CH237954A - Verfahren zur Erzeugung von Kräuseleffekten. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Kräuseleffekten.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Kräuseleffekten. Es ist bekannt, Kunstseidengarn zwecks Erzielung einer Kräuselung abnormal hoch zu drehen, anschliessend auf Spulen zu wik- keln und hierauf über den Nullpunkt hinaus wieder zurückzudrehen. Auch ist es be kannt, durchlaufendes Kunstseidengarn mit tels einer "Falschzwirnvorrichtung" vorüber gehend hochzudrehen und auf diese Weise kontinuierlich zu kräuseln. Solche "Falsch zwirnvorrichtungen" sind z. B. in den briti schen Patentschriften Nr. 424880, 442073, 464981 und der französischen ³Patentschrift Nr. 884965 beschrieben. Wollte man bei die sen Verfahren zur Erzielung besserer Kräuse- lungseffekte das Garn über den Nullpunkt hinaus in entgegengesetzter Richtung zurück drehen, so war hiefür eine zusätzliche Dreh operation, also ein zweiter Arbeitsgang, not wendig. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Kräuseleffek- ten in einem einzigen Arbeitsgang durch vor übergehendes stärkeres Drehen von durch laufendem Garn mittels einer "Falschzwirn- @-orrichtung", das dadurch gekennzeichnet ist, das dem Garn entgegengesetzt seiner Drall richtung über den Nullpunkt hinaus vorüber gehend ein stärkerer Drall als der ursprüng liche erteilt wird. Mittels dieses Verfahrens wird ein zweiter Arbeitsgang in Form einer weiteren Dreh operation erspart, ohne dass man auf die mit dem Zurückdrehen über den Nullpunkt ge mäss den früheren Verfahren verbundene bessere Kräuselung verzichten muss. Gegenüber der Arbeitsweise mit Zwi schenaufwicklung auf Spulen besteht ein gro sser Vorteil darin, dass die Fehler, die beim Hochdrehen auf eine sehr hohe Drehungszahl und Wiederzurückdrehen auf eine verhältnis mässig niedrige Drehungszahl in entgegen gesetzter Richtung über den Nullpunkt hin aus, z. B. auf einer Ringzwirnmaschine, vor kommen, hier wegfallen. Ausserdem erlaubt die beschriebene Arbeitsweise eine wesent liche Ersparnis an Raum- und Zeitaufwand. Im nachstehenden werden Durchführungsbei spiele des erfindungsgemässen Verfahrens er- läutert: Als Ausgangsmaterial wird zweck mässig Garn aus auf höchstens 100 T/m ge drehten Kunstseidenfäden benützt, z. B. aus endlosen, zellulosehaltigen Fäden, oder Garn, das Kunstseide und Stapelfasern, z. B. Zell wolle oder Baumwolle (auch Leinen) enthält, die in derselben Richtung versponnen sind wie die Kunstseide. Die Kunstseide gibt in diesem Fall den Stapelfasern genügend Halt, um sie über den Nullpunkt aufdrehen zu kön nen. Auch anderes Garn aus gedrehten Kunst seidefäden mit Stapelfasern, z. B. solches aus Kasein, Polyamiden, Polyurethanen oder aus Polyvinylchlorid kann verwendet werden, ebenso ist Naturseide verwendbar. Unter Um ständen können als Ausgangsmaterial auch Stapelfasern allein benützt werden, wenn man mindestens zwei solcher Garne zusam men kräuselt. Der Zwirn, der beim gleich zeitigen Hochdrehen mehrerer solcher Garne über den Nullpunkt hinaus sich bildet, ge nügt in diesem Fall. um die Lockerung der Stapelfasern beim Passieren des Nullpunktes entgegenzuwirken. Zu derselben Absicht kann auch ein endloses Mitläufergebilde, z. B. Kunstseidengarn, d. h. Garn aus endlosen Fä den oder eine endlose Metallsaite mit dem Ausgangsmaterial zusammen vorübergehend hochgedreht werden. Bei Stapelfasergarn als Ausgangsmaterial wird auf diese Weise eben falls eine Lockerung beim Drehen über den Nullpunkt hinweg verhindert. Ausserdem wird die Festigkeit während der Falsch zwirnoperation dadurch erhöht; auch sind, um eine gleich starke Kräuselung zu erhal ten wie ohne Mitläufergarn, nicht so hohe Drehungszahlen erforderlich. Der vorüber gehende Drall kann gleich dem Vierfachen der ursprünglichen Garndrehung gemacht werden. Zur Erläuterung werden noch folgende Ausführungsbeispiele angeführt: 1. Viskose-Kunstseide-Garn 300 den. mit 44 Fibrillen und 100 T/m S-Drehung wird auf einer Falschzwirnvorrichtung vorüber gehend auf 1700 T/m Z gedreht. Nach dem Passieren der Falschzwirnvorrichtung sind die einzelnen Fibrillen des Garnes typisch gekräuselt, das Garn ist nun voluminöser, erheblich weniger glänzend, es zeigt einen wvolläbnlichen Charakter. 2. Zwei Garne spinnmattierter Viskose- Kunsteide zu je 450 den. und 60 Fibrillen sowie einer ursprünglichen Drehung von 70 T/m S werden zusammen auf einer Falschzwirnvorrichtung vorübergehend auf 1000 T/m Z verzwirnt. Die aus der Falsch zwirnvorrichtung austretenden Garne zeigen eine starke Kräuselung, sie werden zweck mässig gesondert aufgehaspelt. 3. Zwei Viskose-Zellwollgarne der metr. Nr. 20/1. einer Faserfeinheit von 4 den., einer Schnittlänge von 120 mm und einem Drall von 400 T/m Z werden auf einer Falschzwirn vorrichtung vorübergehend auf 1200 T/m S verzwirnt. Nach dem Verlassen der Falsch zwirnvorrichtung sind die beiden Garne merk lich voluminöser; wird ein so behandeltes Ge spinst aufgedreht, so ist eine starke Kräuse lung der Einzelfasern festzustellen. 4. Ein Zellwollgarn 30/1 metr., Faserfein heit 2,75 den., Schnittlänge 50 mm und einem Drall von 450 T/m Z, ferner ein Garn aus Viskose-Kunstseide 300 den. mit 100 Fibril- len und einer Drehung von 80 T/m Z werden auf einer Falschzwiruvorrichtung zusammen vorübergehend auf 1300 T/m S verzwirnt und anschliessend wieder getrennt aufge haspelt. Durch diese Behandlung wird das Viskosegarn in ein stark gekräuseltes, typisch wollartiges Produkt übergeführt, während das Zellwollgarn merklich voller wird. 5. Aus Azetatkunstseide bestehendes Garn von 360 den.. mit 70 Fibrillen und einem Drall von 60 T/m S wird auf einer Falschzwirnvorrichtung vorübergehend auf <B>1.500</B> T/m Z gedreht. Das hierbei nun an fallende Garn ist typisch gekräuselt, es zeigt ein wollähnliebes Aussehen. 6. Zwei Garne. bestehend aus Misch gespinsten aus @'iskose-Zelhvolle plus Azetat- Zellwolle ?0/1 metr. mit einem Drall von 350 T/m S werden vorübergehend auf 1100 T/m Z verzwirnt. Anschliessend werden die beiden Garne auf einer Ringzwirn maschine nach den üblichen Methoden auf 150 T/m in Z-Richtung verzwirnt. Man erhält so einen voluminösen Zwirn mit wollähn- lichem Aussehen. 7. Aus Superpolyamidfasern bestehendes Garn mit einem Titer von 1000 den., 250 Fi- brillen und einer ursprünglichen Drehzahl von 50 T/m S wird auf einer Falschzwirn maschine vorübergehend auf 950 T/m Z ge dreht. Das so behandelte Garn zeigt nun eine starke Kräuselung und stellt einen vorzüg lichen Austauschwerkstoff für Wolle dar. B. Zwei 2'40 den. Garne, Einzelfasertiter zirka 2 den., hergestellt aus einem Misch polymerisat aus Vinylchlorid plus Vinyl- azetat mit einer Garndrehung von 80 T/m S werden vorübergehend auf 1400 T/m Z ge dreht und wieder getrennt aufgehaspelt. Das Fasermaterial zeigt nun eine typische Kräu selung. 9. Zellwollgarn 18/1, Faserfeinheit zirka 7 den., Schnittlänge 120 mm, mit einem Drall von 350 T/m Z wird zusammen mit einem endlos als Mitläufer durch die Falschzwirn apparatur hindurchgeführten Faden aus Superpolyamidfasern mit einem Gesamttiter von 500 den. vorübergehend auf 900 T/m S verzwirnt. Das Zellwollgarn wird durch diese Behandlung voluminöser, wollartiger.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Kräusel- effekten in einem einzigen Arbeitsgang durch vorübergehendes stärkeres Drehen von durch laufendem Garn mittels einer "Falschzwirn vorrichtung", dadurch gekennzeichnet, dass dem Garn entgegengesetzt seiner Drallrich tung über den Nullpunkt hinaus vorüber- gehend ein stärkerer Drall als der ursprüng liche erteilt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs material Kunstseidengarn verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs material Stapelfasergarn verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmate rial Garn verwendet wird, welches Kunst seide und Stapelfasern enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit dem Garn ein endloses Mitläufergebilde durchlaufen gelas sen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Mitläufergebilde Kunstseidengarn be nützt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Mitläufergebilde eine Metallsaite be nützt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der vorübergehende Drall auf das Vierfache der ursprünglichen Garndrehung gebracht wird. B.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmate rial Garn aus@auf höchstens 100 T/m gedreh ten Kunstseidefäden benützt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH237954T | 1943-10-18 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH237954D CH237954A (de) | 1943-10-18 | 1943-10-18 | Verfahren zur Erzeugung von Kräuseleffekten. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH237954A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138669B (de) * | 1960-10-15 | 1962-10-25 | Klaus Uhlmann | Verfahren zur Erzeugung von hochelastischen Baumwollgarnen und -zwirnen |
| DE1246936B (de) * | 1957-12-06 | 1967-08-10 | Heberlein & Co Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von voluminoesem Garn aus endlosen Kunstfaeden |
| DE1248219B (de) * | 1954-01-04 | 1967-08-24 | Leesona Corp | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gekraeuseltem thermoplastischem Garn |
-
1943
- 1943-10-18 CH CH237954D patent/CH237954A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1248219B (de) * | 1954-01-04 | 1967-08-24 | Leesona Corp | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gekraeuseltem thermoplastischem Garn |
| DE1246936B (de) * | 1957-12-06 | 1967-08-10 | Heberlein & Co Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von voluminoesem Garn aus endlosen Kunstfaeden |
| DE1138669B (de) * | 1960-10-15 | 1962-10-25 | Klaus Uhlmann | Verfahren zur Erzeugung von hochelastischen Baumwollgarnen und -zwirnen |
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