CH240534A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH240534A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J7/00—Details not provided for in the preceding groups and common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J7/14—Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the vessel
    • H01J7/18—Means for absorbing or adsorbing gas, e.g. by gettering
    • H01J7/183—Composition or manufacture of getters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


  Elektrische Entladungsröhre.    Es stellt längst ein Problem dar, bei elek  trischen Entladungsröhren, die Emission einer  im Innern dieser Röhren befindlichen Oxyd  kathode, das heisst einer Kathode, deren Emis  sionsschicht von einem oder mehreren, im all  gemeinen durch Auftragen und Zersetzen des       Karbonats    oder     Hydroxyds    entwickelten Oxy  den der Alkali- oder     Erdalkalimetalle    gebildet  wird, möglichst gut zu gestalten und auch im  Betrieb möglichst gut zu halten; es ist be  kannt, in diesen Röhren gasbindende Stoffe  oder     Getter    zu benutzen, von denen schädliche  Gase oder Dämpfe, die sich im Betrieb oder  in der letzten Stufe der Herstellung in der  Röhre entwickeln, aufgenommen werden  können.  



  Von der     Anmelderin    ist nun eine ein  gehende Prüfung nach dem Vorhandensein  verschiedener Gase oder Dämpfe in diesen  Röhren und nach deren Wirkung auf die       Oxydkathode    vorgenommen worden. Diese hat       ergeben,    dass     eines    der schädlichsten Bestand  teile das Chlor ist und dass dieses Element  entweder an     sich.    oder in     gebundenem    Zu-    Stande in merklichen Mengen in der Röhre  entwickelt wird und nicht, oder doch in un  genügendem Masse, vom     Getter    aufgenommen  wird.

   Wie mehrere Versuche ergeben haben,  ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Quelle  dieses Chlors in der Anwesenheit von Chlor  verbindungen, insbesondere Chloriden, im  Glase der Röhrenwand zu     erblicken    ist, und  dass die schädliche Wirkung schon während  der Herstellung der Röhre auftritt.

   Dieses  Chlorid kann sich nämlich bei der Erhitzung  der Wand, beispielsweise während der Ent  gasung, auf folgende Weise umwandeln:       SiO,        -I-        H,0        -i-    2     NaCl        -@Na2Si03        -I-    2     HCl;     hierbei verflüchtigt sich die Salzsäure .aus  der Wand und kann sich mit umersetztem  schon auf der Kathode befindlichem Barium  karbonat in folgender Weise umsetzen:

    2     HCI        -E-        BaC03        ->        BaC12        +        H,0        -E-        C02.     Das gebildete     Bariumchlorid    dampft aus  der Kathode während der Zersetzung des Kar  bonats heraus und gelangt auf die Anode.

   Bei  der Formierung der Kathode wird dieses Ba  riumchlorid durch Elektronenaufprall zer-      setzt, wobei Chlor mit dem wirksamen Ba  rium auf der Kathode in Berührung kommt,  so dass wieder     Bariumehlorid    entsteht, das  wiederum nach der Anode     ausdampfen    kann  usw.; die Kathode wird durch diesen Vorgang  vergiftet.

   Man könnte sieh nun vorstellen,  dass diese Erscheinung nicht störend wirken  würde, wenn Stoffe in der Röhre vorhanden  wären, die Chlor oder     Salzsäure    binden kön  nen, es könnte in diesem Falle beispielsweise  an einer gewissen Stelle in der Röhre ein     Get-          ter    für diese Stoffe angebracht werden, von  dem dann die aus der Kolbenwand     entwik-          k        elte    Salzsäure gebunden werden könnte.

   Es       zeigt    sich nun, dass diese Mittel keine oder  doch eine ungenügende     Wirkung    haben, und       da.ss    bei deren     Anwendung    nicht vermieden  werden kann, dass die vorstehend beschriebene  Reaktion zwischen der Salzsäure und dem       Bariumkarbonat    auftritt, was dadurch     be@     dingt ist, dass das Karbonat selbst     als        Salz-          säuregetter    wirkt. Diese Übelstände lassen  sich nun durch     Benutzung    einer elektrischen  Entladungsröhre nach der Erfindung ver  meiden.  



  Bei     einer    solchen     Entladungsröbre    mit  wenigstens teilweise aus Glas     bestehender     Wand und mit einem     Elektrodensatz,    dem  eine     Oxydkathode    angehört, ist nun erfin  dungsgemäss auf der Innenseite der Glaswand  ein Material angebracht, das Chlor und Chlor  wasserstoff zu binden     vermag.     



  Durch diese Massnahme kann nun das Ent  stehen chlorhaltiger     Verbindungen    im Innern  der Röhre vermieden werden, da diese Verbin  dungen direkt an der Stelle, wo sie entwickelt  werden, gebunden werden können; selbstver  ständlich wird man den aufgebrachten Stoff       derartwählen,    dass keine andern für die Emis  sion der Kathode schädlichen Produkte ent  stehen.  



  Man bringt zu diesem Zwecke auf die  Wand vorteilhaft solche Stoffe auf, dass.     wenn     aus ihnen bei der Reaktion mit Chlor oder  Chlorwasserstoff flüchtige     Produkte    frei wer  den, diese Produkte keine schädliche Wirkung  auf die Kathodenemission ausüben, insbeson  dere nicht mit der     urzersetzten,    während der    Entgasung des Kolbens schon auf der Ka  thode befindlichen Alkali- oder     Erdalkaliver-          bindung    reagieren.

   Unter diesen flüchtigen  Produkten sind in diesem Falle die normalen,  sich beim Entgasen     en1wiekelnden    und durch  Pumpen zu beseitigenden     Gase    und Dämpfe  zu verstehen, wie insbesondere Wasserdampf,  Kohlensäure, Wasserstoff und Kohlen  monoxyd.  



  Als     Stoffe,    die zu dein hier beschriebenen  Zwecke auf die Wand     aufgetragen    werden       l@önnen,    kommen     beispielsweise        Basisehe     Oxyde, wie     Caleiumoxyd,        Zinkoxyd    und       Hydroxyde,    z. B. Kalium- oder     Natrium-          hydroxy    d, Salze, insbesondere Karbonate und       gewisse    Metalle, wie Zink, Blei usw., in  Frage.

   Besonders gute     Erbebnisse        @wuirclen     durch Benetzung einer dünnen Kalium- oder       Natriuinhy        droxydschicht    erzielt.  



  Da es vorteilhaft ist, wenn die aus der  Glaswand freiwerdende Salzsäure sofort ge  benden wird, ist. es besonders     zweckmässig,    die       \ganze        Oberfliiehe    dieser Glasteile, oder doch  der     grössere    Teil derselben, auf der Innenseite  mit einer     dünnen    Schiebt aus dem wirksamen  Stoffe     zii    überziehen.

   Es versteht sich von  selbst, dass auch der aufgebrachte Stoff     derart     gewählt wird, dass bei den an der Innenseite  der Glaswand auftretenden     Temperaturen,    die  gewöhnlich     rieht    höher liegen als 300 bis  350  C, keine     schädlichen    Gase oder Dämpfe  gebildet     werden.     



       Eine        Sehieht    ans einem Stoffe nach der  Erfindung ist in     nachfolgender    Weise erziel  bar. Vor dem     Anbringen    des Kolbens der  Entladungsröhre auf     dem        Fiisse    wird entweder  unter     Zuhilfenahme    des     Tauchverfahrens    oder  durch     Spritzen    eine     dünne        Kaliumhydroxyd-          sehieht    auf die     Innenwand    dieses Kolbens       aufgebracht.    Die     Taueli-    oder Spritzflüssig  keit;

   besteht in diesem Falle aus einer Lösung  von     Kaliumhydroxyd    in Alkohol; nach     Ver-          rla.mpfung    des     Alkohols    bleibt eine deutlich  sichtbare     Sebieht    von sehr geringer     Stärke          zuriiel@.    Wird nun während der Herstellung  der Röhre die Kolbenwand zwecks Beseiti  gung der eingeschlossenen Gase erhitzt, so  wird die dabei.

       freiwerdende    Salzsäure vom           Kaliumhydroxyd    festgelegt unter Bildung  von     Kaliumchlorid,    das sich bei den örtlich  herrschenden Temperaturen nicht zersetzt  oder verflüchtigt, und Wasserdampf, der  entweicht und abgepumpt wird. Nach Ent  gasung der verschiedenen Wandteile und der  Elektroden kann ohne Gefahr der Vergiftung  der Kathode das auf ihr befindliche Karbonat  zu einem Oxyd zersetzt werden, worauf die  Röhre in üblicher Weise weiter behandelt       werden    kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre mit wenig stens teilweise aus Glas bestehender Wand und mit einem eine Oxydkathode enthalten den Elektrodensatz, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite der Glaswand ein Ma terial angebracht ist, das Chlor und Chlor wasserstoff zu binden vermag. UNTERAN SPRÜCHE 1. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der gläserne Wandteil auf der Innenseite ganz mit einem Chlor und Chlorwasserstoff bin denden Stoff überzogen ist. 2.
    Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Glas wand mit mindestens einem basischen Oxyd überzogen ist. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Glas wand mit mindestens einem Hydroxyd über zogen ist. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Glas wand mit mindestens einem Karbonat über zogen ist. 5.
    Elektrische Entladungsröhre nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Glaswand mit einer dünnen Kaliumhydroxydschicht überzogen ist. 6. Elektrische Entladungsröhre nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Glaswand mit einer dünnen Natriumhydroxydschicht überzogen ist.
CH240534D 1943-05-18 1943-05-18 Elektrische Entladungsröhre. CH240534A (de)

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