CH242699A - Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels. - Google Patents

Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels.

Info

Publication number
CH242699A
CH242699A CH242699DA CH242699A CH 242699 A CH242699 A CH 242699A CH 242699D A CH242699D A CH 242699DA CH 242699 A CH242699 A CH 242699A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
turbine
speed
circuit
working medium
extraction
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Strub Rene
Original Assignee
Strub Rene
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Strub Rene filed Critical Strub Rene
Publication of CH242699A publication Critical patent/CH242699A/de

Links

Landscapes

  • Control Of Turbines (AREA)

Description


  Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Gas  turbinenanlage mit einem Kreislauf des Ar  beitsmittels, aus welchem ständig eine Teil  menge entnommen und hiefür eine Ersatz  menge zugeführt wird, wobei mindestens eine       Turbine    durch die im Kreislauf umströmende  Arbeitsmittelmenge und mindestens eine an  dere Turbine durch die aus dem Kreislauf  entnommene Arbeitsmittelmenge beaufschlagt  wird.  



  Soll bei Gasturbinenanlagen der ge  schilderten Art die Drehzahl der     Kreislauf-          turbine        unveränderlich    gehalten     werden,    so  muss die Verteilung der Leistung der Kreis  laufturbine und der Entnahmeturbine ent  sprechend eingestellt werden.  



  Die Leistungsverteilung unmittelbar durch  Beeinflussung der Arbeitsmittelmenge, welche  der Kreislaufturbine zuströmt, einzustellen,  ist unwirtschaftlich. Durch die hierbei not  wendige Drosselung wird ein beträchtlicher  Teil der im Arbeitsmittel enthaltenen Ener  gie in Wärme umgesetzt. Diese Wärme  könnte in der     Kreislaufturbine    wegen     ihres       geringeren Verhältnisses zwischen Eintritts  und Austrittsdruck nur mehr zum geringen  Teil in mechanische Arbeit umgesetzt wer  den. Das Arbeitsmittel würde die     Turbine          mit    stark erhöhter Temperatur verlassen, so  dass ihr Wirkungsgrad entsprechend stark  vermindert wäre.

   Veränderungen des     Wir-          kungsgrades    der     Kreislaufturbine    haben nun  weiter     Veränderungen    des     Gesamtwirkungs-          grades.    zur Folge, die ein Mehrfaches betra  gen, weil die in der Kreislaufturbine umge  setzte Energie ein Mehrfaches der Nutzlei  stung beträgt.  



  Die Erfindung schlägt zur Lösung der  Aufgabe und zur Behebung der     bestehenden     Nachteile vor, durch den Drehzahlregler der       Kreislaufturbine    die     Entnahme    von Arbeits  mittel aus dem     Kreislaufeinzustellen.    Hier  durch kann erreicht werden, dass der Gesamt  wirkungsgrad viel weniger beeinflusst wird  als.

   bei- der Veränderung der der Kreislauf  turbine zuströmenden     Arbeitsmittelmenge.     Die     Nutzleistungsturbine    arbeitet mit einem  viel grösseren Verhältnis zwischen Eintritts-      und Austrittsdruck als die Kreislaufturbine,  so dass ein bedeutender Teil der in Wärme  umgesetzten Energie des Arbeitsmittels wie  der als     mechanische    Arbeit durch den Läufer  abgeführt werden kann.

   Ausserdem beein  flusst eine Veränderung des Wirkungsgrades  der Nutzleistungsturbine den     GesamIwir-          kungsgrad    viel weniger als eine Veränderung  des Wirkungsgrades an der     Kreislaufturbine,     weil die Nutzleistungsturbine eine Leistung  aufweist, die     nur    einen Bruchteil der Lei  stung der Kreislaufturbine beträgt. Die Ent  nahmeturbine wird meist mit Arbeitsmittel  weniger hoher Eintrittstemperatur     betrieben     als die Kreislaufturbine, wodurch auch die  bauliche     Ausbildung    des     Drosselorganes    sehr  erleichtert wird.

   Das Drosselorgan kann       schliesslich    für ein kleineres Volumen be  messen werden, weil der     Nutzleistüngstur-          bine    ein geringeres Gewicht an Arbeitsmit  tel und ausserdem bei geringerem     spezifi-          sehem    Volumen infolge der tieferen Tempera  tur zugeführt wird.  



       Zweckmässig    stellt der Drehzahlregler der  Kreislaufturbine den Zuströmquerschnitt  der Entnahmeturbine ein. Besonderen Vor  teil bietet es, ein Durchflussregelorgan in  einer mindestens eine Stufe der Entnahmetur  bine umgehenden Leitung anzuordnen, wel  ches durch den Drehzahlregler der Kreis  laufturbine eingestellt wird.  



  Es empfiehlt sich, den Drehzahlregler mit  einer Isödromvorrichtung auszurüsten, so dass  er die Solldrehzahl der Kreislaufturbine ohne  bleibende Ungleichförmigkeit einhält. An der  Drehzahlregeleinrichtung kann eine Vorrich  tung zur Einstellung des Drehzahlsollwertes  der Kreislaufturbine vorgesehen sein. Schliess  lich kann die Gasturbinenanlage mit einer  die     Entnahmeturbine    umgehenden Abfuhr  leitung ausgerüstet sein, in welcher bei un  zulässiger Drehzahl dieser Turbine ein ge  steuertes Durchflussregelorgan geöffnet wer  den kann. Dieses Durchflussregelorgan kann  mit einer Begrenzungsvorrichtung ausgerü  stet werden, mit welcher der     Durchflussqüer-          schnitt    des Organes durch den Drehzahlregler  der Kreislaufturbine eingestellt wird.

      Ein ganz einfaches Ausführungsbeispiel  der Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Fig. 2  zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel; des  sen Regelvorrichtung schematisch dargestellt  ist. Fig. 3 veranschaulicht Einzelheiten einer  Regelvorrichtung, die z. B. für die in Fig. 2  dargestellte Gasturbinenanlage verwendet  werden kann. Entsprechende Teile sind in  allen Figuren mit den gleichen Bezugszif  fern versehen.    Die Gasturbinenanlagen nach Fig. 1 und  2 arbeiten mit einem Kreislauf eines gasför  migen Arbeitsmittels, z. B. Luft, aus wel  chem ständig eine     Teilmenge    entnommen und  hiefür eine Ersatzmenge zugeführt wird.

    Das vom Verdichter 1 verdichtete Arbeits  mittel gelangt durch die Leitung 2 in den  Wärmeaustauscher 3, wo es beim Durchströ  men der Rohre 4 vorgewärmt     wird.    Durch  die     Leitung    5 strömt das Arbeitsmittel in  vorgewärmtem Zustand weiter und wird an  der Stelle 6 in zwei Teile aufgeteilt.     Ein    er  ster     Teil    gelangt durch die Leitung 7 in den.  Gaserhitzer 8,     wird    beim Umströmen der       @Värmeaustauschrohre    9 auf eine hohe Tem  peratur erhitzt     und    sodann durch die Leitung  10 der Turbine 11 zugeführt.

   Das     in    der Tur  bine     entspannte        Arbeitsmittel    gelangt durch  die     Leitung    12 in den     Wärmeaustauscher    3.       Beim    Umströmen der     Wärmeaustauschrohre     4 gibt es einen Teil seiner Restwärme an das       durch.    die Rohre     strömende    Arbeitsmit  tel ab.

   Durch die Leitung 13 gelangt das  Arbeitsmittel weiter     in    den     Kühler    14,. in  welchem ein weiterer Teil seiner.     Restwärme     an     ein        Kühlmittel    abgeführt     wird.    Durch die  Leitung 15 wird das     Arbeitsmittel        wieder     zum Verdichter 1     zurückgeführt,    wo der  Kreislauf von neuem beginnt.

      Aus dem beschriebenen Kreislauf des     Ar-          beitsmittels    wird an der Stelle 6 ständig     eine     Teilmenge durch die Leitung 16 abgeführt  und als Verbrennungsluft dem Brenner 17  des     Gaserhitzers    8 zugeführt. Das Verbren  nungsgas strömt durch die     Wärmeaustausch-          rotere    9,' wobei ein Teil     seiner    Wärme an das  die Rohre     umströmende        Arbeitsmittel    des      Kreislaufes abgeführt wird und gelangt  dann durch die Leitung 18 in die Turbine 19.  



  Als Ersatz für die an der Stelle 6 dem  Kreislauf entnommene Arbeitsmittelmenge  wird durch den Verdichter 20 ständig Luft  aus der Atmosphäre in den Kreislauf einge  führt. Diese Ersatzmenge wird in verdichte  tem Zustand durch die Leitung 21 au einer  Stelle 22 in den Wärmeaustauscher 3 einge  führt, an der das die Wärmeaustauschrohre  4 umströmende Arbeitsmittel ungefähr die  gleiche Temperatur und den gleichen Druck  wie die Ersatzmenge aufweist.  



  Die durch die im Kreislauf umströmende  Arbeitsmittelmenge beaufschlagte Turbine 11.  treibt die Verdichter 1 und 20, während die  durch die aus dem Kreislauf abgeführte  Teilmenge beaufschlagte Turbine 19 als  Nutzleistungsturbine über ein Getriebe 23  einen Schiffspropeller 24 antreibt. Der Pro  peller 24 kann als Verstellpropeller ausgebil  det sein, dessen Flügel je nach Bewegungs  richtung des Schiffes oder nach der verlang  ten Geschwindigkeit noch verstellt werden  können. Die Turbine 11 und der Verdichter 1  sind noch mit einer elektrischen Maschine 25  gekuppelt, welche als Anlassmaschine und als  Hilfsmaschine zum Ausgleich von überschüs  siger oder mangelnder Leistung dient.  



  Um die Drehzahl der Kreislaufturbine 11  (Fig. 1) und des Verdichters 1 konstant zu  halten, wird die Zufuhr des Arbeitsmittels       zur        Entnahmeturbine    19 durch den Drehzahl  regler der Kreislaufturbine eingestellt. Die  Kreislaufturbine 11 treibt den Drehzahl  regler 26, der mittels des Hebels 27, des Ge  stänges 28, des Winkelhebels 29 und des Ge  stänges 30 das Durchflussregelorgan 31 in  der Zufuhrleitung 18 der Entnahmeturbine  19 einstellt.  



  Wenn die Drehzahl unter den Sollwert  abfällt, sinkt die Muffe des Reglers 26 und die  Gestänge 28 und 30 werden in der - Richtung  der Doppelpfeile 32 und 33 verschoben. Hier  bei wird der Durchflussquerschnitt des     Regel-          organes    31 vermindert. Die Verminderung  des Durchflussquerschnittes hat zur Wirkung,  dass aus dem Kreislauf eine geringere Ar-    beitsmittelmenge entnommen und zur Tur  bine 19 geführt wird. In der Brennkammer  des Gaserhitzers 8 entsteht eine höhere Tem  peratur. Durch die Leitung 7 wird eine grö  ssere Arbeitsmittelmenge dem Gaserhitzer  und dann durch die Leitung 10 der Turbine  11 zugeführt. Die Turbine 11 erhält also  eine vermehrte Arbeitsmittelmenge von er  höhtem Wärmeinhalt, so dass die anfängliche,  die Regelung einleitende Senkung der Dreh  zahl wieder verschwindet.

    



  Wenn die Drehzahl der Kreislaufturbine  11 vom Sollwert nach oben abweicht, steigt  die     Reglermuffe        und    demzufolge werden die  Gestänge 28 und 30 im + Sinn der Doppel  pfeile 32 und 33 verschoben. Der Durchfluss  querschnitt des Regelorganes 31 wird dann  vergrössert. Die Vergrösserung des Durchfluss  querschnittes verursacht eine Verstärkung  der Zufuhr zur Turbine 19. Der Turbine 11  wird eine kleinere Arbeitsmittelmenge von  geringerem Wärmeinhalt zugeführt, so     dass     die anfänglich über den Sollwert angestiegene  Drehzahl wieder auf ihren normalen Wert  zurückgeführt wird.  



  Die Gasturbinenanlage nach Fig. 2 un  terscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1  dadurch, dass der Verdichter 1 in eine Nieder  druckmaschine 1N und in eine Hochdruck  maschine 1H unterteilt ist, die durch einen.  Zwischenkühler 1K miteinander verbunden  sind und ferner dadurch, dass eine umfang  reichere Einrichtung zum Regeln des Betrie  bes verwendet ist.  



  Die     Zufuhr    von     Arbeitsmittel    zur     Ent-          nahmeturbine    -19     wird    durch den Drehzahl  regler 26 der     Kreislaufturbine    11 mit     Hilfe     eines     Durchflussregelorganes    34 eingestellt.

         Das        Durchflussregelorgan    34-     ist        in        einer        Um-          gehungsleitung        35-der        Entnahmeturbine    19  angeordnet und     wird    durch einen Servomotor  36 gesteuert.

   Die     Umgehungsleitung    zweigt  von der     :Hauptleitung        1$-    ab     und    mündet       zwischen    der ersten und- zweiten     Stufe        ins          Turbinengehäuse.    Der     Drehzahlregler    26     be=          eznflusst    über die     Impulsleitung    3 7 den mit  einer     Isodromvorrichtung    ausgerüsteten Im  pulsgeber 38, der seinerseits über die Im-      pulsleitung 39 den Servomotor 36 steuert.

   Die  Isodromvorrichtung bewirkt, dass keine  dauernde Ungleichförmigkeit entsteht; nach  jedem Regelvorgang ' wird die Kreislauf  turbine 11 wieder genau auf die Solldrehzahl  gebracht.  



  Der Durchflussquerschnitt des     Regelorga-          nes-    34 wird     vermindert,    sobald die Drehzahl  der Turbine 11 unter den Sollwert fällt, um  gekehrt aber vergrössert, sobald die Drehzahl  der Turbine 11 über den Sollwert ansteigt.  In beiden Fällen wird die Drehzahl der  Kreislaufturbine wieder genau auf den ur  sprünglichen Sollwert zurückgeführt.  



  In der Abfuhrleitung 40, welche die Zu  fuhrleitung 18 unmittelbar mit der Auslass  leitung 41 verbindet, ist ein Durchflussregel  organ 42 angeordnet. Der Servomotor 43 die  ses Regelorganes ist durch die Impulsleitung  44 mit dem Drehzahlregler 45 der Entnahme  turbine 19 verbunden. In der Zufuhrleitung  18 ist in Strömungsrichtung gesehen nach  der Abzweigungsstelle der Abfuhrleitung 40  noch ein Abschlussorgan 46 eingebaut, wel  ches     mittels    des Servomotors 47 über die  Impulsleitung 48 ebenfalls vom Drehzahl  regler 45 der Entnahmeturbine 19 gesteuert  wird. Der Servomotor 43 des Regelorganes  in der Abfuhrleitung 40 kann ausserdem über  die Impulsleitung 49 durch den Drehzahl  regler 26 der Kreislaufturbine 11 beeinflusst  werden.  



  Das Durchflussregelorgan 42 der Abfuhr  leitung 40 und das Abschlussorgan 46 wirken  gemeinsam als Schnellschlussvorrichtung, um  die Arbeitsmittelzufuhr zur Entnahmetur  bine 19 beim Überschreiten der Grenze des  zulässigen Drehzahlbereiches sofort zu unter  brechen. Wird von der     Entnahmeturbine    19  diese Drehzahlgrenze erreicht, so beeinflusst  der Regler 45 die Servomotoren 43 und 47  gleichzeitig derart, dass das Durchflussregel  organ 42 geöffnet und das Abschlussorgan  46 geschlossen wird. Die Verbrenuungsgase  des Gaserhitzers 8 strömen alsdann nicht  mehr zur Turbine 19, sondern durch die Ab  fuhrleitung 40     unmittelbar    in die     Auslasslei-          tung    41.

   Durch Beeinflussung des Servo-    motors 43 mittels des Drehzahlreglers 26  wird der vom Durchflussregelorgan 42 bei  einem Schnellschluss freigegebene Querschnitt  der Belastung und der Drehzahl der Kreis  laufturbine entsprechend eingestellt. Erfolgt  der Schnellschluss bei kleinerer Belastung, bei  der nur eine geringere Arbeitsmittelmenge  der Turbine 19 zugeführt wird, so ist der  Durchflussquerschnitt des Organes 42 in der  Abfuhrleitung 40 kleiner als bei grösserer  Belastung mit einer entsprechend grösseren  Arbeitsmittelmenge. Der bei einem Schnell  schluss vom Organ 42 eingestellte Durchfluss  querschnitt ist so, dass nach einem Schnell  schluss gleichviel Arbeitsmittel durch die Ab  fuhrleitung 40 abgeführt wird wie unmit  telbar vor dem     Schnellschluss        durch    die Ent  nahmeturbine.

   Dadurch     wird    erreicht, dass       ein        Schnellschluss    der Turbine 19 keine un  mittelbaren     Rückwirkungen    auf den Kreis  lauf ausüben kann.  



  Der Drehzahlregler 26 in     Fig.    3     wird     durch     die    Welle 50     einer        nicht    gezeichneten       Kreislaufturbine    angetrieben. Er     beeinflusst     über     eine        Isodromvorrichtung        das    Regelorgan  34 in der     Umgehungsleitung    35 einer eben  falls nicht gezeichneten     Entnahmeturbine    so,  dass an der     Kreislaufturbine        eine    gleichblei  bende Drehzahl eingehalten wird.

   Die     Iso-          dromvorrichtung    ist mit einer nachgiebigen  Rückführung ausgerüstet, und besteht aus  dem Servomotor 36 mit Steuerschieber 51,  der     Rückführungsschleppvorrichtung    52 und  der Feder 53. Die     Isodromvorrichtung    kann  nur dann zur Ruhe kommen, wenn der Hebel  54 in einer Lage steht, in welcher die Feder  53 spannungslos ist und der     Steuerschieber     51     _in        Mittellage    die Steuerkanäle 55     und    56  des Servomotors 36 zudeckt.

   Diese Lage des  Hebels 54     kann.    nur in     einer    einzigen Stellung  des Drehzahlreglers 26     eintreten,    nämlich in  derjenigen, welche der     einzustellenden    Soll  drehzahl entspricht.  



  Weicht die Drehzahl der     Kreislaufturbine     vom Sollwert nach oben ab, so steigt die       Reglermuffe    57. Der     Drehpunkt    58 des He  bels 54 bleibt vorerst unbewegt, der Schie  ber 51 jedoch wird aufwärtsgezogen. Aus der      Leitung 59 kann Druckflüssigkeit     durch    den  Steuerkanal 55 in den über dem Servomotor  kolben 60 befindlichen Zylinderraum ein  dringen. Der Kolben wird nach unten ge  drückt, so dass mittels des Hebels 61 und des  Jochs 62 der Durchflussquerschnitt des     Re-          gelorganes    34 vergrössert wird. Es strömt nun  eine grössere Arbeitsmittelmenge nach der  Entnahmeturbine und eine kleinere Menge  nach der Kreislaufturbine.

   Die den Regel  vorgang einleitende anfängliche Drehzahl  abweichung wird dadurch wieder aufge  hoben.  



  Um ein Überregeln und ein daraus ent  stehendes Pendeln der Regelvorrichtung zu  vermeiden, führt während des Regelvorgan  ges der Servomotorkolben 60 mit Hilfe der  Schleppkupplung 52 und des Hebels 54 den  Steuerschieber 51 wieder gegen seine Mit  tellage zurück. Hierbei wird die Feder 53  gespannt. Dadurch wirkt auf das Gehäuse  der Schleppkupplung 52 eine Kraft, welche  über den Flüssigkeitsinhalt, der Zylinder  räume auf den Schleppkolben 63 wirkt. Im  Zylinderraum unter dem Schleppkolben 63  entsteht ein Überdruck gegenüber dem Zylin  derraum über dem Schleppkolben, so dass der  Flüssigkeitsinhalt unter dem Kolben durch  die Drosselbohrung 64 des Kolbens in den  obern Zylinderraum gelangt.

   Die Verschie  bung des Kolbens 63 im Zylinder der  Schleppvorrichtung 52 erfolgt so lange, bis  die Feder 53 spannungslos wird und der  Schieber 51 in seine Mittellage zurückgeführt  ist. Der Kolben 60 wird dann nicht mehr ver  schoben und auf die Schleppkupplung keine  Federkraft mehr ausgeübt. Diese     Ruhelage     ist aber nur möglich, wenn der Regler 26  genau in die der Solldrehzahl entsprechende  Stellung wieder zurückgelangt ist und damit  die den Regler antreibende Kreislaufturbine  wieder ihre Solldrehzahl erreicht hat.  



  Ein ähnlicher Regelvorgang jedoch mit  umgekehrten Bewegungsrichtungen entsteht,  wenn die Drehzahl der Kreislaufturbine vom  Sollwert nach unten abweicht. Dann wird  durch den Regler 26 mit Hilfe der     Isodrom-          vorrichtung    der Durchflussquerschnitt des    Regelorganes 34 verkleinert. Der Entnahme  turbine strömt weniger Arbeitsmittel zu, der       Kreislaufturbine    dagegen mehr, so dass die  Drehzahl wieder auf den Sollwert ansteigt.  



  Der einzustellende Sollwert kann mittels  des Hebels 65 verändert werden. Wird der  Hebel in -Richtung des     Doppelpfeils    66  verschoben, so wird die Feder 53 angehoben.  Der Hebel 54 kann dann nur in einer Lage  zur Ruhe kommen, in welcher die Stellung,  der Reglerhülse 57 entsprechend tiefer und  der Wert für die Solldrehzahl vermindert ist.  Umgekehrt wird beim Verschieben des Hebels  in     --Richtung    des Doppelpfeils 66 der Wert  für die Solldrehzahl erhöht. Die Feder 53  wird dann nach unten verschoben und ent  sprechend muss in der Ruhelage die Regler  muffe 57 höher liegen.  



  Durch die Verwendung der     Isodromvor-          r        'htung    wird für die Regelung ein hohes  Mass von Stabilität erreicht. Die     Isodromvor-          richtung    stabilisiert das Regulierverhalten der  Anlage selbst dann, wenn die     Charakteristiken     der einzelnen Maschinen an sich zu einem la  bilen Verhalten führen würden.  



  Das     Regelorgan    42 der in der von der  Zuleitung 18 der     Entnahmeturbine    abzwei  genden     Abfuhrleitung    40 und das     Abschluss-          organ    46 in der     Zufuhrleitung    18 werden  mit Hilfe des durch     dieWelle67    der nicht ge  zeichneten Entnahmeturbine angetriebenen  Reglers 45 dann beeinflusst, wenn     die    Dreh  zahl dieser Turbine über die obere Grenze  des zulässigen Drehzahlbereiches hinaus an  steigt.  



  Bei zulässigen. Drehzahlen der Entnahme  turbine befindet sich der Steuerschieber 68  in einer Lage, in welcher aus der Leitung  69 Druckflüssigkeit     in    die Leitung 70 strö  men kann. Diese Druckflüssigkeit gelangt in  die Zylinderräume über den     Kolben    71 und  72 der Servomotoren 43     und    47, so dass das       Regelörgan    42 vollständig geschlossen und  das     Abschlussorgan    46 vollständig geöffnet  ist. Das     Arbeitsmittel    strömt dann durch  die -Leitung 18 ungehindert in die Entnahme  turbine.      Erreicht die Drehzahl der Entnahmetur  bine den obern Grenzwert des' zulässigen  Drehzahlbereiches, so wird mit Hilfe des He  bels 76 der Bund 73 angehoben.

   Der     Sehie-          her    68 gelangt in eine obere Stellung, in  welcher die Verbindung zwischen den Lei  tungen 69 und 70 unterbrochen, dagegen  eine Verbindung zwischen den Leitungen 69  und 74 hergestellt wird. Die Druckflüssig  keit strömt nunmehr in die Zylinderräume  unter den Servomotorkolben 71 und 72. Der  Drosselkegel des Regelorganes 42 wird-ange  hoben, bis der Servomotorkolben 71 am Kol  ben 75 zum Anschlag     kommt,    und das Ab  schlussorgan 46 wird in die vollständig ge  schlossene Stellung gebracht.  



  Der Kolben 7 5 wird mittels des Joches  62 und der Isodromvorrichtung durch den  Regler 26 der Kreislaufturbine so eingestellt,  dass die durch die Abfuhrleitung 40 abge  führte Arbeitsmittelmenge gerade gleich  gross ist, wie die unmittelbar vor der Unter  brechung durch die Leitung 18 zur Ent  nahmeturbine strömende Arbeitsmittelmenge.  Durch diese Massnahme wird erreicht, dass bei  einem Schnellschluss der Entnahmeturbine       keine        unmittelbaren        Rückwirkungen    auf den  Betrieb des Kreislaufes entstehen.  



  Die Entnahmeturbine kann auch im Ge  gensatz zu den beschriebenen Anlagen zum  Antrieb eines Verdichters und die Kreislauf  turbine als Nutzleistungsturbine verwendet  werden. Die Turbinen und die Verdichter  können je nach den Betriebsverhältnissen in  mehrere Gehäuse aufgeteilt sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels, aus welchem ständig eine Teilmenge entnommen und hiefür eine Er satzmenge zugeführt wird, wobei mindestens eine Turbine durch die im Kreislauf umströ mende Arbeitsmittelmenge und mindestens eine andere Turbine durch die aus dem Kreis lauf entnommene Teilmenge beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Dreh zahlregle r der Kreislaufturbine die Ent nahme von Arbeitsmittel aus dem Kreislauf einstellt. UNTERANSPRüCHE: 1. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlregler der Kreislaufturbine die Zu fuhr des Arbeitsmittels zur Entnahmetur bine einstellt. 2.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlregler der Kreislaufturbine den Zü- strömquerschnitt der Entnahmeturbine ein stellt. 3. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchflussregelorgan in einer mindestens eine Stufe der Entnahmeturbine umgehenden Lei tung angeordnet ist, welches durch den Dreh zahlregler der Kreislaufturbine eingestellt wird. 4.Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlregler mit einer Isodromvorrichtung ausgerüstet ist, so dass er ohne bleibenden Ungleichförmigkeitsgrad arbeitet. 5.
    Gästurbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlregeleinriehtung - eine Vorrichtung zum. Einstellen des. Drehzahlsollwertes an- der Kreislaufturbine besitzt.
    6.\- Gasturbinenanlage nach Patentan spruch mit einer die Entnahmeturbine umge henden Abfuhrleitung, in welcher -bei unzu lässiger Drehzahl dieser Turbine ein Durch flussregelorgan geöffnet ist, dadurch gekenn zeichnet, dass das Durchflussregelorgan mit einer Begrenzungsvorrichtung ausgerüstet ist, mi.t welcher der Durchflussquerschnitt mit tels des Drehzahlreglers der Kreislaufturbine eingestellt wird.
CH242699D 1943-12-23 1943-12-23 Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels. CH242699A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH242699T 1943-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH242699A true CH242699A (de) 1946-05-31

Family

ID=4463115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH242699D CH242699A (de) 1943-12-23 1943-12-23 Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH242699A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4136759C2 (de) Hydrodynamischer Retarder
DE6800191U (de) Gasturbinengetriebenes motorfahrzeug
DE862413C (de) Anlage zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere von Schiffen, die mindestens eine Kraftmaschine und einen von dieser angetriebenen Verstellpropeller aufweist
DE1299172B (de) Regelvorrichtung fuer Gasturbinenanlagen
DE3609399C2 (de)
CH242699A (de) Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels.
DE874532C (de) Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels
DE908657C (de) Regeleinrichtung fuer Kreiselverdichter
DE852016C (de) Regelung von Gasturbinenanlagen mit teilgeschlossenem Kreislauf
DE1931836C3 (de) Brennstoffregeleinrichtung für Gasturbinentriebwerke
EP3173161A1 (de) Mobile hochdruck-reinigungsvorrichtung mit schaltbarem getriebe
CH205291A (de) Brennkraftmaschine.
DE1254405B (de) Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer hydrostatischen Ventilatorantrieb
DE1816414B2 (de) Regelvorrichtung fuer ein gasturbinentriebwerk
DE843771C (de) Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage und Einrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens
CH242925A (de) Gasturbinenanlage mit einem Kreislauf des Arbeitsmittels.
DE740492C (de) Einrichtung zum Regeln der Leistung bzw. Drehzahl eines durch die Druckfeuerungsgase eines Dampferzeugers in Abhaengigkeit von dessen Belastung betriebenen Luftverdichters, an welchen eine Hilfsdampfturbine angeschlossen ist
DE820428C (de) Hydraulische Turbine mit Geschwindigkeitsregler
DE1476881C3 (de) Brennstoffregeleinrichtung für ein Gasturbinentriebwerk
DE589612C (de) Dampfkraftanlage
DE488349C (de) Sicherungseinrichtung fuer mit Waermespeicher versehene Kraftanlagen, insbesondere Dampfturbinenanlagen
DE849041C (de) Gasturbinenanlage mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel durchstroemten Turbinen
CH251222A (de) Gasturbinenaggregat.
DE849042C (de) Gasturbinenanlage
DE841662C (de) Gasturbinenanlage mit einer die Brennstoffmenge einstellenden Regelvorrichtung