CH241473A - Holzstab, insbesondere für Angelruten, sowie Verfahren und Einrichtung zu seiner Herstellung. - Google Patents
Holzstab, insbesondere für Angelruten, sowie Verfahren und Einrichtung zu seiner Herstellung.Info
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Description
Holzstab, insbesondere für Angelruten, sowie Verfahren und Einrielitung zu seiner Herstellung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Holzstab, z. B. für die Fabrikation von Angelruten, Skistöcken und dergleichen, sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird ein Holzstabrohling der Fertigform des Stabes entsprechend profiliert, dann zur Ent- feuchtung des Holzes erhitzt, nachher mit einem Konservierungsmittel imprägniert und anschliessend getrocknet und durch Pressen quer zur Faserrichtung des Holzes verdichtet und gehärtet.
In der Zeichnung sind Ausführungs beispiele der erfindungsgemässen Einrichtung und des Holzstabes nach der Erfindung dar gestellt, an Hand von denen im folgenden auch das erfindungsgemässe Verfahren bei spielsweise erläutert wird, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Aufriss einer Fräsmaschine in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils <B>1</B> gesehen, Fig. 2 die Fräsmaschine von der Seite ge- sehen, Fig. 3 einen Holzstab in der Ansicht, Fig. 4 den in Fig. 3 dargestellten Holz stab in Richtung des Pfeils A. gesehen, in grösserem Massstab,
Fig. 5 einen Längsschnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6, Fig. 6 eine Draufsicht und Fig. ? einen Querschnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 5 eines Teils der Fräs maschine, in grösserem Massstab.
Fig. 8 bis 10 den Werdegang der Profi lierung eines Holzstabes in drei verschie denen Stadien, Fig. Il einen Teil von Fig. 5 in grösserem Massstab, Fig. 12 einen Teil von Fig. 6 im Schnitt, in grösserem Massstab, Fig. 13 einen Querschnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14, die eine Pressvorrich- tung in der Seitenansicht darstellt, und Fig. 15 einen Teil der Fig. 13 in grösserem Massstab.
Bei der dargestellten Einrichtung be zeichnet 1 den Ständer einer Fräsmaschine. Auf diesem ist ein horizontaler Tisch 2 mit einem Bett 3 angeordnet, in welchem ein Schlitten 4 in der Längsrichtung des Tisches parallel verschiebbar ist. Der Schlitten 4 trägt einen balkenförmigen Träger 5, welcher einerends mittels einer horizontalen Dreh achse 6 in der senkrechten Längsmittelebene verschwenkbar am Schlitten 4 gelagert ist. Am gegenüberliegenden Ende ist der Träger 5 mittels einer Schrägfläche 7 (Fig. 5) auf einem Keil 8 abgestützt.
Mittels einer in einem Lappen 9 des Schlittens 4 verankerten Schraubenspindel 10 kann der Keil 8 in der Trägerlängsrichtung im Schlitten verschoben und dadurch das in Fig. 5 linksseitige Ende des Trägers 5 angehoben bezw. gesenkt wer den. Mit Hilfe von zwei Schrauben 11 kann der Träger 5 in der jeweiligen Stellung zum Schlitten 4 festgezogen werden, wobei die Schrägfläche 7 des Trägers 5 gegen den Keil 8 gepresst wird.
Auf dem Träger 5 sind zu beiden Seiten von dessen senkrechter Längsmittelebene je eine Klemmleiste 12 und 13 angeordnet. Über die Länge des Trä gers 5 verteilt sind quer zu dessen Längs richtung laufende Schraubenspindeln 14 und 14' angeordnet, von denen jede mit Zinks und Rechtsgewinde ausgerüstet ist. Jede dieser Gewindespindeln trägt zwei Gewinde muttern 15, welche mit je einem Zapfen 16 versehen sind, die in Bohrungen der Klemm leisten 12, 13 hineingreifen. Die Gewinde- muttern 15 der Spindel 14 sind mit Gleitsitz in einem die Gewindespindel enthaltenden Schlitz des Trägers 5 geführt.
Bei allen übrigen Spindeln 14' liegen die Gewinde- muttern 15 mit seitlichem Spiel in den zu gehörigen Schlitzen des Trägers 5. Auf den einander zugekehrten Seiten der Klemm leisten 12, 13 sind Halteleisten 17 und 18 mittels Schrauben 19 lösbar an den Klemm leisten 12, 13 befestigt. Mit 20 sind in den Klemmleisten 12, 13 verankerte Stifte be zeichnet, die in Schlitzen 21 des Trägers 5 geführt sind und am untern Ende je eine Druckfeder 22 tragen, welche bestrebt sind, die Stifte 20 nach abwärts zu ziehen und da durch die Klemmleisten 12, 13 satt an die obere Fläche des Trägers 5 anzupressen.
Auf seitlich über den Träger vorstehenden Enden der Spindeln 14 ist je eine mit Aussen gewinde 23 versehene Hülse 24 angeordnet, in welcher die Spindel drehbar gelagert ist. Die Hülse 24 (Fig. 12) ist in eine Gewinde bohrung einer am Träger 5 festgeschraubten Platte 25 eingeschraubt und am äussern Ende mit radialen Bohrungen 26 zur Aufnahme eines nicht gezeichneten, als Schlüssel die nenden Stabes versehen, mittels welchem die Hülse 24, je nach der Drehrichtung, ein- oder auswärts geschraubt werden kann. In der ge wünschten Stellung kann die Gewindehiilse 24 mittels einer Kontermutter 27 gesichert würden.
Mittels dieser Einrichtung kann die ganze Spindel 14 samt den Muttern 15 und den Klemmleisten 12, 13 quer zur Längs richtung des Trägers 5 verschoben und damit die Klemmleisten symmetrisch zur senkrech ten Mittelebene des Fräsers ausgerichtet werden. Mit Hilfe von auf den Spindeln 14 befestigten Handgriffen 28 können die Spin deln gedreht werden, wobei sich die Klemm leisten 12, 13 je nach der Drehrichtung ent weder aufeinander zu- oder voneinander weg bewegen.
Mit 29 ist ein am Tisch 2 der Fräs maschine angeordneter Support mit einem senkrechten Führungsbett 30 bezeichnet. An diesem Führungsbett ist ein Schlitten 31 senkrecht zur Ebene des Tisches 2 verschieb bar angeordnet. Die Verstellung des Schlit tens 31 erfolgt mittels eines Handrades 32. Im Schlitten 31 ist eine horizontale Welle 33 gelagert, auf deren einem Ende ein Fräser 34 sitzt, während das andere Wellenende mittels eines Riementriebes 35 mit einem Elektro motor 36 in Antriebsverbindung steht.
In der Fräserebene sind vor und hinter dem Fräser in nicht gezeichneter Weise gefederte Druck rollen 36 angeordnet, welche dazu dienen, den unter dem Fräser 34 durchlaufenden Holz stab an die Halteleisten 17, 18 anzudrücken. Die Pressvorrichtung gemäss Fig. 13 bis 15 besitzt vier schienenartige Backen 37 bis 40 von rechteckigem Querschnitt: Die beiden Backen 39 und 40 wirken auf zwei weitere Backen 41 und 42, die zwischen den Backen 37 und 38 angeordnet sind. Die Anordnung ist so getroffen, dass bei eingespanntem Holz stab 43 zwischen den Backen 37, 38 und 39 bis 42 Spiel vorhanden ist.
Durch die Spann- briden 44, 45 werden die Backen zusammen gehalten und können zur Anpressung an den zwischen: ihnen liegenden Holzstab 43 gegen einandergezogen werden.
Im nachfolgenden soll die Herstellung eines konischen Stabes von sechseckigem Querschnitt, beispielsweise für die Anferti gung einer Angelrute, beschrieben werden. Als Rohling kommt ein viereckiger Holz stab zur Verwendung, wie dies in Fig. 4 strichpunktiert angedeutet ist. Dieser Holz stabrohling wird nun zunächst, wie in Fig. 8 dargestellt, zwischen die Halteleisten 17 und 18 gelegt und durch Anziehen der Schrauben- spindeln 14 und 14' zwischen den Halte leisten 17 und 18 festgeklemmt. Hiernach wird der Träger 5 durch Verstellen der Schraubenspindel 10 und Verschieben des Keils 8 in eine der Konizität des fertigen Stabes entsprechende Lage geneigt.
Auf die Fräserwelle 33 wird zunächst ein zylindri scher Fräser aufgesetzt. Nachdem die Höhe des Fräsers über dem zu bearbeitenden Holz stab mittels des Handrades 32 eingestellt ist, wird nach Einschalten des Elektromotors 36 der Schlitten 4 samt dem Träger 5, den Klemmleisten 12,
13 und dem eingespannten Holzstabrohling in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils I gegen den Fräser hin und unter diesem hindurchgeschoben. In diesem Arbeitsgang wird dem Holzstabroh- ling zunächst die Form eines im Querschnitt viereckigen Keils gegeben.
Der Schlitten 4 wird nun wieder in die Ausgangsstellung geschoben und nach Lösen der Spindeln 14 und 14' der Holzstabrohling aus den Halte leisten 17 und 18 herausgehoben, um 90 Win kelgrade um seine Längsachse gedreht und in dieser Stellung wieder in die Halteleisten 17, 18 eingesetzt, wie dies in Fig. 9 strichpunk tiert angedeutet ist. Nun wird der für den ersten Arbeitsgang verwendete zylindrische Fräser gegen einen Fagonfräser ausgewech selt. Dieser Fa@onfräser besitzt an seinem Umfang eine V-förmige Rinne mit einem Öffnungswinkel von 120 Grad.
Der Fräser wird nun auf die richtige Höhe gegenüber dem Holzstab eingestellt, wonach der Schlitten 4 wieder in der Richtung des in Fig. 2 ein gezeichneten Pfeils I unter dem Fräser 34 hindurchgeschoben wird. Hierbei wird die eine Hälfte des Holzstabes entsprechend der Form des späteren Sechskantes profiliert. Nachdem der Schlitten 4 wieder in seine Aus gangsstellung zurückgeführt worden ist, wer den die Halteleisten 17, 18 durch Drehen der Spindeln 14 und 14' vom Holzstab gelöst. Dieser wird nun aus den Halteleisten 17, 18 herausgehoben, um 180 Winkelgrade um seine Längsachse gedreht und mit der profi lierten Fläche nach unten in die Halteleisten 17, 18 eingesetzt.
Der Holzstab ruht dabei mit den beiden zuletzt profilierten Flächen auf längs den Halteleisten vorgesehenen Schultern 44. Nun wird der Holzstab in den Halteleisten 17, 18 durch Drehen der Schrau benspindeln 14, 14' wieder festgeklemmt. Nach Einregulieren der Fräserhöhe über dem Holzstab wird der Schlitten 4 erneut unter dem Fräser hindurchgeführt, wobei nun auch die andere Hälfte des Holzstabes profiliert wird, wie dies in Fig. 10 strichpunktiert an gedeutet ist.
Der wie vorstehend beschrieben profilierte Holzstabrohling wird nun bei einer Tempera tur von etwa 100 Grad Celsius im Vakuum entfeuchtet. Sofort nach dieser Entfeuchtung wird der Stab in eine Lösung von Phenol- Kunstharz in Industriespiritus getaucht und während etwa dreimal vierundzwanzig Stun den in dieser Lösung liegengelassen.
Hierauf wird der derart imprägnierte Stab aus der Lösung herausgenommen und an der Luft ge trocknet, wonach er, wie aus Fig. 13 und 15 ersichtlich, zwischen die Backen 37 bis 42 der Pressvorrichtiuig eingelegt und durch An ziehen der Spannbxiden 44-45 zwischen den Backen auf den gestrichelt angedeuteten Querschnitt zusammengepresst und während einer Dauer von etwa sechs Stunden bei einer Temperatur von etwa 130 Grad Celsius quer zur Faserrichtung des Stabes verdichtet und gehärtet wird.
Soll dem Holzstab eine grössere Härte ver liehen werden, so kann derselbe vor dem Entfeuchten in einer Wasserglaslösung-von etwa 30 .Volumprozent, was etwa der käuf lichen Dichte entspricht, während zirka 15 Minuten gekocht werden. Den so gekochten Stab lässt man vor dem Entfeuchten in der Lösung erkalten.
Wie die Erfahrung zeigt, sind derart hergestellte Holzstäbe ausserordentlich halt bar und unempfindlich gegen Temperatur einflüsse und Feuchtigkeitseinwirkung. Sie zeigen auch nach längerer Zeit kein Verziehen und sind bei aller Elastizität und Geschmei digkeit ausserordentlich stabil.
Claims (1)
- PATENTANSPRü CHE I. Verfahren zur Herstellung von Holz stäben, insbesondere für Angelruten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Holzstabrohling der Fertigform des Stabes entsprechend profiliert und dann zur Entfeuchtung des Holzes er hitzt wird, nachher mit einem Konservie- rungsmittel imprägniert, anschliessend ge trocknet und durch Pressen quer zur Faser richtung des Holzes verdichtet und gehärtet wird. II. Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine Fräsmaschine mit einem hori zontalen Tisch,einem senkrecht zu diesem Tisch verstellbaren Fräser, einem parallel zum Tisch verschiebbaren Schlitten mit einem gegenüber der Ebene des Tisches in der Längsrichtung neig baren und in verschie denen Neigungslagen feststellbaren Träger und zwei auf diesem Träger zu beiden Seiten von dessen senkrechten Längsmittelebene an geordneten Klemmleisten zum Einspannen des Holzstabrohlings, ferner gekennzeichnet durch eine Pressvorrichtung zum Pressen des imprägnierten Holzstabrohlings. III. Holzstab,insbesondere für Angel ruten, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Profil des Holzstabrohlings durch Fräsen auf einer Fräsmaschine erzeugt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das profilierte Werkstück bei einer Temperatur von min destens angenähert 100 Grad Celsius im Vakuum entfeuchtet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Werkstück sofort nach der Entfeuchtung in eine Lösung von Phenol-Kunstharz in Industriespiritus getaucht wird. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Werkstück während mindestens angenähert dreimal vier undzwanzig Stunden in der Phenol-Kunst- harz-Spirituslösung verbleibt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das imprägnierte Werkstück an der Luft getrocknet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das profilierte Werkstück vor dem Entfeuchten in einer Wasserglaslösung gekocht wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass man das gekochte Werkstück in der Lösung erkalten lässt. B.Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass eine Wasserglas lösung von mindestens angenähert 30 Volum- prozent verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das imprägnierte Werkstück nach dem Trocknen bei einer Temperatur von mindestens angenähert<B>130</B> Grad Celsius in einer Pressform verdichtet und gehärtet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das Werkstück während mindestens angenähert sechs Stun den gepresst wird, 11.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger einerends mittels einer horizontalen Dreh achse verschwenkbar am Schlitten gelagert ist und anderends auf einem geil aufliegt, welcher mittels einer Schraubenspindel in der Trägerlängsrichtung im Schlitten verschoben werden kann. 1\?. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger an dem auf dem geil abgestützten Ende mittels einer Schraubenverbindung am Schlitten fest gezogen werden kann. 13.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Träger quer zu dessen Längsrichtung laufende Schrauben spindeln mit Links- und Rechtsgewinde an geordnet sind, die je zwei Gewindemuttern tragen, die mit den Klemmleisten in Verbin dung stehen, derart, dass sich die Klemm leisten beim Drehen der Schraubenspindeln in der einen Richtung aufeinander zu- und beim Drehen der Schraubenspindeln im andern Drehsinne voneinander wegbewegen.14. Einrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben spindeln quer zur Längsrichtung des Trägers verschoben und in jeder Stellung am Träger arretiert werden können, zum Zwecke, die Klemmleisten gegenüber der Längsmitte des Trägers zu verschieben und symmetrisch zur senkrechten Mittelebene des Fräsers einzu stellen. 15. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass federnde Mittel angeordnet sind, die das Bestreben haben, die Klemmleisten an den Träger anzupressen.<B>16.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressvorrich- tung mindestens vier schienenartige Backen aufweist, die mittels die Backen umfassenden Spannbriden zwecks Pressung des dazwi schenliegenden Holzstabrohlings gegeneinan- dergezogen werden können.
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