CH239847A - Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Hautschutz- und Pflegemittel und Terfahren zu seiner Herstellung. Die Fette und fettartigen Stoffe, die in der Pharmazie und Kosmetik verwendet wer den, sind im allgemeinen durchaus geeignet, auf der Haut einen mehr oder weniger dich ten Schutzüberzug oder -film zu erzeugen, welcher die Haut vor dem Einfluss schädigen der Stoffe, wie Lösungsmittel, Säuren, Al- kalien u. dergleichen bewahren kann.
Dabei ist es zweckmässig, solche Fette oder fett artigen Stoffe als Ausgangsmaterial zu wäh len, die nicht nur einen hohen Schmelzpunkt aufweisen, sondern darüber hinaus über eine ausreichende Zähigkeit, die ihrerseits die Elastizität des zu erzeugenden Schutzfilms gewährleistet, verfügen. weshalb vor allem Fettsäureester in Form von Wachsen, ins besondere Bienenwachs, günstige Ausgangs materialien darstellen.
Es ist ferner bekannt, dass die unter Ver wendung von Bienenwachs oder andern Wach sen als Ausgangsmaterial und einem als Haut schutz- bezw. Pflegemittel geeigneten flüssi gen Verdünnungsmittel, wie z. B. pflanz- liehen oder tierischen Fetten oder Ölen, flüs sigen Wachsen, flüssigen Grenzkohlenwasser- stoffen oder dergleichen, hergestellten Ge mische Überzüge entstehen lassen, die in verschiedener Hinsicht einen ausreichenden Schutz gewährleisten.
In Gegenwart von Lösungsmitteln und bei grösseren und vor allem plötzlichen Tempera- hirdifferenzen können jedoch diese Gemische je nach der Wahl der Ausgangsmaterialien mehr oder weniger leicht zerstört werden, wobei durch die hierbei entstehenden Lücken des Schutzüberzuges unter Umständen schädi gende Stoffe die Hautoberfläche erreichen und örtliche Schädigungen verursachen.
Die Erfindung betrifft nun ein Haut schutz- und Pflegemittel, das diese Nachteile weniger aufweist, sowie ein Verfahren zu sei ner Herstellung.
Dieses Schutzmittel ist dadurch gekenn zeichnet, dass es aus einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt von etwa 50 auf weist, und einem in fein verteiltem Zustande vorliegenden, 10-20 % von der Grundmasse ausmachendem Gemisch, das zu t;0-70 aus adsorbierenden und zu 30-40/'0 aus pulverförmigen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen zusammengesetzt ist, besteht.
Das Verfahren zur Herstellung eines sol chen Mittels ist dadurch gekennzeichnet, dass man einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt von etwa 50" aufweist, in der Wärme 10-20,-b eines pulverförmigen Zu satzes, der zu 60-70% aus adsorbierenden Stoffen und zu 30-40 % aus pulverförmigen. Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen besteht, unter ständigem Umrühren zusetzt und hier auf die so erhaltene blasse in Formen giesst.
Als Bestandteile der Salbengrundmasse verwendet man zum Beispiel feste Fette, hoch molekulare Alkohole, auch Ester davon. ins besondere. rachse. wie Bienenwachs, ferner Grenzkohlenwasserstoffs. wie zum Beispiel Paraffin, Ceresin. Damit die Salbengrund masse den gewünschten Schmelzpunkt auf weist, fügt man zum Beispiel zu einem oder mehreren dieser Bestandteile flüssige tierische oder pflanzliche Fette, 'Wachse oder flüssige Grenzkohlenwasserstoffs, wie Paraffinöl, Weissöl oder Paraffinum liquidum, hinzu.
Als adsorbierende Stoffe verwendet man zweck mässig kolloide Kieselsäure, Kieselgur, Zink oxyd oder dergleichen und als pulverförmi gen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoff zum Beispiel Talkum.
Durch den Zusatz eines feinverteilten. stark adsorbierenden Stoffes kann nicht nur die Elastizität des Schutzfilms bedeutend erhöht, sondern infolge der feinen Verteilung in der Salbengrundmasse auch die Haltfähig- keit der Fettbestandteile gegeneinander und auf der Haut ganz wesentlich verbessert werden.
Mit einem Mittel nach der Erfindung her gestellte Schutzüberzüge zeigten nicht nur gute Haftfähigkeit. und Elastizität, sondern auch gegenüber Lösungsmitteln, Säuren, Al kalien und dergl. hoho Widerstandskraft.
Zur Herstellung eines erfindungsgemässen Hautschutzmittels verfährt man zum Beispiel derart, dass man geeignete Fette, beispiels- weise auch in hydrolytisch gespaltener Form hochmolekulare Alkohole oder deren Ester, insbesondere Wachse oder Grenzkohlenwasser stoffs, wie Paraffin, Ceresin oder gereinigte Paraffinwachse mit flüssigen, pflanzlichen oder tierischen Fetten oder -\Vachsen oder zweckmässiger mit bekanntlich geringeres Eindriiigungsvermögen in die Haut aufwei senden flüssigen Grenzkohlenwasserstoffen, wie Paraffinöl,
Weissiil oder Paraffinum liqui- duni, in der \'eise mischt, dass die hierbei ent stehende Salbengrundmasse einen Schmelz punkt von etwa 50 besitzt.
In die zweckmässig geschmolzene Grund masse trägt man zum Beispiel alsdann die zuvor fein gesiebten pulverförmigen Bestand teile. die je nach dem Adsorptionsvermögen des adsorbierenden Stoffes 10-20% der Grundmasse betragen, unter ständigem Um rühren ein. setzt das Rühren der Masse bis zum Festwerden derselben fort und giesst kurz vor dem Erstarren die Masse in geeignete Formen.
Die so erhaltene pastenförmige Masse lässt sich leicht handhaben und hinterlässt nach dein Verreiben auf der Haut einen kaum sicht baren, die Griffsicherheit der Finger bezw. der Hand keineswegs störenden, sehr elasti schen und gut haftenden und daher äusserst: wirksamen Schutzfilm.
<I>Beispiel:</I> 400 g Bienenwachs, 180 g Ceresin, 220 g Paraffinwachs werden zusammen mit 70 g Paraffinöl auf dem Wasserbad geschmolzen und nach dem Schmelzen unter ständigem Umrühren mit einer zuvor fein gesiebten Mi schung folgender Stoffe versetzt: 40 g Talkum, 60 g kolloidale Kieselsäure, 20 g Zinkoxyd.
Das Rühren der Masse wird bis zum Be ginn des Erstarrens fortgesetzt, dann unter brochen und die Masse schliesslich in Formen gegossen.
Claims (1)
- I' ATE\ TA\ SPRt CHE I. Mittel zum Schutz und zur Pflege der menschlichen Haut, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt -von etwa 50 aufweist, und einem in fein verteiltem Zustande vorliegen den, 10-20% von der Grundmasse aus machendem Gemisch, das zu 60-70% aus adsorbierenden und zu 30-40% aus pulver förmigen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen zusammengesetzt ist, besteht.II. Verfahren zur Herstellung des Mittels nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, da.ss man einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt von etwa 50 aufweist, in der Wärme 10-20 % eines pulverförmigen Zusatzes, der zu 60-70 % aus adsorbierenden Stoffen und zu 30-40 % aus pulverförmigen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen besteht, unter ständigem Umrühren zusetzt und hier auf die so erhaltene Masse in Formen giesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus festen Fetten besteht. 2. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus hoch molekularen Alkoholen besteht. 3. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus Wachsen besteht. . 4.Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus Grenzkohlenwasserstoffen besteht. 5. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse min- destens zum Teil aus Paraffin besteht. 6. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse min destens zum Teil aus Ceresin besteht. 7.Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse flüssige Fette enthält. B. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse flüs sige pflanzliche Fette enthält. 9. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse flüs sige tierische Fette enthält. 10. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse flüssige Grenzkohlenwasser- stoffe enthält. 11.Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse Paraf- finöl enthält. 12. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse Weiss öl enthält. 13. Mittel nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus kolloider Kie selsäure besteht. 14.Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus gieselgur besteht. 15. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus Zinkoxyd besteht. 16. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitfähigkeit erzeu gende Stoff mindestens zum Teil aus Talk besteht. 17. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die pulverförmigen Stoffe vor dem Vermischen mit der Salben grundmasse fein gesiebt werden.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| AT502665B1 (de) * | 2005-12-19 | 2007-05-15 | Ziegler Hans Peter | Arzneimittelfreie zäpfchen auf basis von ölen tierischer herkunft |
-
1942
- 1942-08-03 CH CH239847D patent/CH239847A/de unknown
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