CH238558A - Polsterkörper, Verfahren und Pressform zur Herstellung desselben. - Google Patents

Polsterkörper, Verfahren und Pressform zur Herstellung desselben.

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CH238558A
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Wittich-Hummel
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Wittich Hummel
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C27/00Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas
    • A47C27/12Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with fibrous inlays, e.g. made of wool, of cotton
    • A47C27/122Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with fibrous inlays, e.g. made of wool, of cotton with special fibres, such as acrylic thread, coconut, horsehair

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Description


  Polsterkörper,     Türfahren    und     Pressform    zur Herstellung desselben.         Vorliegende        Erfindung        betrifft        einen;     Polsterkörper sowie ein     Verfahren    und eine       Pressform    zur     Herstellung    .desselben.  



  Die in der     althergebrachten    Weise durch  Einlegen von gelockerter     Polstermasse,        wie          aufgezupftem        Rosshaar,    in     eine    Hülle und       nachfolgendes    Durchziehen     einzelner,    mit  Knöpfen     versehener    Heftschnüre     erzeugten          Polsterkörper    für Sitz- und Liegemöbel     haben     den     bekannten,        Nachteil,

          dass    sie sich nach  kurzer Zeit     besonders    an den am     meisten    be  lasteten     Stellen        infolge        seitlicher    Verdrän  gung und     gleichzeitigen        Zusammendrückens     des     Polstermaterials    .deformieren,     was    die  Polsterwirkung stark     beeinträchtigt,    so dass  solche     Polsterkörper,        insbesondere    Matratzen,  von Zeit zu Zeit aufgearbeitet werden müssen.  



  Dieser     Übelstand    kann beim     Polsterkör-          per    gemäss der Erfindung dadurch behoben  werden,     @dass        derselbe        aus    einer verdichteten,       mittels    .geschlossener Bindenähte zusammen  gehaltenen     Polstermasse    besteht.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur    Herstellung     eines    solchen     Polsterkörpers        be-          eteht        dahin,        dass        die          üxn        lauf-        i          gelockertem    Zustand in eine Form     eingefüllt     und ,durch     Pressen    verdichtet wird, worauf  die Bindenähte eingezogen werden,     solange     sieb. die     Polstermasse    unter Druck in der     Form     befindet.  



  Diese     .Ausbildung    und Herstellungsweise  ermöglicht einen praktisch     formbeständiger          Polsterkörper;    der     überdies    bei     entsprechenden     Nahtabständen so gut     wie        ebenePo@lsterfläcllen     aufweisen kann, im     Gegensatz    zu .den nach  der     erwähnten        bisherigen    Methode hergestell  ten Polsterkörpern, welche infolge der punkt  weisen     Heftung        mittels    .der     lleftGchnüre    be  sonders in neuem     Zustand,

          insbesondere    bei  Matratzen, die bekannten Wölbungen auf  weisen, die erst     im    Gebrauch bei der durch  das Zusammendrücken     :eintretenden        Deforma-          tion        verschwinden.     



  Ein     weiterer        Vorteil    besteht     darin,        -dass     ein     Auswechseln    des     Überzuges,    zwecks Er  neuerung oder     Reinigung        desselben        oder         zwecks     Desinfektion    der     Polsterfüllung    weit       einfacher        ist    als bei -den gehefteten Polster  körpern, da     hierzu        lediglich    die Naht an einer       Seite    des Überzuges geöffnet werden muss.  



  Die erfindungsgemässe     Pressform    zur Aus  führung !dieses Verfahrens     zeichnet    sich da  durch aus, dass .dieselbe einen äussern Form  kasten zur Aufnahme der Polstermasse und       einen    beweglich in diesen eingesetzten Deckel  aufweist, welche beide mit Schliessvorrichtun  gen zur Verbindung beider Teile     nach    erfolg  ter Pressung sowie mit genau Übereinander  liegenden     Schlitzen    zum Nähen der Binde  nähte .des     Polsterkörpers    versehen sind.  



       Ein        Ausführungsbeispiel    der     erfindrin,-,-s-          gemä.ssen        Pressform    ist     in    der     Zeichnung    dar  gestellt, und die     Ausführung    des     Verfahrens     sei in Verbindung mit der Handhabung die  ser     Pressform        beschrieben.     



  In der     Zeichnung        zeigt:          Fig.    1 .die     Pressform.        irr    gefülltem     Zustand,     links     in        Ansicht    und rechts im     Längs,s.chnitt,          Fig.    2 eine Draufsicht     derselben,    links  mit Deckel und rechts     bei:

      abgenommenem  Deckel und       Fig.    3 .die     Pressform    nach erfolgter Ver  dichtung des     Inhaltes,    links in     Ansicht        uird     rechts im Schnitt;       Fig.    4     zeigt,den    fertigen Polsterkörper in  Draufsicht und       Fig.    5 eine     Längsansicht    desselben.  



  Die in     Fig.    1-3     dargestellte        Pressform          weist        einten    äussern Fasten 1 für die Auf  nahme,der     Polstermasse    P auf, dessen lichte  Länge und Breite gleich gross wie die ent  sprechenden Abmessungen des     Polsterkörpers     sind, während in     der    Höhe eine     entsprechende     Reserve für die Pressung     vorgesehen    ist. Im  Boden hat der gasten 1 eine Anzahl paral  leler Längsschlitze 1'.

   Aussen an den     Seiten-          wänden    des     Kastens    1 sind Lager 3 befestigt,  an welchen     .Schraubenbolzen    4     vertikal        ver-          schwenkbar        angelenkt    sind, welche mit     Mut-          tern    6 versehen     ,

  sind.    Es können     dies    Sechs  kant- oder     Flügelmuttern        sein.    Beweglich in  den     gasten    1     eingepasst    ist ein     muldenförmi-          ger    Deckel 2, der genau über den Längs  schlitzen 1' ;des     Kastenbodens    liegende Längs-         schlitze    2' aufweist.

   Am     Rande    des     Deckels     2 ist senkrecht über jedem Lager 3 ein Bügel  5     befestigt,        dessen        horizontaler    Lappen 5'  einen offenen Schlitz zur Aufnahme des zu  gelröriben     Schraubenbolzens    4 besitzt.  



  Die     Wirkungsweise    dieser     Pressform    bei       llerstellurig        ehre:,    Polsterkörpers, zum Bei  spiel der in     Fig.    4 und 5     dargestellten        Bett-          matratze        M,    ist wie folgt:

    In den     Kasten    1 wird das     Polstermaterial     P, zum     Beispiel        gezupftes        Rosshaar,        bis    zu  einer     bestimmten    Höhe     eingefüllt.    Dann wird  der Deckel 2     eingesetzt    und das     Ganze    in  einer     Presse        gepresst,    bis das verdichtete Pol  stermaterial nicht mehr nachgibt.

   Dann wer  den, wie aus     Fig.    3 ersichtlich, die     Schrau-          benbolzen    4     lioc:hgesclrwenkt,    .die     Muttern    6  über den Lappen 5'     fest    angezogen und die       Pressform    aus der     Presse        herausgenommen.     Jetzt wird die     festgepresste    Füllung in der       Pressforin    durch die     Längsschlitze    1' und 2'  des Bodens und des Deckels     hindurch    mit  zwei Fäden in jeder Naht     gegenläufig    ge  näht.

   Dies wird     bewerkstelligt,    indem man       finit    zwei Nadeln mit Zwirn von     beiden    Sei  ten aus abwechselnd die     Polstermasse    P von  Rand     durehsticlit        und    am     Ende    jeder Naht  die     beiileir    Fäden aderselben     miteinander    ver  knüpft.     .Der    fertige     Polsterkörper    M kann       hach    Öffnender     Pressform    aus dieser     heraus-          gehoben    werden.

       Derselbe        besteht    neun aus  verdichteter     Polstermasse,        welche        mittels    der       geschlossenen        Bindenähte    N     (Fig.    4 und 5)  formfest     zusammengehalten    ist, und über     der-          selberi    kann in einfacher     Weise    ein     Überzug     aus     Gewebe    oder aus     Leder    (für Sitzpolster)       aufgebracht        werden.     



  Man     könnte    natürlich auch Wolle,     ge-          nrisehtes        Rossliaar    oder ein anderes     Polster-          nraterial    in gleicher Weise     verarbeiten.     



  Die     Nähschlitze    könnten auch in     Q,uer-          rielitung    angeordnet sein, oder es könnten       nachträglich    an dem aus der     Presse    herausge  nommenen Polsterkörper im     Bedarfsfalle          iroeh    einige Quernähte eingezogen werden.  



  Für runde Sitzpolster     könnten    die     Schlitze     in der     Pressform        auch    radial     angeordnet        sein.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Polsterkörper, .dadurch gekennzeichnet, dass derselbe aus einer verdichteten, mittels geschlossener Bindenähte zusammengehalte- nen, Polstermasse besteht.
    II. Verfahren zur Herstellung des Pol sterkörpers nach Patentanspruch I, .dadurch gekennzeichnet, dass die Polstermasse in auf- gelockertem Zustand in eine Form eingefüllt und durch Pressen verdichtet wird, worauf die Bindenähte eingezogen werden,
    solange sich die Polstermaese unter Druck in der Form befindet. III. Pressform zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch 1I, .dadurch ge kennzeichnet, dass -dieselbe einen äussern Formkasten zur Aufnahme der Polstermasse und:
    einen beweglich in diesen eingesetzten Deckel aufweist, welche beide mit Schliess- vorrichtungen zur Verbindung beider Teile nach erfolgter Pressung sowie mit genau übereinan@derliegenden Schlitzen zum Nähen .der Bindenähte des Polsterkörpers versehen sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patenrtansprueh II, .da durch gekennzeichnet, dass die Pressung des Polstermaterials soweit getrieben wird, bis dasselbe nicht mehr nachgibt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch II, .da- .durch gekennzeichnet, dass man bei Herstel lung jeder Bindenaht mit zwei Nadeln mit Zwirn durch hierfür in .der Pressform vorge sehene Längsschlitze hindurch von beiden Seiten aus abwechselnd die Polstermasse von Hand durchsticht und am Ende der Naht die beiden Fäden derselben miteinander ver knüpft.
    3. Pressform nach Patentanspruch HI, da durch ,gekennzeichnet, @dass jede Schliessvor- richtung durch timen am Rande des muliden- förmig Deckels angeordneten Bügel mit geschlitztem, horizontalem Lappen und einen darunter aussen an einer Seiten- wand,
    des Kastens vertikal veirschwenkbar an gelenkten Schraubenbolzen gebildet ist, -der art, dass er nach erfolgter Pressung aufwärts in den Schlitz dies Bügels geschwenkt werden und durch Anziehen einer darauf sitzenden Mutter .die Schliessvorrichtung geschlossen gehalten <RTI
    ID="0003.0109"> werden kann.
CH238558D 1944-03-14 1944-03-14 Polsterkörper, Verfahren und Pressform zur Herstellung desselben. CH238558A (de)

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