CH234344A - Verfahren zur Herstellung wässriger, hochviskoser kolloidaler Lösungen von wasserunlöslichen Alkalimetaphosphaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wässriger, hochviskoser kolloidaler Lösungen von wasserunlöslichen Alkalimetaphosphaten.

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CH234344A
CH234344A CH234344DA CH234344A CH 234344 A CH234344 A CH 234344A CH 234344D A CH234344D A CH 234344DA CH 234344 A CH234344 A CH 234344A
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Chemische Werke Albert
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Description


  Verfahren zur Herstellung wässriger, hochviskoser kolloidaler Lösungen  von wasserunlöslichen Alkalimetaphosphaten.    Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von wässrigen, hochviskosen kol  loidalen Lösungen aus an sich in Wasser un  löslichen Alkalimetaphosphaten, insbesondere  aus den sogenannten     Kurrolschen    Salzen,  nämlich dem Natriummetaphosphat (NaPO3)x  und dem Kaliummetaphosphat (KP03)x.  



  Das Verfahren ist dadurch gekennzeich  net, dass die unlöslichen Alkalimetaphosphate  in Wasser durch Salze monomerer, höchstens  zweibasischer anorganischer Säuren     peptisiert     und so viskos und kolloidal aufgelöst werden,  wobei der Ionengehalt der Endlösung niedrig  gehalten wird.  



  Die     erfindungsgemäss    hergestellten vis  kosen Kolloidlösungen sind der mannigfaltig  sten technischen Anwendung fähig, insbeson  dere können sie je nach Wahl des Lösungs  vermittlers die Eigenschaften der in der Tech  nik bekannten wasserlöslichen Metaphosphate  in jeder gewünschten Weise variieren und    vervollständigen. Als Elektrolyte können bei  dem Verfahren Alkalisalze, Ammonsalze oder  Salze der genannten Säuren mit organischen  Stickstoffbasen als Lösungsvermittler ver  wendet werden, wobei dieser in fester oder  gelöster Form angewendet werden kann und  der Ionengehalt der Endlösung niedrig ge  halten wird.  



  In der Literatur wird eine bestimmte  Modifikation der Alkalimetaphosphate, die  bereits erwähnten Kurrolschen Salze, als  wasserunlöslich beschrieben. Das Kaliumsalz  (vergl. Gmelins Handbuch, B. Auflage, Band       "Kalium",    Seite 1007) ist durch Erhitzen  von     Monokaliumphosphat        KH:POh    oder von  dessen Bildungsgemisch, z. B. aus Chlor  kalium und Phosphorsäure, leicht herzustel  len, wobei das Ausgangsmaterial entweder  gesintert oder geschmolzen wird. Das Na  triumsalz     (vergl.        Gmelins    Handbuch, B.

   Auf  lage, Band     "Natrium",    Seite 924) lässt sich      nach Literaturangaben nur im Laborato  riumsmassstab herstellen, wobei als Aus  gangsmaterial beispielsweise das     Natrium-          äthylphosphat    NaCssH5H2PO4 dient, das bis  zur beginnenden Rotglut erhitzt wird.    Die Wasserlöslichkeit des Kurrolschen  Kaliummetaphosphats wird in der Zeit  schrift "Ind. and Eng. Chem." 32, 140,  Seite 247, mit 0,041 g/Liter angegeben. Über  die Wasserlöslichkeit des entsprechenden  Kurrolschen Natriummetaphosphats ist nichts  bekannt. Nach Untersuchung der Anmelderin  bewegt sie sich in derselben Grössenordnung  wie beim Kaliummetaphosphat.  



  Eine gewisse kolloide Löslichkeit der an  sich wasserunlöslichen Alkalimetaphosphate  wurde bisher dadurch erzielt, dass diese Al  kalimetaphosphate in Lösungen von     Natrium-          hegametaphosphat    oder Natriumpyrophosplhat  peptisiert werden, wobei viskose Pseudolösun  gen entstehen. So hat zum Beispiel eine 0,1  normale Lösung von     Natriumhexametaphos-          phat,    die mit so viel Kaliummetaphosphat  versetzt wird, dass eine 0,02 normale Pseudo  lösung entsteht, je nach den Herstellungs  bedingungen des Kaliummetaphosphats eine  verschiedene, gegenüber dem Wasser wesent  lich erhöhte Viskosität.

   Worauf die löslich  machende Wirkung der     Natriumhexameta-          oder    Natriumpyrophosphatlösung beruht, iszt.  in der Literatur nicht untersucht. Da es einer  seits aber bekannt ist, dass     Natriumhexameta-          phosphat-    und Pyrophosphatlösungen     disper-          gierend,    peptisierend und emulgierend wv     ir-          ken,    konnte die Peptisierung und kolloide.  Auflösung der     Kurrolschen    wasserunlöslichen       Alkalimetaphosphate    auf diese bekannte Ei  genschaft von Natriumhexametaphosphat und  Natriumpyrophosphat zurückgeführt werden.  



  Überraschenderweise wurde nun gefun  den, dass die unlöslichen Alka     limetaphos-          phate,    und zwar nicht nur die Kurrolschen  Salze, auch durch Elektrolyte, die sich     nielit     von einer Phosphorsäure ableiten, nämlich  auch durch Salze von     monomeren,        höclist(@ns     zweiwertigen anorganischen Säuren, z. B.

    durch     Alkalisilikate,        -karbonate    oder     -sulfal:c,          Ammonsalze    und Salze organischer Basen der  
EMI0002.0026     
  
    (renannten <SEP> anorganiselien <SEP> Säuren <SEP> viskos <SEP> und
<tb>  kolloid <SEP> aufgelöst <SEP> werden, <SEP> -wobei <SEP> der <SEP> Gehalt
<tb>  der <SEP> entstehenden <SEP> Lösun-,en <SEP> an <SEP> Elektrolyt, <SEP> das
<tb>  heisst <SEP> an <SEP> elektrolytisch <SEP> dissoziierten <SEP> Salzen,
<tb>  auf <SEP> einen <SEP> -Mindestbetrag <SEP> gesenkt <SEP> werden
<tb>  muss, <SEP> der <SEP> sowohl <SEP> vom <SEP> Kation <SEP> als <SEP> auch <SEP> vom
<tb>  Anion <SEP> abhängig <SEP> ist.

   <SEP> Die <SEP> Salze <SEP> starker <SEP> organi  scher <SEP> Ammoniumbasen <SEP> haben <SEP> die <SEP> Eigen  schaft, <SEP> die <SEP> unlöslichen <SEP> Alkalimetalibospha?-@schon <SEP> in <SEP> der <SEP> Kälte <SEP> viskos <SEP> und <SEP> kolloid <SEP> aufzu  lösen. <SEP> Dies <SEP> gilt <SEP> beispielsweise <SEP> für <SEP> Tel-ra  methylanimoiiiumelilorid. <SEP> An <SEP> Stelle <SEP> der <SEP> Salz-  organischer <SEP> Aninioniumbasen <SEP> können <SEP> auch
<tb>  Salze <SEP> von <SEP> Aminbasen, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> TriäthanolamiTi  Chlorid, <SEP> -Sulfat <SEP> usw., <SEP> verwendet <SEP> werden.
<tb>  Ebenso <SEP> lösen <SEP> die <SEP> Salze <SEP> anderer <SEP> organischer
<tb>  Basen, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> von <SEP> 1Torpholin, <SEP> Alkalimetaphos  phat <SEP> in <SEP> der <SEP> Kälte <SEP> viskos <SEP> auf.

   <SEP> Die <SEP> Salze
<tb>  schwacher <SEP> Basen, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> von <SEP> Harnstoff, <SEP> Ani  lin, <SEP> Hexamethvlentetramin <SEP> und <SEP> anderer, <SEP> sind
<tb>  zum <SEP> Auflösen <SEP> von <SEP> Allza,limetaphospliat <SEP> in <SEP> der
<tb>  Kälte <SEP> nicht <SEP> geeignet. <SEP> Erhitzt <SEP> man <SEP> aber <SEP> die
<tb>  Suspensionen <SEP> der <SEP> unlöslichen <SEP> @111@a@irnet:

  i  phosphate <SEP> in <SEP> den <SEP> Salzlösungen <SEP> dieser <SEP> sch -a  chen <SEP> organischen <SEP> Basen, <SEP> so <SEP> tritt <SEP> auch <SEP> hier
<tb>  eine <SEP> vollständige <SEP> Auflösung <SEP> zu <SEP> viskosen, <SEP> in
<tb>  der <SEP> Kälte <SEP> beständigen <SEP> Flüssigkeiten <SEP> ein. <SEP> Di  Höchstlöslichkeit <SEP> kann <SEP> durch <SEP> elektrolvtiseh
<tb>  schwach <SEP> dissozierte, <SEP> insbesondere <SEP> durch <SEP> kol  loid <SEP> lösliche <SEP> Salze, <SEP> und <SEP> selbstverständlich
<tb>  auch <SEP> durch <SEP> Gemische <SEP> dieser <SEP> genannten <SEP> Ver  bindungen, <SEP> mit <SEP> obengenannten <SEP> Kationen <SEP> und
<tb>  auch <SEP> durch <SEP> sogenannte <SEP> Schutzkolloide <SEP> erzielt
<tb>  werden.

   <SEP> Die <SEP> viskosen <SEP> und <SEP> kolloiden <SEP> Pseudo  lösungen <SEP> können <SEP> sowohl <SEP> bei <SEP> normaler <SEP> Tem  peratur <SEP> als <SEP> nucli <SEP> bei <SEP> erhöhter <SEP> Temperatur <SEP> er  halten <SEP> werden.
<tb>  Wird <SEP> die <SEP> Auflösung, <SEP> beispielsweise <SEP> fle-r
<tb>  Kurrolschen <SEP> .@llzalimetaphosphate, <SEP> in <SEP> der
<tb>  Kälte <SEP> bewirkt, <SEP> so <SEP> ist <SEP> eine <SEP> grössere <SEP> -Menge <SEP> der
<tb>  obengeaannten <SEP> Lösungsmittel <SEP> erforderlich <SEP> als
<tb>  in <SEP> der <SEP> Wärine.
<tb>  Um <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> wasserunlösliches <SEP> Ka  liumphosphat <SEP> hei <SEP> normaler <SEP> Raumtemperatur
<tb>  viskos <SEP> und <SEP> kolloid <SEP> aufzulösen, <SEP> muss <SEP> auf <SEP> 1.
<tb>  wichtsteil <SEP> Kaliummetaphosphat <SEP> ein <SEP> Über  schuss, <SEP> z. <SEP> B.

   <SEP> von <SEP> Natriumsalz <SEP> oder <SEP> von <SEP> andern
<tb>  obengenannten <SEP> Salzen, <SEP> angewandt <SEP> werden         Zweckmässig wird zum Beispiel bei Verwen  dung von Natriumsalz auf 1 Mol Kurrolsches  Salz der Bruttoformel KPO3 1,25 bis 1,75  Mol Na20 angewandt. Selbstverständlich  kann aber auch ein Überschuss dieser Lö  sungsmittel angewandt werden. Es ist dabei  nur zu beachten, dass bei einer bestimmten  Höchstkonzentration dieses Elektrolyten das       kolloid    gelöste     Kurrolsche    Salz der Brutto  formel KPO3 koaguliert, das heisst in Form  eines kautschukartigen Stoffes ausgefällt  wird. Oberhalb dieser bestimmten Elektroly  tenkonzentration bleibt das unlösliche Alkali  metaphosphat ungelöst.

   Allerdings verwan  delt sich das Kurrolsche Salz der Bruttofor  mel KP03 auch in diesem Falle als unge  löster Bodenkörper unter Austausch des Ka  liumions in das entsprechende andere Meta  phosphat.  



  In den folgenden Beispielen bedeutet die  Formel KP03 stets die vorerwähnte Brutto  formel des Kurrolschen Kaliummetaphos  phates.  



  Beispiel 1:  1 Teil KPO3 wird in 100 Teile einer Was  serglaslösung eingerührt, die 1 % Na20 ent  hält. Es entsteht eine 1%ige viskose Kolloid  lösung von KPO3 mit einer relativen Viskosi  tät gegenüber Wasser = 6,0.    Beispiel 2:  2 Teile KPO3 werden in 100 Teile einer  3,7 % igen Sodalösung eingerührt. Es bildet  sich eine 2%ige viskose Kolloidlösung.  



  Beispiel 3:  1 Teil KP03 wird in 100 Teile einer Lö  sung eingerührt, die 1 Teil Soda und 1 Teil  Natriumsulfat enthält. Es entsteht eine vis  kose     Kolloidlösung    mit einer relativen Vis  kosität von 2,3.  



  <I>Beispiel</I>  2,3 Teile KP03 werden in 100 Teile einer  5,72%igen Natriumsulfatlösung eingerührt.  Es entsteht eine 2,3%ige Kolloidlösung von  KPO3 mit einer relativen Viskosität von 10,7.  



  Als in der Kälte überschüssig     anzuwen-          rlende    Lösungsmittel für KP03 können vor    allem noch die Salze starker organischer Ba  sen dienen, während Ammonsalze in der  Kälte nicht auflösend wirken. Hier ist beson  ders bemerkenswert der geringe Einfluss der  elektrolytischen Dissoziation des Lösungsmit  tels, z. B. von Morpholin oder     Triäthanol-          aminchlorid.     



  Beispiel 5:  In 100 Teile einer Lösung, die 5 Teil  Morpholinehlorid enthält, wird 1 Teil KPO3  eingetragen. Es entsteht eine zähflüssige Lö  sung, die auch durch einen Überschuss von  Morpholin nicht koaguliert wird, so dass auch  höher konzentrierte KP03-Lösungen herge  stellt werden können.  



  Wird die Auflösung der unlöslichen Al  kalimetaphosphate in der Wärme vorgenom  men, so ist kein Überschuss der obengenann  ten Lösungsmittel für KPO3 notwendig, son  dern es genügt, auf 1 Gewichtsteil KPO3  weniger als 1 Teil des Natriumammonsalzes  oder des Salzes einer organischen Base zu  nehmen; bei Siedetemperatur kann das Lö  sungsmittel sogar nur 1/10 des Alkalimeta  phosphats betragen. Der geringe Gehalt an  ionisiertem Elektrolyt verhindert jede Fäl  lung und     bewirkt    eine hohe Viskosität der  Kolloidlösung.  



  1 % ige Lösungen von Kurrolschem Salz,  die auf diese Weise hergestellt werden, haben  in einer 1 %igen Sodalösung die relative Vis  kosität 11, in     einer        0,5%igen        Sodalösung    die  relative Viskosität 16, in einer     0,2%igen          Sodalösung    die     relative    Viskosität 26, in einer  0,1     %igen        Sodalösung    die     relative    Viskosität  35. Demgegenüber hat die 1 %     ige    Lösung von       Kurrolschem    Salz in einer     2%igen    Soda  lösung nur die relative Viskosität 2,3.  



  An Stelle von Soda können selbstver  ständlich auch andere     Natriumsalze    der ge  nannten Säuren angewandt werden. Am  besten eignen sich hier wieder diejenigen       Natriumsalze        hö,chstenis@        zweiwertiger    anorga  nischer     monomerer    Säuren, deren Lösungen       elektrolytiach    wenig oder gar nichtdissoziiert  sind. Aber auch die starken Elektrolyten,  wie Natriumsulfat, sind imstande, bei erhöh  ter Temperatur hochviskose     wässrige    Lösun-      gen von Kurrolschem Salz zu erzeugen, wenn  etwa 1 Teil auf 10 Teile Metaphosphat an  gewandt wird.  



  Wie schon erwähnt, ist das erfindungs  gemässe Verfahren auch auf die Erzeugung  von viskosen Kolloidlösungen unter Anwen  dung wasserunlöslicher Alkalimetaphosphate,  die nicht Kurrolsche Salze sind, anwendbar.    Die unlöslichen Alkalimetaphosphate wer  den zwar durch Erhitzen ihrer wässrigen Sus  pension zum Sieden bis zu einem gewissen  Grad peptisiert; der Grad der Auflösung  wird hierbei aber beim     Kurrolschen    Salz  durch eine hydrolytische Zersetzung des  Metaphosphates zu Pyro- oder Orthophosphat  bewirkt, die ihrerseits dann     peptisierend    auf  das übrige Alkalimetaphosphat wirken.  



  Beispiel 6:  Eine Mischung von 2 Teilen KP03 und  1 Teil NaS04 sice. wird unter Rühren in  100 Teile Wasser von 80 bis 95 C eingetra  gen. In kürzester Zeit entsteht eine klare  Kolloidlösung mit einer relativen Viskosität  von 50 bis 100, je nach der Herstellungsweise  des KP03. Zur Vermeidung einer Zersetzung  der gebildeten KP03-Lösung wird sofort mit       kaltem    Wasser verdünnt.  



  <I>Beispiel</I>  5 Teile wasserunlösliches KP03 werden  in 100 Teile einer siedendheissen, 1 %igen  Kochsalzlösung unter gutem Umrühren ein  getragen. Nach einigen Sekunden ist eine  vollständig klare Lösung mit einer weit mehr  als 100fachen relativen Viskosität gegenüber  Wasser gewonnen. Um eine Zersetzung des  gelösten     Metaphosphates    zu vermeiden, wird  wieder mit kaltem Wasser unmittelbar an  schliessend verdünnt.  



  <I>Beispiel 8:</I>       In    100 Teile einer Lösung, die 3 Teile       Ammonchlorid    enthält, werden bei 90  C 10  Teile     unlösliches        KP03    unter Umrühren ein  getragen.

   Es entsteht eine etwa 3%ige, vis  kose     Kolloidlösung.     
EMI0004.0010     
  
    Selbstverständlich <SEP> können <SEP> in <SEP> allen <SEP> Fällen
<tb>  der <SEP> oben <SEP> angeführten <SEP> Beispiele <SEP> auch <SEP> Ge  mische <SEP> von <SEP> unlöslichen <SEP> Metaphosphaten <SEP> und
<tb>  Lösungsvermittlern <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> zur <SEP> Auflösung
<tb>  eingetragen <SEP> werden.
<tb>  Worauf <SEP> der <SEP> Effekt. <SEP> der <SEP> Auflösung <SEP> der <SEP> un  löslichen <SEP> Alkalimetaphosphate <SEP> beruht, <SEP> lässt
<tb>  sich <SEP> ohne <SEP> weiteres <SEP> nicht <SEP> angeben.

   <SEP> Es <SEP> ist <SEP> je  doch <SEP> bemerkenswert, <SEP> dass <SEP> gerade <SEP> in <SEP> der
<tb>  Wärme <SEP> eine <SEP> Auflösung <SEP> der <SEP> Alkalimetaphos  phate <SEP> auch <SEP> dann <SEP> eintritt, <SEP> wenn <SEP> eine <SEP> zu <SEP> irgend  einer <SEP> chemischen <SEP> Umsetzung <SEP> ungenügende
<tb>  Menge <SEP> Lösungsmittel <SEP> (z. <SEP> B. <SEP> Na- <SEP> oder <SEP> NH,  Salz <SEP> usw.) <SEP> angewandt <SEP> wird.
<tb>  Es <SEP> würde <SEP> zu <SEP> weit <SEP> führen, <SEP> sämtliche <SEP> Al  kali- <SEP> und <SEP> Ammonsalze <SEP> aufzuzählen, <SEP> die <SEP> ge  eignet <SEP> sind, <SEP> die <SEP> an <SEP> sich <SEP> wasserunlöslichen
<tb>  Alkalimetaphosphate <SEP> in <SEP> wässrige <SEP> Pseudo  lösungen <SEP> von <SEP> viskoser <SEP> Beschaffenheit <SEP> überzu  führen.

   <SEP> Es <SEP> genügt, <SEP> zu <SEP> sagen, <SEP> dass <SEP> mit <SEP> zuneh  mender <SEP> elektrolytischer <SEP> Dissoziation <SEP> der <SEP> Lö  sungsmittel <SEP> bezw. <SEP> mit <SEP> zunehmendem <SEP> Gehalt
<tb>  dieser <SEP> Lösungen <SEP> an <SEP> Elektrolyt <SEP> trotz <SEP> erheb  licher <SEP> Auflösung <SEP> von <SEP> Alkalimetaphosphat <SEP> die
<tb>  Viskosität <SEP> herabgemindert <SEP> wird, <SEP> wobei <SEP> als
<tb>  Lösungsmittel <SEP> angewandte <SEP> Natriumsalze
<tb>  einen <SEP> wesentlich <SEP> grösseren <SEP> Einfluss <SEP> ausüben,
<tb>  als <SEP> Ammonsalze <SEP> oder <SEP> Salze <SEP> organischer
<tb>  Basen.
<tb>  Die <SEP> erfindungsgemässe <SEP> Herstellung <SEP> hoch  viskoser <SEP> Kolloidlösungen <SEP> durch <SEP> Anwendung
<tb>  der <SEP> beschriebenen <SEP> Elektrolyte <SEP> ist <SEP> noch <SEP> nicht
<tb>  bekannt.

   <SEP> Man <SEP> hat <SEP> zwar <SEP> schon <SEP> unlösliches
<tb>  KP03 <SEP> mit <SEP> einer <SEP> äquivalenten <SEP> Menge <SEP> Koch  salz <SEP> bei <SEP> Gegenwart <SEP> von <SEP> Wasser <SEP> umgesetzt,
<tb>  um <SEP> nach <SEP> der <SEP> ungefähren <SEP> Gleichung     
EMI0004.0011     
  
    (KP03), <SEP> -j- <SEP> 4 <SEP> NaCI <SEP> = <SEP> K.=Na4P,;

  0,A <SEP> -I- <SEP> 4 <SEP> KCl
<tb>  aus <SEP> dem <SEP> unlöslichen <SEP> KPO,, <SEP> ein <SEP> lösliches <SEP> Na  triumkaliumdoppelsalz <SEP> herzustellen, <SEP> das <SEP> eben  falls <SEP> viskos <SEP> löslich <SEP> ist. <SEP> Bei <SEP> diesem <SEP> Verfahren
<tb>  wird <SEP> jedoch <SEP> durch <SEP> Anwendung <SEP> von <SEP> Kochsalz
<tb>  unmittelbar <SEP> keine <SEP> Lösung <SEP> gewonnen. <SEP> Das
<tb>  Kochsalz <SEP> wirkt <SEP> nicht <SEP> wie <SEP> bei <SEP> dem <SEP> vorliegen  den <SEP> Verfahren <SEP> direkt <SEP> als <SEP> Lösungsmittel. <SEP> Das
<tb>  Kaliummetaphosphat <SEP> bleibt <SEP> vielmehr <SEP> bei <SEP> der
<tb>  bekanntenUm@setzung <SEP> mit <SEP> NaCl <SEP> ein <SEP> völlig <SEP> un  gelöster <SEP> Bodenkörper.

   <SEP> Eine <SEP> Auflösung <SEP> des <SEP> in         der Literatur beschriebenen Natriumkalium  metaphosphat-Doppelsalzes in Wasser tritt  erst dann ein, wenn das Kochsalz weitest  gehend aus dem Produkt der Umsetzung mit  NaCl entfernt ist.  



  Der     technische    Effekt des vorliegenden  Verfahrens besteht demgegenüber darin,  durch Verwendung der beschriebenen Elek  trolyte unlösliches     Alkalimetaphosphat    direkt  viskos und kolloid     aufzulösen,    ohne das als  Lösungsmittel dienende Salz erst wieder dar  aus entfernen zu müssen. Das in der Litera  tur beschriebene Verfahren mit Kochsalz ist  dazu gänzlich unbrauchbar.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren hergestellten Lösungen bilden     Wasch-          und    Reinigungsmittel, die zur Verwendung  in der Spinnerei, Färberei, Druckerei, Blei  cherei und Wäscherei geeignet sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von kolloiden hochviskosen Lösungen aus an sich in Was ser unlöslichen Alkalimetaphosphaten, da durch gekennzeichnet, dass diese unlöslichen Alkalimetaphosphate in Wasser durch Salze monomerer, höchstens zweiwertiger anorgani scher Säuren peptisiert und so viskos und kolloidal aufgelöst werden, wobei der Ionen gehalt der Endlösung niedrig gehalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Alkalimeta- Phosphate Kurrolsche Salze verwendet wer den. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Elektrolyte Alkalimetallsalzss verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Elektrolyte Ammonsalze verwendet werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Elektrolyte Salze organischer Basen verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die unlöslichen Alkalimetaphosphate bei normaler Zimmer temperatur mit einer Elektrolytlösung behan delt werden, wobei das Molverhältnis Elek trolyt : Alkalimetaphosphat grösser als 1 : 1 ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, unter Verwendung von i#-a- triumsalzen als Elektrolyten, dadurch ge kennzeichnet, dass auf 1 142o1 KP03 1,25 bis 1,75 Mole Na=0 angewandt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die unlöslichen Alkalimetaphosphate mit solchen Mengen von als Lösungsvermittler dienenden Salzen in der Wärme behandelt werden, dass auf ein, Gewichtsteil Alkalimetaphosphat höchstens 1 Teil Lösungsvermittler kommt.
CH234344D 1940-05-16 1941-05-15 Verfahren zur Herstellung wässriger, hochviskoser kolloidaler Lösungen von wasserunlöslichen Alkalimetaphosphaten. CH234344A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045217B (de) * 1953-06-13 1958-11-27 Giulini Ges Mit Beschraenkter Verwendung von Mischungen polymerer Phosphate mit Kaliummetaphosphat fuer Fleisch und Fleischwaren
CN113185921A (zh) * 2021-06-03 2021-07-30 哈尔滨工程大学 一种陶瓷前驱体改性磷酸盐胶黏剂的制备方法

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