Reeliengerä,t zur Ermittlung einer bei der spanabhebenden Bearbeitung massgebenden Grösse: Die Erfindung betrifft ein Rechengerät zur Ermittlung einer bei der spanabgeben- den Bearbeitung massgebenden Grösse mit n Rechengliedern, wobei n wenigstens 3 ist, welche Rechenglieder dem Logarithmus der Rechengrösse entsprechende Einstellbewe gungen ausführen.
Durch die Erfindung wird bezweckt, eine bestimmte gleichbleibende Rechnung in ein facher Weise durchführen zu können. Dies ist dadurch erreicht, dass Rechen glieder durch Halteglieder in
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der jeweiligen Einstellage gegen ungewollte Verschiebung gehalten werden und unter Vermittlung von
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Ausgleichsgetrieben die Stellung von
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frei beweglichen Rechengliedern be stimmen. Die Halteglieder können feder- beeinflusste Bremsvorrichtungen und das Ausgleichsgetriebe kann als ein Umlaufräder getriebe ausgebildet sein. An Stelle des Um- laufrädergetriebes können auch andere ent sprechende Getriebe, z.
B. für lineare Bewe gungen, durch Lagerung einer Welle, deren Zahnräder mit Zahnstangen in Eingriff stehen und die linear verschoben wird, Ver wendung finden.
Bei dieser Ausgestaltung des Rechen gerätes können infolge der Verwendung von Ausgleichsgetrieben die Anzeigewerte an stufenlos einstellbaren Teilungen z. B. in feststehenden Fenstern abgelesen werden, wo bei in zuverlässiger Weise durch die zweck mässig feinstufig wirksamen Halteglieder eine Verstellung der nicht zu verändernden Einstellgrössen verhindert ist. Die Zweck mässigkeit der Rechenvorrichtung kann da durch erhöht werden, dass die Anzeigeglieder mit den Einstellgliedern der Werkzeug maschine in Verbindung gebracht werden, wobei diese Einstellglieder als Halteglieder für die Anzeigeglieder wirken.
Es sind Rechengeräte bekannt geworden, die gur Lösung der Rechnungen für die span- abhebende Bearbeitung dienen und die an der Werkzeugmaschine angeordnet bezw. in Ver bindung mit der Einstellung der Werkzeug maschine gebracht werden. Ein gangbarer Weg, der die brauchbare Lösung dieser Auf gabe ermöglichte, wurde aber nicht gewiesen.
Ferner sind zur Durchführung beliebiger Rechnungen Rechengeräte vorgeschlagen wor den, in welchen L?mlaufrädergetriebe Ver wendung finden. Bei dieser Rechenvorrich tung waren aber irgendwelche Halteglieder für die sich nicht verändernden Grössen nicht. vorgesehen. Die erforderliche Zuverlässigkeit, mit welcher bei Einstellung gegebener Werte sich das Anzeigeglied für den gesuchten Wert allein und ausschliesslich ändert, war damit nicht gegeben, da. eine ungewollte Ver stellung anderer, vorher als gegeben ein gestellter Grössen möglich ist.
Es können auch einzelne Rechenglieder mit Einstellgliedern der Werkzeugmaschinen verbunden sein und durch diese in ihre Ein stellage gebracht und gehalten werden.
Vorteilhaft ist die Bewegungsmöglichkeit. der Anzeige.glieder durch Anschläge derartig begrenzt, dass die Ablesemöglichkeit minde stens zweier Anzeigeglieder auf einen be stimmten Bereich. eingeschränkt ist. Die ge nannten Anschläge können entweder auf die die Anzeigeglieder tragenden Teile des Rechengerätes oder auf die Anzeigeglieder selbst einwirken. Durch die erwähnten An schläge wird der Anzeige- bezw. Ablese bereich der betreffenden Arbeitsgrössen in ge wünschter Weise derartig begrenzt, dass er den bei der Maschine vorhandenen Arbeits verhältnissen genau angepasst werden kann.
Wie in der folgenden Beschreibung der Bei spiele näher dargelegt ist, ist dort infolge der Anordnung der erwähnten Anschläge fer ner eine selbsttätige Anzeige der erreichbaren Grenzen für verschiedene Bearbeitungswerte ermöglicht, die durch die verschiedenen Ver hältnisse, unter denen die 'Maschine arbeitet, nur noch erreichbar sind. So kann beispiels weise für beliebige Durchmesser die jeweilig erreichbar höchste und niedrigste Schnitt geschwindigkeit selbsttätig angezeigt wer- den, die durch die jeweilig einstellbare höchste und niedrigste Drehzahl der bIa- schine gegeben ist.
Auf der Zeichnung ist eine Ermittlungs vorrichtung nach der Erfin(Iung, auf deren Anzeigegliedern logarithmische Teilungen vorgesehen sind, in verschiedenen Ausfüh rungsformen schematisch beispielsweise dar gestellt.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf das Rechen 0-en li der einen Ausführun., e 71 ät nae gsform.
Fig. \? ist ein Längsschnitt durch das in Fig. 1 dargestellte Rechengerät nach der Linie 11-1I der Fig. 3.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 111-11I der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf ein Rechen gerät nach einer andern Ausführungsform. Fig. 5 ist ein Längsschnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
Fig.6 ist eine schematische Darstellung der Benutzung einer Vorrichtung zur Sc.hnitt- geschwindigkeitsermittlung nach einer wei teren Ausführungsform.
Fig. 7 veranschaulicht die vorgenannte Vorrichtung im Längsschnitt.
F'ig. 8 ist eine Seitenansicht der Vorrich tung nach Fig. 7.
Fig. 9 veranschaulicht eine Einzelheit der Fig. 7 im Grundriss.
Das in Fig. 1 bis 3 dargestellte Rechen gerät dient zur stufenlosen Bestimmung der Drehzahl von Werkzeugmaschinen bei vor geschriebener Schnittgeschwindigkeit und bei vorgeschriebenem Durchmesser des Arbeits stückes. In dein Gehäuse 1 der Vorrichtung ist eine Welle 2 drehbar, auf welcher ein Einstellknopf 3 befestigt ist. Auf der Welle 2 ist eine Hülse 4 drehbar, auf wel cher ein Einstellknopf 5, eine Trommel 6 und ein Zahnrad 7 befestigt sind. Durch Ein stellen des Knopfes 5 werden daher die Trommel 6 und das Zahnrad 7 gedreht. An einem im Gehäuse 1 angeordneten Lager boch 8 ist eine Zwischenwelle 9 drehbar, auf welcher Zahnräder 10 und 11 angebracht sind.
Das Zahnrad 10 greift in das Zahn rad 7, während das Zahnrad 11 mit einem auf einer Hülle 12 befestigten Zahnrad 13 in Eingriff steht. Die Hülse 12 ist auf der Welle 2 drehbar, und auf dieser Hülse ist ausserdem ein Zahnrad 14 angebracht.
Auf der Welle 2 ist eine Trommel 15 befestigt, welche als Träger für die Welle 16 eines Umlaufrädergetriebes dient. Die Welle 16 ist in der Trommel 15 drehbar, und auf dieser Welle sind die Umlaufzahnräder 17 und 18 befestigt. Das Zahnrad 17 greift in das vorher erwähnte Zahnrad 14. Das Zahn rad 18 steht mit einem Zahnrad 19 in Ein griff, das auf einer Hülse 20 befestigt ist. Die Hülse 20 ist auf der Welle 2 drehbar. Auf der Hülse 20 ist noch eine Trommel 21 angebracht.
Die als Träger für das Umlaufräder getriebe dienende Trommel 15 ist hiernach mit der mittels des Knopfes 3 drehbaren Welle 2 fest verbunden, während alle übrigen Räder und Trommeln auf der Welle 2 frei drehbar sind.
Auf der Trommel 6 befindet sich die Durchmesserteilung 22, die im Fenster 23 (Fig. 1) des Gehäuses 1 ablesbar ist. Auf der Trommel 15 ist die Schnittgeschwindig- keitsteilung 24 vorgesehen, die im Fenster 25 ablesbar ist, während auf der Trommel 21 die Drehzahlteilung 26 vorgesehen ist, die im Fenster 27 ablesbar ist. Die Teilungen 29, 24, 26 sind als logarithmische Teilungen aus gebildet. Auf der Trommel 21 können ausser dem kennzeichnende Sinnbilder 28, Zahlen, Buchstaben oder dergleichen vorgesehen sein, die in den Fenstern 29 sichtbar gemacht sind und darauf hinweisen, in welcher Weise der Arbeiter die Bedienungsglieder (Hebel oder dergleichen) an seiner Maschine ein stellen soll.
Beispielsweise können für drei Bedienungshebel drei Fenster 29 vorgesehen sein. Jeder der verschiedenen Lagen dieser einstellbaren Bedienungshebel ist ein Sinn bild 28, eine Zahl oder dergleichen zugeo@rd- net. Die Sinnbilder oder dergleichen können ausserdem zur leichteren Kennzeichnung noch in verschiedenen Farben ausgeführt sein. Bei einer bestimmten Drehzahl erscheint nun in dem Fenster 29, das dem betreffenden Hebel der Werkzeugmaschine zugeordnet ist, das Sinnbild 28 oder die Zahl, auf welche der be treffende Bedienungshebel einzustellen ist.
Im Innern des Gehäuses 1 ist an der Ge häusewand noch eine zweiarmige Blattfeder 30 (Fig. 2) festgenietet. Die Arme dieser Blattfeder wirken gegen die Innenfläche der, Kränze der Trommeln. 6 und 15 und dienen als Bremse, um die Drehung der Trommeln 6, 15 gegenüber der Drehung der Trommel 21 zu erschweren.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Mittels des Knopfes 5 wird die Trom mel 6 auf einen bestimmten Durchmesser ein gestellt. Hierdurch wird unter Vermittlung der Zahnräder 7, 10, 11, 13, 14, 17, 18 das Zahnrad 19 und damit die Drehzahltrommel 21 gedreht. Eine Drehung der Sehnitt- geschwindigkeitstrommel 15 kann nicht von selbst stattfinden, da die Drehung dieser Trommel durch die Bremse 30 verhindert wird. Die Drehung der Durchmessertrom mel 6 wird gegen die Reibwirkung der Bremse 30 vorgenommen.
Die Übersetzung des in dem beschriebe nen Falle wirksamen Zahnrädergetriebes vom Zahnrad 7 bis zum Zahnrad 19 ist bei der dargestellten Ausführungsform so gewählt, dass eine Drehung der Trommel 6 einer gleich grossen und gleichsinnigen Drehung der Trommel 21 entspricht. Die Durchmesser teilung 22 besitzt in diesem Falle den glei chen Stufensprung wie die Drehzahlteilung 26. Damit ist jetzt der Durchmesser auf den vorgeschriebenen Wert genau eingestellt. Die stufenlose Einstellung dieses Wertes ist durch die Anbringung der Teilung 22 er leichtert.
Mit Hilfe des Knopfes 3 wird hierauf die Trommel 15, auf der sich die Schnitt geschwindigkeitsteilung 24 befindet, so ge dreht, dass der gewünschte Schnittgeschwin- digkeitswert auch in diesem Falle wieder stufenlos eingestellt wird. Hierbei wird die Schnittgeschwindigkeitstrommel 15 entgegen der Reibwirkung der Bremse 30 gedreht, während die Durchmessertrommel 6 durch die vorgenannte Bremse festgehalten wird. Infolgedessen wird nicht nur eine Drehung des Zahnrades 7, sondern auch eine Drehung der Zahnräder 10, 11,<B>1.3</B> und l :1 verhindert.
Bei der Drehung der Trommel 15 wird das Umlaufrädergetriebe 16, 17, 1.8 geschwenkt. Da das Zahnrad 1.1 in diesem Falle festgehal ten wird, wirkt das Zahnrad 18 des Umlauf rä.dergetriebes auf das mit der Drelizabltrom- mel 21 fest verbundene Zahnrad 19 derartig ein, dass eine in bezug auf die Drehung der Trommel 15 gleich grosse, aber entgegen gesetzte Drehung der Trommel 21. herbei geführt wird. Die Schnittgeschwindigkeits- teilung 24 besitzt den gleichen Stufensprung wie die Drehzahlteilung 26.
Sollte nun bei der jetzt vorgenommenen Einstellung auf den vorgeschriebenen Durch messer und die vorgeschriebene Schnitt geschwindigkeit nicht eine der vielleicht an der Maschine nur fest. einstellbaren Drelizali- len im Drehzahlfenster 27 erscheinen, so kann der Schnittgeschwindigkeitsknopf 3 so lange gedreht werden, bis wahlweise die nächst höhere oder nächstniedere Drehzahl riebtig ein gestellt ist.
Die dieser Drehzahl bei dem ein gestellten Durchmesser zugeordnete grössere oder kleinere Schnittgeschwindigkeit kann dann wieder stufenlos abgelesen erden, und es kann ohne irgendwelche Aldesefehler genau beurteilt werden, ob die höhere oder niedrigere Drehzahl nvecl@mässigeriveise zu wählen ist.
Die Vorrichtung kann auch umgekehrt beispielsweise so bedient werden, dass eine bestimmte Schnittgeschwindigkeit fest. ein gestellt wird und nur die Durchmesser der verschiedenen Werkstücke wiederum wshl- iveise eingestellt werden, wodurch die rich tige Drehzahl angezeigt wird.
Die Schnittgeschwindigkeitstrommel 15 kann ausser mit der Zahlenteilung 24 noch mit Markierungen oder gekennzeicluieten Feldern versehen sein, um für verschiedene Werkstoffe die richtige Einstellung der vor genannten Trommel zu erleichtern.
Durch Änderung des CliersetzurigSver- hältnisses des Getriebes 9, 10, 11 kann die Gradteilung der Anzeigetrommel 6 geändert werden.
Das Rechengerät nach Fig. 1 bis 3 ent- b2stlt die drei Rechenglieder 6, 15 und 21, von welchen
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und zwar die Glieder 6 und 15 durch Halteglieder in der Einstell- lage geha.llen werden. Die 2 4 stimmen unter @'erniittliing des einen Ausgleichs getriebes 11-, <B>17.</B> 18, 19 die Stellung des einen frei beweglichen Rechengliedes 21.
Bei dein Reeliengerät nach Fig.l bis 3 können noch im Cehä usemantel 1 Anschlag stifte 12f> (Fig. 2) angebracht sein. Die Dre hung der Trorritiieln 6 und 21 wird durch an diesen Trommeln. befestigte Bleche 127 be grenzt:, die nach Erreichen des gewünschten Drehwinkels gegen die Anschläge 126 stossen.
An der Selinittgescliwindigkeitstrommel 15 ist ein \nsclilagblech 128 angebracht, wel ches seitlich verlängerte Lappen 1<B>2</B>9 besitzt.
Das Ansclilagblecli 128 begrenzt die Dre- liiing der Trommel 15, indem der eine oder andere Lappen 129 gegen den Lagerbock 8 anläuft. h)ie besondere Ausführung dieses Anscblagbleelies ermö glicht es in einfacher Weise,
diucli Abschneiden der Lappen 129 auf eine bestiininte Länge den Drehwinkel der Trommel 15 beliebig gi,oss zii machen.
hie Anseliliigc, werden an allen Anzeigeglie- dern bezw. auf den die Anzeigeglieder tra genden Teilen des Rechengerätes immer so angeordnet, dass ini Aldesefenster 23, 25 bezw. 27 jeweils nui, noch bis zu den ge- wünsc-hten grössten und kleinsten Werten der Teilurigen abgelesen werden können.
Es ist zweckmässig, die zulässigen Bewe- i gring1en der Aiizeigeglieder, bei den beschrie benen Vorrichtungen also die Drehwinkel, verschieden gross machen zu können. Zu die sem Zweck können Anschläge dienen, die verstellbar sind, in verschiedenen Lagen an- , geordnet werden oder, wie in Fig. 3 dar gestellt ist, mit Lappen 129 versehen sind, die ein für allemal auf die für den betreffen den Fall erforderliche Länge zugeschnitten werden können.
Hierdurch ist die Möglich- s keif geschaffen, auch unter Verwendung gleichbleibender Anzeigeteilungen den Be reich der Anzeigewerte der gewünschten Grösse, die im allgemeinen durch die Ma schine bedingt ist, anzupassen.
Durch die erwähnten Anschläge werden verschiedene vorteilhafte neue Eigenschaften des damit ausgerüsteten Gerätes erzielt. Die Begrenzung der Drehung macht es unmög lich, dass die Anzeigeteilung über ihren Höchstwert hinaus gedreht wird und dass durch das dann unvermeidliche Wieder erscheinen des Kleinstwertes der Teilung eine falsche, das heisst irreführende Ablesung er folgt. Die Anordnung der Anschläge sichert daher, dass immer nur die zueinandergehö- rigen richtigen Anzeigewerte abgelesen wer den können.
Ferner ermöglicht die Anord nung der erwähnten Anschläge die selbst tätige Anzeige der unter bestimmten Bedin gungen einander zugeordneten erreichbaren Grenzwerte, wie dies besonders die im fol genden beschriebene Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 erkennen lässt.
Das in Fig. 4 und 5 dargestellte Rechen gerät ist mit scheibenförmigen Anzeige gliedern ausgerüstet, so dass wegen der fla chen Ausführung dieser Vorrichtung ihre Anbringung an einer Werkzeugmaschine oder dergleichen erleichtert ist.
In einem Gehäuse 31 sind eine mittlere Welle 32 und zwei seitliche Wellen 33 und 34 parallel zueinander angeordnet. Auf der Welle 33 sind ein Einstellknopf 35, eine An zeigescheibe 36 und eine Seilscheibe 37 be festigt. Diese Seilscheibe steht mittels. eines Seils 38 mit einer einen grösseren Durch messer aufweisenden Seilscheibe 39 in An triebsverbindung. Die Seilscheibe 39 ist auf einer auf der mittleren Welle 32 drehbaren Hülse 40 befestigt, auf welcher ausserdem ein Zahnrad 41 angebracht ist. Auf der Welle 32 ist eine Seilscheibe 42 gelagert, welche einen Träger für die Welle 43 eines Umlaufrädergetriebes bildet. Die Welle 43 ist in der Seilscheibe 42 drehbar. Auf dieser Welle sind Zahnräder 44 und 45 befestigt, von denen das Zahnrad 44 in das vorher er wähnte Zahnrad 41 greift.
Das Zahnrad 45 steht mit einem Zahnrad 46 in Eingriff, wel ches auf einer zweiten, auf der Welle 32 drehbaren Hülse 47 angebracht ist. Auf der Hülse 47 ist ferner eine Anzeigescheibe 48 befestigt.
Die als Träger für das Umlaufräder getriebe 43, 44, 45 dienende Seilscheibe 42 steht mittels. eines Seils 49 mit einer gleich grossen Seilscheibe 50 in Antriebsverbindung. Die Seilscheibe 50 ist auf der Welle 34 be festigt. Auf dieser Welle sind ausserdem ein Einstellknopf 51 und eine Anzeigescheibe 52 angebracht.
Das Rechengerät sei hier beispielsweise für eine Werkzeugmaschine beschrieben, bei der Werkstücke verschiedenen Durchmessers spanabhebend bearbeitet werden, wobei ins besondere mit Bezug auf das jeweilige Werk zeug eine günstige Schnittgeschwindigkeit eingehalten werden soll. Für den gegebenen Durchmesser und die gegebene Schnitt geschwindigkeit muss nun die zugehörige Drehzahl der Maschine mittels des Rechen gerätes bestimmt werden.
Auf der Scheibe 36 ist die Durchmesser teilung 53 vorgesehen, die in einem Fenster 54 des Gehäuses 31 sichtbar ist. Auf der Scheibe 52 ist die Schnittgeschwindigkeits- teilung 55 vorgesehen, die in einem Fenster 56 sichtbar ist. Auf der mittleren Scheibe 48 befindet sich die Drehzahlteilung 57, die in einem Fenster 58 ablesbar ist. Diese Teilun gen sind als logarithmische Winkelteilungen ausgebildet.
Zwischen. dem Gehäuse 31 und der Scheibe 36 ist eine als Bremse wirkende Blattfeder 130 und zwischen dem Gehäuse und der Scheibe 52 eine als Bremse wirkende Blattfeder<B>131</B> eingeschaltet. Der Andruck dieser Federn ist so stark, dass er zwar bei Drehung des Knopfes 35 oder 51 überwun den wird, aber nicht durch die Kräfte, die bei der Drehung des zum Knopf 35 gehörigen Getriebes auf ,das zum Knopf 51 gehörige Getriebe einwirken, oder umgekehrt. Es wird also dabei die eine oder die andere der bei den Scheiben 36 bezw. 52 in der Einstell- lage festgehalten.
Die @Virl@ungsweise dieses Rechengerätes ist folgende: Der gegebene Durchmesser des Werk stückes wird durch Drehung des Knopfes 3 5 eingestellt, bis er im Fenster 53 erscheint. Dabei wird unter Vermittlung der Seil scheibe 37, des Seils 38, der Seilscheibe 39 und des Zahnrades 41 das Zahnrad 41 an getrieben. Die Seilscheibe 42 kann sich nicht drehen, da sie durch das Seil 49 und die Seil scheibe 50 mit der Welle 3.1 verbunden ist. die durch die Bremsfeder 131 festgehalten wird.
Die Welle 43 des Zahnrades 44 ist somit ortsfest, so dass durch die Zahnwider 45, 46 die Scheibe 48, deren Skala. die Werte der Drehzahlen der Maschine zeigt, entspre chend der Einstellung der Scheibe 36, also dem eingestellten Durchmesser des Werli- stiickes, gedreht wird.
Die gegebene Schnittgeschwindigkeit wird durch Drehung des Knopfes 51 eingestellt, bis der gewünschte Weit im Fenster 56 er scheint. Dabei wird unter Vermittlung der Seilscheibe 50 und des Seils 49 die das L m- laufrädergetriebe 43, 44, 45 tragende Seil scheibe 42 angetrieben. Da das Zahnrad 41 infolge seiner Verbindung mit der durch die Feder 130 gebremsten Welle 33 feststeht. wird durch die Zahnräder 44, 45, 46 die Scheibe 48 entsprechend der Einstellung der Scheibe 52, also der eingestellten, für das Werlueug zulässigen Sehnittgeseh =indig- keit, gedreht.
Es erscheint daher im Fenster 57 eine Drehzahl der 3la.sehine, die sowohl durch die Stellung der Durchmesserscheibe als auch durch die Stellung der Schnittgesehwindig- keitsscheibe bestimmt ist. Da die Einstellun ", stufenlos erfolgt, sind sehr genaue Werte erzielbar.
Jede Werkzeugmaschine hat gewisse Grenzen in ihrem Drehzahlbereich. Bei der dargestellten Ausführungsform des R.eeben- gerätes ist nun an der Drehzahlscheibe 48 ein Anschlagblech 132 befestigt, das in der lmfangsrichtung mit Lappen 133 versehen ist. Diese Lappen wirken mit einem am Ge häuse 31 befestigten Anschlagstift 134 so zusammen, da.ss beim kleinsten bezw. grössten Grenzwert der Drehzahl die Scheibe 48 an einer Weiterdrehung gehindert ist.
Es kann dann, wenn also die bei einem bestimmten Durchmesser und einer gewünschten Schnitt- gescliwindigkeit erforderliche Drehzahl ausser halb des Drehzahlbereiches der Maschine liegt, oder mit andern Worten, wenn das Werkstück bei dem gewählten Durchmesser mit der gewünschten Schnittgeschwindigkeit gar nicht mehr bearbeitet werden kann, ohne Abänderung des Gerätes festgestellt werden, welche Selinittgeschwindigkeiten bei diesen Grenzwerten der Drehzahl noch grösseren oder kleineren Durchmessern des Werk- stiiekes entsprechen.
Wird z. B. die niedrigste Drehzahl der Maschine erreicht, so trifft der eine Lappen <B>133</B> auf den ortsfesten Stift 134. Wird nun trotzdem mittels des Drehgriffes 35 der Durchmesser weiter erhöht, so wird unter Vermittlung des Seiltriebes 37, 38, 39 und des ITinlaurfrädergetriebes 41, 44, 45, 46 sowie der Seilscheibe 42 und des Seiltriebes 49, 50 eine Drehung der Schnittgeschwindig- keitsscheibe 52 entgegen dem dann zii über windenden Reibungswiderstand der Brems feder 131 bewirkt.
Bei dieser Drehung wird die eingezeigte Schnittgeschwindigkeit uiii den Betrag erhöht, der sieh bei gleielibleiben- der Drehzahl und steigendem Durchmesser ergibt. Nach Einstellung des gewünschten sehr grossen Durchmessers kann dann sofort am Sehnittgesehwindigkeitsfenster 56 ab gelesen werden, mit welcher kleinsten inZig- licben Schnittgeschwindigkeit unter den ge gebenen Verhältnissen gearbeitet werden kann.
In gleicher Weise kann für einen ganz kleinen Durchmesser angegeben werden, niit welcher grössten Selinittgeschwindigkeit in diesem Falle gearbeitet werden kann.
Auch die. Durchmesserscheibe 36 und die Sehnittgesehwindigkeitsscheibe 52 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in ihrer Drehbarkeit so begrenzt, < lass sie bei Erreichen der Grenzwerte dieser Grössen an einer Weiterdrehung gehindert sind. An den Seilscheiben 37 bezw. <B>50</B> sind Anschlagstifte 135 bezw. 136 befestigt, die mit am Ge häuse 31 angebrachten Anschlägen 137 bezw. 138 zusammenwirken.
Hierdurch ist vermie den, dass die Anzeigeteilung eines dieser Werte über den Grenzwert hinaus gedreht wird, so dass beim Zurückdrehen durch das Wiedererscheinen des Grenzwertes eine irre führende Ablesung erfolgt.
Wie bei dem Gerät nach Fig. 1 bis 3 sind auch bei dem Gerät nach Fig. 4 und 5 drei Rechenglieder, und zwar 36, 52 und 48, vor handen. Von diesen sind zwei, und zwar 36 und 52, durch die Federn 130 und 131 in ihrer Einstellage gehalten und bestimmen durch ein Ausgleichsgetriebe 41, 44, 45, 46 die Stellung des einen freien Rechen gliedes 48.
Die Anschläge können auch verstellbar angeordnet sein, um bei Verwendung gleich bleibender Anzeigeteilungen den Bereich der Anzeigewerte der gewünschten Grösse, die im allgemeinen durch die Maschine bedingt ist, anzupassen. Besonders einfach lässt sich dies durch Beschneiden der Lappen 133 erreichen.
Da bei der dargestellten Ausführungsform die Wellen der drei Getriebe parallel neben- einanderliegen und die Übertragungsglieder quer zur Längsrichtung der Welle nur einen kleinen Raum beanspruchen, baut sich das Rechengerät sehr schmal und ist somit be sonders zum Einbau in Maschinen geeignet.
Es können noch auf der Drehzahlscheibe 48 kennzeichnende Sinnbilder 59, Zahlen, Buchstaben oder dergleichen vorgesehen sein, welche der vorgeschriebenen Hebelstellung an der Maschine entsprechen und in Fenstern 60 erscheinen.
An Stelle der Blattfedern 130,<B>131</B> sind ue andere stufenlos wirkende Bremsvor- a 'h <B>.</B>
richtungen anwendbar, die an einem Ge triebeteil der gegebenen Grössen angreifen. Auch entsprechende Passungssätze von be wegten Gliedern, federnde, geschlitzte Lager büchsen usw. können als Bremsen dienen. An die Stelle der drehbaren Skalen können auch über feststehende Skalen spielende Zeiger treten; die Ableseglieder können auch auf hintereinander oder gleichachsig angeordne ten Trommeln vorgesehen sein.
Die in Fig. 7 bis 9 dargestellte Vorrich tung dient zur selbsttätigen und stufenlosen Ermittlung der Schnittgeschwindigkeit sowie gleichzeitig zur Messung der Drehzahl und des Arbeitsdurchmessers beim Betrieb einer Werkzeugmaschine.
Die Drehzahlmessung bei Werkzeug maschinen bietet verhältnismässig grosse. Schwierigkeiten, da der Regelbereich der Werkzeugmaschinen das Fünf- bis Zehn fache des Anzeigebereiches der gebräuch lichen Drehzahlmesser beträgt.
Zum Verständnis des Gerätes nach Fig. 7 bis 9 sei zunächst die Drehzahlregelung oder der Drehzahlaufbau bei Werkzeugmaschinen geschildert. Diese Regelung kann verwertet werden, um mit Hilfe des mit Umlaufrädern versehenen Rechengerätes eine einfache und genaue Anzeige der eingestellten (aufgebau ten) Drehzahl zu erzielen.
Die Drehzahlregelung bei einer Werk zeugmaschine, die beispielsweise drei Ge triebehebel besitzt und mit 18 Drehzahlen arbeitet, ist schematisch in Fig. 6 dargestellt: Die Drehzahl der Motorwelle 61 (Fig. 6) kann durch ein mittels des Hebels 62 ein stellbares Vorgelege im Verhältnis 1 :1, 1 : 4 oder 1:16 übersetzt werden. Die so erhal tenen Drehzahlen können durch ein dahinter geschaltetes; mittels eines Hebels 63 einstell= bares Getriebe im Verhältnis 1:1, 1:1,58 und 1 : 2,5 übersetzt werden. Auf diese Weise können. schon neun verschiedene Drehzahlen erzielt werden.
Jede der genannten Drehzah len kann durch ein weiteres, durch einen Hebel 64 einstellbares Getriebe im Verhält nis<B>1:</B> 1 und<B>1:</B> 1,26 übersetzt werden, so dass insgesamt achtzehn verschiedene Drehzahlen, die einen Stufensprung von 1:1,26 aufwei sen, erzielt werden.
Die in Fig. 7 bis 9 .dargestellte Vorrich tung wird von den zur Einstellung der Vor gelege dienenden, am Rahmen 65 der Werk zeugmaschine, z. B. einer Drehbank, an geordneten Hebeln 62 bis 64 (Fig. 6) derartig beeinflusst, dass diese Vorrichtung die Dreh zahl der Maschine anzeigt.
Ein mit dem Hebel 62 des ersten Vor geleges verbundenes Zahnrad 66 greift in ein Zahnrad 67, das mit einer biegsamen Welle 68 verbunden ist. Die biegsame Welle 68 ist an eine Hülse 69 angeschlossen, die in dem Gehäuse 70 des Rechengerätes drehbar ist und in dieses Gehäuse hineinragt. Inner halb der Hülse 69 ist das linke Ende einer Welle 71 drehbar, die in der Nähe ihres rechten Endes in einer im Gehäuse 7 0 be festigten Scheibe 72 drehbar ist. Auf der Hülse 69 ist ein Zahnrad 73 befestigt. Durch Einstellung des Hebels 62 wird daher das Zahnrad 73 gedreht.
Auf der Welle 71 ist ein Kegelzahnrad 74 drehbar, in dem die Welle 75 eines L: m- laufrädergetriebes drehbar ist. Auf derWelle 75 sind zwei Umlaufzahnräder 76, 77 be festigt. Das als Träger für das Umlauf getriebe 75, 76, 77 dienende Kegelzahnrad 74 greift in ein Kegelzahnrad 78, das durch eine biegsame Welle 79 mit einem am Maschinen rahmen 65 drehbaren Zahnrad 80 verbun den ist. In das Zahnrad 80 .greift ein mit dem Hebel 64 verbundenes Zahnrad 81. Wird daher der Hebel 64 eingestellt, so wird das Kegelrad 74 in entsprechender Weise ge dreht.
Das Zahnrad 76 des von dem Kegelrad 74 getragenen LTmla.ufrädergetriebes 75, 76, 77 greift in das vorher beschriebene Zahn rad 73. Das Zahnrad 77 des Umlaufräder getriebes greift in ein Zahnrad 82, das auf einer auf der Welle 71 drehbaren Hülse 83 befestigt ist. Auf der Hülse 83 ist ausserdem ein Zahnrad 84 angebracht. Auf der Welle 71 ist ein zweites Kegelzahnrad 85 drehbar. In diesem Kegelzahnrad ist die Welle 86 eines andern L'mlaufrädergetriebes drehbar, das mit den beiden Zahnrädern 87, 88 ver sehen ist.
Das als Träger für das LTmlauf- rädergetriebe 86, 87, 88 dienende Kegel zahnrad 85 greift in ein Kegelzahnrad 89, welches mittels einer biegsamen Welle 90 mit einem am Maschinenrahmen 65 dreh baren Hebel 91 (Fig.9) verbunden ist. Der Hebel 91 wird entgegen der Wirkung einer mit dem Maschinenrahmen verbundenen Feder 92 durch eine Kurvenscheibe 93 ge schwenkt. Die Kurvenscheibe 93 ist mit dem oben erwähnten Hebel 63 verbunden. Durch Einstellung des Hebels 63 wird daher das Kegelza.linrad 85 in entsprechender Weise gedreht.
Die unmittelbare Übertragung der Dreh bewegungen eines Drehzahl-Einstellgliedes einer Werkzeugmaschine auf eine mit loga rithmischen Teilungen versehene Anzeige vorrichtung setzt voraus, dass bei einer Dre hung des I)rehzalil-Einstellgliedes um gleiche Beträge eine prozentual gleiche Änderung, z. B. eine prozentual gleiche Zunahme der Drehzahl bewirkt wird. Einem gleichen Drehwinkel entspricht daher in diesem Falle immer eine Erhöhung der Drehzahl um einen bestimmten prozentual gleichbleibenden Stu fensprung.
Falls diese Voraussetzung bei einem Drehzalil-Einstellhebel nicht gegeben ist, muss die Bewegungsübertragung über ein Zwischengetriebe vorgenommen werden, das eine der jeweiligen Drehzahländerung ent sprechende Verstellung des mit einer loga rithmischen Teilung versehenen Anzeige gliedes bewirkt. Als ein solches Zwischen glied kann beispielsweise eine mit einem Hebel zusammenwirkende Kurvenscheibe die nen.
Im vorliegenden Falle ist angenommen. dass durch eine Drehung des Hebels 63 von der einen in die andere Endlage nicht eine in gleichmässigen Stufungen fortschreitende Vergrösserung bezw. Verringerung der Über setzung bewirkt wird, sondern dass sieh die grösste Übersetzung in der Mittellage des Hebels 63 befindet. Die Kurvenscheibe 93 ist daher so ausgebildet, dass sie in der Nittellage des Hebels 63 den Hebel 91 am weitesten nach aussen schwenkt.
Der die grösste Ausladung aufweisende Teil r, der Kurvenscheibe 93 befindet sich also zwischen dem die geringste Ausladung aufweisenden Teil r1 und dem eine etwas grössere Aus ladung aufweisenden Teil r.,. Das Mass der Ausschwenkung des Hebels 91 entspricht hiernach der jeweilig mittels des Hebels 68 eingeschalteten Übersetzung.
Das Zahnrad 87 des T-Tmlaufrädergetrie- bes 86, 87, 88 greift in das Zahnrad 84. Das Umlaufzahnrad 88 greift in ein Zahn rad 94, das auf einer auf der Welle 71 dreh baren Hülse 95 angebracht ist. Auf der Hülse 95 sind ausserdem eine Scheibe 96 und ein Zahnrad 97 befestigt. Auf der Scheibe 96 ist die Drehzahlteilung 98 (Fig.8) vor gesehen. Die Einstellung der Scheibe 96 er folgt entgegen der Wirkung eines nicht dar gestellten Bremsgliedes, das dem Bremsglied 30 nach Fig. 2 entspricht.
Auf der Welle 71. ist ferner ein Kegel zahnrad 99 drehbar, das mit der Durch messerteilung 100 (Fig. 8) versehen ist. Die Einstellung des Kegelzahnrades 99 erfolgt ebenfalls entgegen der Wirkung eines Brems gliedes, das dem Bremsglied 30 nach Fig. 2 entspricht. In dem Kegelzahnrad 99 ist die Welle 101 eines weiteren Umlaufrädergetrie- bes drehbar. Auf der Welle 101 sind die Umlaufzahnräder 102, 103 angebracht. Das als Träger für das Umlaufrädergetriebe 101, 102, 103 dienende Kegelzahnrad 99 greift in ein Kegelzahnrad 104.
Das Kegelzahnrad 104 könnte unmittelbar durch einen ausser halb des Gehäuses 70 angeordneten Einstell knopf gedreht werden, so @dass durch diesen Einstellknopf auch die Lage des mit der Durchmesserteilung 100 versehenen Kegel zahnrades 99 bestimmt würde.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden jedoch die Kegelzahnräder 99, 104 in Abhängigkeit von der Einstellung des Sup ports der Arbeitsmaschine eingestellt. Das Kegelzahnrad 104 ist zu diesem Zweck mit tels einer biegsamen Welle 105 mit einem am Maschinenrahmen drehbaren Zahnrad 106 verbunden. Das Zahnrad 106 greift in ein Zahnrad 107, das am linken Ende einer Welle 108 (Fig.7) befestigt ist. Die Welle 108 ist am rechten Ende unter Vermittlung eines logarithmischen Kurvengetriebes 124 mit dem linken Ende einer Welle 125 verbunden. In der Nähe des rechten Endes der Welle 125 ist auf dieser Welle ein Zahnrad 109 an- gebracht.
Auf dem rechten Ende der Welle 125 ist eine Einstellscheibe 110 drehbar, die durch Federn 1.23 abbremsbar ist. Die Scheibe 110 dient als Träger für ein Umlaufräder getriebe 111, 112, 113, dessen Welle 111 in der Scheibe 1.10 drehbar ist. Das Umlauf zahnrad: 112 greift in das Zahnrad 109. Das Umlaufzahnrad 113 greift in ein Zahnrad 114, das auf einer Welle 115 befestigt ist. Durch die radiale Einstellung des nicht dar gestellten Supports der Arbeitsmaschine wird die Welle 115 gedreht. Unter Vermittlung des vorher beschriebenen Getriebes wird die der radialen Bewegung des Supports entspre chende Drehung der Welle 115 auf das mit der Durchmesserteilung 100 versehene Kegel rad 99 übertragen.
Da jedoch die Lage der Drehstahlspitze zum Support nicht feststeht, ist einer be stimmten Supportstellung nicht ein entspre chender Arbeitsdurchmesser unveränderlich zugeordnet. Mit Rücksicht hierauf ist die das Umlaufrädergetriebe 111, 112, 113 tragende Scheibe 110 vorgesehen. Diese Scheibe wird auf einen der Einspannung des Stahls im Support entsprechenden Wert eingestellt. Durch Einstellung der Scheibe 110 ist daher in einfacher Weise der erforderliche Aus gleich für die verschiedenen Lagen des Stahls gegenüber dem Support ermöglicht.
Wie oben beschrieben ist, trägt das mit der Durchmesserteilung 100 versehene Kegel rad 99 das Umlaufrädergetriebe 101, 102, 103. Das Umlaufzahnrad 102 greift in das ebenfalls schon oben beschriebene Zahnrad 97. Das Umlaufzahnrad 103 greift in ein Zahnrad 116, das auf der Welle 71 befestigt ist. Auf der Welle 71 ist ausserdem ein Zeiger 117 angebracht, dem auf der Scheibe 72 die Schnittgeschwindigkeitsteilung 118 (Fig. 8) zugeordnet ist. Der Zeiger 117 zeigt daher die Schnittgeschwindigkeit an. Die Scheibe 72 ist mit Fenstern 119, 120 ver sehen, durch welche die Drehzahlteilung 98 bezw. die Durchmesserteilung 100 .sichtbar ist.
Nach aussen ist der Zeiger 117 durch eine Glasscheibe 121 abgedeckt. An dem Zeiger 11'l sind noch zwei kleine seitliche Zeiger 122 fFig. 8) angebracht. Diese kleinen Zeiger haben einen. solchen seit lichen Abstand von der I-Iaupt.spitze des Zei gers 1.17, dass sie diejenige SehnitIgesch -in- digkeit anzeigen,
die bei einer Erhöhung bezw. Erniedrigung der Drehzahl um den bei der Einstellung der Vorgelege auftretenden Stufensprung erreicht wird. Der Arbeiter kann mit Hilfe der Zeiger 1?? leicht fest stellen, ob es zweckmässig ist, eine Erhöhung oder Erniedrigung der Drehzahl vorzu nehmen.
Die Wirkungsweise des r#itts nach Fig.7 bis 9 ist ähnlich wie die Wir- kungsweise der vorher beschriebenen Ausfüh rungsformen.
Es besteht jedoch ein Unter- schied darin, dass bei den Ausführungsformen nach Fig.l bis 3 bezw. nach Fig.4 und a der Arbeitsdurchmesser und die Schnitt geschwindigkeit eingestellt werden, um die Drehzahl zu ermitteln, während bei der Aus führungsform nach Fig. 7 bis 9 die Drehzahl und der Arbeitsdurchmesser eingestellt wer den, um die Schnittgeschwindigkeit zu er mitteln.
Ausserdem werden bei den Ausfüh- rungsformen nach Fig.l bis 3 bezw. nach Fig. 4 und 5 die Einstelltrommeln, z. B. die Durchmessertrommel 6 und die Sehnitt- g r gehwindigkeitstrommel <B>15</B> nach Fig. 2 e <B>C</B> durch Einstellknöpfe, z. B. durch die Knöpfe 5, 3 nach Fig. 2 eingestellt.. Der Arbeiter muss daher noch entsprechende besondere Hebel oder dergleichen Arbeitsmaschine ein stellen.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 wird dagegen die Einstellung der Dreliza.bl- scheibe 96 durch Bedienung der den Vor gelegen der ATaschine zugeordneten Hebel 62, 63, 64 herbeigeführt, das heisst es ist kein besonderer Knopf zur Einstellung der Dreh zahlscheibe 96 vorgesehen. Hierdurch ist die Gefahr, dass der Arbeiter die Maschine fehlerhaft bedient, verringert.
Auch die Einstellung des Durchmesser rades 99 erfolgt, wie oben beschrieben wurde, unmittelbar durch radiale Verstellung des Supports unter Vermittlung der Welle 115 und des zwischen dieser Welle und dem Rade 99 zwischengeschalteten Getriebes. Es muss nur, wie oben geschildert wurde, im Bedarfs falle die Scheibe 110 auf den der Lage des Stahls zinn Support entsprechenden Wert eingestellt werden.
1>ie Wirkungsweise der bei der Vorrich tung na.cli Fig. 7 bis 9 vorhandenen Getriebe ist im wesentlichen die gleiche wie die Wir- kungs,#veise der bei den Ausführungsformen nach Fig.1 bis 3 bezw. nach Fig.4 und 5 vorgesehenen Getriebe.
Bei der Ermittlungs vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 ist nur die An zahl der TTinlaufrädergetriebe mit Riicksicht darauf erhöht, dass die Drehzahlscheibe 96 nicht von einem einzigen Einstellglied, z. B. von einem. der Einstellknöpfe nach den vor her l@eschriebezien Ausführungsformen, son dern von den drei den verschiedenen Vor gelegen der Mascbine zugeordneten Hebeln (>?, <B>63,</B> 6-t beeinfhisst wird.
Die Vbersetzun- gf'n der Zahnruder, die in den einzelnen von den Hebeln 62, 63, 64 zir der Drehzahl- scbeibe 96 führenden Getriebeästen ein- gesehaltet; sind, ist so gew@ililt, ilass die Stel lung der Scheibe 96 stets der mit Hilfe der Vorgelege cingesebalteten Drehzahl der Ma- scliinc entspricht.
Bei der dargestellten Aus- führungsform bewirkt beispielsweise eine Verstellung des Hebels %2 um eine Stufe eine Drehung der Scheibe 96 um sechs Einheiten,
eine Verstellung des Hebels 63 eine Drehung der Scheibe 96 nin zwei Einheiten unil eine Vensiellung des Ilebels 64 eine Drehung der Scheibe 96 um eine Einheit. Durch die LTin- laufräder 76, 77 bezw. 87, 88 wird die Scheibe 96 stets auf den den verschiedenen Stellungen der Hebel 62, 63, 64 entsprechen den Mittelwert eingestellt.
Ebenso ist auch das übersetzungsverhä.lt- nis der Zahnräder. die zwischen dein Support bezw. der von ihm beeinflussten Welle 115 lind dein Ra.de 99 eingeschaltet sind, so ge- w@i.hlt, da ss stets der richtige Durchmesser an gezeigt wird.
Die bei der Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 vorgesehenen Umlaufräder 102, 103 bewirken dann gerade so wie die Umlaufräder bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 bis 3 bezw. nach Fig. 4 und 5 tlie selbsttätige Einstellung des gesuchten Wertes, also bei der Vorrich tung nach Fig. 7 bis 9 die Anzeige der ge suchten Schnittgeschwindigkeit mittels des Zeigers 117, das heisst es wirken die Dreh zahlscheibe 96 und das Durchmesserrad 99 unter Vermittlung der Umlaufräder 102, 103 derartig auf den Zeiger 117 ein, dass dieser Zeiger die gesuchte Schnittgeschwindigkeit, welche hier ein Produkt von Durchmesser und Drehzahl darstellt,
anzeigt.
Da hiernach bei der Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 die Drehzahl an der Scheibe 96 und der Durchmesser an dem Rad 99 zwang läufig eingestellt sind und .da ferner durch den Zeiger 117 die ermittelte Schnitt geschwindigkeit angezeigt wird, sind alle drei Arbeitsgrössen an der Gradeinteilung bezw. in den Fenstern der Anzeigescheibe 72 (Fig. 8) übersichtlich ablesbar.
Die Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 enthält sieben Rechenglieder, und zwar die Glieder 69 bezw. 73, 74, 82, 85, 94 bezw. 96 zur Errechnung und Einstellung der Drehzahl und weiter die Glieder 99 und 71 bezw. 117 zur Errechnung der Schnittgeschwindigkeit aus Drehzahl und Durchmesser. Hiervon wer den
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Rechenglieder durch Verbin dung mit Einstellgliedern der Werkzeug maschine in ihrer Einstellage gehalten, und zwar sind dies die Glieder 69, 74, 85 und 99.
Es sind
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Rechenglieder frei be weglich, und zwar die Glieder 82, 94 bezw. 96 und 71 bezw. 117. Gleichfalls sind
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Ausgleichsgetriebe vorhanden, und zwar 1. das Getriebe 73, 76,. 75, 77, 82 mit dem Stegrad 74; 2. das Getriebe 84, 87, 86, 88, 94 mit dem Stegrad 85, und 3. das Getriebe 97, 102, 101, 103, 116 mit dem Stegrad 99.
Die Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 ist haupt sächlich für eine Drehbank mit Stufengetrie- ben bestimmt. Die Vorrichtung nach der Er- findung kann jedoch auch bei Arbeitsmaschi nen mit stufenloser Regelung der Geschwin digkeit verwendet werden. In diesem Falle muss nur einer bestimmten Stellung des zur Einstellung des betreffenden Getriebes der Arbeitsmaschine dienenden Bedienungsglie des auch stets eine bestimmte Übersetzung dieses Getriebes innerhalb der erforderlichen Genauigkeitsgrenzen zugeordnet sein.
Die beschriebenen Vorrichtungen können auch unter Verwendung bekannter Mittel derartig ausgebildet werden, dass sie ausser zur Anzeige der oben geschilderten Werte, z. B. zur Anzeige einer Drehzahl, auch zur Registrierung oder zum Drucken des betref fenden Wertes dienen. Es können beispiels weise einer oder mehrere der erwähnten ver änderlichen Werte in bekannter Weise auf einem laufenden Papierband oder auf einer drehbaren Papierscheibe aufgezeichnet wer den.
Es können auch an sich bekannte Warn vorrichtungen hinzugefügt werden, welche optische oder akustische Signale geben, wenn Werte nicht eingehalten werden, die für den Arbeitsvorgang vorgeschrieben sind. Es, kön nen auch auf den Anzeigegliedern auf be stimmte Werkstoffe bezügliche Anzeige bereiche durch Schraffierungen, Farben oder dergleichen angegeben sein.
Es können bei der Vorrichtung nach der Erfindung Um laufgetriebe und Zwischenübersetzungen ver wendet werden, um ein beliebiges Über setzungsverhältnis zwischen den Faktoren und Divisoren oder den Produkten und Quo tienten zu erzielen, oder es können nur Um laufgetriebe ohne besondere Zwischenüber setzungen benutzt werden, in welchem Falle eine etwa mittels der Umlaufgetriebe her vorgerufene, von 1:1 verschiedene Über setzung bei der Einteilung der Anzeige teilungen bezw. bei der Ausbildung der Steuervorrichtung für die Maschine berück sichtigt werden kann.
Mit Hilfe der Vorrichtung nach der Er findung können auch mehrere Einzelwerte errechnet werden. Beispielsweise kann durch Hinzufügen eines weiteren Umlaufräder Betriebes auch die Bearbeitungszeit für 1 <B>100</B> mm Drehlänge errechnet werden, wenn der Vorschub pro Umdrehung mit Hilfe des genannten weiteren Umlaufrädergetriebes zu sätzlich eingestellt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann auch derartig ausgebildet sein, dass mit Hilfe dieser Vorrichtung nicht nur der oben geschilderte Wert angezeigt oder registriert wird, sondern da.ss auch in Abhängigkeit von diesem Wert eine selbsttätige Steuerung der Arbeitsmaschine mittelbar oder uninittelbu.r herbeigeführt wird.
Beispielsweise kann die Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 derartig aus gebildet werden, dass, wenn eine bestimmte Schnittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist, bei einer Abweichung der wirklichen Schnitt geschwindigkeit von der vorgeschriebenen Schnittgeschwindigkeit sich die 3lasehine selbsttätig wieder auf die richtige Schnitt geschwindigkeit einstellt. Hierbei können, insbesondere bei stufenloser Regelung der Maschine, bekannte Kontakt-, Widerstands oder Briiekenschaltungen elektrischer Art oder auch andere bekannte Vorrichtungen mechanischer oder hy draulischer Art ver wendet werden.
Beispielsweise kann der Zeiger 117 der Vorrichtung nach Fig. 7 bis 9 mit einer einstellbaren Scheibe zusammen wirken, auf welcher die Widerstände einer an sich bekannten elektrischen BriIehenschal- tung derartig angeordnet sind, dass durch den Zeiger 117 einer dieser Widerstände regelbar ist. In bekannter Weise kann dann durch die Regelung des vorgenannten Widerstandes ein Servomotor beeinflusst werden, welcher im Falle des elektrischen Antriebes der Arbeitsmaschine die Geschwindi-keit dieser Maschine durch Zu- oder Abschaltung von Widerständen regelt.