CH237398A - Verfahren zur Herstellung farbig brennender Kerzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbig brennender Kerzen.

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CH237398A
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Heitmann Gebr
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Heitmann Geb
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C5/00Candles
    • C11C5/002Ingredients
    • C11C5/004Ingredients dyes, pigments; products giving a coloured flame

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Description


  Verfahren zur Herstellung farbig brennender Kerzen.    Gemäss der deutschen Patentschrift  Nr.     216338    können farbig brennende Ker  zen in der Weise hergestellt     w=erden,    dass man  einem mit schwach leuchtender Flamme bren  nenden Stoff, wozu insbesondere Ester und       Amide    ein- oder mehrbasischer niedriger     ali-          phatischer        Carbonsäuren,    deren     Lactone    oder       Lactide    und die Gemische solcher Stoffe zäh  len, eine in der Hitze sich leicht unter Gas  entwicklung zersetzende Verbindung, insbe  sondere     Ammoniumnitrat,        Nitrokörper,

      orga  nische Nitrate und Nitrite, beimischt sowie  dem Gemisch oder dem Docht eine flammen  färbende Verbindung einverleibt und aus der  Masse eine in üblicher Weise mit Docht aus  gestattet-- Kerze formt. Die lebhafte Gasent  wicklung, welche beim Brennen solcher Ker  zen auf dem herausragenden Teil des Dochtes       bezw.    auf der obern Fläche der Kerze     statt-          fiä        det,    zerstäubt die flammenfärbende Ver  bindung in die Flamme und gewährleistet  eine andauernde Färbung derselben.

      Bei näherer Prüfung hat sich jedoch her  ausgestellt, dass von den ungemein zahlrei  chen Stoffen, die unter die in der Patent  schrift genannten     Verbindungen    fallen, die  meisten nicht die in der Patentschrift ange  gebenen     Eigenschaften    besitzen, welche für  die praktische Eignung als Kerzenmasse er  forderlich sind (Schmelzpunkt zwischen 50  und l30 , Siede-     bezw.    Zersetzungspunkt zwi  schen 200 und 300 , Luftbeständigkeit, Fe  stigkeit) und noch     weniger    den sonstigen, in  der Patentschrift überhaupt nicht     erwähnten     Ansprüchen genügen, welche an eine prak  tisch brauchbare Kerzenmasse gestellt wer  den müssen:

   Erzielung einer möglichst  hohen Flammentemperatur,     gegenseitige    Ver  träglichkeit der Bestandteile,     verhältnis-          mässige    Ungefährlichkeit und     Ungiftigkeit,     Fehlen eines     unangenehmen    Geruches beim  Brennen und Verlöschen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung farbig bren-           nender,    mit Docht versehener Kerzen aus  Gemischen von niedrigen     aliphatischen          Oxamidsäureestern    mit organischen     Deriva,          ten    der Salpetersäure unter Zusatz kleiner  Mengen flammenfärbender Stoffe, dadurch  gekennzeichnet, dass man höchstens so viel  eines aus einem sauerstoffreichen     alipha-          tischen    Derivat der Salpetersäure bestehen  den,

   in den geschmolzenen     Oxamidsäure-          estern        reichlich    löslichen Explosivstoffes  mit     Schmelzpunkt    über<B>137'</B> verwendet, dass  eine Detonation des     Gemisches    unter den  Verhältnissen der Praxis nicht eintritt und  dass der Schmelzpunkt des Gemisches nicht  wesentlich über dem     eutektischen    Punkt  liegt. Solche     Gemische    entsprechen im Gegen  satz zu den sonstigen in der deutschen Pa  tentschrift genannten Mischungen in ein  wandfreier Weise allen oben genannten An  forderungen und bedeuten somit einen we  sentlichen technischen Fortschritt.

   Zu die  sen erfindungsgemäss geeigneten Explosiv  stoffen gehören insbesondere     Pentaerythrit-          tetranitrat    und     Cyclotrimethylentrinitramin.     Dies war um so weniger zu erwarten, als so  wohl     Pentaerythrittetranitrat    als auch     Cyclo-          trimethylentrinitramin    sehr reaktionsfähige       Verbindungen    darstellen     und    ihre Schmelz  punkte (l42      bezw.    200 ) weit jenseits der in       derPatentschrift        angegebenenGrenzen    liegen.

    Von     denOxamidsäureestern    sind insbesondere  der     Methyl-,    Äthyl-, die     Propyl-,        Butyl-    und       Amylester    geeignet, ersterer, zwecks Herab  setzung seines hohen Schmelzpunktes, zweck  mässig im Gemisch mit einem oder mehreren  der andern Ester, die beiden     letztgenannten     ebenfalls zweckmässig im Gemisch mit einem  oder mehreren der andern Ester, weil sie für  sich allein mit verhältnismässig leuchtender  Flamme brennen. Der Anteil an z.

   B.     Penta-          erythrittetranitrat    und beispielsweise     Cyclo-          trimethylentrinitramin    ist, wie schon gesagt,  nach oben dadurch begrenzt, dass die Ge  mische unter den Verhältnissen der prak  tischen Verwendung der Kerzen nicht     deto-          nierbar    sein dürfen und dass ihre Zusammen  setzung nicht so weit vom     eutektisehen    Ge  misch verschieden sein darf, dass sie sich    beim Schmelzen auf der Kerze entmischen  und das ruhige Abbrennen stören; diese Be  dingung wird im allgemeinen erfüllt, wenn  der Schmelzpunkt den     eutektischen        Punkt     nicht mehr als um etwa 30  übersteigt.

   In       beschränkter    Menge können auch andere als  Kerzenmasse geeignete Stoffe zugesetzt wer  den, die, wie z. B.     Stearinsäureamid,    für sich  allein mit leuchtender Flamme brennen. Die       flammenfärbenden        Verbindun-;en    (z.

   B.     Li-          thium-    oder     Strontiumsalze    für rot,     Bary    um-,  Kupfer- oder     Tlialliumsalze        bezw.    Borsäure  ester für grün) können in bekannter Weise  der     Kerzenmasse    oder dem     Dochte    oder bei  den einverleibt werden, und zwar genügen  meist sehr kleine Mengen; vorzugsweise sind  solche Verbindungen zu wählen, die mit den  übrigen Bestandteilen der Kerzenmasse ver  träglich sind und mit diesen keine unlös  lichen Fällungen geben.  



  Aus den im vorstehenden beschriebenen  Massen können die Kerzen durch Giessen  oder - zwecks Vermeidung der unter Um  ständen bei längerer Erhitzung über den  Schmelzpunkt stattfindenden Zersetzung   durch Pressen hergestellt werden. Die     Press-          linge    stellen entweder Längshälften der  Kerze oder solche Stücke derselben dar, die  durch     Querschnitte    entstanden zu denken  sind; erstere müssen an den     aneinanderpas-          senden        ebenen    Flächen     aehsiale    Rillen, letz  tere     achsiale        Bohrungen    zur Aufnahme des  Dochtes tragen.

   Das Zusammensetzen der  Kerzen aus den     Presslingen    geschieht nach  Einlegen     bezw.    Einziehen des Dochtes     zwecl-:-          mässig    unter Zuhilfenahme eines Klebmittels.  



       Beispielsn-eise        werden   <B>65</B> Teile     oxamid-          saures        Äthyl    mit     34,:i    Teilen     Pentaerythrit-          tetranitrat    und 0,5 Teilen     adipinsaurem        Li-          thium    gemischt und daraus durch Pressen  halbzylindrische Stücke mit     aehsialer    Rille  hergestellt und durch Zusammenkleben von  jeweils zwei Stücken, nach vorherigem Ein  legen des Dochtes, Kerzen geformt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung farbig bren nender, mit Docht versehener Kerzen aus Ge- mischen von niedrigen aliphatischen Oxamid- säureestern mit organischen Derivaten der Salpetersäure unter Zusatz kleiner Mengen flammenfärbender Stoffe, dadurch gekenn zeichnet, dass man höchstens so viel eines aus einem sauerstoffreichen aliphatischen Deri vat der Salpetersäure bestehenden, in den ge- sehmolzenen Oxamidsäureestern reichlich lös lichen Explosivstoffes mit Schmelzpunkt über 137 verwendet,
    dass eine Detonation des Ge misches unter den Verhältnissen der Praxis nicht eintritt und dass der Schmelzpunkt des Gemisches nicht wesentlich über dem eutek- tischen Punkt liegt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als sauerstoff reicher aliphatischer, in geschmolzenem Oxamidsäureester reichlich löslicher Explo- o sivstoff mit Schmelzpunkt über 137 Penta- erythrittetranitrat verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als sauerstoffrei cher aliphatischer, in geschmolzenem Oxamid- ssäureester reichlich löslicher Explosivstoff mit Schmelzpunkt über 137 Cyclotrimethy- lentrinitramin verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als sauerstoffrei- eher aliphatischer, in geschmolzenem Oxamid- säureester reichlich löslicher Explosivstoff mit Schmelzpunkt über 137 ein Gemisch von Pentaerythrittetranitrat und Cyclotri- methylentrinitramin verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zu dem Gemisch gleichzeitig mehrere Oxamidsäureester ver wendet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kerzenmasse geringe Mengen von andern an sich mit leuchtender Flamme brennenden Stoffen bei gemischt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man aus der Ker zenmasse durch Pressen Längshälften mit einer achsialen Rille für den Docht herstellt und die Presslinge nach Einlegen des Dochtes miteinander verbindet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man aus der Ker zenmasse achsial gelochte Stücke, die durch Querschnitte durch die Kerze entstanden zu denken sind, herstellt und diese nach Ein ziehen des Dochtes miteinander verbindet.
CH237398D 1941-08-29 1942-08-24 Verfahren zur Herstellung farbig brennender Kerzen. CH237398A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1226234B (de) * 1960-06-17 1966-10-06 Ernest Hamsag Kerze mit gefaerbter Flamme

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1226234B (de) * 1960-06-17 1966-10-06 Ernest Hamsag Kerze mit gefaerbter Flamme

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