CH243038A - Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH243038A
CH243038A CH243038DA CH243038A CH 243038 A CH243038 A CH 243038A CH 243038D A CH243038D A CH 243038DA CH 243038 A CH243038 A CH 243038A
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
    • A01N59/20Copper

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Description


  Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger     Schädlingsbekämpfungsmittel.            Kupferverbindungen    werden in grossem       Umfange    zur     Bekämpfung    verschiedener  Schädlinge, insbesondere schädlicher Pilze,  z.

   B.     Peronospora    der Rebe und des Hopfens,       Phytophtora    der Kartoffel,     Fusicladium        des          Kernobstes    usw.,     verwendet.    Die Kupferver  bindung wird meist     nicht    in reiner Form,       sondern.    im Gemisch mit Träger- oder Füll  stoffen     verwendet,    woraus sich verschiedene       Vorteile,    wie einfachere     Dosierung,    ,gleich  mässigere Verteilung beider Anwendung usw.,  ergeben.

   Die im Handel erhältlichen kupfer  haltigen     Schädlingsbekämpfungsmittel    stellen  in der Regel solche Gemische einer wirk  samen     Kupferverbindung    mit Träger- oder  Füllstoffen sowie Haft- und Netzmitteln dar.  Es ist auch bekannt, die Kupferverbindung  mit dem Trägerstoff dadurch besonders innig  zu vermengen, dass     mann    den Trägerstoff,  meist Kreide, Kaolin,     Bentonit    und     dergl.,     vor der Fällung der Kupferverbindung in der  Fellösung suspendiert.

      Es     wurde    nun gefunden, dass man zur  wirksamen Bekämpfung der     betreffenden     Schädlinge sehr erheblich geringere Kupfer  mengen benötigt, wenn man die Kupfer  verbindung     nicht    mechanisch mit dem Trä  gerstoff     vermischt,    sondern sie diesem unter       Mischkristallbildungeinverleibt.    Um dies zu       erreichen,    muss ein geeigneter, d. h. mit der  Kupferverbindung isomorpher oder     isodimor-          pher    Trägerstoff gewählt werden.

   Im Hin  blick auf die durch die     Mischkristallbildung     in überraschendem Masse verursachte     Wir-          kungssteigerung    genügt es, dem Trägerstoff  verhältnismässig geringe Kupfermengen ein  zuverleiben, so dass die gewünschte Wirkung  auch erreicht werden     kann,    wenn die Misch  kristallsättigung schon bei einem geringen  Kupfergehalt stattfindet.

   Wesentlich ist nur,       dass    es sich um     rich        '*e."        Mischkristalle        han-          delt,        d.        h.        dass        Tr    "     Urstoff        I        und        Kupfer-          verbindung    sich     ge        ,',

          sam    in den einzelnen       Kristallindividuen        r        ,ptftnden.    Es ist aber       .r         nicht erforderlich, dass der Mischkristall  homogen sei, es kann vielmehr die Aussen  schicht des     Kristalles    am einen Bestandteil,       vorteilhaft    der     Kupferverbindung,    reicher       sein.    als der gern.

   Der Grenzfall, dass näm  lich analog dem     bekannten    Beispiel       CaCO3    -     NaN03     die Aussenschicht des     Kristalles    vollständig  aus der Kupferverbindung, der gern aus rei  ner Trägersubstanz besteht, soll hier und im  folgenden unter den Begriff "Mischkristall"  mit eingeschlossen werden.  



  Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist  nun ein Verfahren zur Herstellung solcher  kupferhaltiger     Schädlingsbekämpfungsmittel.          Dieses    Verfahren ist dadurch     gekennzeichnet,     dass die wirksame Kupferverbindung und  mindestens ein mit ihr isomorpher oder     iso-          dimorpher.    Trägerstoff unter Mischkristall  bildung aufeinander     einwirken.     



       Wenn    man kupferhaltige Schädlings  bekämpfungsmittel nach dem erfindungs  gemässen Verfahren herstellt, so kann man  eine viel grössere Anzahl     Kupferverbindungen          als    bisher dafür verwenden. Während näm  lich bisher die Auswahl unter den     Kupfer-          verbindungen    dadurch sehr eingeschränkt  war, dass allzu     schwerlösliche    als unzurei  chend wirksam,     verhältnismässig    leichtlösliche  hingegen als schädlich für die zu behandeln  den Pflanzen ausgeschaltet werden mussten,  fällt für das neue Verfahren diese zweite       Beschränkung    fort.

   Man kann auch aus aus  gesprochen leichtlöslichen Kupferverbindun  gen wirksame, für die Pflanze jedoch un  schädliche Mittel herstellen.  



  Der zu wählende Trägerstoff richtet sich  nach der jeweiligen Kupferverbindung. Ge  eignete isomorphe oder     isadimorphe    Stoff  paare kann man auf Grund der bekannten  allgemeinen Regeln, die in jedem Lehrbuch  der     Kristallgitterphysik    und in den einschlä  gigen Kapiteln der Lehrbücher der physika  lischen Chemie zu finden sind, leicht auffinden.  Im Zweifelsfall kann nach einer auf Grund  der Gittertheorie getroffenen Vorwahl durch  einfache Versuche die Entscheidung gefällt       werden.;    insbesondere kommen     Natrium-,    Ma-         gnesium-,        Calcium-,        Ferro-    und Zinkverbin  dungen in Betracht.

   Unter Umständen     kann     es vorteilhaft sein, als- Trägerstoff selbst  schon     Mischkristalle,    z. B. eine geeignete       Zink-Ferroverbindung,    zu wählen.  



  Die Herstellung der Mischkristalle erfolgt  ganz allgemein     in.    der Weise, dass man die  eine Komponente in     Gegenwart    der andern  entweder     rekristallisieren    oder aber durch  Fällung erst entstehen lässt. Die     Rekristalli-          sation    kann auch mit einem Übergang einer       allotropen    Modifikation in eine andere oder       eines    Hydrates in ein anderes verbunden sein.  



  Handelt es sich um eine Kupferverbin  dung, deren Löslichkeit etwa jener der bisher  für     Schädlingsbekämpfungszwecke    benützten  entspricht, so geht man zweckmässig so vor,  dass man bei der Herstellung der Kupfer  verbindung durch Fällung die Trägersubstanz  in der     Fällflüssigkeit    suspendiert. Man erhält  dann     inhomogene        Mischkristalle,    in denen die  Kupferverbindung hauptsächlich in den       äussern    Kristallschichten sitzt. Wenn, wie es  meist der Fall sein wird,     Kupferverbindung     und Trägerstoff das Anion gemeinsam haben,  kann .dieser gleichzeitig zum Teil als die eine  Reaktionskomponente dienen.  



  Im Falle leichtlöslicher Kupferverbindun  gen sind homogene     Mischkristalle    mit nicht  gar zu     schwerlöslichen        Trägersubstanzen    vor  zuziehen. Die Herstellung solcher Misch  kristalle kann in verschiedener     Weise    erfol  gen.

   Am zweckmässigsten ist es, den Träger  stoff in einer Lösung zu fällen, die gleich  zeitig auch die     Kupferverbindung    gelöst ent  hält, wobei diese auch gleichzeitig als die eine  Reaktionskomponente dienen     kann.    Liegt der  Trägerstoff schon fertig vor, dann lässt man  in einer Lösung der Kupferverbindung     rekri-          stallisieren.    Die     Rekristallisation    lässt sich  besonders leicht bewerkstelligen, wenn sie mit  einem Wechsel in der Modifikation oder     im          Hydratationsgrad    verbunden ist.  



  Bei Kupferverbindungen mittlerer Lös  lichkeit kann man in der gleichen Weise vor  gehen wie bei leichtlöslichen. Es     ist    aber  dabei nicht notwendig, das Kupfersalz gänz  lich aufzulösen, sondern man kann sich mit      einer Suspension in der     gesättigten        Lösung     begnügen. Meist     ist    es aber vorteilhafter, die       Mischkristalle    in diesem Falle     durch    gemein  same Fällung der Kupferverbindung und der  Trägersubstanz oder durch     gemeinsame        Re-          kristallisation    der vorgebildeten Komponen  ten darzustellen.  



  Die nach den beschriebenen     Arbeitsweisen     hergestellten Mischkristalle können nun noch  mit Netz- und     Haftmitteln,    gegebenenfalls  auch noch mit den bisher üblichen Füllstof  fen vermengt werden und in Pasten- oder  Pulverform den Verbrauchern zugeführt  werden.  



       Ausführungsbeispiel:     In eine gesättigte     gupfersulfatlösung     werden unter gründlichem Umrühren gleich  zeitig und im gleichen Tempo gleiche Volu  mina einer 0,2     molaren        Magnesiumsulfat-    und  einer     0,4molaren        Kaliumfluoridlösung    ein  laufen gelassen.

   Die entstehende Suspension  wird mit Schwefelsäure ungefähr auf n/100       angesäuert    und unter     gelegentlichem    Um  rühren einige Tage stehen gelassen.     Nunmehr          i    wird der Niederschlag     filtriert    und     mit    an  gesäuertem Wasser von p$ = 4 gewaschen.  Der Filterkuchen wird getrocknet und ge  mahlen.

   Die auf diese Weise hergestellten  Mischkristalle von     MgF2        -f-        CuF2,    die knapp       i    2 %     Cu    enthalten, stellen einen hochwertigen  Wirkstoff für Schädlingsbekämpfungsmittel  dar; ihre     fungicide        Wirksamkeit    ist um ein  Vielfaches höher als dem Kupfergehalte ent  sprechen     würde.     



       Ebenso    wie aus     Cupri-        können    auch aus       Cuprosalzen    in Kombination mit geeigneten  isomorphen oder     isodimorphen    Trägersubstan  zen vorzügliche     Schädlingsbekämpfungsmittel     hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer- haltigen Schädlingsbekämpfungsmittels, da durch gekennzeichnet, dass die wirksame Kupferverbindung und mindestens ein, mit ihr isomorpher oder isodimorpher Trägerstoff unter Mischkristallbildung aufeinander ein wirken. UNTERANSPRrttCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Trä gerstoff bei der Einwirkung auf die genannte Kupferverbindung in einer Flüssigkeit sus pendiert ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die genannte Kup- ferverbindung bei der Einwirkung auf den genannten Trägerstoff in einer Flüssigkeit suspendiert ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden genann ten Stoffe in gelöstem Zustand aufeinander einwirken. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden genann ten Stoffe bei ihrer Rekristallisation unter Mischkristallbildung aufeinander einwirken. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer der ,genann ten Stoffe bei seiner Rekristallisation unter Mischkristallbildung auf den andern ein wirkt: 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Trä gerstoff bereits in Form von Mischkristallen zur Verwendung gelangt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff schwerlösliche Natriumverbindungen verwen det werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff schwerlösliche Magnesiumverbindungen ver wendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff schwerlösliche Calciumverbindungen verwen det werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff schwerlösliche Ferroverbindungen verwendet werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff schwerlösliche Zinkverbindungen verwendet werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägerstoff eine in Form von Misch kristallen vorliegende Zink-Ferroverbindung s verwendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den genann ten Verbindungen noch mindestens ein Netz- mittel zusetzt. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den genann ten Verbindungen noch mindestens ein Haft mittel zusetzt. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den genann ten Verbindungen noch mindestens einen Füllstoff zusetzt.
CH243038D 1943-02-25 1944-03-02 Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Schädlingsbekämpfungsmittel. CH243038A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR3013182A1 (fr) * 2013-11-19 2015-05-22 Nbvd Sa Particule d'hydroxyapatite, compositions a base de cette particule, utilisations comme vecteur de molecules bioactives

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR3013182A1 (fr) * 2013-11-19 2015-05-22 Nbvd Sa Particule d'hydroxyapatite, compositions a base de cette particule, utilisations comme vecteur de molecules bioactives

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