CH239847A - Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung.

Info

Publication number
CH239847A
CH239847A CH239847DA CH239847A CH 239847 A CH239847 A CH 239847A CH 239847D A CH239847D A CH 239847DA CH 239847 A CH239847 A CH 239847A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ointment base
agent according
base contained
contained
adsorbent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kg Vasenolwerke Dr Arthu Koepp
Original Assignee
Vasenolwerke Dr Arthur Koepp K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vasenolwerke Dr Arthur Koepp K filed Critical Vasenolwerke Dr Arthur Koepp K
Publication of CH239847A publication Critical patent/CH239847A/de

Links

Landscapes

  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description


  Hautschutz- und     Pflegemittel    und     Terfahren    zu seiner Herstellung.    Die Fette und fettartigen Stoffe, die in  der Pharmazie und Kosmetik verwendet wer  den, sind im allgemeinen durchaus geeignet,  auf der Haut einen mehr oder weniger dich  ten Schutzüberzug oder -film zu erzeugen,  welcher die Haut vor dem Einfluss schädigen  der Stoffe, wie Lösungsmittel, Säuren,     Al-          kalien    u. dergleichen bewahren kann.

   Dabei  ist es zweckmässig, solche Fette oder fett  artigen Stoffe als Ausgangsmaterial zu wäh  len, die nicht nur einen hohen Schmelzpunkt  aufweisen, sondern darüber hinaus über eine  ausreichende Zähigkeit, die ihrerseits die  Elastizität des zu erzeugenden Schutzfilms  gewährleistet, verfügen. weshalb vor allem       Fettsäureester    in Form von Wachsen, ins  besondere     Bienenwachs,    günstige Ausgangs  materialien darstellen.  



  Es ist ferner bekannt, dass die unter Ver  wendung von Bienenwachs oder andern Wach  sen als Ausgangsmaterial     und    einem als Haut  schutz-     bezw.    Pflegemittel     geeigneten    flüssi  gen     Verdünnungsmittel,    wie z. B. pflanz-    liehen oder tierischen Fetten oder Ölen, flüs  sigen Wachsen, flüssigen     Grenzkohlenwasser-          stoffen    oder dergleichen, hergestellten Ge  mische Überzüge entstehen lassen, die in  verschiedener Hinsicht einen ausreichenden  Schutz gewährleisten.  



  In Gegenwart von     Lösungsmitteln    und bei  grösseren und vor allem plötzlichen     Tempera-          hirdifferenzen    können jedoch diese Gemische  je nach der Wahl der Ausgangsmaterialien  mehr oder weniger leicht zerstört werden,  wobei durch die hierbei     entstehenden    Lücken  des Schutzüberzuges unter Umständen schädi  gende Stoffe die Hautoberfläche erreichen und  örtliche Schädigungen verursachen.  



  Die     Erfindung    betrifft nun ein Haut  schutz- und Pflegemittel, das diese Nachteile  weniger aufweist, sowie ein Verfahren zu sei  ner Herstellung.  



  Dieses Schutzmittel ist dadurch gekenn  zeichnet, dass es aus     einer        Salbengrundmasse,     die einen Schmelzpunkt von     etwa    50  auf  weist, und einem in fein verteiltem Zustande      vorliegenden, 10-20 % von der Grundmasse       ausmachendem    Gemisch, das zu     t;0-70     aus     adsorbierenden    und zu     30-40/'0    aus       pulverförmigen,    Gleitfähigkeit erzeugenden  Stoffen zusammengesetzt ist, besteht.  



  Das Verfahren zur Herstellung eines sol  chen     Mittels    ist dadurch gekennzeichnet, dass  man einer     Salbengrundmasse,    die einen  Schmelzpunkt von etwa 50" aufweist, in der  Wärme     10-20,-b    eines pulverförmigen Zu  satzes, der zu     60-70%    aus     adsorbierenden     Stoffen und zu     30-40        %    aus pulverförmigen.  Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen besteht,  unter ständigem Umrühren zusetzt und hier  auf die so erhaltene blasse in Formen giesst.  



  Als Bestandteile der     Salbengrundmasse     verwendet man zum Beispiel feste Fette, hoch  molekulare Alkohole, auch Ester davon. ins  besondere.      rachse.    wie Bienenwachs, ferner       Grenzkohlenwasserstoffs.    wie zum     Beispiel     Paraffin,     Ceresin.    Damit die Salbengrund  masse den gewünschten Schmelzpunkt auf  weist, fügt man zum Beispiel zu einem oder  mehreren dieser Bestandteile flüssige tierische  oder pflanzliche Fette,     'Wachse    oder flüssige  Grenzkohlenwasserstoffs, wie     Paraffinöl,     Weissöl oder     Paraffinum        liquidum,    hinzu.

   Als       adsorbierende    Stoffe verwendet man zweck  mässig kolloide Kieselsäure,     Kieselgur,    Zink  oxyd oder dergleichen und als pulverförmi  gen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoff zum  Beispiel Talkum.  



  Durch den Zusatz eines feinverteilten.  stark     adsorbierenden    Stoffes kann nicht nur  die Elastizität des Schutzfilms     bedeutend     erhöht, sondern infolge der feinen Verteilung  in der     Salbengrundmasse    auch die     Haltfähig-          keit    der Fettbestandteile gegeneinander und  auf der Haut ganz wesentlich verbessert  werden.  



  Mit einem Mittel nach der Erfindung her  gestellte     Schutzüberzüge    zeigten nicht nur  gute     Haftfähigkeit.    und Elastizität, sondern  auch gegenüber Lösungsmitteln, Säuren, Al  kalien und     dergl.    hoho Widerstandskraft.  



  Zur Herstellung eines erfindungsgemässen  Hautschutzmittels verfährt man zum Beispiel  derart, dass man geeignete Fette, beispiels-    weise auch in hydrolytisch gespaltener Form  hochmolekulare Alkohole oder deren Ester,       insbesondere    Wachse oder Grenzkohlenwasser  stoffs, wie     Paraffin,        Ceresin    oder gereinigte       Paraffinwachse    mit flüssigen, pflanzlichen  oder tierischen     Fetten    oder     -\Vachsen    oder       zweckmässiger    mit bekanntlich geringeres       Eindriiigungsvermögen    in die Haut aufwei  senden flüssigen     Grenzkohlenwasserstoffen,     wie Paraffinöl,

       Weissiil    oder     Paraffinum        liqui-          duni,    in der \'eise mischt, dass die hierbei ent  stehende     Salbengrundmasse    einen Schmelz  punkt von etwa 50  besitzt.  



  In die zweckmässig geschmolzene Grund  masse trägt man zum Beispiel alsdann die  zuvor fein gesiebten pulverförmigen Bestand  teile. die je nach dem     Adsorptionsvermögen     des     adsorbierenden    Stoffes     10-20%    der  Grundmasse betragen, unter ständigem Um  rühren ein. setzt das Rühren der Masse bis  zum Festwerden derselben fort und giesst kurz  vor dem Erstarren die Masse in geeignete  Formen.  



  Die so erhaltene     pastenförmige    Masse lässt  sich leicht handhaben und hinterlässt nach       dein    Verreiben auf der Haut einen kaum sicht  baren, die Griffsicherheit der Finger     bezw.     der Hand     keineswegs    störenden, sehr elasti  schen und gut haftenden und daher     äusserst:          wirksamen    Schutzfilm.

      <I>Beispiel:</I>    400 g Bienenwachs, 180 g     Ceresin,    220 g       Paraffinwachs    werden zusammen mit 70 g       Paraffinöl    auf dem Wasserbad geschmolzen  und nach dem Schmelzen unter ständigem  Umrühren mit einer zuvor fein gesiebten Mi  schung folgender Stoffe versetzt:  40 g Talkum, 60 g kolloidale Kieselsäure,  20 g Zinkoxyd.  



  Das Rühren der Masse wird bis zum Be  ginn des     Erstarrens    fortgesetzt, dann unter  brochen und die Masse schliesslich in Formen    gegossen.

Claims (1)

  1. I' ATE\ TA\ SPRt CHE I. Mittel zum Schutz und zur Pflege der menschlichen Haut, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt -von etwa 50 aufweist, und einem in fein verteiltem Zustande vorliegen den, 10-20% von der Grundmasse aus machendem Gemisch, das zu 60-70% aus adsorbierenden und zu 30-40% aus pulver förmigen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen zusammengesetzt ist, besteht.
    II. Verfahren zur Herstellung des Mittels nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, da.ss man einer Salbengrundmasse, die einen Schmelzpunkt von etwa 50 aufweist, in der Wärme 10-20 % eines pulverförmigen Zusatzes, der zu 60-70 % aus adsorbierenden Stoffen und zu 30-40 % aus pulverförmigen, Gleitfähigkeit erzeugenden Stoffen besteht, unter ständigem Umrühren zusetzt und hier auf die so erhaltene Masse in Formen giesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus festen Fetten besteht. 2. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus hoch molekularen Alkoholen besteht. 3. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus Wachsen besteht. . 4.
    Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse mindestens zum Teil aus Grenzkohlenwasserstoffen besteht. 5. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse min- destens zum Teil aus Paraffin besteht. 6. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse min destens zum Teil aus Ceresin besteht. 7.
    Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse flüssige Fette enthält. B. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse flüs sige pflanzliche Fette enthält. 9. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse flüs sige tierische Fette enthält. 10. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Sal- bengrundmasse flüssige Grenzkohlenwasser- stoffe enthält. 11.
    Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse Paraf- finöl enthält. 12. Mittel nach Patentanspruch I und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Salbengrundmasse Weiss öl enthält. 13. Mittel nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus kolloider Kie selsäure besteht. 14.
    Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus gieselgur besteht. 15. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der adsorbierende Stoff mindestens zum Teil aus Zinkoxyd besteht. 16. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitfähigkeit erzeu gende Stoff mindestens zum Teil aus Talk besteht. 17. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die pulverförmigen Stoffe vor dem Vermischen mit der Salben grundmasse fein gesiebt werden.
CH239847D 1941-09-02 1942-08-03 Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung. CH239847A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE239847X 1941-09-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH239847A true CH239847A (de) 1945-11-15

Family

ID=5903957

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH239847D CH239847A (de) 1941-09-02 1942-08-03 Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH239847A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT502665B1 (de) * 2005-12-19 2007-05-15 Ziegler Hans Peter Arzneimittelfreie zäpfchen auf basis von ölen tierischer herkunft

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT502665B1 (de) * 2005-12-19 2007-05-15 Ziegler Hans Peter Arzneimittelfreie zäpfchen auf basis von ölen tierischer herkunft

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2315535A1 (de) Schokolade
DE2552236A1 (de) Formtrennmittel
CH239847A (de) Hautschutz- und Pflegemittel und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE2851104A1 (de) Backtrennoel-komponente
DE2614574C2 (de)
DE69817745T2 (de) Nicht-temperierte laurinarme Fettzusammensetzungen
CN109453069A (zh) 一种晶莹卸妆精华组合物及其制备方法
DE890701C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Hautkrankheiten
DE890120C (de) Herstellung von haltbaren fluessigen Suspensionen wasserloeslicher Antimonverbindungen
DE921909C (de) Verfahren zur Herstellung eines Melkstiftes
CH459733A (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Süsswaren, insbesondere Zucker- und Schokoladewaren
DE663717C (de) Verbaende, Zinkleimbinden u. dgl., die erweichbar sind und nach dem Anlegen wieder erhaerten
DE753236C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Umwandlungsprodukten von Cholesterin
DE647523C (de) Verfahren zur Herstellung eines Trockenreinigungsmittels
DE19958612B4 (de) Lipidische Zusammensetzung und deren Verwendung, sowie die Verwendung von Neopentansäureester, n-Octadecansäure-12-[(1-oxo-octadecyl)oxy]-ester oder eine Kombination aus beiden als Lösungsmittel
DE265059C (de)
DE4417673C2 (de) Biologisch weitgehend abbaubare hydrophobe Salbengrundlage
AT216650B (de) Konservierungs- und Poliermittel für lackierte Oberflächen u. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung
DE719866C (de) Verfahren zur Herstellung eines emulsionsartigen Trennmittels fuer Backzwecke
DE3113287C2 (de)
DE2921499C2 (de)
DE615530C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
AT269358B (de) Schminke
DE1116867B (de) Verfahren zur Herstellung eines Rektal-Kapsel-UEberzuges
DE622825C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Papier