CH236395A - Verfahren zur Herstellung eines für die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes, insbesondere aus Einjahrespflanzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines für die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes, insbesondere aus Einjahrespflanzen.

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CH236395A
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Description


      Verfahren    zur Herstellung     eifies    für die     chemische    Weiterverarbeitung geeigneten  -     Zellstoffes,        insbesondere    aus     Einjahrespflanzen.       Für     Zellstoffe,    die für die     chemische    Wei  terverarbeitung verwendet und     beispielsweise          zur    Herstellung von Viskose benutzt werden  sollen, ist es wesentlich, dass sie nur einen  geringen     Aschegehalt    aufweisen.  



  Insbesondere ist die Verwendung von     Zell-          toffen    aus     Einjahrespflanzen    zur Herstel  lung von Viskose jahrelang daran gescheitert,       dass    auch der     Asehege@halt    bei :diesen     7al1-          stoffen    zu hoch war und bedeutend über dem  jenigen von normalem Fichtenzellstoff lag.  



  Um den     As-ehegehalt    herabzusetzen, hat  man bisher den Zellstoff nach der Bleiche  .einer     Säurenachbehandlung    unterzogen. Durch  diese Nachbehandlung werden die noch im  Zellstoff enthaltenen, in der Hauptsache an  organischen Verschmutzungen herausgelöst  und können durch eine anschliessende inten  sive Wäsche     entfernt    werden. Dieses Verfah  ren     h.at    sich jedoch in der Technik nicht ein  geführt, -da es wesentliche Nachteile aufweist;  durch die saure Nachbehandlung treten sehr  leicht Faserschädigungen auf, die sich in  einem Absinken des     Alphacellulosegehaltes       des     Zellstoffes    zu erkennen geben.

   Haupt  sächlich     treten    diese     Schädigungen    auf, wenn  von. der     Bleiehe    her noch Spuren Chlor im       Zellstoff    enthalten     sind.    Ferner ist     eine    inten  sive Wäsche     erforderlich,    um die durch die       Säurozuga.be        gebildeten    Salze zu entfernen.  Da die saure Nachbehandlung im Bleichhol  länder im Anschluss an die Bleiche vorgenom  men wurde, so wurden durch die Säurebe  handlung und die anschliessende Wäsche die       Umtriebszeiten    im Holländer auf ein prak  tisch nicht erträgliches, Mass verlängert.

   Bei       Zellstoffen    aus     Einjahrespflanzen,    wie Stroh,  ist es ausserdem erforderlich, dass die saure  Nachbehandlung nicht einmal, sondern min  destens- zweimal     unter        Einschaltung    einer       Zwischenwäsche    vorgenommen wird, da nur  dann .der     notwendige    niedrige     Asehegehalt     erreicht werden     kann.     



  Es wurde nun     gefunden,        .dass    eine wesent  liche Verkürzung .der sauren     Na.ehbehanid-          lungszeit    erzielt werden kann, wenn die  Säurebehandlung am     ungebleiehten    Zellstoff  vorgenommen wird. Als Säure kommt dabei      hauptsächlich Salzsäure in Frage. Es kann       naturg,emäss    im Bedarfsfalle auch jede andere  Säure, wie Schwefelsäure oder     Flusssäure,    be  nutzt werden.

   Auch kann man     Oxalsäure    mit  verwenden, vor allem, wenn es einem     auf     möglichst     vollständige    Eisenfreiheit des Zell  stoffes     ankommt.     



  <I>Aus f</I>     -ährungsbe-zspiel:     Gehäckseltes Stroh wird mach dem Sulfat  verfahren oder     Natronverfahren    aufgeschlos  sen und anschliessend auf drei     hintereinander          geschalteten        Sa:ugzellenfiltern        alkalifrei    ge  waschen. Der von dem letzten Filter abge  hende Stoff     kommt.    praktisch     alkalifrei    in  den     Waschholländer:    In dem     alkalifrei    aus  gewaschenen Stoffbrei wird durch Zugabe  von Salzsäure zunächst ein     pH-Wert    von 4  eingestellt. Danach lässt man die Säure eine  Stunde einwirken.

   Nach dieser Zeit wird der  Holländerinhalt zwei Stunden bis zu einem       p11-Wert    von 5,5     gewaschen    und anschliessend  einer     Sortierung,    zum     Bei3pie.l    über     Plan-          schüttler,        Sandfang    und     Rottroms,    unterwor  fen!. Der     sortierte        Stoff    wird sodann in üb  licher 'Weist, zum Beispiel nach der Stufen  bleiche, gebleicht.

   Es wird eine Bleiche mit  Chlorwasser vorgenommen und nach einer al  kalischen Zwischenwäsche mit Kalzium oder       Natriumhvpochlorit    die     Endbleiche    vorge  nommen. Will man einen besonders     pento-          sanarmen    Stofferhalten, so empfiehlt es sich,  das     cellulosehaltige    Rohmaterial vor dem  Aufschluss zum Zellstoff einer     Säurevorbe-          h.andlung,        beispielsweise    durch Erhitzen mit  einer verdünnten Mineralsäure, wie zum Bei  spiel 0,5 %     iger        Schwefelsäure,    unter     Prizck    zu  unterwerfen.  



  Vor dem     Absä.uern    im     Waschholländer     war der     Aschegehalt    im Stoff     1.877"    der       Si02--Gehalt    0,4 %,     na-eh    dem     Absäuerm    0,6  bei 0,14%     Si0=-Gehalt.    Im     fertiggebleichten     Stoff war nur noch ein     Aschegehalt    von  0,24w und. ein     Si0_-Gehalt    von 0,04% vor  handen.

   Ein     vergleichsweise    hergestellter       Strohzellstoff,    bei dem eine zweimalige saure       Nachbehandlung    mit Salzsäure im Anschluss  an die Bleiche vorgenommen wurde, ergab  einen     Ascbegehalt    von 0,29 % .    Die     Umtriebszeit    im Holländer war dabei  bei der     Säurebeba.ridlung    des     ungebleichten     Zellstoffes gemäss der     Erfindung    nur 3 Stun  den, während die bei der bekannten Arbeits  weise mit -doppelter     Säurenachbehandlung    des       gebleichten    Zellstoffes weit über 6 Stunden       war.     



  Es ist     vorteilhaft,    wie in dem     Ausfüh-          rungsbeispiel    angegeben. bei dem     erfindungs-          gemässen        Verfahren    den Zellstoff vor der  Sortierung nicht vollständig säurefrei zu wa  schen. Es     genügt,    die Säure so weit zu ent  fernen, dass ein     Angriff    auf die aus Eisen       bestehenden        Rohrleitungen    und     Nachbehand-          lungsapparaturen    nicht mehr eintritt.  



       Durch    den     geringeren        p11-Wert        tritt    eine       starke        Entquel.lung        der    Faser ein, die eine       Verkleinerung    der     Fasei.-oberfläehe    zur Folge  hat, so dass die     Mseheidung    der anorgani  schen     @'erunreinigun-gen    und damit der     Sor-          tierun-seffeld        gefördert    werden.

   Es wird     vor-          z-ugsweise    die     Sortierung    bei einem PH-Wert  von 5,5 und. 6.5     gefahren,        gegenüber    8-9 bei  der     üblichen        \ort.erttäb    von Sulfat- oder nach  einem andern     alkalis ehen        Aufschlussverfahren          aufbesehlossenen    Zellstoff.  



  Die nach     dein        erfindungsgemässen        Ver-          fahren        herbestellten    Zellstoffe sind für die  chemische     Weiterverarbeitung    gut     geeignet.          Insbesondere    liefern. sie     -ttt        filtrierbare    Vis  kosen, .die für die     Herstellung    von Kunst  fasern     hervorragend        geeignet    sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines asche- arinen, für die clieinise .lie Weiterverarbeitung weeibrieten Zellsl-offes, insbesondere aus Ein- jahre:
    5pflaäzen, durch Behandeln mit Säure, dadurch gehenuzeiebnet, dass die Säure- liehandlun- arm ungehleichten Zellstoff vor- ".enoniineii wird.
    <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren naeb. Patentanspruch, dadurch (Vehennzeiehnet, dass die Sortierung des Zell- @toffes bei einem p11-Wert von 5,5-6.5 vor- genoanmen wird.
CH236395D 1942-11-18 1943-08-10 Verfahren zur Herstellung eines für die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes, insbesondere aus Einjahrespflanzen. CH236395A (de)

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