CH239994A - Verfahren und Einrichtung zur Steuerung elektrischer Uhren. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Steuerung elektrischer Uhren.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Steuerung elektrischer Uhren. Bei Geschäftsleuten sowie Privaten be steht ein, grosses Bedürfnis nach einer Uhr, die ohne Unterhalt immer :genau geht, das heisst nie gerichtet und aufgezogen werden muss. Bis heute entsprechen diesen Bedingun gen die bekannten Minutenuhren am besten, die von einer Mutteruhr über ein Uhrenlei- tungsnetz -gesteuert und -angetrieben werden.
Aus wirtschaftlichen Gründen sind jedoch diese Uhren verhältnismässig wenig verbrei tet, namentlich nicht bei Privaten, da der Anschluss an,das Uhrenleitungsnetz meist mit grossen Kosten verbunden ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich xiun auf ein Verfahren zur Steuerung elek trischer Uhren, nach welchem von einer T.elephonzentrale aus zu ,den mit Uhren ver- sehenen Teilnehmern zur Steuerung dieser Uhren synchronisierende, von .einer Mutter uhr gesteuerte WechseIspannungs-Zeitimpulse von einer bestimmten Frequenz,
welche auf den zur Steuerung von elektrischen Uhren vorgesehenen Teilnehmerleitungen des Tele- pho-nnetzes nicht bereits sanderweitig benützt wird, über diese Teilnehmerleitungen gesen det werden, wobei .die Zeitimpulse sowohl in der Zentrale als auch bei den Teilnehmern von den übrigen Spannungen des Teleplhon- netzen durch elektrische Frequenzweichen ge trennt werden.
Auf diese Weise können somit elektrische Uhren an jedes Telephonnetz an- geschlossen werden.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Einrichtung zur Durchführung des er. findungsgemässen Verfahrens, bei welcher in der Telephonzentrale eine Vorrichtung zur Erzeugung von von einer Mutteruhr gesteuer ten Wechselsp-annungs-Zeitimpulsen und bei den Teilnehmern je eine Vorrichtung zur Synchronisation mindestens einer Uhr mit- tels der Wechselspannungs-Zeitimpulse vor gesehen ist,
wobei sowohl in der Telephon zentrale als auch bei den Teilnehmern Fre- quenzweichen für die Trennung der Zeit impulse von den übrigen Spannungen des- Telephonnetzes vorhanden sind.
Der eigentliche Antrieb der Uhr bei den Teilnehmern kann auf verschiedene Arten er- folgen, zum Beispiel durch ein Federwerk, durch das Lichtnetz oder durch andere elek trische Stromquellen, oder aber von der Tele- phonzentrale aus durch die übertragenen Steuerimpulse selbst.
Auf der beiliegenden Ze ,ichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Einrichtun gen zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
In Fig. 1 bedeutet 1 die eigentliche Ver- mittlerappara.tur einer Ortszentrale. In eine von dieser Vermittlerappa-ratur abgehende Teilnehmerleitung 7 ist ein Tiefpassfilter \? mit einer Grenzfrequenz von ca. 10000 Per/see eingeschaltet. Über einen Kopplungstransfor- mator 3 werden die Impulse zur Steuerung der Teilnehmeruhr auf die Teilnehmerleitung 7 gegeben.
Diese Zeitimpulse bes@te'hen aus einer Wechselspannung von beispielsweise 20000 Per/sec, die im Weclisel;spa.nnungs- generator 4 erzeugt wird. Die präzise Mutter uhr 6 sorgt mit Hilfe des von ihr gesteuer ten Kontaktes 5 dafür, dass jede Minute ein Impuls auf die Teilnehmerleitung gegeben wird.
Das Tiefpassf-ilter 2 dient als Frequenz weiche, indem es die Aufgabe hat, ein Zu rückfliessen der ZeitimpilIse in die Vermitt- lerapparatur 1 zu verhindern, ohne dass die durch das Tiefpassfilter fliessenden Tonfre quenzen der Telephongespräche und des Nie- derfrequenz-Drahtrundspruelies sowie die Ruf- und Milzrophon@speis:eströme merklich geschwächt-. werden.
Der Kopplungstransformator 3 ist einer seits. durch seine Dimensionierung, ander seits -durch das Einschalten eines Konden- sators: in die Mitte der Wick lung so gebaut, da.ss ebenfalls keine merkliche Beeiniträchtigvng des normalen Telephonver- kehrs und des Niederfrequenz-Drahtrund- spruc'hes eintritt.
Die Zeitimpulse gelangen mit einer von der Leitung abhängigen Dämpfung über die Teilnehmerleitung \7 zum Teilnehmer und ;werden dort durch das Bandpassfilter 8 zum Impulsverstärker 9 geleitet. Die eine Fre- quenzweiche darstellende Bandsperre 11 ver hindert, dass die Zeitimpulse in die Teilneh- inerstation 12 selbst hineinfliessen können.
Die verstärkten Zeitimpulse belangen vom Verstärker 9 zum Gleichrichter 10, wo sie in Gleieli:st.roinimpulse umgewandelt werden, die zum direkten Betrieb von normalen Minu tenuhren geeignet sind. In Fig. 1 ist statt einer solchen Zeigeruhr eine Ziffernuhr 13 angedeutet, die in einem Untersatzkasten der Teilnehmerstation eingebaut ist. Bei dieser Ziffernuhr ist die Zeit auf eine Minute genau immer direkt an einer vierstelligen Zahl ab lesbar.
Ihr Antrieb erfolgt durch ein Schritt schaltwerk, das die vierstellige Ziffer bei jedem Zeitimpuls um eine Einheit fort8chal- tet. Es besteht die Möglichkeit sowohl die Filter 8 und 11, eventuell auch noch den Im pulsverstärker 9 und den Gleichrichter 10 mit der Uhr in ein und dasselbe Untersatz- behäuse einzubauen.
Der Impulsverstärker 9 und der Gleichrichter 10 werden beispiels weise aus dem Lichtnetz gespeist, um die zum Antrieb der Uhr benötigte Leistung zu erhalten.
Das zweite Ausführungsbeispiel der Er findung betrifft eine beim Telephonabonnen- ten installierte Uhr, die von der Telephon zentrale aus über die Teülnehmerleitung nicht nur synchronisiert, sonderngleichzeitig auch noch angetrieben wird. In Fig. 2 stellt 1 wiederum die eigentliche Vermittlungsappa- ratur einer Ortszentrale dar.
Die Teilnehmer leitung 7 ist an diese Vermittlungsapparatur über das Tiefpassfilter 2 mit einer Grenz- frequenz von 10000 Per/sec angeschlossen. Das letztere lässt sämtliche beim normalen Telephon- und Niederfrequenz-Rundspi-uch- betrieb auftretenden Spannungen praktisch ungehindert passieren, verhindert jedoch, dass die Zeitsignale mit der Frequenz 15000 Per/see zur Vermittlerapparatur gelangen.
Der Generator 4 erzeugt eine Wechsel spannung von beispielsweise 15000 Per/see. Diese Spannung wird im Modulator 14 mit einer Frequenz von beispielsweise 2 Per/sec moduliert, wobei die Modul:ationsfrequenz 2 Per/sec dem Generator 15 entnommen wird, Der letztere wird von einer präzisen Mutter uhr 6 synchronisiert, @o dass die Frequew 2 Per/sec als genaues Zeitmass verwendet werden kann.
Die Modulationsfrequenz 2' Per/sec stellt somit Wechselspannung -Zeitimpnul@s@e dar, wobei der Modulator 14 an Stelle des im ersten Ausführungsbeispiel genannten Schal ters 5 (in Fi( <B>g</B>. 1) tritt. Die modulierte Wech- sdspannung 15000 Per/sec wird über die Kopplungsvorrichtung 3 auf die Teilnehmer leitung 7 geführt.
Am Empfangsort wird das Zeitsignal über das Bandfilter 8 dem Gleich richter 16 zugeführt. Am Ausgang des Gleichrichters 16 entstehen damit wieder sinusförmige Impulse mit der Frequenz 2 Per/sec entsprechend der Modulation auf der Sendeseite. Mit diesen Impulsen wird über die Leitung 17 die Synchronuhr 18 direkt angetrieben und synchronisiert.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer für diese Antriebs- und Steuerungsart geeigneten Uhr,dargestellt. Die gleichgerichte ten Zeitimpulse gelangen über das Klemmen paar 20 in die Spule 21. Dies bewirkt, dass sich während jedes Zeitimpullses der U-för- mige Eisenkern 2'2 magnetisiert. Dadurch wird auf den auf der drehbar gelagertenWelle 23 festsitzenden eisernen Anker 24 durch magnetische Kräfte ein Drehmoment im Sinne der eingezeichneten zwei Pfeile aus geübt.
Auf .der Welle 2,3, sind die Unruhe 25 und das eine Ende der Spiralfeder 26 be festigt. Das, andere Ende der Spiralfeder 26 ist an einem festen Halter 27 angebracht. Spiralfeder 26, Welle 2ss, Unruhe 25 und Anker 24 bilden zusammen ein schwingungs fähiges System ähnlich wie Spiralfeder und Unruhe einer Uhr.
Durch entsprechende Di- mensionierung von Anker, Unruhe und Fe der wird dafür gesorgt, dass die Eigenfre quenz der Drehschwingungen dieses Gebil des mit der Frequenz .der in die Spule 21 ge- #langenden elektrischen Zeitimpulse Überein- stimmt, wodurch -die Drehs.chwin;
gung mit Hilfe der elektrischen Impulse angeregt und aufrecht erhalten wird, indem der Anker während Jedes Zeitimpulses über die auf den Anker 24 wirkenden magnetischen Kräfte einen Schwingungsimpuls erhält.
Ein in der Welle 2,3 fixierter federnder Drahtstift 28 treibt über ein Schaltrad 29 und eine Welle 30 sowie ein Zahnräder getriebe 31 die Uhrzeiger 32 an, undl zwar wird bei jeder Schwingung des- erwähnten Systems durch den Drahtstift 28 -dbs.Schalt- rad 29 um einen Zahn geschalltet. Eine Sperr feder 33 verhindert ein Zurückdrehen des Schaltrades 29, beim Zurückschwingen des Stiftes 28.
Die Ganggenauigkeit der Uhr wird hier bei nicht durch die Eigenfrequenz des Schwingungssy stems, sondern durch die Ge nauigkeit der Impulsfrequenz bestimmt.
Die äussere Form der Uhren kann dem je weiligen Verwendungszweck angepasst wer den; .die Uhr kann zum Beispiel mit minde- etens einem Teil der Einmichtung zu deren Synchronisation direkt in die Teillnehmer- telephonstation eingebauwt oder in einem Untersatzkasten der Teilhehmerstation mon tiert werden.
Ferner besteht die Möglichkeit, die Uhr irgendeiner bisher ,gebräuchlichen Form anzupassen; in den beiden erstgenann ten FäRen erspart man sich eine besondere Leitungsverbindung zwischen Telephonnetz und Uhr, im dritten Fall muss die Uhr über eine ,S,chwachstromleitung mit dem. Telep'hon- netz verbunden werden.
Die Mutteruhr der Ortstellephonzentrale kann entweder eine selbständige Uhr sein oder sie kann ihrerseits über das Telephon- netz oder über ein besonderes Uhrennetz von einer übergeordneten Mutteruhr synchroni siert werden.
Ferner besteht die Möglichkeit, die Mut teruhren in einem Teil der Zentralen wegzu lassen und deren Impulsgeber von der Mut teruhr einer übergeordneten. Zentrale aus über das Telephonnetz zu steuern.
Ferner können bei den Teilnehmern meh rere durch dieselben Zeitimpufse gesteuerte Uhren vorhanden sein, :die, wenn nötig, mit Hilfe eines Sign.a;l- oder Impulsverstärkers angetrieben werden können.
Eine oder mehrere Uhren bei den Teilneh mern könnenVorrichtungen zur Signalgebung, z. B. für Wecksignale oder Signale für Ar beitspausen, aufweisen.
Claims (1)
- PATENTANSPRt:CHE: I. Verfahren zur Steuerung von elektri- schen Uhren, dadurch bekennzeichnet, dass von einer Telephonzentrale aus zu den mit:Uhren versehenen Teilnehmern zur Steue rung dieser Uhren synchronisierende, von einer Mutteruhr gesteuerte 'Wechseilspan- nungs-Zeitimpulse von einer bestimmten Fre quenz, welche auf den zur Steuerung von elektrischen Uhren vorgesehenen Teilnehmer leitungen des Telephonnetzes nicht bereits anderweitig benützt wird, über diese Teil nehmerleitungen gesendet werden,wobei die Zeitimpulse sowohl in der Zentrale als aueli bei den Teilnehmern von den übrigen Span nungen des Telephonnetzes durch elektrische Frequenzweichen getrennt -werden. IL Einrichtung zur Durchführ-unä des Verfahrens nach Patsntanspruah I, dadurch gekennzeichnet,dass in der Teleplionzentrale reine Vorrichtung zur Erzeugung von von einer Mutteruhr gesteuerten Mlecliseispan- nungs-Zeitimpulsen und bei den Teilnehmern je eine Vorrichtung zur Sy nchronisation min destens einer Uhr mittels der @Vech se@spau- nungs-Zeitimpulse vorgesehen ist,wobei so wohl in der Telephonzentrale als auch bei den Teilnehmern Frequenzweichen für die Trennung der Zeitimpulse von den übrigen Spannungen des Telephonn.etzes vorhanden sind. UNTERAN SPRtrCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Uhren bei den Teilnehmern durch die übertragenen Wech- selspannungs-Zeitimpulse sowohl synchron gesteuert als auch angetrieben -werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Mutteruhren der Telephonzentralen von einer übergeord- neten Mutteruhr synchronisiert -werden. 3. Verfahren nach.Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die -Impulsgeber der Telephonzentralen von einer Mutteruhr einer übergeordneten Zentrale über das Tele- plionnetz gesteuert werden. 4. -\'erfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Zeitimpuls jede Minute ein Impuls gesendet wird, so dass bei den Teilnehmern im Handel erhält liche Minutenuhren gesteuert werden können. d.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Wechse'lspan- i)iings-Zeitimliu 115e bei den Teilnehmern ver stärkt und gleichgerichtet werden.G. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeuoun.g der'Vecliselspannungs-Zeitimpulse und deren Übertragung zum Teilnehmer eine Signalfre- quenz in der Telephonzentra\le mit der Im pulsfrequenz moduliert und bei den Teilneh mern wieder demodu'liert wird. 7.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die 'beim Teil nehmer vem5-endete Uhr für ihren Antrieb durch die Z itimpullse ein schwingungsfähiges System besitzt, dessen Eigenfrequenz der Im pulsfrequenz wenigstens angenähert ent- spricht. B.Einrichtung mich Patentanspruch 1I, dadurch gekennztichnet, dlass bei den Teil- nehinern mindestens ein Teil der Vorrichtung zur Synchronisation der L'hr zusammen mit der Uhr in die Teilnehmerstation einge baut; ist. 9.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dnss bei den Teil- neliniern mindestens ein Teil der Vorrichtung zur Synchronisation der Uhr zusammen mit der Uhr in einen fair die Teilnehmerstation bestimmten Untersatz eingebaut; ist..
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH239994T | 1944-02-25 |
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| CH239994D CH239994A (de) | 1944-02-25 | 1944-02-25 | Verfahren und Einrichtung zur Steuerung elektrischer Uhren. |
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|---|---|
| CH (1) | CH239994A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958368C (de) * | 1952-04-13 | 1957-02-14 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung zur Steuerung elektrischer Nebenuhren ueber abgeriegelte Leitungen |
-
1944
- 1944-02-25 CH CH239994D patent/CH239994A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE958368C (de) * | 1952-04-13 | 1957-02-14 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung zur Steuerung elektrischer Nebenuhren ueber abgeriegelte Leitungen |
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