Presspumpe für hydraulische Pressen, insbesondere Obst- und Traubenpressen. Es gibt Presspumpen für hydraulische Obst- und Traubenpressen mit zwei Pumpen kolben von in bezug aufeinander verschiede nem Durchmesser, denen je ein Saug- und ein Druckventil zugeordnet ist. Bei der beim Pressbeginn und kleinem Druck erforder lichen grösseren Fördermenge arbeiten der grosse und kleine Pumpenkolben zusammen, worauf bei der bei grösser werdendem Druck erforderlichen kleineren Fördermenge nur noch der kleine Pumpenkolben arbeitet; die Fördermenge bleibt je Kolbendurchmesser konstant. Bei Erreichung eines vorbestimm ten Pressdruckes, z.
B. 70 at, wird durch einen Gewichtshebel das dem grösseren Kol ben zugeordnete Saugventil geöffnet, womit die Tätigkeit des grossen Kolbens aufgehoben wird und beim Eintreten eines bestimmten maximalen Druckes, z. B. von 400 at, wird dazu noch das dem kleinen Kolben zugeord nete Saugventil geöffnet, womit die Tätig keit auch des kleinen Kolbens aufgehoben wird; von einem der Druckleitung zugeord neten Auslöskolben aus erfolgt die Bewegung des Gewichtshebels, der beim Schwenken nacheinander Gewichte anhebt, bei deren Überwindung jeweils das betreffende Saug ventil geöffnet wird.
Es ist somit bei dieser Ausbildung der Presspumpe bei zunehmen dem Pressdruck ein plötzlicher Abfall von einer konstanten grösseren Fördermenge auf eine konstante kleinere Fördermenge vorhan den, so dass hierbei der Pressdruck nicht gleichmässig zunehmen kann.
Um aber beim Pressen die grösstmögliche Ausbeute an Saft bei kürzester Pressdauer zu erreichen, sollte die Fördermenge der Press- pumpe mit zunehmendem Pressdruck allmäh lich kleiner werden, der Pressdruck also ,dem gemäss gleichmässig zunehmen.
Zu diesem Zwecke besitzt die erfindungs gemässe Presspumpe für hydraulische Pres sen, insbesondere Obst- und Traubenpressen, einen Drosselkörper, welcher in Abhängig keit vom Flüssigkeitsdruck sich so einstellt, dass er nach Massgabe ,der Druckzunahme in der Druckleitung den Zufluss der Flüssig keit in diese mehr und mehr drosselt und bei Erreichung eines maximalen Pressdruckes ab sperrt.
Demzufolge wird mit zunehmendem Press- druck die Fördermenge der Presspumpe all mählich kleiner, so dass auch der Pressdruck dementsprechend gleichmässig anwächst, wie es für die Arbeitsleistung der Presse er wünscht ist. Dabei benötigt die Presspumpe nur noch einen einzigen Pumpenkolben mit zugehörigem Saug- und Druckventil, was die Pumpe im Bau sowie in der Arbeitsweise er heblich vereinfacht und deren Kosten für Anschaffung und Unterhalt wesentlich ver billigt; infolge Verminderung der Ventilzahl sind in diesem Fall auch die weben Undicht werdens der Ventile notwendigen Arbeiten vermindert, was um so wichtiger ist, als das richtige Einschleifen des Ventilkörpers für die in Betracht kommenden, meist ungeübten Leute nicht leicht ist.
Die teilweise schematische Zeichnung dient zur Erklärung von zwei Ausführungs beispielen des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt im Axialschnitt das erste Bei spiel im Zustand beim Beginn des Pressens; Fig. 2 ist eine Seitenansicht hierzu; Fig. 3 zeigt eine der Fig. 1 entspre chende Darstellung des Zustandes am Ende des Pressens.
Fig. 4 in ähnlicher Darstellung einen Zwi- schenzustanid; Fig. 5 zeigt vergleichsweise ein Arbeits diagramm einer Presspumpe mit eingangs er klärter, bekannter Ausbildung, Fig. 6 das Arbeitsdiagramm der erfin dungsgemässen Presspumpe, Fig. 7 vom zweiten Beispiel der erfin dungsgemässen Presspumpe einen Schnitt. Im ersten Beispiel (Fig. 1-4) bezeich net 1 den Pumpenkörper mit dem Tauchkol ben 2. Von einem die Arbeitsflüssigkeit, z. B. Öl, enthaltenden Behälter 3 aus führt die Saugleitung 4 zur Saugkammer 5 im Pumpenkörper 1. Die Saugkammer 5 ist durch einen winklig abzweigenden Verbin dungskanal 6 an den Arbeitsraum 7 der Pumpe angeschlossen.
Das zweite Ende dieses Verbindungskanals 6 dient als Sitz der Kugel 8 eines Satigverrtils. An den Arbeitsraum 7 der Pumpe ist ferner ein Kanal 9 angeschlossen, reit dem über ein federbelastetes Druckventil 10 die Druckleitung 11 verbunden ist, welche an den Zylinder 12 des Presskdlbens 13 einer Presse angeschlossen ist; zwischen dem untern Presskolben 13 und einem obern Widerlager . 14 befindet sich in üblicher Weise das Press- gut 15. In der Saugkammer 5 befindet sich der konische Drosselkörper 16, welcher durch seine am Pumpenkörper 1 verschiebbar ge führte Hubstange 17 über einen (zwei par allele Laschen besitzenden) Lenker 18 an einen mehrarmigen Verbindungshebel 19 an geschlossen ist.
Dieser Verbindungshebel 19 ist auf einer am Pumpenkörper 1 festen Achse 20 gelagert. Am zweiten Arm des Ver bindungshebels 19 greift ein (zwei parallele Laschen besitzender) Lenker 21 an, an den ein im Pumpenkörper 1 verschiebbar b führ- ter Steuerkolben 22 angeschlossen ist, wel cher sich in einem Seitenkanal 23 befindet, der vom erweiterten Teig des Kanals 9 aus geht. Der Verbindungshebel 19, trägt an einem Seitenarm 24 ein einstellbares Ge eicht 25.
Der Tauchkolben 2' ist durch eine Pleuel stange 26 mit dem Exzenterzapfen 27 der Kurbelscheibe 28 verbunden, auf deren An triebswelle 29 eine feste und eine lose Rie menscheibe (nicht gezeichnet) angeordnet sind. In Fig. 3 ist. der Tauchkollben 2 in sei ner beim Druckhub erreichten tiefsten Stel lung gezeichnet, in welcher sein unteres Ende mit dem Scheitel des Kanals 9 bündig ist. Ferner ist nach Fig. 3 der Drosselkörper 16 aufwärts gegen einen in der Saugkammer 5 .
vorgesehenen Sitz 30 gedrückt, wodurch der Zufluss von Flüssigkeit aus dem Behälter 3 in die Pumpe abgesperrt ist.
Fim 1 zeigt den Drosselkörper 1.6 in .sei ner andern bezw. untern Endlage, welche er beim Beginn der Pumparbeit einnimmt; dabei ist der Gewichtsarm 2'4 des Verbindungs hebels 19 in lotrechter Lage in bezug auf die Schwenkachse 20 dieses Hebels 19, und der Steuerkolben 22 befindet sieh in seiner höch sten Labe. Beim Saughub des Tauchkolbens 2 öffnet sich das Saugventil 8, so dass Flüs sigkeit aus der Saugkammer 5 in den Ar beitsraum 7 der Pumpe einströmt.
Beim Druckhub des Tauchkolbens 2 wird das Druckventil 10 geöffnet und Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum 7 der Pumpe in die Druck leitung 11 gepresst zwecks Anhebens des Presskolbens 13. Nach Massgabe der Zunahme des Flüssigkeitsdruckes im Zylinder 12 bezw. in der Druckleitung 11 wird der Steuerkol ben 22 abwärts und dementsprechend über den Verbindungshebel 19 der Drosselkörper 16 aufwärts bewegt.
Der Schwenkbewegung des Verbindungshebels 19 stellt sich das am Arm 24 wirkende Gewicht 25 entgegen, des sen wirksame Hebelarmlänge in bezug auf die Schwenkachse 20 von 0 in der Stellung I mit der Zunahme des Pressdruckes mehr und mehr anwächst bis zur Stellung II, in der die maximale Druckwirkung erreicht wird, bei welcher dann der Drosselkörper 16 den Zufluss der Flüssigkeit aus dem Behälter 3 in die Saugkammer 5 absperrt und folglich der Betrieb der Pumpe unterbrochen wird. Bei der Drosselung entsteht im Pumpenzylin der ein entsprechendes Vakuum, so dass der Kolben 2 bei gänzlicher Absperrung des Zu laufes sich in einem luftleeren Raum bewegt.
Der Drosselkörper 16 wird auf seinem Weg von der untern in die obere Endlage an dem von der Saugkammer 5 abzweigenden Verbindungskanal 6 vorbei bewegt. Sobald der Drosselkörper 16 im Sinne der Fig. 4 in den Bereich des genannten Verbindungskanals 6 kommt, beginnt eine Drosselung des Zu flusses der Flüssigkeit aus der Saugkammer 5 in den Arbeitsraum 7 der Pumpe; das Ganze ist so abgestimmt, dass diese Drosse lung des Zuflusses der Pressflüssigkeit in die Druckleitung 11 bei einem vorbestimmten Pressdruck, z. B. bei etwa 70 at, einsetzt.
Die in Fig. 5 und 6 in Vergleich gestell ten Arbeitsdiagramme einer Presspumpe be kannter Art und der erfindungsgemässen Presspumpe lassen die unterschiedliche Ar beitsweise klar erkennen. Es bedeutet darin A die Betriebszeit vom Beginn der Pump- bezw. Pressarbeit bis zur Erreichung des maximalen Pressdruckes und Q die jeweils von der Pumpe geförderte Flüssigkeitsmenge, die nach einer anfänglich konstanten Grösse, z. B. während der Betriebszeit B, mit der Erreichung eines vorausbestimmten Druckes von z.
B. 70 at gemäss Fig. 5 plötzlich auf eine bis zum Ende der Pressung konstante, geringe Fördermenge q abfällt, dagegen nach Fig. 6 gleichmässig kleiner wird bis auf 0. Bei dieser mit zunehmendem Pressdruck er zielten; gleichmässigen Abnahme der Förder menge der Pumpe nimmt der Pressdreuck .dementsprechend gleichmässig zu.
Der Zweck der gleichmässig zunehmenden Pressung ist -die Regelung des Saftabflusses, .der mit der stärkeren Pressung zufolge eintretender Ver engung der Abflusskanäle im Pressgut ent sprechend verringert werden muss, z. B. beim Pressen von Traubenmaische ohne Zwischen böden. Presst man zu stark, so steigt der Pressdruök rasch und die Abflusskanäle ver stopfen sich bald.
Es wäre auch eine Ausführung denkbar, bei der das Saugventil selbst so ausgebildet ist, dass-es als Drosselkörper wirkt.
Statt den Gewichtshebel mit Gewichts belastung zu versehen, könnte er auch, bei verringertem Hebelausschlag, Federbelastung besitzen. Die Federspannung würde mit zu nehmendem Winkelausschlag des Hebels all mählich grösser werden, wobei die wirksame Hebelarmlänge der Feder in bezug auf dessen Schwenkachse wenigstens annähernd kon stant sein könnte.
Beim zweiten Beispiel (Fig. 7) \bezeichnet 31 einen als Ansaugekammer dienenden Be hälter, aus welchem die Flüssigkeit durch die Saugleitung 3,2 zur Arbeitskammer der nicht gezeichneten Pumpe kommt. Im Behälter 31 ist ein senkrechter Führungsstutzen 33 für den Drosselkörper 34 angeordnet, -welcher mit der Mündung der Saugleitung 32 zusam menwirkt.
Der Drosselkörper 34 stehlt einen von der Flüssigkeit im Behälter 31 getrage nen Schwimmer dar, dessen -zylindrischer Oberteil unten in einen konisch verjüngten Teil übergeht, an den ein zylindrischer End- teil 35 -anschliesst. Nach dem Arbeitsbeginn der Pumpe kommt der Drosselkörper 34 zunächst durch seinen verengten zylindrischen Teil 35 mit der Mündung der Saugleitung 32 zum Zu sammenarbeiten; es bleibt dann der Zufluss der Flüssigkeit aus dem Behälter 31 zum Arbeitsraum der Pumpe zunächst konstant.
Nach entsprechendem Absinken des Flüssig keitsspiegels im Behälter 31 und entspre chender Zunahme des Flüssigkeitsdruckes in der Druckleitung kommt der konische Teil des Drosselkörpers 34 in den Bereich der Mündung der Saugleitung 32, wodurch die lichte Weite des Mündungsquerschnittes mehr und mehr verengt wird und schliesslich der Drosselkörper 34 diese Mündung abschliesst. Er wird demgemäss der Zufluss der Flüssig keit aus dem Behälter 31 zum Arbeitsraum der Pumpe allmählich verringert und schliess lich abgesperrt.
Auf ähnlicher Grundlage wäre eine Aus führungsart in dem Sinne möglich, dass ein konischer Drosselkörper einem Flüssigkeits zulauf des Behälters 31 zugeordnet und von einem Schwimmer bewegt wird, welcher mit tels eines Hebels den Drosselkörper steuert.
Anstatt den Drosselkörper konisch und die Drosselstelle der Ansaugkammer zylin drisch auszuführen, wie bei beiden gezeieh- neten Beispielen dargestellt ist, könnte auch umgekehrt der Drosselkörper zylindrisch und die Drosselstelle der Ansaugkammer konisch sein.