CH242720A - Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines Verteilnetzes, insbesondere beim Versagen des Schnelldistanzschutzes. - Google Patents

Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines Verteilnetzes, insbesondere beim Versagen des Schnelldistanzschutzes.

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CH242720A
CH242720A CH242720DA CH242720A CH 242720 A CH242720 A CH 242720A CH 242720D A CH242720D A CH 242720DA CH 242720 A CH242720 A CH 242720A
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Ag Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/24Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to undervoltage or no-voltage
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Description


  Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines     Verteilnetzes,     insbesondere beim Versagen des     Schnelldistanzschutzes.       Die     Erfindung    bezieht sich auf die selek  tive     Abschaltung    von     Leitungsstrecken    von       Verteilernetzen,        insbesondere    beim Versagen  des     Schnelldistanzschutzes,    und betrifft eine       Anordnung    zur Erreichung des genannten  Zweckes;

   die sich     im,    wesentlichen dadurch  auszeichnet,     dass,    jedem Hauptschalter     ein    an  das Netz angeschlossenes, spannungsabhän  giges Zeitrelais zugeordnet. ist, derart, dass       ausser    den hinter einer     Kurzschlussstelle    lie  genden Schaltern nur noch der am nächsten  vor der     Kurzsöhlussstelle    liegende Schalter  durch das entsprechende Zeitrelais ausgelöst  wird, während alle übrigen vor der Kurz  schlussstelle liegenden Schalter infolge der  höheren Spannung     bezw.    längeren Schalt  zeit der betreffenden Zeitrelais     geschlossen     bleiben.

   Die Anordnung kann ferner zweck  mässigerweise so getroffen     sein,    dass nach       Öffnen    des am nächsten vor der Kurzschluss  stelle liegenden Schalters, angelaufene Zeit  relais auch bei nicht beendigtem Ablauf  durch eine. Rückführung in die Ruhelage zu-         rückkehren.    Das jedem Hauptschalter zu  geordnete     Zeitrelais    kann     hierbei,    vor dem  Schalter an das Netz angeschlossen     sein    und  weist zweckmässig ein in Abhängigkeit der  Netzspannung gesteuertes System auf, das  mit zunehmendem Spannungsabfall mit kür  zeren Schaltzeiten anspricht.  



  Die     erfindungsgemässe    Schaltanordnung  kann nicht nur zum selektiven Abschalten  gefährdeter     Leitungsstrecken,        sondern    auch  als Reserveauslösung des Hauptschalters in  einem     Verteilernetz    bei eventuellem Versagen  der normalen, z. B. nach dem     Reaktanz-Im-          pedanz-Prinzip    arbeitenden     Selektivschutzein-          richtung    benutzt werden.  



  Die beiliegende Zeichnung veranschau  licht den Gegenstand der     Erfindung,    und  zwar zeigen:       Fig.1        ein    Beispiel der erfindungsgemässen  Schaltanordnung,       Fig.    2 den Aufbau eines der Zeitrelais  in schematisch gehaltener,     schaubildliclher     Ansicht,           Fig.    3 das Beispiel einer     Kurve    der Schalt  zeiten des Zeitrelais     in        Funktion    der     Kurz-          sehlussspannting,    im Vergleich zu entspre  chenden Kurven ohne die     erfindungsgemässen     Merkmale.  



  Bei dem Beispiel nach     Fig.    1 sind mit a  und b die beiden     Leitungen.    eines einphasigen       Verteilernetzes        bezeichnet.    Im Netz a; b liegt  ein Hauptschalter 1     mit    Schaltmagnet la, vor  dem über     einen    Transformator 3     ein        Minimal-          spannungsrelais    4 mit Kontakten 5     und    6       zum    Schliessen und Öffnen von     Leitungen    an  geschlossen ist, die zu einem -Zeitrelais \ 7       (Fig.    1) führen, welches dem Schalter 1, la  zugeordnet ist.  



  Das Zeitrelais 7 besitzt     ein    in Abhängig  keit von der     Netzspannung    gesteuertes Schalt  system, welches aus einem Verzögerungslauf  werk besteht und mit bei     Kurzschluss    zu  nehmendem Netzspannungsabfall mit kür  zeren Schaltzeiten anspricht. Das Verzöge  rungslaufwerk besteht aus     einer    elektro  magnetischen Bremse mit zwischen den     Luft-          spalten    zweier Elektromagnete<B>8</B> und 9 dreh  barem Anker 10.

   Die     Wicklungen    8a und 9a  der beiden Elektromagnete sind in Reihe über  die an der     Grundplatte    des Zeitrelais 7 an  geordneten     Anschlussklemmen    11, 12 und den  Kontakt 5 des     Minimalspannungsrelais    4 an  den Transformator 3     bezw.    das Netz<I>a, b</I> an  geschlossen. Die Elektromagnete     sind    somit  direkt, das heisst     ohne    Gleichrichtung, an das  Netz angeschlossen, und der Anschluss des       Verzögerungslaufwerkes    des Zeitrelais 7 liegt  in     Richtung    von der Speisung zu den Ver  brauchern vor dem Hauptschalter 1, la.

   Der  Anker 10 der     elektromagnetischen    Bremse ist  um die Achse 13 zwischen zwei festen La  gern drehbar. An der Achse 13 ist ein be  weglicher Kontakt 14 sowie ein federnder       Finger    15 befestigt. Eine an dem Arm 14,  15     einerseits        und    an     einem    feststehenden Teil  16 anderseits befestigte Feder 17 ist bestrebt,  den Anker 10     bezw.    den Kontakt 14 stets  gegen     einen    im Raume fest angeordneten Kon  takt 18 zu drücken.

   Daran wird der Anker 10       bezw.    der     Kontakt    14 aber     gehindert,    und  zwar durch den Stift 19     eines    Drehanker-         relais    20; dessen Spiralfeder 21     (Fig.    1)     in     der Ruhelage das     Drehankersystem    10, 13  und damit den Kontakt 14 entgegen der  Wirkung der Feder 17     in    der     Öffnungsstel-          lung    hält.  



  Das     Drehankerrelais    20 besitzt eine Wick  lung 31 und einen Anker 32, an dem der vor  erwähnte Stift 19 angebracht ist, der     in    den  Bereich des am Drehsystem angeordneten  Armes 15 eingreift. Die Wicklung 31 des       Drehankerrelais    20 ist über die     Anschluss-          klemmen:    33 und 34 der Grundplatte zu  dem     Kontakt    6 des     Minimalspannungsrelais     geführt. Der     Kontakt    6 und die Wicklung  81 des     Drehankerrelais    20 sind an eine       Fremdspannung,    beispielsweise an die Klem  men c,<I>d</I> einer Batterie angeschlossen.

   Der  Kontakt 14, 18 ist der eigentliche Auslöse  kontakt für den Hauptschalter 1, la. Dieser       Kontakt    ist über die Spule 30     eines    an das  Relais 7 angebauten Schützes 24 ebenfalls an  den Batteriestromkreis     e;    d angeschlossen.  Zum Kontakt 14, 18 ist ferner über die Feder  17 und die     Leitungen    22, 25 ein Kontakt 23,  26 des Schützes 24 parallel geschaltet, der  als     Selbsthaltekontakt        zur    Vermeidung von       Schaltpendelungen    dient. An die     Batterie    c,  d ist bei 35, 36 der Schaltmagnet la des  Hauptschalters 1 über einen     Kontakt    37, 38  des Schützes 24 angeschlossen.

    



  Zur Erreichung einer grösseren     Zunahme     der Bremsung, das heisst einer grösseren Ver  zögerung der     Bewegung    des Ankers 10 bei  kleineren     Spannungen,    enthalten die Magnet  eisen 8 und 9     ferromagnetische        Einlagen    mit  hoher     Anfangspermeabilität.    Hierzu- und     um     möglichst an solchen Materialien, wie z. B.

         ,#-Metall,    einsparen zu können, sind diese  nicht zwischen die Eisenlamellen gemischt,  sondern getrennt von den Lamellen     in        Riclh-          tung    nach dem äussern Umfang des Scheiben  ankers 10 hin angeordnet, weil sie an dieser  Stelle infolge des grössten Abstandes von der  Drehachse 13 die     grösste    Bremsung     bezw.     Verzögerung bewirken.  



  Um für     einen    möglichst kurzen Ankerweg  und unter möglichst     geringer    Lestungsauf-      rahme die verlangte Laufzeit von beispiels  weise 4,5 Sekunden bei 70 V Spannung zu  erzielen, ist es     notwendig,    eine Form für den  Anker 10 zu verwenden, durch die bei mög  lichst geringer Fläche (zwecks Gewichts  ersparnis) und möglichst geringer Trägheit,  durch die     Netzspannung    kein Drehmoment  (Vortrieb)     in    dem Anker erzeugt wird, da       ein,    solches zusätzliches     Drehmoment    der       Bremsung    stark     entgegenwirken    würde.

   Hier  bei ist ferner der Gesichtspunkt     massgebend,     im Zeitpunkt, in dem der     Auslösekontakt    14,  18 geschlossen wird, die Entstehung eines       Rückwärtsdrehmomentes    in der Scheibe 10  5 zu verhüten, da hierdurch der Kontaktdruck  stark herabgesetzt würde.

   Hingegen ist es  wünschbar, zu     Beginn    der Drehung des An  kers 10 bis ungefähr in die Mitte des Weges,  wo die Feder 17 noch stark gespannt ist,     ein          Rückwärtsdrehmoment    zu erzeugen, um ge  nügend Bremswirkung     aufzubringen.    Es muss  hierfür also     eine    Ankerform benützt werden,  die am Anfang .der Drehbewegung     einen     Rücktrieb zwecks besserer     Bremsung    und am  Ende der Bewegung zwecks starkem Kon  taktdruck möglichst einen Vortrieb oder zum  mindesten keinen Rücktrieb ergibt.  



  Dies wurde dadurch erreicht, dass als An  ker, wie aus     Fig.    2 zu ersehen, eine     S-förmige     Scheibe     Verwendung    findet. Hierbei ist die  Form der     S-förmigen    Scheibe so gewählt, dass  die beiden Übergänge vom Steg zu den Schen  keln 10a, 10b sowie die Enden der Schenkel  breiter gehalten sind als die dazwischenlie  genden Zonen. Hierdurch wird erreicht, dass  die Drehurig vom Anfang bis zur Wegmitte  trotz     hier    noch stärker gespannter Feder 17  langsamer erfolgt als kurz vor Kontaktgabe       bezw.    entspannter Feder.

   Gegenüber einer  runden Scheibe ist es durch diese besondere       Scheibenform    möglich, die Leistungsauf  nahme der Spulen 8a, 9a stark zu reduzieren  und den Kontaktdruck von beispielsweise  0,2 g auf 0,4 g zu verdoppeln.  



  Um das Zeitrelais bei     einer    bestimmten  Spannung auf verschiedene Laufzeiten ein  stellen zu können, ist ein um die Achse 13  verstellbarer Anschlag 39 eingebaut, dessen    einer Arm 40 in den Bereich der Scheibe 10  hineinragt und dessen anderer Arm 41 gegen  über     einer    Skala- 42 durch eine Schraube 43  feststellbar ist.  



  In     Fig.    3 sind die Verhältnisse, das heisst  die Schaltzeiten des Zeitrelais, in     Funktion     der     Kurzschlussspannung    bei einem     162I3        @,          Bahunetz    gezeigt.  



  Die Kurve a zeigt die     Verhältnisse    bei  dem Zeitrelais gemäss der Erfindung. Von  zirka 15 V ab verläuft die Kurve annähernd  proportional zu den     Spannungswerten,-das          heisst    mit abnehmender Spannung wird     eine     abnehmende Schaltzeit erzielt.  



  Die Kurve b zeigt die Verhältnisse ohne  die Verwendung von Einlagen hoher     An-          fangspeimeabilität    in den Eisen 8a und 9ä,  während die Kurve c die Verhältnisse ohne  Einlagen und ohne     S-förmige    Scheibe zeigt.  



  Beim Vergleich der Kurven<I>a, b</I>     und    c er  kennt man, dass die Kurve a weit bessere       Schaltverhältnisse    zeigt, indem sie .auch bei  kleineren     Spannungen    stärker differenzierte  Schaltzeiten ergibt. .  



  Die Wirkungsweise der Schaltanordnung  ist die folgende:  In     Fig.    1 ist nur ein einziger Hauptschal- s       ter    1, la und das zugehörige Schaltrelais<B>7 -</B>  gezeigt. Die Anordnung ist aber so gedacht,  dass jedem Hauptschalter in den verschie  denen Leitungsstrecken eines Netzes     ein    ent  sprechendes Zeitrelais zugeordnet ist. Bei       einem    Kurzschluss wird infolge des hohen  Spannungsabfalles gegen das Leitungsende       hin,    ausser den hinter der     Kurzschlussstelle     liegenden Schaltern nur noch der am nächsten  vor der     Kurzschlussstelle    liegende Schalter  ausgelöst.

   Alle übrigen     ,Schalter    bleiben in  folge der     vorhandenen.    höheren     Spannung          bezw.    längeren Schaltzeit der betreffenden  Zeitrelais geschlossen, obwohl auch diese den  Ablauf eventuell begonnen haben.

   Im ein  zelnen ist die Wirkungsweise die folgende:  Angenommen, es entstehe an der Stelle  44 hinter dem Hauptschalter 1, la ein Kurz  schluss, so spricht das     Minimalspannungs-          relais    4, das als     Kurzschlussanzeiger    wirkt,      an     und    schaltet über     -seinen    Kontakt 6 die  Gleichstrombatterie c,     d    auf den Drehanker  magneten 20, welcher über     seinen    Stift 19  den Arm 15 der Scheibenachse 13 freigibt.  Dadurch- entspannt sich die Feder 17 und  dreht die     S-förmige    Scheibe.

   Gleichzeitig mit  dem Ansprechen des     Minimalspannungsrelais     4 erfolgt über den Kontakt 5 die Einschal  tung der Elektromagnete 8 und 9. Die durch  den Stift 19 freigegebene Ankerscheibe 10  wird zum     Zweck    der     Verzögerung    des Zeit  ablaufes somit gebremst. Nach     Zurücklegung     des durch den Anschlag 40 einstellbaren  Weges     bezw.    nach dem entsprechenden Zeit  ablauf wird der Kontakt 14, 18 geschlossen,  so dass auch der Stromkreis über den Schalt  magneten 30 des Schützes 24 geschlossen ist;  dieses schliesst     sowohl    den Kontakt 23; 26 als  auch 37, 38.

   Durch den     Kontaktschluss    37, 38  ist der Stromkreis -des     Schaltmagneten        la          des    Hauptschalters     .l    über 35, 36 an die Bat  terie     angeschlossen,    so dass der Schalter aus  gelöst     wird.     



  Nach     Abschaltung    des Hauptschalters 1  wird die Spannung auf der     Leitungsstrecke        cc,     b und im Netz wieder auf Nennspannung an  steigen, so dass das     Minimalspannungsrelais     die     Stromkreise    des     Zeitrelais    7 wieder unter  bricht; wodurch die Spiralfeder 21 des Frei  gaberelais 20 das     Drehankersystem    10, 13,  14-     wieder    in die Ruhelage     (Fig.    2) zurück  führt.  



  Die weiter -hinter dem Hauptschalter 1  liegenden Schalter werden durch das Ab  schalten des Schalters 1 ebenfalls ausgeschal  tet. Ausser dem am nächsten vor der     Kurz-          schlussstelle    44 liegenden Schalter 1, la davor  angeschlossene weitere Schalter werden durch  die entsprechenden Zeitrelais nicht ausgelöst,  da jene Relais     unter    höherer     Spannung    liegen  als das Relais 7 des Schalters 1 und dem  zufolge auch     eine    längere Schaltzeit haben.

         ,Wenn    nach     Abschaltung    des Schalters     1:,        1a     die Spannung im Netz a, b wieder auf Nenn  wert ansteigt, werden jene Relais, auch wenn  deren Ablauf eventuell bereits begonnen hat,  nach     Öffnung    des Schalters 1, la in die Ruhe  lage zurückgeführt.    Der Kontakt 23, 26 dient - wie oben  erwähnt - als     Selbsthaltekontakt.    Auf diese  Weise werden     Pendelungen,    das heisst     ein.          intermittierendes    Öffnen des Kontaktes 14,  überbrückt.  



  An Stelle des     Selbsthaltekontaktes    23, 26  könnte auch ein     getrenntes    Zwischenrelais  mit     Selbsthaltekontakt    vorgesehen     sein.    Eben  so könnte an Stelle eines     Minimalspannungs-          relai's    4     ein        Maximalstromrelais    oder eine       Kombination    beider     Relaisarten    vorgesehen       sein,    da diese Relais den Kurzschluss nur an  zuzeigen     haben.     



  Für die     einwandfreie        Funktion    der       Schaltanordnung    müssen als Hauptschalter  Schnellschalter verwendet werden.  



  Normalerweise     sind    die Zeitrelais     einer     Leitungsstrecke auf die     gleiche    Schaltzeit       eingestellt.    Es kann aber nötig werden, die  Selektivität, die sich aus den Spannungs  abfällen ergibt, noch weiter zu erhöhen. Dies  ist dadurch möglich, dass man den Schalt  weg der Relais auf     verschiedene        Werte    ein  stellt     und    dadurch     eine    Differenzierung er  reicht.  



  Anstatt wie durch die     Einrichtung    40 bis  43 den Bremsweg     einstellbar    zu machen, kann  man auch den Abstand der Kontakte 14 und  18 voneinander verändern     bezw.    einstellbar  machen. In diesem Falle steht dann der feste  Kontakt 18 in     Verbindung    mit einer Skala.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines Verteilnetzes, ins besondere beim Versagen des Schnelldistanz schutzes, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Hauptschalter ein an das Netz angeschlos senes, spannungsabhängiges Zeitrelais zuge ordnet ist, derart, dass ausser den hinter einer gurzschlussstelle liegenden Schaltern nur noch der am nächsten vor der Kurzschluss stelle liegende Schalter durch das entspre chende Zeitrelais ausgelöst wird,
    während alle übrigen Schalter infolge der höheren Spannung bezw. längeren Schaltzeit der be treffenden Zeitrelais geschlossen bleiben. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schaltanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Öffnen des nächsten vor der Kurzschlussstelle liegenden Schalters alle Zeitrelais auch bei nicht be endigtem Ablauf durch eine Rückführung in die Ruhelage gebracht werden.
    2. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass jedes Zeitrelais vor dem entsprechen den Hauptschalter an das Netz angeschlossen ist und ein in Abhängigkeit der Netzspan nung gesteuertes System aufweist, welches mit zunehmendem Netzspannungsabfall mit kürzeren Schaltzeiten anspricht.
    3. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen r und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das in. Abhängigkeit von der Netzspannung gesteuerte System der Zeit relais einen annähernd proportionalen Ver lauf der Schaltzeiten zur Netzspannung er gibt. 4.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das in Abhängigkeit der Netzspannung gesteuerte System des Zeit relais ein Verzögerungslaufwerk aufweist, welches bei einer bestimmten Minimalspan nung im Netz ausgelöst wird und nach Ab lauf einen Kontakt betätigt, der die Aus lösung des Hauptschalters bewirkt. 5.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass jedes Zeitrelais mit einem Schaltschütz in Schaltungsverbindung steht, welches zwischen das Zeitrelais und den Hauptschalter eingeschaltet ist. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das in Abhängigkeit der Netzspannung gesteuerte System aus einer elektromagnetischen Bremse mit zwischen dem Luftspalt mindestens eines Elektro magneten drehbaren Anker besteht.
    7. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge- kennzeichnet; dass der Anker der elektro magnetischen Bremse unter Federspannung in seiner Ausgangsstelle .gehalten wird und zur Auslösung .des Hauptschalters einen Schliesskontakt trägt.
    B. Schaltanordnung nach-Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Anker der elektro magnetischen Bremse unter Vermittlung der Feder eines Steuerrelais in seiner Ausgangs lage gehalten wird, welches beim Ansprechen auf Minimalspannung den Anker freigibt, der unter Vermittlung einer sich entspannen den Feder abläuft.
    9. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass. das den Anker freigebende Steuerrelais des Zeitrelais an eine fremde Spannung angeschlossen und durch ein Kurz schlussanzeigerelais betätigt wird. 10. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9; dadurch ge kennzeichnet, dass an Kontakte des Kurz schlussanzeigerelais sowohl das an einer Fremdspannung angeschlossene Steuerrelais als auch die Spule der elektromagnetischen Bremse angeschlossen ist.
    11. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass als Steuerrelais ein Dreh ankerrelais verwendet wird. 12. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass das den Anker der elek tromagnetischen Bremse auslösende Steuer relais über einen Kontakt des Kurzschluss- anzeigerelais an eine Fremdspannung ange schlossen ist. 13.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass als Fremdspannung die Spannung eines Batteriestromkreises verwen det wird. , 14. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die elektromagnetische Bremse aus zwei Elektromagneten mit je einem Luftspalt besteht, in welchen Luft spalten der Anker in Form einer Scheibe be weglich angeordnet ist.
    15. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 14, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Vermeidung von Schaltpendelungen des Auslöseköntaktes (14, 18) ein Zwischenrelais mit Selbsthaltekontakt vorgesehen ist.
    16., Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Vermeidung von Schaltpendelungen des Auslösekontaktes (14, 18) ein Selbsthaltekontakt <B>(23,26)</B> am Schütz des Zeitrelais parallel zum Auslösekontakt geschaltet ist. 17.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 16, dadurch ge- kennzeichnet, dass die- Eisenkerne der elektro magnetischen Bremse ferromagnetische Ein lagen mit hoher Anfangspermeabilität ent halten. 18.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 17, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Einlagen hoher An fangspermeabilität in Richtung des äussern Ankerdurchmessers an den Eisenkernen an geordnet sind: 19. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 18, dadurch ge- kennzeichnet, däss der Anker die Form eines S aufweist, dessen Schenkel sich in den Luft spalten bewegen. 20.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 19, dadurch ge kennzeichnet, dass bei S-förmigem Anker die beiden Übergänge vom Steg zu den Schen keln sowie die Enden der Sehenkel breiter sind als die dazwischenliegenden Zonen. 21. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 20, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Steuerrelais konachsial zur Ankerachse der elektromagnetischen Bremse angeordnet ist und durch einen Steuerstift mit der Bremse in Verbindung steht. 22.
    Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 21, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bremsweg des Ankers verstellbar ist. 23. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 22, dadurch ge kennzeichnet, dass ein um die Achse des An-- kers schwenkbarer zweiarmiger Hebel vorge sehen ist, dessen einer Arm in den Bereich der Ankerscheibe hineinragt und dessen an derer Arm, als Zeiger ausgebildet, mit einer festen Skala in Verbindung steht. 24. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 21, dadurch ge kennzeichnet, dass der der Ruhestellung ent sprechende Abstand der Auslösekontakte (14, 18) verstellbar ist.
    25. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 21 und 24, da durch gekennzeichnet, dass der im Raume feste Auslösekontakt (18) verstellbar ist und mit einer Skala in Verbindung steht. 26. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 21, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Zeitrelais über, Kon takte eines Minimalspannungsrelais an das Netz angeschlossen sind.
    27: Schaltanordnung nach-Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 21, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zeitrelais über Kon takte eines Magimalstromrelais an das Netz angeschlossen sind.
CH242720D 1944-09-26 1944-09-26 Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines Verteilnetzes, insbesondere beim Versagen des Schnelldistanzschutzes. CH242720A (de)

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CH242720D CH242720A (de) 1944-09-26 1944-09-26 Anordnung zur selektiven Abschaltung von Leitungsstrecken eines Verteilnetzes, insbesondere beim Versagen des Schnelldistanzschutzes.

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