannung zu dem Strom im Widerstand 10 proportional ist. Der fMes- sei, befindet sieh an einer Stelle im Kreis. an der letzterer finit Erde verbunden wird.
Dies ist im Ausführungsbeispiel die elek- lrische Mitte des Kreises. Er kann daher auf einem Schaltpult angeordnet -erden. Der Messer liegt ebenfalls im Kreis des Strom verbrauchers und in diesem Kreis fliesst ein Strom, der, wenigstens heim Herstellen einer Röntgenphotographie, sehr viele Male grösser ist als der durch denWiderstand 10 fliessende Strom.
Um den Messer gegen diesen starken Strom zu schützen, können Mittel zur Ver ringerung :einer Empfindlichkeit, z. B. ein Shunt, mit den Mitteln zinn Einschalten des Stromes durch die Röntgenröhre verbunden :ein. Wird der Apparat für Durchleuchtung verwendet, wobei nur ein schwacher Strom durch die Röntgenröhre fliesst, so kann der Messer 1'-) als Milliamperemeter für diesen Strom verwendet werden, wozu eine zweite, in m A geeichte Skala vorgesehen sein kann.
Ein Beispiel eines Gebietes, auf dem die Erfindung mit Erfolg anwendbar ist, ist das zur Herstellung von Röntgenaufnahmen, die mit regelmässigen kurzen Intervallen aufein ander folgen, z. B. kinematographische Auf nahmen.
Es kann nämlich erreicht werden, dass während der Belichtungszeiten die Spannung an der Röntgenröhre schnell bis auf einen Wert steigt, der zum Erhalten photographi- sehen Effektes am günstigsten ist und die sen Wert, behält, bis die Dauer der Aufnahme verstrichen ist, auch wenn die Speisespan nung, die sich z. B. sinusförmig mit der Zeit ändert, inzwischen eine starke Ände rung aufweist.
Fig. 2 stellt das Schaltbild eines auf diese Weise wirkenden Röntgengerätes dar. Es wird vorausgesetzt, dass die Stromquelle 20 in diesem Falle pulsierende GleiQhspan- nung liefert, welche durch Zweiphasengleich- richtung von Wechselspannung erhalten ist. Diese Spannung wird in der Fig. 3 als Funk tion der Zeit durch die Kurve a dargestellt.
Eine Regeltriode 6 ist wieder am positiven Ende der Röntgenröhre 7 mit letzterer in Reihe geschaltet. Als.Stromregler dient eine Penthode 13, deren Anodenstrom von der Stromquelle 20 selbst geliefert wird. Durch eine Hilfsspannungsquelle 14 mit Potentio- metern 15 und 16 wird das Schirmgitter 17 dieser Röhre 'auf einem positiven Potential in bezug auf die Kathode gehalten. Mittels des Steuergitters 1.8 wird der Strom geregelt.
Mit Rücksicht auf individuelle Unterschiede der verwendeten Röhren ist es erwünscht, dem Steuergitter etwas Vorspannung zu ge ben, die dem Widerstand<B>10</B> dadurch ent nommen wird, dass an ihm eine einstellbare Anzapfung 21 angebracht wird. Dies verhütet auch Störungen infolge möglicher Änderun gen des Widerstandes 10 durch Temperatur schwankungen. Ist das Steuergitter 18 mit einem Punkt des Potentionieters 16 verbun den, der ein genügend negatives Potential in bezug auf die Kathode besitzt, so lässt die Röhre 13 keinen Strom durch.
Der Wider- stand 10@ und daher auch die Röntgenröhre 7 sind dann nahezu spannungslos. Verbindet man dagegen das Steuergitter mit einem Punkt des Potentiometers 16, dessen Poten tial genügend höher ist, so ist die Röhre 13 stromdurchlässig. Im Gitterkreis der Triode 6 wird dann eine positive Spannungskompo nente wirksam, nämlich die Spannung an dem Widerstand 10, zwischen dem negativen Ende und .der verstellbaren Anzapfung 22, mit der das Gitter der Röhre 6 verbunden ist.
Dadurch wird die Triode 6 strorndurch- lässig und nimmt die Belastung der Röhre 7 einen Anfang. Sie kann dadurch beendet werden, dass der vorherige Zustand im Steuer gitterkreis der Röhre 13 wiederhergestellt wird.
In der Fig. 2, ist das Steuergitter 18 mit dem synchron mit der Wechselspannung, die den Apparat speist, rotierenden Arm eines Schalters 19 verbunden, der das Gitter 18 abwechselnd mit dem Ende des Potentio- meters 16, das in bezug auf die Kathode stark negativ ist und mit einem einstellbaren Punkt dieses Potentiometers, der ein höheres Potential besitzt, verbindet.
Stellt man die Dauer der Intervalle, während welcher das Steuergitter positiv ist, als t, dar und die Dauer der Intervalle, während welcher es negativ ist als t2 und wird durch eine ge- eignete Drehgeschwindigkeit des Schalters 1.9 dafür gesorgt, dass die Summe der Inter valle t,. + <U>L</U> eine ganze Zahl<I>n</I> halber Perio den der Wechselspannung beträgt, z.
B. drei, wie in Fig. 3 dargestellt, so können, wenn die Frequenz der Wechselspannung durch f darges@tellt wird, pro Sekunde
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Aufnah men gemacht werden. Während der Zeit t, muss der photographische Film stillstehen und während der Zeit t, kann die Auswechs lung der Bildflächen, das heisst der Film transport, erfolgen.
Wenn t, nicht zu lang und die Gitterspannung von 1'8 nicht zu hoch gewählt sind und die Phase richtig einge stellt ist, so erhält die Röntgenröhre 7 eine Spannung, die als Funktion der Zeit eben falls eine rechtwinklige Form besitzt wie die in der Fig. 3 durch h dargestellte Spannung des Gitters 18.
Wählt man nun für die Spannung des Gitters 18 eine beliebige Kurve, so kommt letztere in der Kurvenform der Klemmen spannung des Verbrauchers 7 zum Ausdruck, unter der Bedingung, dass diese Klemmen spannung natürlich stets einen niedrigeren Wert als die Spannung der Speisequelle be i halten muss.
Der Strom in dem Widerstand 10 stellt sich nämlich auf einen solchen Wert ein, dass der Spannungsabfall im zwischen der Ka thode der Röhre 1,3 und der Anzapfung 21 liegenden Teil dieses Widerstandes ungefähr gleich der vom Gerät 14 gelieferten positiven Komponente der Gitterspannung der Röhre 13 ist. Die Spannung am Stromverbraucher 7 ist daher innerhalb gewissen Grenzen pro portional zu .der positiven Komponente der Gitterspannung der Röhre 13; wie sie z. B. mittels der Potentiometer 15 und 116 gewählt wird. Diese Wirkung wird unter Verweisung auf Fig. 4 noch näher erklärt.
Die vom Gerät 14 zu liefernden Gitter spannungen lassen sich, was ihren Wert an belangt, leicht erreichen, da der Stromregler 13 zwischen der Triode 6 und dem Strom verbraucher 7 mit dem Hauptstromkreis ver- i bunden ist. Die Anodenspannung der Röhre 13 ist. daher höchstens gleich der Gitterspan nung der Triode 6 und letztere ist wieder ein Bruchteil der hohen Spannung, welche die Quelle 20 liefert.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 weist den Nachteil auf, dass die Regelorgane, mit denen die Einstellung der Spannung erfolgt, sich auf einem hohen Potential in bezug auf Erde befinden, wenn ein grosser Spannungs- i unterschied zwischen der positiven Klemme des Stromverbrauchers und Erde besteht. hluss eine elektrische Grösse wiederholt ge ändert oder eingestellt werden, so ist zweck mässig, hierfür Regelapparate zu verwenden, die eine niedrige Spannung in bezug auf Erde besitzen, so dass sie auf einem Schalt pult angebracht werden können.
Dies ist im betrachteten Falle mit dem Potentiometer nicht der Fall, denn bei diesem muss man die zum Steuern dienenden Organe von den Kon taktorganen durch Organe aus Isoliermate rial trennen. welche die Bewegung der erste ren auf die letzteren übertragen. Bei sehr schnell verlaufenden Änderungen ist dies wegen der Trä.gbeit dieser Verbindungs organe ein grosser Nachteil.
Zur Vermeidung dieses Nachteils können Photozellen verwen det werden, und es kann auf diese Weisse durch Vermittlung von nichtmateriellen Mit teln die Bev-egung der Steuerorgane auf die Kontaktorgane übertragen und der grosse Spannungsunterschied zwischen Erde und dem Gitter überbrückt werden.
Ein Mittel, durch welches der genannte Nachteil gleichfalls vermieden wird und die Regelvorrichlung auf die Höhe des Erd- potentiaIs gel acht werden kann. wird an Hand eine.: Ausführungsbeispiels erläutert, von dem die Fig. 4 das Schaltbild darstellt.
Dieses Mittel besteht darin, dass die positive Komponente der Gitterspannung der Steuer gitterröhre 13 (also einer Röhre mit einem oder mehreren Gittern zwischen der Kathode und der Anode) von einem Transformator ?3, 24 mit. einer Gleiehricht- lind Ab- flachungsvorriehtung geliefert wird, an des sen Primärwicklung 23, die für hohe Span nung von der Sekundärwicklung 24 isoliert ia, so dass sie mit Erde verbunden werden kann.
eine Vorrichtung zum Regeln der in der Sel@undär-,vieklung induzierten Spannung vorhanden ist. Die Gleichricht- und Ab- flachungsvorriehtung besteht aus einem Gleiehrichter 2 ,3, Kondensatoren 26 und ? 7 und Drosselspulen ?8 und 29. Die Konden satoren und Drosselspulen dienen dazu, aus der gleichgerichteten Spannung die Wellig keit möglichst zu beseitigen.
Die Wirkung der Röhre 13, gleich wie bei Fis. \? eine Penthode. entspricht völlig der des mit letz terer Figur erläuterten Ausführungsbeispiels. Die Spannungsquelle 30 dient zum Einstel len der Schirmgitterspannung.
Wird der Strom, der durch die Röhre 13 fliesst, mit i. und der Widerstand zwischen der Kathode dieser Röhre und der Anzap- fung 21 mit r bezeichnet, so ist die negative Komponente der Gitterspannung der Röhre 13 gleich ir. Wird<I>i</I> grösser, so wird diese negative Komponente grösser, was aber dem Anwachsen von i entgegenwirkt. Es stellt sieh daher ein gewisses Gleichgewicht ein, bei dem ir ungefähr gleich e ist, das ist die Spannung des Kondensators 27.
Der Unter- schied zwischen ir und e bildet die Gitter spannung, mit der die Röhre 1%3 wirkt. Die Spannung e kann so hoch ,gewählt werden, dass, bei geeigneter Anbringung der Anzap- fung am Widerstand 10, die Gitterspannung in bezug auf e vernachlässigbar ist. Die Spannung e kann z. B. einige hundert Volt betragen, während die Röhre mit einer nega tiven Gitterspannung von nur wenigen Volt wirkt.
Stellt man den ganzen Widerstand 10 gleich R, so kann, da i =
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für die positive Komponente der Gitterspannung der Röhre 6 mit ziemlich grosser Genauigkeit i . R = e
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geschrieben werden. Der Strom durch die Röhre 6 stellt sich gleichfalls auf einen Wert ein, bei dem die beiden Komponenten der Gitterspannung der Röhre 6 bis auf einen geringen Betrag einander gleich werden.
Die Spannung an der Röntgenröhre 7 ist daher ungefähr gleich e
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Sie ist nicht von der Grösse des Widerstandes 10 abhängig, vor ausgesetzt, dass das Verhältnis. zwischen dem Widerstand des abgezweigten Teils und dem gesamten Widerstand. unveränderlich bleibt. Bei dieser Schaltung hat also eine Vermin derung des Widerstandes infolge Tempera turschwankungen keinen Einf luss auf die zu regelnde Klemmenspannung. Letztere ist zu der Spannung des Kondensators 27 ungefähr proportional.
Auch ist der Wert, auf den die Spannung eingestellt wird, weniger von der Kennlinie der Röhre abhängig als wenn die CTitterspannung nicht eine dem Widerstand 10 entnommene Komponente besitzt.
Der Primärkreis des Transformators 23, 24 ist für hohe Spannung vom Sekundärkreis isoliert und kann daher mit Erde verbunden werden. Er enthält irgendeine Vorrichtung zum Regeln der in der Sekundärwicklung induzierten .Spannung. Es: ist z. B@. eine Vor richtung verw=endbar, mit der die primäre Spannung des Transformators geändert wer den kann, was durch die Zeichnung schema tisch veranschaulicht ist.
Die Primärwick lung 23 erhält hierbei ihre Spannung über einen Spannungswähler 3.1 von einem Auto- transformator 3,2, der über einen Schalter 33 am Wechselstromnetz angeschlossen ist. Wird der Spannungswähler nach dem Ende der Wicklung 32 bewegt, so wird die Primär spannung des Transformators 2,3, 24 und daher die Spannung des Kondensators 27 höher und auch die Spannung der Röntgen röhre 7 wird auf einen höheren Wert einge stellt.
Wird der Spannungswähler<B>31</B> in der umgekehrten Richtung bewegt, so nimmt die Spannung des Kondensators 27 dadurch ab, dass letzterer sich über den Widerstand 34 so weit entladen kann, bis seine Spannung gleich der ist, welche nunmehr vom Trans formator geliefert wird. Mittels des.
Span nungswählers 31, der nur niedrige Spannung in bezug auf Erde besitzt und daher bei andern Regelapparaten und bei Messinstru- menten auf einem Schaltpult umgebracht wer den kann. ist die Spannung .der Röntgen röhre einstellbar und, da sie nicht vom Ab solutwert des Widerstandes 10, sondern nur von der Spannung des Kondensators 27 ab hängt, gehört zu einer bestimmten Stellung des Spannungswählers 311 auch stets derselbe Wert der zu regelnden Klemmenspannung.
Die Regelung kann auch auf andere Weise erhalten werden, z. B. durch Ände rung der Windungszahl der Primärwicklung 23. Sie kann ohne Hinderung durch Träg heitserscheinungen von jedem beliebigen schnellen Regler ausgeführt werden.