Einrichtung zur Inbetriebsetzung und Stillsetzung eines Webstuhls mit selbsttätiger Schützenauswechslung. Vorliegende Erfindung hat zum Gegen stand eine Einrichtung zur Inbetriebsetzung und Stillsetzung eines Webstuhls mit selbst tätiger Schützenauswechslung mittels, eines Ein- und Ausrückhebels.
Erfindungsgemäss ist am Ein- und Aus rückhebel ein Hilfshebel aasgelenkt, mit wel chem das Umsteuergestänge eines in drei ver schiedene Stellungen bewegbaren. Haupt kupplungsteil:s in gelenkiger Verbindung steht; ferner ist eine Hebelkupplung vorge sehen, die, wenn geschlossen, den gegenüber dem Ein- und Ausrückhebel sonst um die Gelenkachse verdrehbaren Hilfshebel nun unbeweglich hält.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere beispielsweise Ausführungsformen, des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigt: Fig. 1 die Steuereinrichtung für die Ein und Ausrückung des Webstuhls sowie für die Ingangsetzung und Stillsetzung der Schützen auswechselvorrichtung, Fig. 2 die obere Partie der aus Fig. 1 er sichtlichen Steuereinrichtung in der Stellung gezeichnet, wenn der Webstuhl eingerückt ist,
Fig. 3 die'aobere Partie der aus Fig. 1 ersichtlichen Steuereinrichtung in der .Stel lung gezeichnet, wenn die Auswechslung des Schützens erfolgt, Fig. 4 die obere Partie der aus Fig. 1 er sichtlichen Steuereinrichtung in der Stellung gezeichnet, wenn der Ein- und Ausrückhebel zwecks Unterbrechung des Auswechselvor ganges bei einer Betriebsstörung von Hand in die Ausrückstellung bewegt worden ist.
Fig. 5 zeigt ein Teilstück der aus Fig. 1 ersichtlichen Steuereinrichtung, jedoch in anderer Stellung gezeichnet als in Fig. 1, Fig. 6 das der Stellung in Fig. 2 (Web stuhl eingerückt) entsprechende Umsteuer gestänge in Seitenansicht sowie die Brems einrichtung des Webstuhls und die F'ühler- auslösung.
Fig. 7 zeigt eine Teilkonstruktion der Steuereinrichtung in .Seitenansicht, teilweise im Schnitt gezeichnet.
Fig. 8 zeigt eine Detailkonstruktion eines Kettfadenwächters, der hier Anwendung fin den kann.
Fig. 9 zeigt eine Detailkonstruktion eines Zentralsehusswächters, der hier Verwendung findet.
Fig. 10 zeigt die obere Partie einer zwei ten Ausführungsform der Steuereinrichtung in Stirnansicht und in: der Stellung gezeich net, wenn die Auswechslung des Schützens erfolgt, Fig. 11 einen Schnitt durch den Ein- und Ausrückhebel nach der Schnittlinie A-A in Fig. 10 mit Draufsicht auf den Schlitz im Schützentisch.
Fig. 12 zeigt die mittlere Partie einer dritten Ausführungsform der Steuereinrich- tung in Stirnansicht und in der Stellung ge- zeichnet, wenn die Auswechslung des Schüt- zens erfolgt.
Fig.13 zeigt die in Fig. 12 dargestellte Ausführungsform in der Stellung gezeichnet.. wenn die Auswechslung des Schützens been det ist und der Webvorgang wieder beginnt.
Fig. 14 bis 17 zeigen in schematischer Weise eine vierte Ausführungsform der Steuereinrichtung, und zwar Fig. 14 in der Stellung gezeichnet, wenn den Webstuhl ausgerückt ist, Fig. 15 in der Stellung gezeichnet;
wenn der Webstuhl eingerückt ist, Fig. 16 in der Stellung gezeichnet, wenn die Auswechslung des Schützens erfolgt, Fig.17 -in der Stellung gezeichnet, wenn der Ein- und Ausrückhebel zwecks Unter brechung des Auswechselvorganges bei einer Betriebsstörung von Hand in die Ausrück- stellung ,bewegt worden. ist.
Bei der Ausführungsform - gemäss Fig. 1 bis 7 bezeichnet 1 den Schützentisch, an des sen Unterseite ein Support 2 vorgesehen ist. Am Support 2 ist im Gelenkpunkt 3 ein als Doppelhebel ausgebildeter Ein- und Aus rückhebel aasgelenkt.
Mit dem freien Ende des nach aufwärts gerichteten Hebelarmes 4 des Ein- und Ausrückhebels steht im Gelenk punkt 5 eine durchgehende, längsverschieb bare Abstellstange 6 in Verbindung. Die Ab- stell'stange 6 besitzt an der Gelenkstelle einen Längsschlitz 7.
An der Unterseite der durchgehenden Abstellstange 6 ist ein An satz 8 befestigt, der sich gegen den einen Hebelarm 9 eines im Gelenkpunkt 10 am- Schützentisch 1 aasgelenkten Doppelhebels anlegt.
Der Hebelarm 9 besitzt in bekannter Weise eine schiefe Anlauffläche derart., dass bei einer Längsverschiebung der durchgehen den Abstellstange der genannte Hebelarm in bekannter Weise unter Überwindung einer Federkraft eine Schwingbewegung vollführt und die am zweiten Hebelarm 11 des Doppel- hehels vorgesehene Nase 12 den Ein- und Aus rückhebel freigibt,
so dass dieserin bekannter Weise eine Schwingbewegung vollführen und aus der in Fig.2 gezeichneten Stellung in die aus- Fig. 1 ersichtliche Stellung gelangen kann (Ausrückstellung). Am freien Ende des zweiten Hebelarmes 13 des Ein- und Aus rückhebels ist im Gelenkpunkt 14 ein ein armiger Hilfshebel 15 aasgelenkt.
Der Gelenk- punkt 14 ist als runder Bolzen ausgebildet, der mit dem Hilfshebel 15 starr verbunden und am Hebelarm 13 des Ein- und Ausrück- liebels drehbar und axial verschiebbar ange- ordnet ist. Das hintere Ende des runden Bol zens 14 ist als Gabel 16 ausgebildet.
Zwi schen dem Hebelarm 13 und der Gabel 16 ist auf dein Bolzen'14 eine Druckfeder 17 vor gesehen, welche das Bestreben hat, den Hilfs hebel 15 gegen den Hebelarm 13 des Ein und Ausrückhebels heranzuziehen. Der Hilfs hebel 15 und der Hebelarm 13 des Ein- und Ausrückhebels besitzen an ihrer Gelenkstelle an den einander zugekehrten Seiten Kupp lungszähne 18.
Unter dem Einfluss der Druckfeder 17 wird der Hilfshebel 15 mit dem Hebelarm 13 des Ein- und Aüsrück- hebels gekuppelt, so dass der erstere im ge- kuppelten Zustand genau die gleiche Schwing bewegung wie der Ein- und Ausrückhebel ausführen muss (siehe Fig. 1 Aus.rückstellung und Fig. 2 Einrückstellung).
In den Schlitz der Gabel 16 des Bolzens 14 greift ein Hebel arm 19 eines im Gelenkpunkt 20 am Hebel arm 13 des Ein- und Ausrückhebels aasge lenkter Doppelhebel.
Am Hebelarm 19 des Doppelhebels ist eine Einkerbung 21 vorge sehen. 22 bezeichnet die nach aufwärts ge richtete und längsverschiebbare Stange der Fühlerauslösung. Die Stange 22 kann. durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schussfühlereinrichtung gebräuchlicher Kon struktion verriegelt bzw. an einer Längsver schiebung verhindert werden.
Die Längsver- schiebung der Stange 22 erfolgt durch einen Ansatz 23 eines im Gelenkpunkt 24 schwing bar gelagerten Doppelhebels. Der Ansatz 23 legt sich einerseits gegen einen an der Stange 22 vorgesehenen Bund 25 und anderseits gegen das eine Ende einer auf die Stange 22 aufgeschobenen Druckfeder 26. Am einen Hebelarm -27 des Doppelhebels ist im Gelenk punkt 28 eine Klinke 29 aasgelenkt, die unter dem Einfluss .einer Zugfeder 30 gegen einen an der Stange 22 vorgesehenen Ansatz 31 gedrückt wird.
Mit dem freien Ende des zweiten Hebelarmes 32 des im Gelenkpunkt 24 schwingbar gelagerten Doppelhebels steht das: eine Ende eines Lenkers 33 in gelenkiger Verbindung, dessen anderes Ende am freien Ende eines Hebels 34 angelenkt ist, der an einem festen Gelenkpunkt 35 schwingbar ge lagert ist. Am Hebel 34 ist eine drehbare Rolle 36 vorgesehen, die durch eine am Hebel angreifende Zugfeder 37 gegen eine auf einer drehbaren Welle 38 befestigte Kur venseheibe 39 gedrückt wird. Bei einer Dre hung der Welle 38 vollführen die Hebel 34 und 32 und die Klinke 29 eine Schwingbewe gung und die Stange 22 gemeinsam mit. der Klinke 29 eine Auf- und Abwärtsbewegung.
Hierbei wird die Klinke 29 bei in Betrieb befindlichem Webstuhl ausser dem Bereich der Einkerbung 21 des Hebelarmes 19 gehalten (siehe strichpunktierte Stellung in Fig.6). Wenn sich auf der Spule im Webschützen nur noch wenige Garnwindungen befinden. so kommt die Schussfühlereinrichtung zur Wirkung und verriegelt die Stange 22 derart, dass sie nun an einer Abwärtsbewegung ver hindert und die Klinke 29 auf gleicher Höhe wie die Einkerbung 21 des Hebelarmes 19 gehalten wird. Die Hebel 32 und 34 können weiterhin ihre Schwingbewegung vollführen, wobei die Feder 26 zusammengepresst wird.
Bei dieser weiteren Schwingbewegung greift nun die Klinke 29 in die Einkerbung 21 des Hebelarmes 19 derart, da.ss der Hebelarm 19 eine Schwingbewegung und der Bolzen 14 eine Axialverschiebung unter gleichzeitiger Zusammenpressung der Feder 17 vollführen. Dadurch wird die Zahnkupplung zwischen dem Hebelarm 13 und dem Hilfshebel 15 aus gerückt, so dass der Hilfshebel 15 eine Schwingbewegung gegenüber dem Arm 13 vollführen kann.
Am freien Ende des Hilfs hebels 15 ist am Gelenkpunkt 40 ein Lenker 41 a.ngelenkt (Fig.l), der anderseits mit einem Kupplungshebel- 42 in Verbindung steht. Der letztere ist an einem festen Gelenkpunkt 43 schwingbar gelagert. Der ,ehesingbare Kupplungshebel 42 dient für die Axialverschiebung eines in drei Stellun gen bewegbaren Hauptkupplungsteils 44; der lose drehbar auf der Kurbelwelle 45 des Webstuhls gelagert ist.
Der Hauptkupplungs- teil 44 ist auf einer Seite als Teil einer Kegelreibungskupplung ausgebildet, der mit 46 bezeichnet ist. Die gegenüberliegende Kupplungshälfte 47 der Kegelreibinmgskupp- lung ist auf der Kurbelwelle 45 befestigt. Der Kupplungsteil 44 ist auf der andern Seite als die eine Hälfte einer Klauenkupp- lung ausgebildet, die mit 48 bezeichnet ist.
Die gegenüberliegende Kupplungshälfte 49 der Klauenkupplung ist lose drehbar auf der Kurbelwelle 45 gelagert und # gegen eine axiale Verschiebung nach beiden Richtungen gesichert: Auf der Nabe der Klauenkupp- lungshälfte 49 ist ein Kettenrad 50 befestigt, in welches eine endlose Gelenkkette 51 greift, die anderseits in ein Kettenrad 52 greift, das auf einer Welle 53 befestigt ist. Auf dieser Welle 53 sind die Kurvenscheiben angeord net, welche die Mechanismen für die Aus wechslung des Webschützens betätigen. Das Kettenrad 52 besitzt in der Regel eine grö ssere Zähnezahl als das Kettenrad 50.
Die Grösse der dadurch vorhandenen Untersetzung der Welle 53 ins Langsame ist mehr oder weniger von der grösseren oder kleineren Tourenzahl des Webstuhls abhängig. Der mit 46 bezeichnete Teil der Kegelreibungskupp- lung ist am äussern Umfang als Zahnrad 54 ausgebildet, mit welchem ein auf der Mch- nung nicht dargestelltes Zahnritzel, beispiels weise eines Elektromotors, in Eingriff stehen kann, der für den Antrieb des Webstuhls bestimmt ist.
Zwischen den, Kupplungsteilen 46 und 47 ist. auf der Welle 45 eine Druck feder 55 vorgesehen, welche das Bestreben hat, den Kupplungsteil 44 in der Weise zu verschieben, dass die Teile 48 und 49 der Klauenkupplung miteinander gekuppelt wer den. Der Kupplungshebel 42 kann drei ver schiedene Stellungen aufweisen, welche in den. Fig. 1 bis 4 mit I, 0, 1I bezeichnet sind. Die Stellung 0 entspricht der Mittelstellung des Kupplungshebels 42; wobei der Webstuhl stillgesetzt ist (Fig. 1 und 4).
Bei der Stel- lung I des Kupplungshebels 42, wobei die Teile 46 und 47 der Kegelreibungskupplung miteinander gekuppelt sind, befindet sich der Webstuhl in normalem Betrieb (eiehe F'ig. 2).
Bei der Stellung II des Kupplungshebels 42, wobei die Teile 48 und 49 der Klauenkupp- lung miteinander gekuppelt sind, befindet sich der Webstuhl in dem Betriebszustand, wo der Webvorgang unterbrochen und die Auswechslung des Schützens erfolgt (siehe Fig. 3).
Die Kupplungsteile 48 und 49 der Klauen hupplüng werden unter dem Einfluss der Feder 55 miteinander gekuppelt, nachdem zuvor -die Zahnkupplung zwischen dem Hebel arm 13 und dem Hilfshebel 15 durch die Tätigkeit des Fühlers. entkuppelt wurde, wie weiter oben beschrieben ist.
Wie weiter oben beschrieben, bewirkt der Hebelarm 19 im Gelenkpunkt 20 am Hebel arm 13 des Ein- und Ausrückhebels ange- lenkte Doppelhebel bei seiner Schwingbewe- gung eine Verschiebung des Bolzens 14 und dadurch eine Ausrückung der Zahnkupplung zwischen dem Hilfshebel 15 und dem Hebel arm 13 des Ausrückhebels. Mit dem zweiten Hebelarm 56 dieses Doppelhebels steht im Gelenkpunkt 57 ein
Lenker 58 in gelenkiger Verbindung. Am andern Ende des Lenkers 58 ist im -Gelenkpunkt 59 eine Klinke 60 angelenkt. Diese ist schwingbar an einem Drehzapfen 61 des Bremsgestänges gelagert.
Bei gelöster Bremse greift eine Nase 62 der Klinke 60 in eine Rast 63 eines Teils 64 des, Bremsgestänges. Der Teil 64 des Brems gestänges ist in einer zylindrischen Bohrung eines -Teils 65 des Bremsgestänges gleitend geführt. Das- untere Ende des Teils 65 steht im Gelenkpunkt 66 mit dem Bremshebel 67 in gelenkiger Verbindung, der an einem festen Gelenkpunkt 68 angelenkt ist.
Mit dem Bremshebel 67 stellt das Bremsband 69 in Verbindung, das die Bremsscheibe 70 teil weise umschliesst, welch letztere auf der Kur belwelle 45 befestigt ist. Mit dem andern Ende des Teils 64 des Bremsgestänges steht im Gelenkpunkt 71 der als, einarmiger Hebel ausgebildete Teil 72 des Bremsgestänges in gelenkiger Verbindung.
Der Teil 72 ist im Gelenkpunkt 73 an der Unterseite des Schüt zentisches 1" angelenkt. Am Hebelarm 4 des Ein- und Ausrückhebels ist eine Rolle 74 drehbar gelagert, die sich gegen die Unter seite des stumpfwinklig gebogenen Teils 72 des Bremsgestänges, anlegt. Der Brems- hebel 67 steht unter dem Einfluss einer Zug feder 75, welche bestrebt ist, den Bremshebel 67 derart zu beeinflussen, dass die Bremse angezogen wird.
Während des Webvorganges ist das Bremsgestänge angehoben bzw. die Bremse gelüftet (siehe F'ig. 2, Webstuhl ein gerückt).
Bei der Unterbrechung des Webvorganges, wobei der Ein- und Ausrückhebel sich in der Ausrückstellung befindet, ist das Brems gestänge gesenkt (F'ig.l) und die Bremse angezogen.
Wenn die Auswechslung eines Schützens eingeleitet wird, so vollführt der am Gelenk- punkt 20 angelenkte Doppelhebel unter dem Einfluss der Fühlerausläsung eine Schwing- bewegung, wobei sein Hebelarm 56 durch Vermittlung des Lenkers 58 eine Ausklin- kung der Klinke 60 bewirkt, so dass der Bremshebel 67 unter dem Einiluss der Feder 7 5 nach abwärts bewegt und auch in diesem Falle die Bremse angezogen wird,
trotzdem der Ein- und Ausrückhebel sich in der Ein rückstellung befindet (Fig. 3).
Auf der Welle 53 sitzt- eine Kurven scheibe, welche stirnseitig eine als Schrau bengang ausgebildete Kurve 76 aufweist. Gegen die Kurve 76 legt sich- eine Rolle 77, welche drehbarem einen Hebelarm 78 eines an einem festen Gelenkpunkt 79 angelenkten Doppelhebels schwingbar gelagert ist.
Mit dem zweiten Hebelarm 80 des genannten Doppelhebels steht im Gelenkpunkt 81 ein Lenker 82 in gelenkiger Verbindung (Fig. 1), dessen anderes Ende im Gelenkpunkt 83 an einem Umschlaghebel 84 angelenkt ist (Fig.1, 2 und 5).
In Fig.3 und 4 ist der Lenker 82 und-der Umschlaghebel 84 nicht eingezeichnet, um die übrigen Teile deut licher zu veranschaulichen: Der Umschlag hebel 84 steht im Gelenkpunkt 40 mit dem Hebel 15 in gelenkiger Verbindung. Dine ain Hebelarm 78 des genannten Doppelhebels an greifende Zugfeder 85 presst die Rolle 7 7 gegen die schraubengangförmige Kurve 76 der Kurvenscheibe.
Während des Zeitvorganges, der für die Auswechslung eines Schützens benötigt wird., vollführt die Welle 53 eine Umdrehung in der in Fig. 1 mit einem Pfeil angegebenen Drehrichtung. Während dieser Umdrehung der Welle 53 bzw. der Kurvenscheibe voll führt der im Gelenkpunkt 79 angelenkte Doppelhebel eine Schwingbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn, unter gleichzeitiger An spannung der Zugfeder 85.
Der Urnschlag- liebel 84 erfährt hierbei durch Vermittlung des Lenkers 82 eine ,Schwingbewegung ent gegen dem Uhrzeigersinn, bis er kurz vor Beendigung der Drehbewegung der Welle 53 die Totpunktlage überschritten hat (Fig. 5) und sich der winkelförmig gebogene Lenker 82 gegen die Nabe des Umschlaghebels 84 anlegt. Bei Beendigung der Umdrehung der Welle 58 mit der Kurvenscheibe passiert die Rolle 77 die stufenförmige Absetzung 86 der Kurvenscheibe, so dass der genannte Doppel hebel unter dem Einfluss der Feder 85, bei gleichzeitiger Überwindung der Kraft der entgegenwirkenden Feder 55,
eine Schwing bewegung im Uhrzeigersinn vollführt. Der an dieser Schwingbewegung teilnehmende Lenker 82 bewirkt auch eine Schwingbewe gung des Hilfshebels 15 gemeinsam mit dem Umschlaghebel 84, derart, dass der Hilfshebel 15 in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage schwingt und die Kupplungszähne 18 des Hilfshebels 15 und des Hebelarmes 13 des Ein- und Ausrückhebels 4, 13 unter dem Einfluss der Feder 17 wieder ineinandergrei- fen und dadurch wieder starr miteinander gekuppelt sind.
Gleichzeitig wird der Kupp lungshebel 42 durch den Lenker 41 in die mit I bezeichnete Stellung bewegt, wo die Teile 46 und 47 der Kegelreibungskupplung miteinander gekuppelt sind und der normale Webvorgang wieder einsetzt. Gegen das Ende der Sch-,vingbewegung des Hilfshebels 15 vollführt der Umschlaghebel 84 infolge- der gegenseitigen Lageveränderung der Gelenk- punkte 40 und 81 eine zusätzliche Schwing bewegung gegenüber dem Hilfshebel 15 im Uhrzeigersinn.
Mit dem Hilfshebel 15 steht das eine Ende eines Zugorganes 87- in Verbindung, das über eine drehbar gelagerte Lenkrolle 88 geführt ist, und dessen anderes Ende mit dem Bremshebel 67 in Verbindung steht. Bei der oben beschriebenen Schwingbewegung des Hilfshebels 15 im U hrzeigersinn, wobei der normale Webvorgang wieder einsetzt, wird der Bremshebel 67 durch Vermittlung des Zugorganes 87 gehoben und die Bremse gelüftet.
Durch die Hebeben@egung des Bremshebels 6 7 wird auch der Teil 65 des Bremsgestänges gemeinsam mit der Klinke 60 gehoben, so dass die Nase 62 der Klinke 60 in die Rast 63 des Teils 64 des Brems gestänges eingreift.
Wenn die Auswechslung des Schützens erfolgt (Fig. 3), sind die Kupplungszähne 18 der Teile 13 und 15 ausser . Eingriff. Am Hilfshebel 15 ist eine Aussparung 89 vor gesehen, welche bei der beschriebenen. Stel lung des Hil'fshebel,#, 15 einen runden Zapfen 90 umfasst. Der Zapfen 90 ist an einem Um schlagnocken 91 vorgesehen, der an einem festgelagerten Support 92 schwingbar ge lagert ist. Am Support 92 sind zwei Nasen 93 und 94 vorgesehen, welche die Schwingbewe gung des Umschlagnockens 91 begrenzen.
Bei der aus Fig.3 und 7 ersichtlichen Stellung (Kupplungszähne 18, ausgerückt) legt sich der Hilfshebel 15 vor die Stirnseite des Um schlagnockens, 91, und der letztere legt sich bei dieser Stellung gegen den Anschlag 94 des Supports.
Wird nun der Ein- und Ausrückhebel 4, <B>13</B> zwecks Unterbrechung der Auswechslung des Schützens von Hand in die Ausrückstel- lung bewegt, wie dies bei Betriebsstörungen während des Auswechselvorganges notwendig werden kann, so vollführt der Hilfshebel 15 unter dem Einfluss des Umschlagnockens 91 eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn, wodurch der Kupplungshebel 42 aus der Stellung II in die Stellung 0 gelangt (Fig. 4, Ausrüekstellung). Dadurch,
dass der Hilfs hebel 15 sich gegen die Stirnseite des Um- schlagnockens 91 anlegt, wird nun durch den Umschlagnocken 91 verhindert, dass bei der aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung des Hilfs hebels 15 die Kupplungszähne 18 ineinander- greifen können.
Wird also der Ein- und Aus- iückEebel 4, 13 zwecks Fortsetzung des Aus wechselvorganges wieder . in die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung bewegt, so vollführt der Hilfshebel 15 eine Schwingbewegung ent gegen dem Uhrzeigersinn, bis er wieder die aus Fzg.3. ersichtliche Stellung einnimmt, wobei gleichzeitig der Kupplungshebel 42 aus der .Stellung 0 (Ausrückstellung)
wieder in die Auswechselstellung II bewegt wird. Bei der beschriebenen Schwingbewegung des Hilfshebels 15 aus der aus Mg. 3 ersicht lichen Stellung in die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung vollführt der Umschlagnocken 91 unter dem Einfluss des Hilfshebels- 15 eine Schwingbewegung entgegen dem Uhrzeiger- sinn, derart, dass er nun am obern Anschlag 93 des Supports 92 anlegt (Fix. 4).
Bei die- ser Stellung ist die gegenseitige Lage des .Zapfens! 90 und des Gelenkpunktes 40 eine der artige, dass der Hilfshebel 15 in der aus Fig. 4 ersichtlichen Lage verriegelt wird.
Infolge dieser Verriegelung ist die Feder 55 nicht imstande, den Kupplungshebel 42 aus der Stellung 0 in die Stellung II zu bewegen;
bzw. die Rückschwingung des Hilfshebels 15 aus der in Fig. 4 ersichtlichen Stellung in die aus Fig.3 ersichtliche Stellung kann nur durch die von Hand erfolgende Schwingbe- wegung des Ein- und Ausrückhebels 4, 13 erfolgen. Während der beschriebenen Unter brechung des Auswechselvorganges von Hand, wo die Kupplungszähne 18 ausgerückt bzw.
der Bolzen 14 axial verschoben ist, wird auch die Klinke 60, durch den Doppelhebel 19, 56 und Lenker 58 -in ausgerückter Stellung ge halten, derart, dass<B>-</B>es nicht möglich ist, dass die Nase 62 der Klinke 60 in die Rast 63 des Teils 64 eingreift.
Die Aus.rückung des Webstuhls bei Kett- fadenbruch erfolgt durch .die aus Fig. 8 er sichtliche Einrichtung. Am Hebelarm 9 des im Gelenkpunkt 10 am Schützentisch 1 an gelenkten Doppelhebels 9, 11 ist ein Fortsatz 95 vorgesehen, der eine Bohrung aufweist, die als Führung dient für,
die auf und ab beweg liche Stange 96 des gettfadenwächters. Die Stange 96 des Kettfadenwächters trägt einen Anschlagnocken 97, der während des Be triebes in die mit strichpunktierten Linien eingezeichneten Stellungen gelangt.
Bei Auf- treten eines Kettfadenbruches wird die Stange 96 in bekannter Weise blockiert, derart, dass der Anschlag 98 der Weblade gegen den An schlagnocken 9-7 anstösst.
Dadurch wird dem Doppelhebel 9, 11 eine Schwingbewegung er teilt, so dass seine Nase 12 den Ein- und Aus rückhebel 4, 13 freigibt und derselbe gleich wie bei Ausmückung des Ein- und Ausrück- hebels von Hand in die aus Fig. 1 ersichtliche Ausrückstellung schwingen kann.
Die Ausrückung des Webstuhls bei Schuss- fadenbruch erfolgt durch die aus Fig. 9 er sichtliche Einrichtung. Am Hebelarm 9 des Doppelhebels 9, 11 ist ein winkelförmig ge bogener, nach abwärts gerichteter Fortsatz 99 vorgesehen, der eine Einkerbung 100 auf weist.
An der Weblade 101 ist im .Gelenk- punkt 102 ein als Doppelhebel ausgebildeter Stecher angelenkt, dessen mit Schneide ver- sehener Hebelarm 103 bei Schussfadenbruch in die Einkerbung 100 des Fortsatzes 99 ein greift.
Am zweiten Hebelarm des Stechers ist im Gelenkpunkt 104 eine nach aufwärts gerichtete auf und ab bewegliche Stange 105 angelenkt, die von der Steuereinrichtung des Schussfadenwächters aus betätigt wird. Bei Schussfadenbruch vollführt der Doppelhebel 9, 11 eine Schwingbewegung, so dass der Ein- und Ausrückhebel 4, 13 in die Ausrückstel- lung gelangt, wie dies im vorhergehenden Absatz bereits beschrieben wurde.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 10 und 11 stimmt mit der oben beschriebenen Aus führungsform überein, jedoch mit dem Unter schied, dass hier die durchgehende, längsver schiebbare Abstellstange_ 6 nicht vorhanden ist. Dementsprechend haben die einzelnen Teile in Fig. 10 die gleichen Bezugszeichen erhalten wie bei der oben beschriebenen Aus- führungsform. Das obere Ende des Hebel armes 4 des Ein- und Ausrückhebels 4, 13 ist als Handgriff 106 ausgebildet.
Der Ein- und Ausrückhebel ist in der Einrückstellung gezeichnet, und es legt sich dessen Hebelarm 4 gegen die Nase 107 des im Schützentisch 1 für den Ein- und Ausrückhebel vorgesehenen Schlitzes 108. Die gezeichnete Stellung des Hilfshebels 15 stimmt mit der aus Fig.3 ersichtlichen Stellung überein, wo der Kupp lungshebel 42 sich in der Stellung II befin det, bei welcher Stellung die Auswechslung des Schützens. erfolgt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 12 und 13 haben die mit der Ausführungsform gemäss Fig.1 bis 7 übereinstimmenden Teile gleiche Bezugszeichen erhalten. Am Doppel hebel 78, 80 ist im Gelenkpunkt 81 eine als Doppelhebel ausgebildete Klinke aasgelenkt. Der eine Hebelarm der Klinke besitzt ein hakenförmig gestaltetes Ende<B>109,</B> das sich bei der aus Fig.12 ersichtlichen Stellung (Stellung bei Auswechslung des .Schützens) gegen eine am Hilfshebel 15 vorgesehene Nase 110 anlegt. Der zweite Hebelarm der doppelarmigen Klinke besitzt eine rechtwink lige Abbiegung 111.
Bei Beendigung der Umdrehung der Welle 53 mit der Kurven scheibe 76 passiert die Rolle 77 des Doppel hebels 78, 80 die stufenförmige Absetzung 86 der Kurvenscheibe, .so dass der Doppel hebel' 78, 80 unter dem Einfluss der Feder 85 eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn vollführt, wobei das hakenförmig gestaltete Ende 109 der Klinke dem Hilfshebel 15 eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn erteilt, bis derselbe die aus Fig. 13 ersichtliche Stel lung ei<U>nnimm</U>t, und die Kupplungszähne 18 des Hilfshebels 15 und des Ein- und Aus rückhebels 4, 13 unter dem Einfluss der Feder 17 (Fig. ö)
ineinandergreifen. Der Kupplungshebel 42 wird bei der beschriebe nen Schwingbewegung des Hilfshebels 15 im Uhrzeigersinn derart bewegt, dass die Kupp lungsteile 46 und 47 der Reibungskupplung miteinander gekuppelt werden, so dass nun der normale Webvorgang wieder einsetzt.
Am Ende der beschriebenen Schwingbewegung des Doppelhebels 78, 80 stösst die rechtwink- lige Abbiegung 111 der doppelarmigen Klinke gegen einen am Webstuhl vorgesehenen festen Anschlag 112, wodurch der Klinke eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn er teilt und das hakenförmig gestaltete Ende 1.09 derselben ausser Berührung kommt mit der Nase 1.10 des Hilfshebels: 15 (siehe Fig. 13).
Bei dieser Stellung der Klinke kann der Ein- und Ausrückhebel 4, 13 gemeinsam mit dem Hilfshebel 15 von der Einrückstel lung, wie sie in Fig. 12 gezeichnet ist, in die Ausrückstellung schwingen, ohne dass eine Behinderung des Hilfshebels 15 durch die Klinke stattfindet.
Die durch die Fig. 14 bis 17 schematisch dargestellte Ausführungsform besitzt, keine durchgehende Abstellstange 6, sondern nur einen Ein- und Ausrückhebel, wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 10 gezeichnet.
Am Hebelarm 13 des im Punkt 3 schwing- bar gelagerten Ein- und Ausrückhebels 4, 13 ist, wie bei den oben beschriebenen Ausfüh rungsformen, ein Hilfshebel 15 aasgelenkt. Die Lagerung des, Hilfshebels 15 am Hebel arm 13. des Ein- und Ausrückhebels ist. auf die gleiche Art und Weise ausgeführt wie bei den oben beschriebenen Au6führungsfor- men, d. h.
der Hebelarm 13 des Ein- und Ausrückhebels und der Hilfshebel 15 besit zen Kupplungszähne 18, welche in der Stel lung gemäss Fig.14 (Webstuhl ausgerückt) und in der Stellung gemäss Fig. 15 (Web stuhl eingerückt) ineinandergreifen, derart, dass der Hilfshebel 15 mit dem Hebelarm 13 des Ein- und Ausrückhebels 4, 13 starr ge kuppelt ist.
Für den Hebelarm 4 des. Ein- und Ausrückhebels ist im Schützentisch 1 ein Schlitz 108 vorgesehen in gleicher Ausfüh rung wie bei Fig. 11. Über dem Schützentisch 1. ist am Hebelarm 4 des Ein- und Ausrück- hebels ein Handgriff 106 vorgesehen. Mit dem Hilfshebel 15 steht der Lenker 41 in gelenkiger Verbindung, dessen anderes Ende an dem in den. Fig. 14 bis 17 nicht dargestell ten Kupplungshebel 42 angreift.
Die in den genannten Figuren eingetragenen Bezeich nungen I, 0, 11 bezeichnen wieder in der gejiannten 1,eihentolge : 1= Einrückstellung', Ö = Ausrückstellung, II = Auswechselstel lung bei. Auswechslung des Schützens.
An .Stelle des bei den weiter oben be schriebenen. Ausführungsformen zur Anwen- dung gelangenden schwingbaren Nockens<B>91</B> ist hier ein fester Anschlag 113 vorgesehen.
Wenn der Hilfshebel 15 diejenige -.Stellung einnimmt, wo eine Auswechslung des @Schüt- zens stattfindet (Fig.16), so befinden sich die Kupplungszähne 18 des Ein- und Aus- rücklhebels -4, 13 und des Hilfshebels 15 ausser Eingriff.
Der Hilfshebel 15 legt sich hierbei gegen den festen Anschlag 113 und ausserdem gegen einen am Anschlag 113 vor gesehenen Ansatz 114, welch letzterer ver hindert, dass die Kupplungszähne 18 des Ein und Ausirückhebels. 4,-13 und des Hilfshebels 15 ineinandergreifen, wenn. der Ein.- und Aus rückhebel zwecks Unterbrechung des Aus wechselvorganges von der Stellung in Fig. 16 (Einrückstellung) von Hand in die aus Fig.17 ersichtliche Stellung (Ausrückstel- lung) bewegt wird.
Eine zwischen dem festen Anschlag 113 und dem Gelenkpunkt 14 am Hilfshebel 15 angreifende Zugfeder 115 hat das Bestreben, den Ein- und Ausrückhebel 4, 13 in die Ausrückstellung zu bewegen.
Wird nach Unterbrechung von Hand des Auswech selvorganges der Ein- und Ausrückhebel von der Stellung gemäss Fig.17 wieder in die Stellung gemäss Fig. 16 (Einrückstellung) bewegt, um die Fortsetzung des Auswechsel vorganges des Schützens herbeizuführen, so bleiben die Kupplungszähne 18 ausser Ein griff, was erforderlich ist,
um die unter Überwindung der Federkraft der Zugfeder 115 durch den Ein- und Ausrückhebel zu bewirkende Schwingbewegung des Hilfs hebels 15 um den Anschlag 113 aus der in Fig.17 gezeichneten Stellung in die in Fig.16 gezeichnete Stellung zu ermöglichen.