CH238407A - Werkzeugmaschine, bei der zu synchronisierende Wellen durch von einem gemeinsamen Netz gespeiste Synchronmotoren angetrieben werden. - Google Patents

Werkzeugmaschine, bei der zu synchronisierende Wellen durch von einem gemeinsamen Netz gespeiste Synchronmotoren angetrieben werden.

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CH238407A
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synchronous
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Inventor
Oerlikon Maschinenfabrik
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Oerlikon Maschf
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K19/00Synchronous motors or generators
    • H02K19/02Synchronous motors
    • H02K19/14Synchronous motors having additional short-circuited windings for starting as asynchronous motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


      Werkzeugmaschine,    bei der zu     synchronisierende    Wellen durch von einem gemein  samen Netz gespeiste Synchronmotoren angetrieben werden.    In elektrisch betriebenen Werkzeugmaschi  nen werden häufig die Arbeitswelle und ein  oder mehrere Vorschubwellen je von einem  besonderen Motor angetrieben. Für besondere  Zwecke, wie z. B. in Drehbänken, Fräsmaschi  nen, Gewindeschleifmaschinen usw., ist ein  Synchronlauf einer Vorschubwelle mit der  Arbeitswelle oder auch ein Synchronlauf  mehrerer Vorschubwellen untereinander er  forderlich. Als Antriebsmotoren wurden vor  wiegend gleichstromerregte     Synchronmotoren     bevorzugt, die von einem gemeinsamen Netz  gespeist waren.

   Eine Änderung der Arbeits  geschwindigkeit der Werkzeugmaschine lässt  sich sodann durch eine Frequenzänderung des  Netzes bewerkstelligen. Gleichstromerregte  Synchronmotoren sind jedoch verhältnismässig  kostspielige Antriebsmittel. Insbesondere sind  die Einrichtungen für die erforderliche Gleich  stromerregung der Motoren ein kostspieliger       Anlageteil.    Dabei können alle Motoren von  einer gemeinsamen Gleichstromquelle aus er-    regt werden oder man kann jedem Synchron  motor eine besondere Gleichstromquelle, bei  spielsweise einen Erregergleichrichter, bei  geben, der bei geringeren     Leistungen    vor  zugsweise ein Trockengleichrichter ist. Fer  ner ist auch der Anlasser für gleichstrom  erregte     Synchronmotoren    ein verhältnismässig  kostspieliges Schaltelement.

   Man hat aus die  sen Gründen     "elektrische    Wellen" für den       Vorschubantrieb    in Werkzeugmaschinen fast  nur dann verwendet, wenn eine rein mecha  nische Kraftübertragung, z. B. wegen zu  vielen erforderlichen Zahnradübersetzungen,  praktisch überhaupt nicht hätte angewendet  werden können. In allen andern Fällen hat  man es bisher jedoch vorgezogen, eine mecha  nische     Kraftübertragung    für den Vorschub  antrieb vorzusehen, da die elektrische Welle  mit gleichstromerregten     Synchronmotoren     trotz der eventuell erzielbaren     baulichen     Vereinfachung der Werkzeugmaschine als zu  kostspielig     angesehen.    wurde.

        Aber auch in denjenigen Fällen, wo die  Anwendung einer elektrischen Welle für den  Vorschubantrieb unumgänglich war, besitzt  der gleichstromerregte Synchronmotor noch  einige Nachteile. Unerwünscht ist vor     allein     die verhältnismässig grosse Neigung zu     Pen-          delungen    um die Synchronlage bei raschen  Laständerungen. Grundsätzlich wäre es je  doch möglich, diese Pendelungen durch eine  Dämpferwicklung im Läufer weitgehend zu       unterdrücken,    allein bei den in Frage kom  menden Motorleistungen von etwa 0,5 bis  20 PS ist bei dem heute üblichen Aufbau der  Läufer gleichstromerregter Synchronmotoren  in der Regel kein Platz mehr für eine solche  Dämpferwicklung vorhanden.

   Sie liesse sich  nur einbauen bei einer Vergrösserung der Ab  messungen des gesamten Motors, wodurch  eine zusätzliche Verteuerung unumgänglich  wird. Ist ferner nur ein sehr geringer Ver  drehungswinkel der elektrischen Welle erfor  derlich, so lässt sich     dieser    bei einer vor  gegebenen Synchrondrehzahl nur dadurch  erreichen, dass das vom Synchronmotor ab  zugebende Drehmoment einen     entsprechend     kleinen Bruchteil seines Kippmomentes be  trägt. Es muss mit andern Worten der Syn  chronmotor stark überbemessen werden, d. h.  für ein Mehrfaches seiner betriebsmässig ab  zugebenden Leistung ausgelegt werden, wo  durch ebenfalls eine zusätzliche     Verteuerung     des Antriebes entsteht.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun,  diese Mängel zu vermeiden und     insbesondere     die sonst nur durch starke Überbemessung  gleichstromerregter Synchronmotoren erreich  baren Vorteile mit     geringerem    Aufwand zu  verwirklichen. Es wird dies dadurch erreicht,  dass die miteinander synchronlaufenden Wel  len der Werkzeugmaschine, von denen wenig  stens eine eine Vorschubwelle ist, nicht durch  gleichstromerregte Synchronmotoren, sondern  durch Synchronreaktionsmotoren angetrieben  werden, deren Läufer mit einem Dämpfer  käfig versehen ist.

   Synchronreaktionsmotoren  haben, wie die nicht mit Trommelanker, son  dern mit einem Polrad     versehenen    gleich  stromerregten Synchronmaschinen, einen Läu-    fer mit mehr oder weniger ausgeprägten Po  len, wobei jedoch im Gegensatz zur gleich  stromerregten Synchronmaschine eine Gleich  stromerregerwicklung nicht vorhanden ist.  Synchronreaktionsmotoren hat man sowohl  mit und ohne Dämpferkäfig gebaut. Sie wur  den auch mit einem Anlaufkäfig ausgerüstet,  der natürlich wegfallen kann, sofern der  asynchrone Hochlauf nicht erforderlich ist.

    Synchronreaktionsmotoren wurden bisher  schon für die verschiedensten Verwendungs  zwecke benützt, an Stelle von gleichstrom  erregten Synchronmotoren, jedoch nur dann  eingesetzt, wenn ihr bei gleicher Motorgrösse  geringeres Drehmoment und der schlechtere  Leistungsfaktor in Kauf genommen werden  konnten. Sie wurden daher meist nur für     schi-          geringe        Leistungen    von etwa unter 1 PS ver  wendet, obwohl man auch höhere Leistungen  gelegentlich mit Synchronreaktionsmotoren  erzeugt hat.

   Die vorliegende Erfindung stützt  sich demnach auf die Erkenntnis, dass  diese Mängel der Synchronreaktionsmotoren,  welche im allgemeinen ihre Anwendung auf       breiterer    Basis verhindern, in elektrischen  Wellen für Antriebe von Werkzeugmaschi  nen, insbesondere Vorschubantriebe, nicht nur       keine    so grosse Bedeutung haben, sondern  durch andere, den Synchronreaktionsmotoren  eigentümliche Eigenschaften weit kompen  siert werden, so dass dieselben für dieses An  wendungsgebiet sogar den gleichstromerreg  ten Synchronmotoren vorzuziehen sind.  



       Die    vorliegende Erfindung wird nachfol  gend an Hand der in Fig. 1 wiedergegebenen  graphischen Darstellung und des in Fig. 2  schematisch dargestellten Ausführungsbei  spiels näher erläutert.  



  Die Fig. 1 zeigt den vergleichsweisen Ver  lauf des Drehmomentes als Funktion der     Pol-          radnacheilung    bei einem gleichstromerregten  Synchronmotor und bei einem     Synchronreak-          tionsmotor.    Für den ersteren gilt die untere  Kurve und für den letzteren die obere Kurve.  Das Drehmoment ist in der senkrechten     Ordi-          natenrichtung    für jede Kurve besonders auf  getragen, während die     Abszissenrichtung    für  beide Kurven einen gemeinsamen Massstab,      und zwar in elektrischen Graden aufweist.  Das Kippmoment tritt bei den Kurven je  weils im Punkt K auf.

   Der Synchronreak  tionsmotor (obere Kurve) hat demnach den  Vorteil, dass das Kippmoment schon bei einer  Polradnacheilung von etwa 45  gegenüber 90   beim gleichstromerregten Synchronmotor (un  tere Kurve) auftritt. Bei gleich hohen     Kipp-          momenten    beider Motoren besitzt demnach ein  Vorschubantrieb mit Synchronreaktionsmotor  nur die Hälfte der Winkelabweichung wie ein  Antrieb mit gleichstromerregtem Synchron  motor bei sonst gleicher Belastung. Dagegen  könnte man einwenden, dass dieser Vorteil  durch einen grösseren Aufwand an aktivem  Eisen und Kupfer erkauft wird, da der Syn  chronreaktionsmotor bei gleich hohem     Kipp-          moment    an sich schwerer und grösser ausfällt,  als ein gleichstromerregter Synchronmotor.

    Allein es zeigt sich, dass ein gleichstromerreg  ter Synchronmotor, der bei einer bestimmten  Belastung für dieselbe Winkelabweichung be  messen ist wie ein entsprechender Synchron  reaktionsmotor, auch das doppelte     Kipp-          moment    des letzteren haben müsste und dann  bezüglich Raum, Gewicht und Preis wesent  lich ungünstiger ist als der Synchronreak  tionsmotor. Es gilt dies jedoch nur, wenn der  Synchronreaktionsmotor mit hoher Stator  zahnsättigung, kleiner Streuung und starker  Drehstrommagnetisierung des Ständers be  trieben wird und die Längsfeldreaktanz des  Läufers bei Betriebsinduktion möglichst gross  gegenüber seiner Querfeldreaktanz bei klei  ner Induktion ist.

   Die Läuferbleche haben zu  dem Zweck etwa die Form, wie sie in Fig. 2       angegeben    ist, welche einen Querschnitt durch  den Läufer zeigt. Die einzelnen Läuferbleche  1. sind auf der Welle 2 aufgereiht und haben  ausgeprägte Pole 3 mit dazwischenliegenden  Pollücken 4 geeigneter Form. Da eine Gleich  si:romerregerwicklung beim Synchronreak  tionsmotor nicht notwendig ist, kann leicht  ein Dämpferkäfig angebracht werden,, dessen  Dämpferstäbe 5 in den Polen 3 -und in den  Pollücken 4 angeordnet und untereinander  durch Kurzschlussringe 6 verbunden sind.

   Da  durch wird in wirksamer Weise die Pende-    lungsneigung um die Synchronlage unter  drückt, die sich wegen den in Werkzeug  maschinen oft auftretenden kurzperiodischen  Laständerungen bei den bisher üblicherweise  verwendeten gleichstromerregten Synchron  maschinen als sehr störend herausgestellt hat.  Ist eine Begrenzung des Anlaufstromes bei  hohem Anzugsdrehmoment erwünscht, so  kann der Läufer als Stromverdrängungs-,  z. B. Doppelkäfiganker ausgebildet sein, bei  welchem sich an der Peripherie des Läufers  eine hohe Anzahl Dämpferstäbe geringen  Querschnittes und mit erhöhtem Ohmschem  Widerstand befinden, während die in der  Fig. 2 dargestellten Dämpferstäbe 5 mit gro  ssem Querschnitt und geringem Ohmschem  Widerstand vorzugsweise weiter innen und in  geringerer Anzahl angeordnet werden.

      Der Anlasser für den Synchronreaktions  motor ist wesentlich einfacher und billiger als  derjenige für einen gleichstromerregten Syn  chronmotor. Bei     geringen    Leistungen kann er  beim Synchronreaktionsmotor aus einem ein  fachen Ein-Aus-Schalter bestehen, wie er für  Drehstrom-Induktionsmotoren üblich ist. Für  grössere Leistungen ist ein Anlasser vorzuzie  hen, der während des Anlaufes die Feldstärke  des Drehfeldes vorübergehend schwächt; es  genügt hierzu z. B. eine Stern-Dreieckschal  tung oder ein Anlasstransformator. Die Re  gelung der Arbeitsgeschwindigkeit der Werk  zeugmaschine kann wie bei der Anwendung  von     gleichstromerregten    Synchronmotoren  durch die Regelung der Frequenz des speisen  den Netzes bewerkstelligt werden.  



  Bei     Werkzeugmaschinen    mit einer grösse  ren Gesamtantriebsleistung ist es bei der An  wendung von Synchronreaktionsmotoren vor  zuziehen, den Leistungsfaktor des die Moto  ren speisenden Netzes zu verbessern. Dazu  sind mindestens den     Synchronreaktionsmoto-          ren    grösserer Leistung Kondensatoren parallel ,  zu schalten.

   Dieser Mehraufwand gegenüber  Antrieben mit gleichstromerregten Synchron  motoren wird jedoch reichlich kompensiert,  da die bei     gleichstromerregten,Synchronmoto-          ren    erforderlichen Apparate und Vorrichtun-      gen für die     Gleichstromerregung        wegfallen.     Ausserdem ist der Synchronreaktionsmotor,  da er keine Schleifringe benötigt und einen  einfacheren und robusteren Aufbau als der  gleichstromerregte Synchronmotor     besitzt,     für den rauhen Betrieb in Werkzeugmaschi  nen besser geeignet. Im Zusammenhang mit  dem einfacheren Anlasser ergibt sich     ferner     noch eine Verbesserung der Betriebssicherheit  des elektrischen Teils der Werkzeugmaschinen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Werkzeugmaschine, bei der zu synchroni sierende Wellen durch von einem gemein samen Netz gespeiste Synchronmotoren ange trieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander synchronlaufenden Wellen, von denen mindestens eine eine Vorschub welle ist, durch Synchronreaktionsmotoren angetrieben werden, deren Läufer mit einem Dämpferkäfig versehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Werkzeugmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer als Stomverdrängungsanker ausgebil det ist.
    ?. Werkzeugmaschine nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch Anlasser, welche beim Anlauf der Synchronreaktions motoren die Feldstärke ihres Drehfeldes vor übergehend schwächen. 3. Werkzeugmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ver besserung des Leistungsfaktors des die Mo toren speisenden Netzes mindestens den Syn- ehronreakti.onsmotoren grösserer Leistung des Antriebes der Werkzeugmaschine Kondensa toren parallel geschaltet sind.
    4. Werkzeugmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Re- der Arbeitsgeschwindigkeit der Werk- zeeugmaschine die Frequenz des die Synchron- re Aktionsmotoren speisenden -Netzes regelbar ist.
CH238407D 1945-01-20 1945-01-20 Werkzeugmaschine, bei der zu synchronisierende Wellen durch von einem gemeinsamen Netz gespeiste Synchronmotoren angetrieben werden. CH238407A (de)

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