CH240773A - Vorrichtung an Webstuhl zur Einleitung der Auswechselung des Schützens und zur Stillsetzung des Webstuhls bei Fadenbruch. - Google Patents

Vorrichtung an Webstuhl zur Einleitung der Auswechselung des Schützens und zur Stillsetzung des Webstuhls bei Fadenbruch.

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CH240773A
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Aktiengesellschaft Der Fischer
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Fischer Ag Georg
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Description


  Vorrichtung an Webstuhl zur Einleitung der     Auswechselung    des     Schützens    und  zur Stillsetzung des Webstuhls bei     Fadenbruch.       Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Vorrichtung an einem Webstuhl zur Einlei  tung der Auswechslung des     Schützens    und  zur Stillsetzung des Webstuhls bei Faden  bruch.  



  Die bis heute bekannten, dem gleichen  Zweck dienenden Vorrichtungen besitzen aus  nahmslos mehrere am Brustbaum aasgelenkte       Brustbaumhebel,    von denen der eine von dem  Gestänge des     Spulenfühlers    aus zwecks Ein  leitung der Schützenauswechslung betätigt  wird, während ein anderer beispielsweise  durch die Einwirkung eines     Schussfadenwäch-          ters    zwecks Abstellung des Webstuhls be  wegt werden kann.

   Ausser diesen beiden       Brustbaumhebeln    kann noch ein dritter       Brustbaumhebel    vorgesehen sein, der durch  die Einwirkung eines     gettfadenwächters    be  wegt     wird,    um den Webstuhl bei     Kettfaden-          bruch        stillsetzen    zu können.

   Derjenige Brust  baumhebel, welcher für die     Einleitung    der       Auswechslung    des     Schützens    in     Funktion            tritt,    muss imstande sein, den     Ausrückhebel     des Webstuhls so zu steuern, dass er einen  grösseren Winkelausschlag als beim Still  setzen des Webstuhls vollführen     kann,    wo  durch die     Steuerwelle    der Auswechselvor  richtung eingekuppelt und die Auswechslung  des     Schützens    bewerkstelligt wird.

   Man kennt  nun verschiedene Gestaltungsformen für den  genannten     Brustbaumhebel,    damit derselbe  entsprechend der vorgehend beschriebenen  Weise auf den     Ausrückhebel    des Webstuhls  einwirken kann.  



  Bei einer bekannten Ausführungsform ist  am     Brustbaum    ein sogenanntes Fangstück aas  gelenkt, das bei einer Schwenkbewegung des  jenigen     Brustbaumhebels,    der bei der Ein  leitung der Schützenauswechslung in Funk  tion tritt, durch den letzteren     zwangläufig     derart gesteuert wird, dass es abseits des für  den     Ausrückhebel    am Brustbaum vorge  sehenen Schlitzes sich     befindet,    so dass der       Ausrückhebel        einen    grösseren Winkelaus-      schlag vollführen kann,

   als wenn das Fang  stück den     genannten    Schlitz in dessen Längs  richtung     teilweise    überdeckt und dement  sprechend der     Winkelausschlag    des     Ausrück-          Nebels    verkleinert wird     (Ausrückstelltmg    des       Webstuhls).     



  Man kennt auch eine Ausführungsform  eines dem gleichen Zweck dienenden Brust  baumhebels, bei welcher an     demselben    ein  hakenförmig gestaltetes Fangstück starr be  festigt ist, das bei laufendem     Webstuhl    den  am Brustbaum vorgesehenen Schlitz für den       Ausrückhebel    in der Längsrichtung teilweise  überdeckt.

       Wird        nun    der     Ausrückhebel        durch     einen zweiten     Brustbaumhebel    zwecks Still  setzung des Webstuhls aus der am Brust  baum vorgesehenen Rast herausgedrückt, so  begrenzt die Stirnseite des Fangstückes den       Winkelausschlag    des     Ausrückhebels        (Still-          setzung    des Webstuhls).

   Wird dagegen der       Ausrückhebel    durch den das Fangstück auf  weisenden     Brustbaumhebel    zwecks Einlei  tung der     Auswechslung    des     Schützens    aus  der am     Brustbaum    vorgesehenen Rast heraus  gedrückt, so kommt das Hakenmaul des       hakenförmig    gestalteten Fangstückes in die  Richtung des am Brustbaum für den Aus  rückhebel vorgesehenen Schlitzes zu liegen,  so dass nun der     Ausrückhebel        einen    grösseren  Winkelausschlag vollführen kann.  



  Bei der     Vorrichtung    gemäss vorliegender  Erfindung ist nur ein am Brustbaum aasge  lenkter     Brustbaumhebel    und ein um eine an  dere Achse schwenkbares Fangstück vorge  sehen, wobei     zwischen    diesen beiden Ele  menten eine derartige     Wirkungsverbindung     besteht, dass bei einer Schwenkbewegung des  Fangstückes, zwecks Freigabe des Weges für  die Schwenkbewegung des     Ausrückhebels    des  Webstuhls in die     Schützenauswechselstellung,

       der letztere durch eine     Schwenkbewegung     des     Brustbaumhebels    von einer Nase des       Brustbaumes        ausgeklinkt    .wird. Die Erfin  dung besteht nun darin, dass zwecks Ein  leitung der Auswechslung des     Schützens    am       Fangstück        ein    von dem     Spulenfühler    aus     be-          einflussbares    Gestänge angreift, welches bei  leerer Spule das Fangstück und den Brust-    Baumhebel     verschwenkt,    wobei der letztere  den     Ausrückhebel    von der Nase des Brust  baumes ausklinkt,

   und     da,ss    ferner die Wir  kungsverbindung     zwischen    Fangstück und       Brustbaumhebel    derart ist, dass der Brust  baumhebel unter dem Einfluss eines an ihm  angreifenden Fadenwächters bei einem Fa  denbruch eine Schwenkbewegung zwecks Aus  klinkung des     Ausrückhebels    ausführt, ohne  dass ein     Verschwenken    des Fangstückes um  dessen eigene- Schwenkachse erfolgt, so dass  der Ausschlag des     Ausrückhebels    durch das  Fangstück eingeschränkt bleibt und dadurch  der Webstuhl abgestellt wird.  



  Beiliegende Zeichnung veranschaulicht  mehrere Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes. Es zeigt:       Fig.    1 bis 3 eine Ausführungsform in  Draufsicht, und zwar in       Fig.    1 die Stellung der einzelnen Teile  der Vorrichtung bei normal laufendem Web  stuhl,       Fig.    2 die Stellung bei stillgesetztem Web  stuhl,       Fig.    3 die Stellung bei Auswechslung des       Schützens,          Fig.    4' einen Aufriss, zugehörig zu     Fig.    1,       Fig.    5 in grösserem Massstab einen Quer  schnitt nach der Schnittlinie     11-11    in     Fig.    1,

         Fig.    6 in grösserem Massstab ein Detail  der Vorrichtung in     Stirnansicht,          Fig.    7 eine zweite Ausführungsform in  Draufsicht,       Fig.    8 eine dritte Ausführungsform in  Draufsicht,       Fig.    9 eine vierte Ausführungsform in  Draufsicht.  



  In     Fig.    1 bis 4 bezeichnet 1 den am festen  Gelenkpunkt 2 des Brustbaumes 3. aasgelenkten       Brustbaumhebel.    Am     Brustbaumhebel    1 ist  am     Gelenkpunkt    4 ein     Dippelhebel    aasgelenkt,  mit dessen einem Hebelarm 5 das Führungs  gestänge 6 der verschiebbaren Stange 7 ver  bunden ist.

   Die     Verschiebung    der Stange 7  erfolgt in an und für sich bekannter Weise  unter dem Einfluss des auf der     Zeichnung         nicht dargestellten     Spulenfühlers    derart, dass  das Ende 8 der Stange 7 hinter die Nase 9  des     Schusswächterhammers    10 greift (siehe       F'ig.    3 und 6).

   Das Ende des zweiten, län  geren Hebelarmes 11 des genannten Doppel  hebels greift in     einen    Schlitz 12 eines     im     Punkt 13 am     Brustbaumhebel    1     angelenkten     Fangstückes 14, das bei eingerücktem (nor  mal laufendem) Webstuhl     (Fig.    1) und auch  bei ausgerücktem (stillgesetztem) Webstuhl       (Fig.    2) in den freien     Raum    des am Brust  baum 3 für den     Ausrückhebel    15 vorge  sehenen Schlitzes 16     hineinragt.    Am Brust  baumhebel 1 ist ein Anschlag 17 vorgesehen,  gegen den sich das Fangstück 14 anlegt,  wenn es die beschriebene Stellung einnimmt.

    Das Fangstück 14 wird unter dem Einfluss  einer Feder, wie weiter unten stehend näher  beschrieben wird, in, nachgiebiger Weise  gegen den Anschlag     1'7    gedrückt. Wenn das  Ende 8 der Stange 7 hinter die Nase 9 des       Schusswächterhammers    10 greift (Stellung  für Auswechslung des Schützen,     Fig.    3), so  erfährt der Doppelhebel unter dem Einfluss  des     Schusswächterhammers    eine Schwenk  bewegung um seinen Gelenkpunkt im Uhr  zeigersinn (von oben gesehen), wodurch das  Fangstück 14 ebenfalls eine Schwenkbewe  gung im gleichen Drehsinn um seinen Ge  lenkpunkt 13 erfährt, so     däss    dasselbe den  Schlitz 16 verlässt.

   Der     abgekröpfte    Hebel  arm 11 des Doppelhebels legt sich am Ende  der Schwenkbewegung des Fangstückes 14  gegen die Nabe des letzteren an. Der während  der     beschriebenen        Schwenkbewegung    des Dop  pelhebels auf den Gelenkpunkt 4 sich gel  tend machende Druck wird von einer auf den       Brustbaumhebel    einwirkenden, anderseits am  Brustbaum abgestützten Feder 18 aufgenom  men, so dass der     Brustbaumhebel    1 daran ver  hindert wird,

   während der     Eigenschwenk-          bewegung    des Doppelhebels um den Gelenk  punkt 4 und des     Fargstückes    14 um den Ge  lenkpunkt 13 eine     Schwenkbewegung    um  seinen Gelenkpunkt 2 zu vollführen.

   Wenn  der     abgekröpfte    Hebelarm 11 des Doppel  hebels mit der Nabe des Fangstückes 14 in       Berührung        kommt,    so ist der     Doppelhebel       mit dem     Brustbaumhebel    1 in der einen       Schwenkrichtung    starr verbunden, so dass  nun bei der fortschreitenden Schwenkbewe  gung des     Schusswächterhammers    10 der Dop  pelhebel gemeinsam mit dem     Brustbaumhebel     1 und dem Fangstück 14 eine Schwenkbewe  gung um den Gelenkpunkt 2 bei gleicher       Winkelgeschwindigkeit    aller genannten Teile  im Uhrzeigersinn vollführt     (Fig.    3),

   wodurch  der     Ausrückhebel    15 von der Nase 21 des  Schlitzes 16 abgedrückt wird und sich in die       Schützenauswechselstellung    bewegt.  



  Am freien Ende des     Brustbaumhebels    1  ist der     Schussgabelträger    19 befestigt. Die an  demselben     angelenkte        Schussgabel    20 greift  bei     Schussfadenbruch        hinter    die Nase 9 des       Schusswächterhammers    10, derart, dass der       Brustbaumhebel    1 unter dem Einfluss des       Schusswächterhammers    eine Schwenkbewe  gung vollführt.

   an welcher auch der Doppel  hebel und das Fangstück 14 teilnehmen,  jedoch ohne dass diese Teile eine Eigen  schwenkbewegung um ihre Achsen (4 und  13) vollführen, das heisst der Doppelhebel (5,  11) und das Fangstück 14 verbleiben in  bezug auf ihre Stellung zum     Brustbaumhebel     1 in Ruhe. Das Fangstück 14 verbleibt daher  mit     seinem    freien Ende über dem Schlitz 16,  derart, dass der     Ausrückhebel    15, der durch  den     Brustbaumhebel    1 von der Nase 21 des  Schlitzes 16 abgedrückt wird, nur eine       Schwenkbewegung    vollführen kann, bis er  an das Fangstück 14 anzuliegen kommt.

    (Stillgesetzter Webstuhl,     Fig.    2.)  Um den Webstuhl auch bei     Kettfaden-          brueh        stillsetzen    zu können,     ist    am Brust  baumhebel 1     (Fig.    5) mittels des Zapfens 22  ein dreiarmiger Hebel     angelenkt,    dessen einer  Hebelarm 23 als Führung dient für die längs  verschiebbare Stange 24 des     Kettfadenwäch-          ters.    Auf der Stange 24 ist ein Anschlag 25  befestigt, dessen Stirnende bei Bettfaden  bruch mit dem Stirnende eines an der     Web-          lade    26 befestigten Anschlages 27 in Berüh  rung kommt, derart,

   dass der dreiarmige Hebel  eine Schwenkbewegung entgegengesetzt dem  Uhrzeigersinn     (Fig.    5) um die Achse 22 voll  führt, bis dessen Hebelarm 28 an der Unter-           seite    des     Brustbaumhebels    1 anzuliegen  kommt.

   Daran anschliessend erfolgt bei der       Weiterbewegung    der Weblade eine     Ver-          schwenkung    des     Brustbaumhebels    1 gemein  sam mit dem dreiarmigen Hebel, so dass der       Ausrückhebel    15 durch den     Brustbaumhebel     1 von der Nase 21 des Schlitzes 16 abge  drückt wird und eine     Schwenkbewegung    voll  führt, bis er an das Fangstück 14     anzuliegen     kommt     (Fig.    2).

   Eine auf den dreiarmigen  Hebel einwirkende Feder 29 hat das Bestre  ben, den dritten Hebelarm 30 des dreiarmigen  Hebels. gegen die Oberseite des Brustbaum  hebels 1 zu drücken.     Wenn    der Hebelarm 30  auf der Oberseite des     Brustbaumhebels    1 an  liegt, so beeinflusst er bei der Schwenkbewe  gung des     Brustbaumhebels    1 einen auf der       Sperrklinken-Auslösewelle    31 des Waren  baumes befestigten Hebel 32, wodurch die       Sperrklinken    des Regulators ausgelöst wer  den und der     Abzugwalze    die Möglichkeit ver  liehen wird,     eine    gewisse rückläufige Dreh  bewegung auszuführen.

   Wird dem     Brust-          Baumhebel    vom     Kettfadenwächter    aus eine  Schwenkbewegung erteilt, so vollführt der  dreiarmige Hebel zuerst für sich allein, wie  bereits beschrieben, eine Schwenkbewegung.  Dadurch     kommt    der Hebelarm 30 abseits des  Hebels 32 zu liegen, so dass der letztere durch  den Hebelarm 30 nicht     beeinflusst    wird. In  folgedessen     wird    bei einer     Ausrückung    des  Webstuhls vom     Kettfadenwächter    aus die       Sperrklinken-Auslösewelle    31 nicht verdreht.

    Am Hebelarm 28 des dreiarmigen Hebels ist  eine schiefe Anlauffläche 33 vorgesehen, an  welcher der Hebelarm 11 des das Fangstück  14 steuernden Doppelhebels anliegt, wenn der  Hebelarm 30     unter    dem Einfluss der Feder 29       auf    dem     Brustbaumhebel    1 aufliegt.

   Wird  der am     Brustbaumhebel    1 aasgelenkte Doppel  hebel vom     Spulenfühler    aus zwecks Einlei  tung der     Auswechslung    eines     Schützens    be  einflusst, so dass er eine Eigenschwenkung um  die Gelenkachse 4 vollführt, so wirkt der  Hebelarm 11 des Doppelhebels auf die schiefe  Anlauffläche 33 des Hebelarmes 28 des drei  armigen Hebels derart     ein,    dass der letztere  unter     Überwindung    der Federkraft der Feder    29 eine Schwenkbewegung entgegengesetzt  dem Uhrzeigersinn     (Fig.    5) vollführt,

   wo  durch der Hebelarm 30 des dreiarmigen He  bels in die strichpunktierte Stellung gelangt  und bei der     Schwenkbewegung    des Brust  baumhebels 1 der Hebel 32 der     Sperrklinken-          Auslösewelle    31 nicht beeinflusst wird. Eine  Beeinflussung des Hebels 32 erfolgt also nur,  wenn der     Brustbaumhebel    1 unter dem Ein  fluss der mit dem     Schusswächterhammer    10  in Eingriff kommenden     Schusswäehtergabel     20 eine Schwenkbewegung vollführt.    Wie weiter oben beschrieben, wird das  Fangstück 14 durch den Einfluss einer Feder  in nachgiebiger Weise gegen den Anschlag  17 des     Brustbaumhebels    1 gedrückt.

   Bei       raschlaufenden    Webstühlen besteht nun die  Möglichkeit, dass das Fangstück 14, wenn  dasselbe zwecks Einleitung der Auswechs  lung eines     ,Schützens    aus dem freien Raum  des Schlitzes 16     herausbewegt    wird, wieder  in den freien Raum des Schlitzes 16 zurück  schnellt, bevor der     Ausrückhebel    15 in die  Auswechselstellung gelangt, so dass nicht die  gewünschte Auswechslung des     Schützens,     sondern eine     Ausrückung    des Webstuhls er  folgt. Um dieses zu verhindern, ist an einem  Gelenkpunkt 34 des     Brustbaumhebels    1 eine  als Doppelhebel ausgebildete Klinke aasge  lenkt.

   Der eine Hebelarm der     Klinke    ist mit  einer Nase 35 versehen, während der andere  Hebelarm, an welchem eine Zugfeder 37 an  greift, mit einer schiefen Anlauffläche 36  versehen ist. Das andere Ende der Zugfeder  37 steht mit dem Fangstück 14 derart in Ver  bindung, dass das letztere gegen den Anschlag  17 des     Brustbaumhebels    1 gedrückt wird. Die  Anlauffläche 36 des Doppelhebels legt sich  gegen einen am Brustbaum 3 befestigten Füh  rungsstift 38.

      Werden nun bei Einleitung der Schützen  auswechslung vom     Spulenfühler    aus der am       Brustbaumhebel    1 aasgelenkte Doppelhebel  (5, 11) und das Fangstück 14 gegenüber dem       Brustbaumhebel        verschwenkt,    so schwingt  das Ende des Fangstückes 14 an der Nase     35     der Klinke vorbei, ohne diese zu berühren      (siehe Pfeil in     Fig.    1).

   Bei der     darauffolgen-          den    gemeinsamen Schwenkbewegung des Dop  pelhebels, des Fangstückes und des Brust  baumhebels 1 mit der     Klinke    gleitet die  schiefe Anlauffläche 36 der Klinke an dem       Führungsstift    38 des     Brustbaumes    entlang,  so dass die Klinke eine Eigenschwenkung um  den Gelenkpunkt 34 vollführt und ihre Nase  35 in die Bewegungsbahn des Endes des  Fangstückes 14 hineinragt. Auf diese Weise  wird das Fangstück 14 durch die     Klinke    ver  riegelt     (Fig.    3), so dass ein vorzeitiges un  erwünschtes Zurückschnellen des Fangstückes  14 in den freien Raum des Schlitzes 16 ver  mieden wird.

   Die Verriegelung wird so lange  aufrechterhalten, bis der     Brustbaumhebel    1  bei seiner     Rückschwingung    unter dem Ein  fluss der Feder 18 wieder in seine Ruhestel  lung zurückgekehrt ist. Vollführt der Brust  baumhebel 1 unter dem Einfluss der     Schuss-          wächtergabel    in     Verbindung    mit dem     Schuss-          wächterhammer    eine '     Schwenkbewegung     zwecks     Ausrückung    des Webstuhls, so voll  führt jeweils die     Klinke    ebenfalls eine       Schwenkbewegung,    wobei die Nase 35 dem  Fangstück 14 so weit genähert wird,

   dass die  selbe das Fangstück 14 beinahe berührt       (Fig.    2).  



       Fig.    7 zeigt eine zweite Ausführungs  form der Verriegelung des Fangstückes. Es  bezeichnet hier 39 das am     Gelenkpunkt    40  des abgebrochen gezeichneten Brustbaum  hebels 41     angelenkte    Fangstück. Am Brust  baumhebel 41 ist     am,        Gelenkpunkt    42 eine  Klinke 43     angelenkt,    an welcher eine mit  schiefer Anlauffläche 44 versehene Nase 45  vorgesehen ist. Durch eine an der     Klinke    43  und an dem Fangstück 39 angreifende Feder  46 wird die     Klinke    43 gegen einen Anschlag  47 und das Fangstück 39 gegen einen An  schlag 48 des     Brustbaumhebels    41 gedrückt.

    Die Nase 45 der Klinke 43 liegt alsdann in  der Bewegungsbahn des Fangstückes 39, und  es ist die Bewegungsbahn durch einen ein  gezeichneten Pfeil angegeben. An der     Klinke     43 ist am Gelenkpunkt 49 eine Klinke 50       angelenkt,    an welcher eine schwache Blattfeder  51 befestigt ist, deren freies Ende zwischen    zwei an der Klinke 43 vorgesehenen     Stiften    52  lose gehalten wird. Durch diese Einrichtung  wird die Klinke 50 in der     eingezeichneten     Normallage gehalten. Am Brustbaum 53 ist  ein Anschlag 54 vorgesehen, der sich bei in der  Ruhestellung befindlichem     Brustbaumhebel    41  gegen die Unterseite der Klinke 50 legt.

   Voll  führt     nun    der     Brustbaumhebel    41 bei ein  geklinktem Fangstück 39 eine Schwenkbewe  gung, so wird der Klinke 50 unter dem Ein  fluss des Anschlages 54 eine Schwenkbewe  gung im     Uhrzeigersinn    erteilt, wobei die  schwache Blattfeder 51 nach abwärts durch  gebogen wird und die     Klinke    50 an dem An  schlag 54     vorbeigleiten    kann. Nach dem Vor  beigleiten nimmt die Klinke 50 wieder ihre  Normalstellung ein.

   Bei der darauffolgenden       Rückschwingung    des     Brustbaumhebels    41  kommt der Anschlag 54 mit einer schiefen  Anlauffläche 55 der Klinke 50 in Berührung,  so dass die an einer Drehung     entgegengesetzt     dem     Uhrzeigersinn    durch einen an der     Klinke     43 vorgesehenen Anschlag 56 verhinderte       Klinke    50 von dem Anschlag 54 verdrängt  wird     und    die     Klinke    43 eine Schwenkbewe  gung im Uhrzeigersinn vollführt, so dass  deren Nase 45 das Fangstück 39 freigibt und  dieses unter dem Einfluss der Feder 46 eine       Schwenkbewegung    entgegengesetzt dem Uhr  zeigersinn vollführt,

   bis es an den Anschlag  48 des     Brustbaumhebels    41 anzuliegen kommt  und in den freien Raum des Schlitzes 57 des  Brustbaumes 53     hineinragt.     



       Fig.    8 zeigt eine Ausführungsform in ver  einfachter Bauart. Es bezeichnet 58 den am       Gelenkpunkt    59 des Brustbaumes     angelenkten          Brustbaumhebel.    Am Gelenkpunkt 60 des       Brustbaumhebels    58 ist das als Doppelhebel  ausgebildete Fangstück     angelenkt,    dessen  längerer Hebelarm 61 am Ende     rechtwinklig     abgebogen ist und durch eine am Brustbaum  hebel 58 abgestützte schwache Feder 62 in  der Ruhestellung gegen einen Anschlag 63  des     Brustbaumhebels    gedrückt wird.

   Der       Brustbaumhebel    58 wird in der Ruhestellung  durch eine stärkere Feder 64 gegen einen am       Brustbaum    vorgesehenen Anschlag 65 ge  drückt. Am kürzeren Hebelarm 66 des Fang-           stückes    greift das Führungsgestänge 67 der  durch den     Spulenfühler    verschiebbaren und  mit dem hin und her     schwingenden        Schuss-          wächterhammer        kuppelbaren    Stange 68 an.

         Wenn    diese mit dem     Schusswächterhammer     gekuppelt wird, so vollführt das Fangstück  unter     Zusammenpressung    der Feder 62 eine       Schwenkbewegung,    bis dessen längerer Hebel  arm 61 an einem am     Brustbaumhebel    58 vor  gesehenen Anschlag 69 anzuliegen kommt.  Die weitere Schwenkbewegung des Fang  stückes erfolgt nun zusammen mit dem Brust  baumhebel 58 um dessen     Schwenkpunkt    59  unter     Zusammenpressung    der Feder 64.

   Um  bei     raschlaulenden    Stühlen ein vorzeitiges  Zurückschnellen des Fangstückes unter dem  Einfluss der Feder 62 zu verhindern, kann  auch hier am     Brustbaumhebel    58 eine Klinke  70     angelenkt    sein, deren Gestaltung und  Steuerung gleich wie bei der Ausführung       gemäss        Fig.    1 bis 3 oder der Ausführungs  form gemäss     Fig.    7 sein kann.

   Beim Aus  rücken des Webstuhls wird nicht dem Fang  stück, sondern dem     Brustbaumhebel    58 bei  spielsweise von der     Schusswächtergabel    aus  in     Verbindung    mit dem     Schusswächterham-          mer    eine Schwenkbewegung erteilt, wie diese  durch den eingezeichneten Pfeil kenntlich ge  macht ist, wobei das Fangstück keine Eigen  schwenkbewegung um die Schwenkachse 60       ausführt.     



  Bei der durch     Fig.    9 dargestellten Aus  führungsform ist das als Doppelhebel aus  gebildete Fangstück     am.    Gelenkpunkt 71 des  Brustbaumes     angelenkt.    In der Ruhestellung  legt sich der eine rechtwinklig abgebogene  Hebelarm 72 des Fangstückes gegen     einen    am  Brustbaum vorgesehenen Anschlag 73.

   Der       Brustbaumhebel    74 ist am Gelenkpunkt 75  des     Brustbaumes        angelenkt,    und es ist an       demselben    ein Anschlag 76 vorgesehen, der  normalerweise unter dem     Einfluss    einer auf  den     Brustbaumhebel    74     einwirkenden    Druck  feder 77 gegen den zweiten Hebelarm 78 des  Fangstückes gedrückt wird, welch letzterer  den     ausgeübten    Druck über den andern Hebel  arm 72 des Fangstückes auf den am Brust  baum vorgesehenen     Anschlag    73 überträgt.

      Der Anschlag 73 dient daher als Begrenzung  der     Sehwenkbewegung    in der einen Richtung  sowohl für das Fangstück als auch für den       Brustbaumhebel.    Am Hebelarm 78 des Fang  stückes greift das Führungsgestänge 79 der  durch den     Spulenfühler    längs verschiebbaren  Stange 80 an, so dass, wenn die letztere mit  dem     Schusswächterhammer    gekuppelt wird,  das Fangstück eine     Schwenkbewegung    im  Uhrzeigersinn vollführt, wobei dessen Hebel  arm 78 auf den Anschlag 76 des Brustbaum  hebels 74 drückt und dem letzteren ebenfalls  eine Schwenkbewegung erteilt. Am Fang  stück ist eine     Bremsseheibe    81 vorgesehen, die  durch eine Blattfeder 82 abgebremst wird.

    Bei der Rückschwenkung des Brustbaum  hebels 74 in die Ruhestellung muss die Brems  wirkung dieser Bremsvorrichtung von der  Feder 77 überwunden werden. Beim Aus  rücken des Webstuhls wird nur dem Brust  baumhebel 74 beispielsweise von der     Schuss-          wächtergabel    aus in Verbindung     mit    dem       Schusswächterhammer    eine Schwenkbewegung       erteilt,    wie dieses durch den eingezeichneten  Pfeil kenntlich gemacht ist. Das als Doppel  hebel ausgebildete Fangstück verbleibt hier  bei in Ruhestellung und ist in dieser Stellung  durch die vorgesehene Bremsvorrichtung ge  sichert. Naturgemäss könnte auch eine anders  geartete Bremsvorrichtung als wie beschrie  ben Anwendung finden.  



  Die Art und Weise des Zusammenwir  kens des Fangstückes und des Brustbaum  hebels mit dem     Ausrückhebel    sowie der     Spu-          lenfühlerstange    (68     bezw.    80) mit dem       Schusswächterhammer    ist bei den Ausfüh  rungsbeispielen nach den     Fig.    8 und 9 gleich  wie beim zuerst beschriebenen Ausführungs  beispiel     (Fig.    1 bis 4).  



  Die in     Fig.    5 beschriebene Einrichtung  für Beeinflussung oder Nichtbeeinflussung  des Hebels 32 kann auch bei den Ausfüh  rungsformen nach den     Fig.    8 und 9 Anwen  dung finden.  



  Bei den     beschriebenen    Ausführungsfor  men wurde vorgesehen, dass am Brustbaum  hebel der     Kettfadenwäehter    und die     Schuss-          gabel        und    am Fangstück der     Spulenfühler         angreift. Naturgemäss ist auch eine solche       Anordnung    möglich, wo am Fangstück der       Spulenfühler    und     ausserdem    die     Schussgabel     und am     Brustbaumhebel    nur der     Kettfaden-          wächter    angreift.

   Bei einer solchen Anord  nung wird das     Fangstück    sowohl vom Spulen  fühler als auch von der     Schussgabel    aus der  art gesteuert, dass, wenn der Faden der Spule  aufgebraucht ist oder ein     Schussfadenbruch     auftritt, eine Auswechslung des     Schützens          eingeleitet    wird.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    1  bis 4 ist das Fangstück 14 an dem am Brust  baumhebel 1 vorgesehenen Gelenkpunkt 13       angelenkt.    Es wäre aber auch möglich, den  Gelenkpunkt 13 am Brustbaum 3 anzuordnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung an Webstuhl zur Einleitung der Auswechslung des Schützens und zur Stillsetzung des Webstuhls bei Fadenbruch, mit einem einzigen am Brustbaum angelenk- ten Brustbaumhebel und einem um eine an dere Achse schwenkbaren Fangstück, wobei zwischen diesen beiden Elementen eine der artige Wirkungsverbindung besteht, dass bei einer Schwenkbewegung des Fangstückes, zwecks Freigabe des Weges für die Schwenk bewegung des Ausrückhebels des Webstuhls in die Schützenauswechselstellung,
    der letz tere durch eine Schwenkbewegung des Brust baumhebels von einer Nase des Brustbaumes ausgeklinkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Einleitung der Auswechslung des Schützens am Fangstück ein von dem Spulen fühler aus beeinflussbares Gestänge angreift, welches bei leerer Spule das Fangstück und den Brustbaumhebel verschwenkt, wobei der letztere den Ausrückhebel von der Nase des Brustbaumes ausklinkt, dass ferner die Wir kungsverbindung zwischen Fangstück und Brustbaumhebel derart ist,
    dass der Brust baumhebel unter dem Einfluss eines an ihm angreifenden Fadenwächters bei einem Faden bruch eine Schwenkbewegung zwecks Aus- klinkung des Ausrückhebels ausführt, ohne dass ein Verschwenken des Fangstückes um dessen eigene Schwenkachse erfolgt, so dass der Ausschlag des Ausrückhebels durch das Fangstück eingeschränkt bleibt und dadurch der Webstuhl abgestellt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Brustbaum hebel (1) ein Doppelhebel (5, 11) angelenkt ist, dessen einer Hebelarm (5) unter der Ein wirkung des Spulenfühlers bei leerer Spule eine Schwenkbewegung vollführt, wobei des sen längerer Hebelarm (11) einem am Brust baumhebel angelenkten federbeeinflussten Fangstück (14) eine Schwenkbewegung er teilt. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Brustbaumhebel (1) eine federbeein- flusste Klinke angelenkt ist, die eine mit einem Anschlag (38) des Brustbaumes zu sammenwirkende schiefe Anlauffläche (36) aufweist, derart, dass bei einer Schwenkbewe gung des Doppelhebels (5, 11) und des Fang stückes (14) mit anschliessender, gemeinsamer Schwenkbewegung mit dem Brustbaumhebel (1) das Fangstück (14) durch eine Nase (35) der Klinke verriegelt und die Verriegelung erst aufgehoben wird,
    wenn der Brustbaum hebel in seine Ruhestellung zurückgekehrt ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Brustbaumhebel (41) eine federbeein- flusste Klinke (43) angelenkt ist, deren mit schiefer Anlauffläche (44) versehene Nase (45) in der Bewegungsbahn des Fangstückes (39) liegt, und dass an dieser Klinke (43) eine zweite federbeeinflusste Klinke (50) an gelenkt ist, gegen welche sich bei einer Schwenkbewegung des Brustbaumhebels (41) ein Anschlag (54) des Brustbaumes derart anlegt, dass die zweite Klinke (50) eine Schwenkbewegung vollführt,
    ohne dass die erste Klinke (43) um die eigene Schwenk achse (42) verschwenkt wird, während bei der Rückschwenkung des Brustbaumhebels (41) der erwähnte Anschlag (54) des Brust baumes auf eine schiefe Anlauffläche (55) der zweiten Klinke (50) einwirken kann, wo- durch. dieselbe gegen einen Anschlag (56) der ersten Klinke (43) gedrückt und der letz teren ebenfalls eine Eigenschwenkbewegung zwecks Freigabe des Fangstückes (39) erteilt wird. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Brustbaum hebel (58) ein als Doppelhebel ausgebildetes Fangstück aasgelenkt ist, an dessen einem Hebelarm (66) über ein Gestänge (67) eine vom Spulenfühler aus beeinflussbare Stange (68) angreift, während der andere Hebelarm (61) des Fangstückes in der Ruhelage des letzteren unter dem Einfluss einer Feder (62) gegen einen Anschlag (63) des Brustbaum hebels und der Brustbaumhebel (58) in der Ruhelage unter dem Einfluss einer stärkeren Feder (64) gegen einen Anschlag (65) des Brustbaumes gedrückt wird,
    dass ferner am Brustbaumhebel (58) ein Anschlag (69) vor gesehen ist, welcher die Eigenschwenkbewe- gung des Fangstückes begrenzt, so dass, nach dem das Fangstück jeweils an diesem An schlag (69) zum Anliegen gekommen ist, eine gemeinsame Schwenkbewegung des Fang stückes und des Brustbaumhebels (58) um die Schwenkachse (59) des letzteren erfolgt. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Brustbaum ein als Doppelhebel ausgebildetes, unter dem Ein- fluss einer Bremse stehendes Fangstück aas gelenkt ist, an dessen einem Hebelarm (78) über ein Gestänge (79) eine vom Spulen fühler aus beeinflussbare Stange (80) angreift und welch genannter Nebelarm ferner mit einem am Brustbaumhebel (74) vorgesehenen Anschlag (76) zusammenwirkt, indem eine auf den Brustbaumhebel einwirkende Feder (77) das Bestreben hat, den Anschlag (76) gegen den Hebelarm (78) zu drücken,
    wobei dieser Druck durch den andern Hebelarm (72) des Fangstückes auf einen am Brust baum vorgesehenen Anschlag (73) übertragen wird, das Ganze derart, dass der Brustbaum hebel (74) und das Fangstück (72, 78) in der Ruhestellung gegen eine willkürliche Ver drehung gesichert sind, jedoch anderseits der Brustbaumhebel (74) für sich allein eine Schwenkbewegung vollführen kann, wobei das Fangstück durch die Bremse in der Ruhe stellung gehalten wird. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Brustbaum hebel (1) ein federbeeinflusster dreiarmiger Hebel aasgelenkt ist, dem vom am einen Hebelarm (23) angreifenden Kettfadenwäch- ter aus und vom einen zweiten Hebelarm (28) beeinflussenden Fangstück aus eine Schwenk bewegung unter Überwindung der Federspan nung erteilt werden kann, derart, dass der dritte Hebelarm (30) ausser den Bereich des die Sperrklinken-Auslösewelle (31) des Wa renbaumes beeinflussenden Hebels (32) ge bracht werden kann.
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