CH239453A - Ionenentladungsröhre mit flüssiger Kathode und Anode. - Google Patents
Ionenentladungsröhre mit flüssiger Kathode und Anode.Info
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Description
lonenentladungsröhre mit flüssiger Kathode und Anode. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ionenentladungsröhre, in der sowohl die Anode als auch die Kathode aus einer Menge flüssigen Metalles bestehen. Die Röhre nach der Erfindung kann insbesondere als Strom richterröhre oder als Schalter mitQuecksilber- elektroden ausgebildet sein.
Die Röhren mit flüssigen Elektroden ha ben den Nachteil, dass an der wärmsten Elek trode, in den meisten Fällen an der Anode, da an der Anode die meiste Wärme entwickelt wird, andauernd Elektrodenmaterial ver dampft und andern Stellen, beispielsweise an der andern Elektrode, niederschlägt. Dies kann zur Folge haben, dass sämtliches flüssi ges Metall an der Anode verdampft, so dass ausschliesslich die Anodeneinführung als Anode dient, wodurch letztere viel zu heiss wird und daher die Röhre schnell zusammen bricht.
Bei zweiseitig steuerbaren Röhren, das heisst Röhren, in denen die beiden Elektroden je mit einer Zündvorrichtung versehen sind, darf niemals eine der Elektroden leer werden oder das Quecksilberniveau bis unterhalb der Zündvorrichtung gelangen, da die betreffende Elektrode dann nicht als Kathode dienen kann. In diesen Röhren ist häufig so viel Elek- trodenmaterial vorhanden, dass das Metall der kälteren Elektrode nach der wärmeren hin überzufliessen anfängt, bevor letztere ganz leer ist.
Obwohl das hinüberfliessende Elektro- denmaterial dann über irgendeine Tropfvor richtung geführt wird, treten hierdurch oft Kurzschlüsse oder unerwünschte Zündungen auf.
Die Erfindung sucht nun diese Nachteile dadurch zu vermeiden, dass in der Ionenent- ladungsröhre mit flüssigen Elektroden zwi schen den beiden Elektroden ein Behälter an geordnet wird, in welchen das aus einer der Elektroden hinüberfliessende Elektrodenmate- rial gelangt. Dabei ist der Behälter derart gestaltet, dass im Betrieb das Elektroderimate- ri.al daiaus wieder verdampft.
Da das aus einer der Elektroden hinüber fliessende Elektrodenmaterial in den zwischen den beiden Elektroden liegenden Behälter ge langt und aus letzterem wieder verdampft wird, lässt sich zwischen den beiden Elektro den keine leitende Verbindung herstellen, so dass Kurzschluss oder eine unerwünschte Zün dung nicht auftritt. Die Temperatur des Elektrodenmaterials in diesem Behälter soll höher sein als diejenige der beiden Elektro den, da sonst nach der allgemeinen Regel doch noch Elektrodenmaterial in den Behälter hinüberverdampfen würde.
Bei einer vorzugsweise verwendeten Aus führungsform nach der Erfindung sind die beiden aus Quecksilber bestehenden Elektro den in den Schenkeln einer H-Röhre ange bracht, und das Verbindungsrohr bildet; den Behälter zur Aufnahme des ans einer der Elektroden hinüberfliessenden. Quecksilbers.
Für die Verdampfung des Elektroden materials aus dem Behälter heraus lässt sich die von der Entladung entwickelte Wärine benutzen. Um eine genügende Geschwindig keit der Verdampfung zu erreichen, lässt sich die Entladungsbahn an der Stelle des Queck- silberbehälters über eine gewisse Länge ver engen. Der Behälter kann auch mit Wärme- isoliermaterial umgeben werden, so dass die Wärmeabfuhr durch die Wand hindurch möglichst beschränkt n-ird.
Um unter ungünstigen Verhältnissen die Verdampfung des Elektrodenmaterials zu ge- %vährleisten, lässt sich aussen am Behälter ein Heizelement anbringen. Auch kann man das Quecksilber dadurch verdampfen, dass es durch einen elektrischen Strom unmittelbar geheizt wird. Zu diesem Zwecke kann der Behälter mit einer Induktionsspule umgeben werden, oder im Behälter können zwei Elek troden angebracht werden, mittels welcher der Strom zugeführt wird.
Falls die Röhre als Gleichrichter dient, ist es besonders vor teilhaft, die -\Vandung der Röhre oberhalb der Anode mit einer zusätzlichen Kühlung zu versehen, um dadurch die Zuriiekführung des Quecksilbers zu der Anode zu fördern.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der beiliegenden Zeichnung dargestell ten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 stellt eine erfindungsgemässe Gleichrichterröhre dar, in der das Quecksilber infolge der durch die Entladung entwickelten Wärme verdampft wird.
Fig. ? zeigt eine zweiseitig steuerbare Entladungsröhre, in der das Quecksilber mit tels eines ausserhalb der Röhre angeordneten Heizelementes verdampft wird.
Fig. 3 stellt einen Gleichrichter dar, bei dem innerhalb des Behälters zwei Elektroden für die Heizung des Quecksilbers angeordnet sind und der Raum oberhalb der Anode der art ausgebildet ist, dass er die Wärme gut ab führen kann.
In F'ig. 1 sind 1 und 2 die beiden Schenkel der H-Röhre. Die Quecksilbermassen 4 und 5 bilden die Kathode bezw. die Anode. Die an das Glas aasgeschmolzenen Chromeisenkappen (i und 7 dienen als Stromzufiihrung. 3 ist das Verbindungsrohr, welches an den beiden En den mit stehenden Rändern 9 und 10 ver sehen ist, so dass der Behälter 8 entsteht.
Der Rand 10 an der Anodenseite ist. höher als der Rand 9 an der Kathodenseite, so dass aus der Kathode hinüberfliessendes Quecksilber nicht in die Anode spritzen und daher einen Kurz schluss oder eine Zündung einleiten kann. Das Verbindungsrohr 3 ist an den Enden abge rundet. so dass der Querschnitt in der Mitte wesentlich geringer ist und daher im ver engten Teil der Entladungsbahn genügende Wärme zur Verdampfung des Quecksilbers entwickelt wird. Um die Wärmeverluste nach aussen zu beschränken, ist das Rohr 3 mit dem 'NVärmeisoliermantel 11 umgeben.
Im Kathodenquecksilber 4 befindet sich die Funkenzündelektrode 12. welche aus einem Quarzröhrchen 12 besteht, dessen In nenseite mittels des Quecksilbers und des :1lolvbdändrahtes 13 mit der Anschluss klemme 15 verbunden ist. Das Quarzröhrchen 12 ist. mittels der Zwischenringe 14 an das Glas der Röhre aasgeschmolzen. Zwecks Zün dung der Röhre wird während kurzer Zeit eine hohe positive Spannung an die Klemme 15 gelegt.
In Fig. 1 sind die mit Fig. 1 überein stimmenden Teile mit gleichen Bezugsziffern @vie in Fig. 1 angedeutet. Die Röhre ist sym metrisch ausgebildet. Die Elektroden besit zen je eine F'unkenzündelektrode und können daher nach Belieben als Kathode dienen. Die Röhre findet zum Beispiel Anwendung zur Speisung des Ankers eines Gleichstrommotors. der abwechselnd in die eine oder in die andere Richtung drehen muss, aus einem Wechsel stromnetz.
Die beiden Überfliessränder 9 und 10 sind hier gleich hoch gemacht, so dass die Elektroden je als Kathode dienen können. Unter dem Behälter 8 ist das Heizelement 16 mit Anschlussklemmen 17 und 18 angeordnet. Die Grösse des Elementes ist derart gewählt, dass unter Berücksichtigung der durch die Entladung entwickelten Wärme das Queck silber immer verdampfen wird. Das Verbin dungsrohr 3 ist über die ganze Länge ver hältnismässig eng gewählt.
In Fig. 3 sind ebenfalls die mit Fig. 1 übereinstimmenden Teile mit gleichen Be zugszeichen angedeutet. In den Boden des Behälters 8 sind die beiden Chromeisenplätt- cben 19 und 20 eingeschmolzen, welche als Elektroden für den Heizstrom des Queck silbers dienen. Die Elektroden 19 und 20 müssen an eine Spannungsquelle von niedri ger Spannung angeschlossen werden, um beim Schliessen und Unterbrechen des Stromes starke Funken zu vermeiden. Diese Funken könnten nämlich durch die Ionisation des Quecksilberdampfes eine Zündung der Röhre einleiten.
Da die Heizung des Behälters nur wirkt, wenn Quecksilber vorhanden ist und also, wenn der Behälter leer ist, keine Überhitzung auftritt, so kann dieser Behälter so gross ge wählt werden, dass auch ohne die von der Entladung entwickelte Wärme sämtliches Quecksilber verdampft. Das Verbindungsrohr 3 kann dann weit gewählt werden, so dass kein unnötiger Spannungsabfall in der Röhre auftritt.
Der obere Teil der Anodenhälfte der Röhre besteht aus einem Chromeisenkopf 21 mit Kühlblechen 22. Die Wärme wird aus diesem Röhrenteil schnell abgeführt, wodurch also leicht Quecksilber darin kondensiert, welches dann in die Anode fällt. Nötigenfalls kann der Kopf 21 noch durch einen Luft strom gekühlt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ionenentladungsröhre mit flüssiger Anode und Kathode, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Elektroden ein Behälter für das aus einer der Elektroden hinüberfliessende Elektrodenmaterial angebracht ist, welcher Behälter derart gestaltet ist, dass das Elektro- denmaterial während des Betriebes wiederum daraus verdampft.UNTERANSPR ttCHE 1. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Quecksilber bestehende Anode und Kathode in den Schenkeln einer H-Röhre angebracht sind, und dass das Verbindungsrohr einen Behälter zur Aufnahme des aus einer der Elektroden hinüberfliessenden Quecksilbers bildet.2. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Entladungsbahn an der Stelle des Quecksilberbehälters derart ver engt ist, dass das im zwischen den Elektro den liegenden Behälter befindliche Elektro- denmaterial infolge der durch die Entladung entwickelten Wärme verdampft wird. 3. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Entladungs röhre an der Stelle des Quecksilberbehälters verengt ist.4. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass der das überge flossene Elektrodenmaterial enthaltende Be hälter mit Wärmeisolierungsmaterial umge ben ist. 5. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Behälter mit einem Heizelement umgeben ist. 6. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet. dass der Behälter von einer In duktionsspule umgeben ist.7. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sich im Innern des Queck- silberbehälters z,@-ei Elektroden befinden. B. Ionenentladungsröhre nach Patentan spruch, die als Gleichrichter ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die \Wandung der Röhre über der Anode mit Kühlmitteln versehen ist.
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