CH238395A - Verfahren zur Isolierung von Wicklungen von Hochspannungs-Transformatoren und -Drosselspulen. - Google Patents
Verfahren zur Isolierung von Wicklungen von Hochspannungs-Transformatoren und -Drosselspulen.Info
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Description
Verfahren zur Isolierung von Wicklungen von Hochspannungs-Transformatoren und -Drosselspulen. Bekanntlich kann beim Bau von Transfor matoren und Drosselspulen sehr viel Platz gespart werden, wenn man -die Wicklungen derselben in Isoliergehäuse einbaut. Bei Hoch spannungsapparaten der genanntem Art ist es aber erforderlich, dass die Isoliergehäuse überall dicht an,die Wicklung anschliessen, da sonst in den Fugen Glimmerscheinungen auf treten können. Man ist also genötigt, auch die Fugen zwischen Wicklung und Isoliergehäuse mit möglichst dem Isolierstoff des Gehäuses gleichwertigem Isolierstoff auszufüllen.
Aus Teilen zusammengesetzte Isoliergehäuse er füllen die Anforderungen nur unvollkommen. Besonders bei sehr hohen Spannungen pflegt man daher die Wicklungen fortlaufend mit Papier- oder Stoffstreifen zu umwickeln oder zu umbandeln. Dies macht bei Wicklungs spulen mit im Verhältnis zur Spulendieke langen Radial- oder Zylinderflächen grosse Schwierigkeiten, da sich die Umbandelung von diesen Flächen stellenweise abhebt, wo durch doch wieder glimmgefährdete Hohl- räume gebildet werden.
Ausserdem ist es fast unmöglich, Ableitungen, Anzapfungen, Her ausführungen sowie etwaige Bauelemente für Kühlschlitze und dergleichen fugenlos herzu stellen.
Nach der Erfindung lässt sich eine hoch wertige Rochspannungsisolierhülle für Wick lungen von Transformatoren und Drosselspu len herstellen, die von vorneherein völlig fu genfrei ist und so bleibt.
Die Erfindung besteht darin, dass auf die zu isolierenden Bauteile, insbesondere Spulen und deren Ableitungen, Papierbrei aufge spritzt wird, welcher dann infolge Verdun stung der Anmachflüs.sigkeit erhärtet.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele für die Erfindung dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 bis 4 Wicklungen mit zylindrischen Spulen nebst ihren Ablei tungen, F'ig. 5 eine Durchführung zur Klemme und Fig. 6 eine Wicklung mit Schei benspulen. Fig.1 zeigt,die grundsätzliche Anordnung einer Zylinderwicklung a für Hochspannung mit aufgespritzter Papiermasse b als Isola tion, die .den Wicklungskörper a satt bedeckt.
Die Stirnenden der Wicklung sind mit Schutz ringen c bedeckt, die an die letzte Windung der Wicklung angeschlossen sind und selbst mit einer besonderen umbandelten oder eben falls aufgespritzten Isolation d versehen sein können; über die Isolation d wird noch -die Isolation b gespritzt. Zweckmässig werden auch die Ableitungen e mit eingespritzt.
Die Ableitung kann man gemäss Fig. 2 in einigen Windungen f mit nach aussen zuneh mender Isolationedicke il, i@, i3 herausführen und die ganze äussere Isolationsschicht b zwecks Potentialsteuerung mit einer dünnen Metallschicht m. bedecken.
Im allgemeinen muss eine in Isolierstoff eingehüllte Wicklung gekühlt werden, wes halb man mit Vorteil innerhalb derselben Kühlschlitze vorsieht. Gemäss Fig. 3 verläuft ein zylindrischer Kühlschlitz g koaxial zur Achse der Spule<I>a;</I> er endet in Räumen lt zwischen Wicklung und Schutzringen c. Die Schutzringe c sind zweckmässig isolierte me tallische Hohlringe, an die .die ebenfalls hoh len und isolierten Ableitungen e leitend ange schlossen sind.
Die isolierten :Schutzringe sind mit Üffnungen versehen, welche das Ein- und Ausströmen des Kühlmittels in die Hohlringe bezw. aus denselben gestatten, so dass das !Kühlmittel durch die Ableitungen, die Schutz ringe und die Wicklung zirkulieren kann.
Ferner lässt sich ein äusserer Ölraum, also der ganze Transformatorkessel, vermeiden, wenn man nach einer weiteren Ausführungs form .die aufgespritzte Masse öldicht macht und an die Isolierhülle einen, Rückkühler an schliesst.
Wenn nötig, kann man mittels der Spritzisolation nach der Erfindung die Pa piermasse an den Stellen erhöhter elektrischer Beanspruchung, zum Beispiel an den Stellen der Eingangswindungen bezw. der Schutz- ,ringe e, verstärken, wie das in Fig. 3 bei fi. gezeigt ist.
In Fig. 4 ist eine nach der Erfindung iso lierte Wicklung a mit unter sich verbundenen horizontalen Ülschlitzen o dargestellt. Die Ableitung e führt mit einer Hülle aus gleich mässig herumgespritzter Papiermasse b in den Durchführungsisolator<I>p,</I> der den Deckel<I>r</I> durchsetzt, zur Klemme q.
Wie Fig. 5 zeigt, kann man eine solche Ableitung e a -,ich aussen mit einem Metall überzug -m versehen und diesem ein gegen über dem Deckel r ungefährliches Potential, zum Beispiel das gleiche Potential bezw. das Erdpotential, geben. Diesen Überzug lässt man in bekannter Weise in einem 1STetallring s enden und verstärkt oberhalb desselben die Isolation. so ,dass ein birnenförmiger Isolier- körper t entsteht, der ebenfalls aus gespritzter Papiermasse bestehen kann.
Dieser endver- schlussartige Isolierkörper wird dann zweck mässig noch mit einem Porzellanmantel p be deckt, der die Klemme q trägt.
Schliesslich ist in Fig. 6 veranschaulicht, irt welcher Weise Scheibenspulen mit auf gespritzter Papiermasse isoliert werden kön nen. Da hier beispielsweise Hochspannungs- spulen u mit Niederspannungsspulen<I>v</I> in der Achsenrichtung abwechseln, sind nur die ersteren, und zwar vor dem Aufbau, mit Pa piermasse b bespritzt. Die Spulenverbirndun- gen 2t, werden nachträglich hergestellt und mit gespritzter Papiermasse isoliert. g sind wieder Ölschlitze.
Ebenso wie man die Oberfläche der Isola tion mit einem leitenden oder halbleitenden Belag in versehen kann, wie in Fig. 2 und 5 beispielsweise angedeutet, kann man auch metallische oder halbleitende Beläge zur Po tentialsteuerung in die Isoliermasse mit ein spritzen, sei es, dass man nach Erreichen einer gewissen Sehiehtdieke der Isolation Folien oder Anstriche aufbringt und auf diese wei tere Isolationsschichten spritzt, sei es, dass man auch die leitenden oder halbleitenden Be läge selbst aufspritzt.
Ferner kann man um das gespritzte Isoliergehäuse metallische, die Festigkeit der Anordnung erhöhende Bau elemente anbringen und sie gegebenenfalls wenigstens teilweise mit der Papiermasse um spritzen. Solche Teile sind besonders dann zweckmässig, wenn man für die Innenküh lung bezw. Isolation eine Druckflüssigkeit oder Pressgas verwendet, was sich besonders empfiehlt, wenn dies Medien von höherer elek trischer Festigkeit als Luft von Atmosphären druck sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Isolierung von Wicklun gen von Hochspannungs-Transformatoren und -Drosselspulen durch. fugenfreies Umgeben von Wicklungen oder Wicklungsteilen mit Isolierhüllen, dadurch .gekennzeichnet, dass unmittelbar auf die zu isolierenden Bauteile Papierbrei aufgespritzt wird, welcher dann infolge Verdunstung erhärtet. II. Wicklung von Hochspannungs-Trans- formatoren- oder -Drosselspulen, isoliert nach .dem Verfahren nach Patentanspruch I. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, dass als Anmachflüs- eigkeit für den Papierbrei eine vollständig ,verdunstende Flüssigkeit verwendet wird, so dass die erhärtete Papierisolation saugfähig bleibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, .dass die Anmaehflüs- sigkeit für den Papierbrei mit Stoffen ver mengt wird, welche nicht verdunsten. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da ,durch gekennzeichnet, .dass solche Stoffe zu gesetzt werden, welche nach dem Verdunsten der flüchtigen Anmachflüssigkeit die Saug fähigkeit der erhärteten Papierisolation ver mindern. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Hülle der An schlussleitungen für Strom und Kühlmittel Tubenlos an die Isoliermasse der Wicklungs spulen angeschlossen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass durch vermehrtes Aufspritzen von Papiermasse Verdickungen der Isolierhülle erzeugt werden. 6.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in die Papiermasse leitende Beläge eingefügt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf einzelne Stel- len der Isolierhülle leitende Beläge aufge bracht werden. $. Verfahren nach Unteranspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die leitenden Belä-e ebenfalls aufgespritzt werden. 9.Wicklung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet dass die an den Stirn enden der Wicklung vorhandenen isolierten Schutzringe an hohle und. isolierte Ableitun gen leitend angeschlossen sind, wobei die Schutzringe mit Offnungen versehen sind, vrelahe das Durchströmen von Kühlmittel durch dieselben hindurch gestatten. 10. Wicklung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die metallischen Ableitungen der Wicklung, wenigstens im Bereich ihres Durchtrittes durch die Papier hülle, hohl sind. 11.Wicklung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an die Isolierhülle ein Rückkühler für das Kühlmittel ange schlossen ist. 12. Wicklung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Isolierhülle mit potentialsteuernden, leitenden Einlagen versehen ist. 13. Wicklung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Isolierhülle mit potentialsteuernden, leitenden Belägen versehen ist. 14.Wicklung nach Patentanspruch II, da- 'durch gekennzeichnet, dass die Isolierhülle mit ihre Festigkeit erhöhenden Bauteilen be wehrt ist. 15. Wicklung nach Unteranspruch 14, da durch .gekennzeichnet, dass die festigkeits erhöhenden Bauteile wenigstens teilweise mit der Papiermasse umspritzt sind. 1G. Wicklung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, <B>da ss</B> auch die Ableitungen mit leitenden Be lägen versehen sind. 17.Wicklung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Isolierhülle an Stellen höherer elektrischer Beanspruchung verdickt ist. 18. Wicklung nach Unteransprüchen 13, 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Isolierhülle der Ableitung zwischen dem Ende ihres leitenden Belages und der An- achlussl#:lemme verdickt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH238395T | 1943-03-03 |
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| CH238395D CH238395A (de) | 1943-03-03 | 1943-03-03 | Verfahren zur Isolierung von Wicklungen von Hochspannungs-Transformatoren und -Drosselspulen. |
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| CH (1) | CH238395A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE974633C (de) * | 1951-07-20 | 1961-03-09 | Friedrich Dr-Ing E H Raupach | Mit fluessigem Isoliermittel gefuellter Spannungswandler |
| DE975986C (de) * | 1946-10-26 | 1963-01-03 | Moser Glaser & Co A G | Verfahren zur Herstellung einer durchschlagfesten Verkleidung von Wicklungen |
| WO1991001907A1 (de) * | 1989-08-10 | 1991-02-21 | Alfred Teves Gmbh | Ventilblock, insbesondere für schlupfgeregelte, hydraulische bremsanlagen |
| CN107170566A (zh) * | 2017-07-27 | 2017-09-15 | 国网冀北电力有限公司唐山供电公司 | 一种变压器出口防短路装置及使用方法 |
-
1943
- 1943-03-03 CH CH238395D patent/CH238395A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975986C (de) * | 1946-10-26 | 1963-01-03 | Moser Glaser & Co A G | Verfahren zur Herstellung einer durchschlagfesten Verkleidung von Wicklungen |
| DE974633C (de) * | 1951-07-20 | 1961-03-09 | Friedrich Dr-Ing E H Raupach | Mit fluessigem Isoliermittel gefuellter Spannungswandler |
| WO1991001907A1 (de) * | 1989-08-10 | 1991-02-21 | Alfred Teves Gmbh | Ventilblock, insbesondere für schlupfgeregelte, hydraulische bremsanlagen |
| CN107170566A (zh) * | 2017-07-27 | 2017-09-15 | 国网冀北电力有限公司唐山供电公司 | 一种变压器出口防短路装置及使用方法 |
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