CH234257A - Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe.

Info

Publication number
CH234257A
CH234257A CH234257DA CH234257A CH 234257 A CH234257 A CH 234257A CH 234257D A CH234257D A CH 234257DA CH 234257 A CH234257 A CH 234257A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
substance
solution
preventing
decomposition
medicament
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Chininefabriek N Amsterdamsche
Original Assignee
Chininefabriek N Amsterdamsche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chininefabriek N Amsterdamsche filed Critical Chininefabriek N Amsterdamsche
Publication of CH234257A publication Critical patent/CH234257A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/46Ingredients of undetermined constitution or reaction products thereof, e.g. skin, bone, milk, cotton fibre, eggshell, oxgall or plant extracts
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/02Inorganic compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/0012Galenical forms characterised by the site of application
    • A61K9/0019Injectable compositions; Intramuscular, intravenous, arterial, subcutaneous administration; Compositions to be administered through the skin in an invasive manner

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe.



   Es ist bekannt, dass zahlreiche Stoffe in wässriger Lösung in hohem Masse Oxydationen unterliegen; so werden zum Beispiel Lösungen von   Natriumsalicylat    bald rötlich gefärbt, und, wenn darin Natriumbikarbonat anwesend ist, sogar in wenigen Tagen violett.



   Lösungen von Askorbinsäure, Adrenalin, Apomorphinum und zahlreichen andern Stoffen werden auch in wässrigem Medium leicht oxydiert; Adrenalinlösungen werden unter diesen Umständen rot, Apomorphinumlösungen grün gefärbt. Gemische von Adrenalin und p-Aminbenzoyldiäthylaminäthanol werden bei Lagerung gelb.



   Alle erwähnten Oxydationen finden schon bei gewöhnlicher Temperatur statt; durch Erhitzen wird deren Auftreten wesentlich beschleunigt.



   Als weitere Beispiele dieser insbesondere für die Pharmacie äusserst schädlichen Oxydationserscheinungen mögen noch die nachstehenden erwähnt werden.



   Lösungen von Ferrochlorid werden bei Lagern bald oxydiert unter Bildung von basischen Ferrisalzen, welche nicht nur wegen ihrer   Xtzeigenschaften    unerwünscht, sondern ausserdem als   Therapeuticum    bei sekundärer Anämie und   Chlorose    wertlos sind. Auch zahlreiche Alkaloide unterliegen, wenn gelöst, ähnlichen Oxydationen (Chinin, Mor  phium,    Emetin). Bekannt ist zum   Beispiel    die Grünfärbung eines Gemisches von Chininhydrochlorid und Äthylurethan nach Lagern während einiger Zeit.



   Verschiedene Mittel sind in der Literatur angegeben worden, um dergleichen unerwünschte Oxydationen zu vermeiden. Teilhaft sind diese Mittel vom medizinischen Gesichtspunkt aus nicht unbedenklich, wie zum Beispiel die   Hinzufügung    von kleinen Mengen von Schwefeldioxyd oder   Kaliummeta-    bisulfit, teilhaft haben sie sich als ungenügend  erwiesen. Das beste bisher bekannte   Mittel    ist die Hinzufügung von kleinen Mengen von Ascorbinsäure. Letzteres hat aber den Nachteil, dass sie selbst leicht oxydiert wird und dann ihre schützende Wirkung verliert.



  Zwar kann man hiergegen verschiedene Massnahmen treffen, wie die Wahl des richtigen pH und der Gebrauch von doppelt destillierten Wasser: eine in allen Hinsichten befriedigende Lösung für den obenerwähnten   tibel-    stand ist aber bisher nicht erhalten worden.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen   oxydierbarer    als Arzneimittel verwendbarer Stoffe, in   ciem    man der Lösung des als Arzneimittel verwendbaren Stoffes einen die Oxydation verhindernden Stoff beifügt, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass man als die Oxydation verhindernden Stoff Zyanwasserstoff verwendet, und zwar nur in solchen Mengen, dass davon keine eigene pharmakologische Wirkung auftritt. Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann der Lösung des als Arzneimittel verwendbaren Stoffes direkt Zyanwasserstoff zugesetzt werden, oder aber ein in der Lösung Zyanwasserstoff abspaltender Stoff oder ein Gemisch solcher Stoffe.

   Sehr geeignet hierzu ist das in der Heilkunde vielfach gebrauchte   Kirsehlorbeer-    wasser, das   0,1 %      HCN    abspalten kann. Die Menge, welche man von diesen Stoffen zum Schutze von Arzneimittellösungen gegen Oxydation braucht, ist in der Regel so gering, dass die Stoffe an sich keine pharmakologische Wirkung ausüben und so   keine    Bedenken gegen die   Hinzufügung    davon bestehen können. Man kann zum Beispiel mit gutem Resultat auch Wasser von bitteren Mandeln benützen.



   Weiter hat es sich in vielen Fällen als möglich erwiesen, die schützende Wirkung von   Askorbinsäure    durch Hinzufügung von geringen Mengen einer   HCN    enthaltenden Flüssigkeit zu verstärken.



   Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist noch, dass man die pH der Lösungen erhöhen kann. Es hat sich gezeigt, dass die schützende Wirkung nicht nur in vitro. sondern auch in vivo besteht.



   An Hand einiger Beispiele möge die Er  windung    näher erklärt werden.



   Beispiel   1:   
Zu einer Lösung, welche per 100   cm3    50 g Chininhydrochlorid und 25 g   Lthyl-    urethan enthält. wird 1   em3    Lorbeerkirsehwasser hinzugefügt. Die   Fhissigkeit    wird in Ampullen gebracht und dann in üblicher Weise sterilisiert. Während eine dergleiche in Ampullen gebrachte Flüssigkeit ohne Hinzufügung von Lorbeerkirschwasser bei Lagerung während eines   WIonats    schon grün gefärbt ist, welche Farbe allmählich dunkler wird, war die nach der Erfindung erhaltene Injektionsflüssigkeit nach einem Jahre noch ganz farblos.



   Beispiel II:
Eine   20% ige    Lösung von Natriumsalicylat, welcher   1%      EZirschlorbeerwasser    hinzugefügt ist,   wird    in einem geschlossenen Gefäss während einer Stunde auf 1000 C erhitzt. Die Lösung ist nach drei   monaten    noch vollkommen farblos, während eine gleichzeitig, jedoeh ohne   Kirschlorbeerwasser,    hergestellte und gleiehfalls während einer Stunde auf 1000 C erhitzte   Liisung    nach der erwähnten Zeit deutlich rot gefärbt ist.



   Beispiel III:
Apomorphinumlösungen können durch Hinzufügung von   2    mg   Askorbinsäure    per Kubikzentimeter gegen Oxydation geschützt werden, wenn man dabei die   üblichen    Fürsorgen in acht nimmt. Fügt man aber überdies   l      Vol. %    Kirschlorbeerwasser hinzu, dann kann man die Lösung bei 1000 C sterilisieren, ohne dass die bekannte grüne Farbe auftritt. Die in dieser Weise hergestellte Lö  sung    hat sich pharmakologisch ebenso wirksam gezeigt als eine frisch hergestellte und nicht sterilisierte Lösung.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe, indem man einer Lösung eines als Arzneimittel verwendbaren Stoffes einen die Oxydation verhindernden Stoff beifügt, dadurch gekennzeichnet, dass als die Oxydation verhindernder Stoff Zyanwasserstoff verwendet wird, und zwar nur in solchen Mengen, dass davon keine eigene pharmakologische Wirkung auftritt.
    UNTERANSPRÜCliE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung eines als Arzneimittel verwendbaren Stoffes einen in ihr Zyanwasserstoff abspaltenden Stoff hinzufügt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung eines als Arzneimittel verwendbaren Stoffes ein Gemisch von in ihr Zyanwasserstoff abspaltenden Stoffen hinzufügt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung eines als Arzneimittel verwendbaren Stoffes Kirschlorbeerwasser hinzufügt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung eines als Arzneimittel verwendbaren Stoffes Bittermandelwasser hinzufügt.
CH234257D 1940-01-17 1940-12-23 Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe. CH234257A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL234257X 1940-01-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH234257A true CH234257A (de) 1944-09-15

Family

ID=19780163

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH234257D CH234257A (de) 1940-01-17 1940-12-23 Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH234257A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0185210B1 (de) Verwendung von Dipeptidderivaten für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von an amyotropher Lateralsklerose Erkrankten
DE2504331A1 (de) Heptaminol-5'-adenosinmonophosphat und dessen therapeutische verwendung
CH234257A (de) Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung von wässrigen Lösungen oxydierbarer, als Arzneimittel verwendbarer Stoffe.
DE2327687A1 (de) Antiseptisches mittel
DE2441621A1 (de) Arzneimittel zur behandlung von augenerkrankungen
DE2521905C2 (de) Arzneimittel zur cerebralen Durchblutungsförderung
DE690488C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten waessrigen Koffeinloesungen
DE564437C (de) Verfahren zur Darstellung komplexer Metallverbindungen der Glukosaminsaeure
DE2235939C3 (de) Lithiumsalz der beta-Cyclohexylpropionsäure, Verfahren zu seiner Herstellung und dieses enthaltende Arzneimittel
AT142713B (de) Verfahren zur Herstellung von in Lösungen haltbaren Präparaten, die anaesthesierend wirkende und gefäßverengende Mittel enthalten.
DE950674C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wirkstoffen aus waessrigen Extrakten von Echinaceen-Arten
DE942534C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren und gut wirksamen Loesungen oder Suspensionen antibiotischer Mittel
DE1007022B (de) Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit und Loeslichkeit von Antihistamin-Praeparaten
DE1467743A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Praeparats mit verlaengerter Vitamin B 12-Wirkung
DE855614C (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinloesungen mit langdauernder Wirkung
DE830649C (de) Verfahren zur Herstellung bestaendiger blutstillender Mittel
AT206895B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Salzes des Piperazins mit 2,4,5-Trichlorphenol
DE712162C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Derivate des p-Aminobenzolsulfonamids
DE684977C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren Loesungen des Phenylazodiaminopyridins und seiner Derivate
DE561628C (de) Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberverbindung des Podophyllins
DE1617433C (de) Verfahren zur Herstellung von 5,5 Diphenyl hydantoin Natrium Losungen fur Injektionszwecke
DE515956C (de) Verfahren zum Mottenechtmachen von Waren
DE432889C (de) Verfahren zur Herstellung von Tabletten fuer arzneiliche und aehnliche Zwecke
DE540002C (de) Verfahren zur Herstellung einer organischen kolloidalen Loesung, die als aufloesende Fluessigkeit fuer radioaktive Gase, insbesondere fuer Radium-Emanation dient
DE1806926C (de) Lithiumsalz der Hydrochinonsulfonsäure