CH239779A - Gewichts-Reguliereinrichtung an automatischen Maschinen zum Abwägen und Abfüllen von schüttbarem Gut. - Google Patents
Gewichts-Reguliereinrichtung an automatischen Maschinen zum Abwägen und Abfüllen von schüttbarem Gut.Info
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Description
Gewichts-Reguliereinrichtung an automatischen Masehinen zum
Abwägen und Abfüllen von schüttbarem Gut.
Die Erfindung betrifft eine Gewichtsregu- liereinrichtung an automatischen Maschinen zum Abwägen und Abfüllen von schüttbarem Gut.
Die Arbeitsweise solcher Maschinen ist beispielsweise folgende :
Aus einem Vorratsbehälter strömt das abzufüllende Gut durch einen vertikalen Kanal, der durch einen Schieber abgesperrt werden kann, in den Wiegebehalter einer Waage.
Nach Erreichen des jeweils eingestellten Ge wichtes im Wiegebehälter bewirkt der Ausschlag der Waage die Verstellung des Schiebers zum Beispiel auf mechanischem oder elektrischem Wege und damit den Abschluss des Kanals. Dieser, Schieber befindet sich aus konstruktiven Gründen in einem gewissen Abstand über dem Wiegebehälter. Nachdem der Schieber den Kanal abgesperrt hat, gelangt das zwischen Schieber und Wiegegefäss noch im Fall befindliche Material zusätzlich in dieses Gefäss.
Um trotzdem das gewünschte Gewicht zu erzielen, muss jeweils die Waage auf ein etwas kleineres Gewicht als das Soll gewicht eingestellt werden, nämlich auf das sogenannte Auslösegewicht. Das nach Ab schluB des Kanals noch in den Wiegebehälter fallende Material ergibt dann das gewünschte
Sollgewicht.
Diese Differenz zwischen Soll gewicht und dem an der Waage eingestellten
Gewicht ist bei ein und derselben Machine im wesentlichen von der Art des abzufüllen den Materials usw. abhängig.-Um dieselben
Maschinen für das Abfüllen von Materialien verschiedenster Art verwenden zu können, werden sie bis jetzt mit einer Reguliervorrich tung ausgerüstet, mit welcher von Fall zu
Fall die richtige Differenz zwischen Aus lösegewicht und Sollgewicht resp. das Aus losegewicht eingestellt werden kann.
Die jetzt gebräuchlichen Reguliervorrich tungen bestehen aus einer zusätzlichen Hilfs hebelwaage, deren einer Arm von unten auf den Gewichtsteller der Haupthebelwaage, welcher mit dem Sollgewicht belastet war, einwirkt und dadurch eine gewisse Entla stung herbeiführt. Somit ist nicht das volle Sollgewicht wirksam. Die Grosse dieser Ent lastung wird den jeweiligen Verhaltnissen angepasst, zum Beispiel durch Verschieben eines Gewichtes auf dem zweiten Arm der zusätzlichen Hebelwaage.
Diese Vorrichtung hat den grossen Naeh- teil, dass sie nicht während des Betriebes regs- liert werden kann. Beim Verschieben des Gewichtes auf dem zuletztgenannten Arm erfährt die Hilfswaage unvermeidlich Erschüt- terungen, so dass die darauffolgenden Wägun- gen nicht der Einstellung entsprechen. Die Maschine musste daher jeweils für die Regu- lierung abgestellt werden.
Es sind auch schon Reguliervorrichtungen bekannt, bei denen auf dem Waagebalken der Hauptwaage ein verschiebbares Gewicht vorgesehen ist. Durch Einstellen desselben konnte jeweils die gewünschte Korrektur gegenüber dem Sollgewicht erzielt werden.
Eine solehe Ausfiihrung weist ebenfalls den oben angeführten Nachteil auf. Darüber hinaus ist zu sagen, dass auf solchen Maschinen die Hauptwaage sehr schleeht zugänglich ist. so dass die Einstellung des Reguliergewiehtes sehr unbequem war.
Bei den bekannten Maschinen treten aber auch beim Abfüllen eines bestimmten Materials Schwankungen im Sollgewicht auf, auch wenn das Auslosegewicht unverändert beibehalten svird, da die abzufüllenden Güter selten vollkommen homogen sind. Es ist nicht nur notig, die Machine jeweils nur für ein gewisses Material auf ein bestimmtes Auslösegewicht einzustellen, sondern es sind auch während des Betriebes dauernd kleinere Kor rekturen notwendig. Der Regullervorgang bei der bisher gebräuchlichen Ausführung ist daher recht umständlich und verursacht uner- wünschte Betriebsunterbrüche.
Bei Verarbeitung gewisser Materialien wird eine dauernde genaue Prüfung der Ge- wichte der einzelnen Packungen verlangt. In solchen Fällen werden die abgefüllten Pakkungen einer Gewichtskontrollvorrichtung zugeführt, welche sämtliehe Packungen, deren Abweichung vom Sollgewicht einen bestimn)- ten Grenzwert überschreitet, ausscheidet und gleichzeitig entsprechend auf die Reguliervorrichtung korrigierend einwirkt. Eine solche Steuerung der Reguliervorrichtung durch die Kontrollvorrichtung war bei den oben be schriebenen bisherigen Ausführungen mit ein 1'ache Mitteln nicht möglich.
% week der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die allen An sprüchen an eine genaue Regulierung gentigt, ohne aber obige Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Erfindungsgemäss wird der erstrebte Zweck dadurch erreicht, dass die Entlastung der Waage durch eine Feder veranlasst wird, deren Spannkraft auch während des Betriebes der Maschine stetig verändert werden kann.
Die bisher verwendete Hilfshebelwaage ist also durch eine Federvorrichtung ersetzt. Dies ermiiglicht, das Auslosegewicht der Waage nllf einfaehste Art zu regulieren. Ferner kann die Gewichtsreguliereinrichtung von einer, die abgefüllten Packungen prüfenden Kontrollvorrichtung aus gesteuert werden, wobei die c-rfindungsgemässe Einrichtung trotzdem äusserst einfach und billig sein kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist auf der beilie genden Zeichnung schematisch dargestellt.
Der Waagebalken 1 der Wiegemaschine trägt an seinem einen Ende den Gewichtsteller 2. der mit Gewichten 3 belastet ist, die nem jeweiligen Sollgewicht entsprechen. Das eine Ende einer Feder 4 greift am Gewichtstcller 2 an. während das andere Ende derselhen an einem Arm eines Winkelhebels 5 befestigt ist. Der Winkelhebel 5 ist auf einer am Maschinengestell befestigten Achse 6 drehbar angeordnet. Der zweito Arm 7 des Winkelhebels 5 steht einerseits unter dem Einfluss einer am Maschinengestell befestig- ten Feder 8. anderseits unter dem Einfluss eines Zugorganes 9 (Kabel oder dergleichen).
Die Feder 8 hält das Zugorgan 9 straff und wirkt derart auf den Hebel 5 ein, dass dieser das Bestreben hat, sich im Sinne des Pfeils I um Achse 6 zu drehen und dabei die Feder t 1 zn entspannen. Das biegsame Zngorgan 9 wirkt der Feder 8 entgegen und hält den Hebel 5 in der Stellung, in der der Span- nungszustand der Feder 4 im gewünschten Masse entlastend auf den Gewichtsteller 2 einwirkt. Das eine Ende des Zugorganes 9 ist auf einer am Maschinengestell drehbar ange- ordneten Trommel 10 fixiert. Die Trommel 10 wird durch an sich bekannte, nicht dargestellte Mittel eingestellt und in der jeweils eingestellten Lage festgestellt.
Durch Drehen der Trommel 10 kann der Hebel 5 beliebig verschwenkt und die Spannung der Feder 4 nach Bedarf geregelt werden. Die Regulie rung kann während des Ganges der Anlage vorgenommen werden. Ein Drehen der Trommel 10 verursacht augenblicklich die ge wünschte Korrektur. Das Zugorgan 9 kann über Leitorgane und F'ührungen zu der Re guliertrommel 10 geführt werden, die an der Machine dort anzubringen ist, wo sie von der Bedienungsperson am bequemsten betätigt werden kann. Die Trommel 10 eignet sich ebenfalls sehr gut für die Einleitung der von einer allfällig verlangten Gewichtskontrollvorrichtung ausgelosten Steuerbewegung für die Regulierung.
Bei der beschriebenen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes steht der die Entlastungsfeder steuernde Lebel unter dem Einfluss eines Kabels oder dergleichen. Es hat sich auch als zweckmässig erwiesen, dieses Label durch ein Gestänge zn ersetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Gewichtsreguliereinrichtung an automatischen Maschinen zum Abwägen und Abfüllen von schüttbarem Gut, bei welchen die Unterbrechung der Materialzufuhr zum Wiegebe hälter durch den Aussehlag der Waage veranlasst wird, und zwar bei Erreichung des um einen gewissen Betrag vom Sollgewicht abweichenden sogenannten Auslosegewichtes, dadurch gekennzeichnet, dal3 der mit dem Sollgewicht belasteteWaagebalken zusätzlich, im entlastenden S'inne, der stufenlos regelbaren Einwirkung einer Feder unterworfen ist, so dass der Waagebalken auch während des Betriebes der Machine stufenlos auf ein veränderliches Auslosegewicht eingestellt werden kann.UNTTERANSPRtTaHE : l. Einrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die auf den Waagebalken einwirkende Feder (4) mit einem Hebel (5) in Verbindung steht, derart, dass durch Drehen desselben die Spannung der Feder (4) verändert werden kann.2. Einrichtung nach Patentanspruch und IJnteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (5) mittels Reguliertrommel (10) und eines an dieser angreifenden, bieg- samen Zugorganes (9) entgegen der Wir kung einer Feder (8) einstellbar ist.
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