Heizeinrichtung an Fallrohren von Dachrinnen zum Verhüten des Einfrierens. Es sind Heizeinrichtungen an Fallrohren von Dachrinnen zum Verhüten des Einfrie- rens bekannt, bei denen etwa in Mannshöhe über dem Boden ein elektrischer Heizmantel um das Fallrohr herum angeordnet ist.
Ausserdem ist auch schon versucht wor den, einen elektrischen Heizkörper im Innern des Fallrohres konzentrisch zur Rohrlängs achse anzuordnen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Heizeinrichtung an Fallrohren von Dachrinnen zum Verhüten des Ein- frierens mit einem im Fallrohrinnern ange ordneten Heizkörper, bei welcher Mittel zur Verstärkung des durch die Heizeinrichtung erzeugten Warmluftstromes vorhanden sind.
Die Anordnung von Mitteln zur Verstär kung des Zuges im Fallrohr fördert die erfolg reiche Benutzung einer elektrischen Heizung.
Die eingangs erwähnten Heizmäntel haben nämlich den Nachteil, dass sie zwar das Fallrohr örtlich stark erhitzen, wobei an die im Fallrohr enthaltene Luft jedoch nur relativ wenig Wärme abgegeben wird. Etwas besser liegen die Verhältnisse, wenn der elektrische Heizkörper im Rohrinnern selbst angeordnet wird. Aber auch hier ge nügt die Zirkulation der erwähnten Luft oft nicht, die oben im Fallrohr befindliche Luft genügend zu erwärmen, und das Einfrieren des ablaufenden Wassers zu verhindern.
Die gemäss der Erfindung vorgesehenen Mittel zur Verstärkung des Zuges im Fallrohr ge statten in vermehrtem Masse ein Einfrieren des Wassers zu verhüten und damit ein Ver stopfen des Einlaufes zu verhindern.
In der Zeichnung sind vier beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Fall rohres, mit Seiher und Heizeinrichtung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Heizeinrichtung nach Fig. 1 in grösserem Massstab,
Fig. 3 eine Variante des Seihers und Fig. 4 bis 6 drei verschiedene Anord nungen der Heizeinrichtung in schematischer Darstellung.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 ist in das Bodenstück 1 des Fallrohres ein mit einer Heizvorrichtung versehenes Rohrstück 2 eingesetzt. In dieses greift ein auf einem eingepressten Wulst 3 desselben aufsitzendes, einen Seiher 4 tragendes Rohr stück 5 ein. Der Seiher 4 sitzt einerseits mit einer Schulter 6 auf einem eingepressten Wulst 7 des Rohrstückes 5 und anderseits mittels seines Randwulstes 8 auf dem obern Rand des Rohrstückes 5 auf. 9 ist ein über den zur Dachrinne führenden, mittels einer Rohrschelle 10 festgehaltenen Fallrohrteil 11 verschiebbares, in den Seiher einmün dendes Zwischenrohr.
Die konzentrisch im Rohr 2 angeordnete Heizvorrichtung weist einen Heizkörper 12 auf, welcher auf einem einerseits durch einen Flansch 13 und anderseits durch eine Halte schraube 14 am Rohr 2 befestigten Träger 15 angeordnet ist. 16 ist die Anschlussdose für das Stromzuführungskabel -17. 18 sind im Rohrstück 2 ringsherum in gleichmässi gen Abständen angeordnete Lufteintritts öffnungen, und 19 ist ein über diesen Öff nungen drehverstellbarer Ringschieber mit entsprechenden, mit den Öffnungen 18 in Deckung bringbaren Öffnungen 18'. Durch die Lufteintrittsöffnungen 18, 18' ist eine regelbare Aussenluftzufuhr zwecks Verstär kung des durch die Heizvorrichtung erzeug ten Warmluftstromes ermöglicht.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind die Belüf tungsöffnungen 18 mit Bezug auf die Be- wegungsrichtung des Luftstromes vor dem Heizkörper angeordnet.
Der Heizkörper besitzt einen Mantel 12a, welcher an seiner Aussenfläche mit Wärme- leit und Abstrahlungsrippen 20 versehen ist. Damit Regen- und Schmelzwasser durch den Heizkörper gut abgelenkt wird, ist das Ober ende des Heizmantels als spitzer Kegel aus gebildet, an dessen Spitze auch die Wärme austauschrippen auslaufen. Im Hohlraum des Heizmantels 12a. ist eine Heizdrahtwicklung 21 auf einem Isolierkörper 22 untergebracht.
23 ist ein von unten in den Heizkörper ein geführter, hülsenförmiger Einsatz, durch welchen der Hohlraum des Heizmantels in einen innern und äussern Zylindermantel- rauen 24 bezw. 25 unterteilt wird, welche Räume oben miteinander in Verbindung stehen. 26 sind unten in der Zwischenhülse 23 angebrachte Öffnungen, welche in den Zylindermantelräumen 24, 25 eine Heissluft zirkulation in der durch Pfeile angedeuteten Richtung ermöglichen. Die Zwischenhülse 23 ist mit einem in eine Ausdrehung 27 des Heizmantels 12a eingepassten Flansch 28 versehen.
In diese Ausdrehung 27 greift ebenfalls ein Flansch 29 des Heizkörper trägers 15 ein, an welchem der Heizkörper durch einen eingebördelten Rand 30 dessel ben gehalten wird. 31 ist eine zwischen die beiden Flanschen 28, 29 eingelegte Isolier- und Dichtungsscheibe, welche die einerseits mit den Heizdrahtenden und anderseits mit den Stromzuführungsdrähten 32, 33 verbun denen Anschlussklemmen 34, 35 trägt.
Um zu vermeiden, dass Regen- und Schneeschmelzwasser durch die Lufteintritts schlitze 18, 18' nach aussen gelangen kann, ist unmittelbar über diesen am Rohrstück 2 ein ringförmiger Ableitungseinsatz 36 be festigt, welcher einerseits den Wasseraustritt verhindert und trotzdem bei geöffnetem Schieber 19 den Lufteintritt in Richtung des Pfeils 37 gestattet.
Bei günstigen Zugverhältnissen kann für die Warmlufterzeugung Kanalluft verwen det werden, welche fast immer eine höhere Temperatur besitzt als die Aussenluft. In diesem Fall kann der Schieber 19 mehr oder weniger oder sogar ganz geschlossen werden. Bei ungenügendem Auftrieb muss der Ring schieber 19 mehr oder weniger geöffnet wer den, oder aber es kann das Ansaugen der Ka nalluft durch einen Ventilator 38 besorgt werden, der unmittelbar unter dem Heiz körper angeordnet ist, wie dies in Fig. 1 strichpunktiert veranschaulicht ist.
Da im Winter Gefahr besteht, dass der Seiher durch herunterfallende Eisstücke ver stopft oder beschädigt wird, kann derselbe in dieser Zeit durch einen widerstandsfähige- ren Einsatz 39 (Fig. '3') ersetzt werden, wel cher einen offenen Durchgang aufweist, der nur durch einen Quersteg 40 aus Eisen über- bifickt ist, welcher die Wucht herunter fallender Eisstücke bricht und so den Heiz körper 12 wirksam schützt.
Bei geschlossenem Schieber 19 und un genügendem Zug der Kanalluft würde in folge ungenügenden Auftriebes das Fallrohr in der nächsten Umgebung des Heizkörpers übermässig warm, während das Fallrohr gegen das Dach zu der Gefahr des Einfrie- rens ausgesetzt wäre.
Diesem Übelstand kann durch Öffnen des Schiebers 19 abgeholfen werden, indem die durch die Schlitze 18, 18' eintretende Aussenluft sofort einen lebhaften Auftrieb ermöglicht, so dass, wie Messungen ergeben haben, bei einer Aussentemperatur von beispielsweise-5 C, im Fallrohr in einer Höhe von 13 bis 14 Metern über dem Boden noch eine Temperatur von + 7 C ge messen werden konnte, während in der Um gebung des Heizkörpers auf der Rohraussen seite eine Temperatur von nur 0,5 C fest zustellen war.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bezeichnet 1 wieder das Boden stück und 2 ein Rohrstück des Fallrohres. Im Gegensatz zu dem vorbesprochenen Bei spiel ist hier der Heizkörper 12 nicht koaxial zum Fallrohr angeordnet, sondern desaxial zu diesem seitlich in eine Nische 2a einge baut. Diese Anordnung hat gegenüber der Bauart nach Fig. 1 bis 3 den grossen Vorteil, dass im Bereiche des Heizkörpers keine nennenswerte Einschnürung des Durchfluss querschnittes des Fallrohres erfolgt, so dass die Gefahr einer Verstopfung an dieser Stelle wesentlich vermindert wird.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung nach Fig. 4 ist so dann in dem Umstand zu erblicken, dass sich der Heizkörper an geschützter Stelle befin det und von herabfallenden festen Gegen ständen nicht beschädigt werden kann. Um den Heizkörper völlig vor Beschädigung zu schützen, ist über demselben noch ein schräges, dachartiges Leitblech 2b als Ein satz angeordnet, welches ausserdem auch an den Wänden des Fallrohres herabrieselndes Wasser ableitet. In der Wand der Nische 2a sind als Mittel zur Verstärkung des Luftzuges im Fallrohr dienende Belüftungsöffnungen 18 ausgenommen, deren Durchflussquerschnitt mittels eines Schiebers 19 wahlweise regu liert bezw. gänzlich abgesperrt werden kann.
Der Schieber 19 ist ebenfalls mit Belüftungs öffnungen 18' versehen, welche von dach artigen Schirmblechen 19' überdeckt werden, durch welch letztere ein Hineingreifen und Berühren des Heizkörpers, z. B. durch Kin derhand, verhindert werden soll.
Beim dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 bezeichnet 1 wieder das Bodenstück und 2 ein Rohrstück des Fallrohres. Bei dieser Variante ist der Heizkörper 12 in einen einen Teil des Fallrohrstückes 2 dar stellenden, an seinem Ende zum Fallrohr parallelen Stutzen 2e, also immer noch im Innern des Fallrohres, eingebaut, dessen oberer bogenförmiger Teil in. den Hauptteil des Fallrohrstückes 2 einmündet.
Der Stutzen 2c ist am untern Stirnende durch eine Scheibe 22 d abgeschlossen, in welcher Belüftung s - löcher 2e ausgenommen sind. An der Platte 2d ist ein um eine Achse 2 f drehbarer schei benförmiger Schieber 2g befestigt, welcher ebenfalls mit Belüftungslöchern 2h. versehen ist.
Durch Drehen des Schiebers 2g kann der Durchflussquerschnitt der Belüftungslöcher 2e wahlweise verändert bezw. ganz abge schlossen werden. Auch bei dieser Ausfüh rungsform wird der freie Querschnitt des Fallrohres durch den Heizkörper nicht ein geschnürt und befindet sich der Heizkörper zudem in gesicherter Lage.
Bei dem vierten Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Heizkörper 12 in einem Stutzen 2i des Bodenstückes 1 des Fallrohres, also immer noch in dessen Innern, angeord net. Der Stutzen 2i braucht nicht erst auf das Bodenstück 1 aufgesetzt zu werden, da er vielfach an den Bodenstücken 1 bereits vorhanden ist und zum Durchspülen der ga, nalisation verwendet wird. Soll ein derarti ges Durchspülen vorgenommen werden, so wird der Heizkörper 12 samt- der Abschluss- und Befestigungsplatte 2k einfach aus dem Stutzen 2i herausgenommen.
Zur Regulie rung des Zuges dient auch hier wieder ein Drehschieber 2m, welcher im wesentlichen gleich ausgebildet ist wie der Drehschieber bei dem vorbesprochenen Beispiel. Beim Beispiel nach Fig. 6 befindet sich der Heiz körper in völlig geschützter Lage und lässt den Durchflussquerschnitt des Fallrohres völlig frei. Es wäre auch möglich, den Ven tilator ausserhalb des Fallrohres anzuordnen und denselben durch eine Leitung mit dem Fallrohr zu verbinden.