CH243682A - Gasturbinenanlage. - Google Patents

Gasturbinenanlage.

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CH243682A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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Description


  Gastnrbinenanlage.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Gas  turbinenanlage mit     mindestens    einer Gas  turbine zur Erzeugung von Nutzleistung  mindestens einer Gasturbine zum Antrieb  eines Verdichters und einer Regelvorrichtung,  welche die Arbeitsmittelteilmengen für die  Turbinen einstellt. Die Erfindung ist gekenn  zeichnet durch eine mindestens eine Stufe der  Verdichterturbine umgehende Leitung mit  einem Durchflussregelorgan, welches durch die  Regelvorrichtung bei     Steigerung    der Nutz  leistung vorübergehend geöffnet werden  kann.  



  Ferner     kann    eine mit der Verdichter  gruppe gekuppelte Hilfsmaschine vorgesehen  sein, welche durch die Regelvorrichtung bei  Steigerung der Nutzleistung vorübergehend  in Betrieb gesetzt werden kann. Es kann  auch ein Abblaseorgan angebracht werden,  welches durch die Regelvorrichtung bei Ver  minderung der Nutzleistung vorübergehend  geöffnet wird und eine Teilmenge von Ar  beitsmittel aus der Anlage abströmen lässt.  Zweckmässig wird die Regelvorrichtung zur    Einstellung der Teilmengen ein Regelorgan  beeinflussen, welches in einer mindestens eine  Stufe der Nutzleistungsturbine umgehenden  Leitung angeordnet ist.  



  Die Erfindung ist nachstehend an Hand  der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel  erläutert. Fig. 1 zeigt in vereinfachter Form  eine     Gasturbinenanlage    nach der Erfindung,  welche zum Antrieb eines Schiffes dient, und       Fig.    2 in schematischer Darstellung die für       .diese    Anlage verwendete     Regelvorrichtung.     In beiden Figuren sind gleiche Teile mit glei  chen Bezugsziffern versehen.  



  Die     Gasturbinenanlage    nach     Fig.    1 arbei  tet mit einem Kreislauf eines gasförmigen  Arbeitsmittels, z. B. Luft, aus welchem stän  dig eine Teilmenge     entnommen    und welchem  hierfür an einer andern Stelle ständig eine  Ersatzmenge     zugeführt    wird. Das vom     Nie-          derdruckverdichter    1     verdichtete    Arbeits  mittel gelangt durch den Zwischenkühler 2  in den Hochdruckverdichter 3. Nachdem es  auf den höchsten Kreislaufdruck gebracht ist,  strömt das Arbeitsmittel durch die Leitung 4      in den Wärmeaustauscher 5, wo es beim  Durchströmen der Rohre 6 vorgewärmt wird.

    Durch die Leitung 7 strömt das Arbeits  mittel weiter, bis es an der Stelle 8 in zwei  Teile aufgeteilt wird. Ein grösserer Teil ge  langt durch die Leitung 9 in den     Gaserhitzer     10 und wird beim Umströmen der Wärme  austauschrohre 11 auf die höchste Kreislauf  temperatur erhitzt und     alsdann    durch die  Leitung 12 der Turbine 13 zugeführt.  



  Das in der Turbine 13 entspannte Arbeits  mittel gelangt durch die Leitung 14 in den  Wärmeaustauscher 5 und gibt hier beim Um  strömen der Wärmeaustauschrohre 6 einen  Teil seiner Restwärme an das durch die  Rohre strömende Arbeitsmittel ab. Durch die  Leitung 15 gelangt das Arbeitsmittel mit  einem geringeren Wärmeinhalt in den Küh  ler 16, in welchem ein weiterer Teil seiner  Restwärme an ein Kühlmittel abgeführt  wird. Durch die Leitung 17 wird schliesslich  das Arbeitsmittel wieder dem Niederdruck  verdichter 1 zugeführt, wo der Kreislauf von  neuem beginnt.  



  Aus dem beschriebenen Kreislauf des Ar  beitsmittels wird an der Stelle 8 ständig ille  Teilmenge entnommen und durch die Leitung  18 als Verbrennungsluft dem Brenner 19 des  Gaserhitzers 10 zugeführt. Die Verbren  nungsgase strömen aus dem Verbrennungs  raum 20 in die Wärmeaustauschrohre 11,  durch deren Wände die Wärme an das die  Rohre umströmende Arbeitsmittel des Kreis  laufs abgeführt wird. Danach gelangen die  Verbrennungsgase durch die Leitung 21 in  die Turbine 22.    Als     Ersatz    für die an der Stelle 8 dem  Kreislauf entnommene Arbeitsmittelmenge  wird durch den Verdichter 23 ständig Luft  aus der Atmosphäre dem Kreislauf zuge  führt.

   Diese Ersatzmenge wird durch die  Leitung 24 an einer Stelle 25 in den     Wärme-          aüstauseher    5     eingeführt,    an der das die  Wärmeaustauschrohre 6 umströmende Ar  beitsmittel ungefähr die gleiche Temperatur  und den gleichen Druck wie die Ersatzmenge  aufweist.    Die von der im Kreislauf umströmenden  Arbeitsmittelmenge beaufschlagte Turbine 13  treibt die Verdichter 1, 3 und 23, während die  Turbine 22, welche durch die aus dem Kreis  lauf abgeführte Teilmenge beaufschlagt ist.  als Nutzleistungsturbine über ein Getriebe 26  den Schiffspropeller 27 antreibt.

   Der Pro  peller 27 kann als Verstellpropeller ausgebil  det sein, dessen Flügel mit nach der Fahr  richtung oder nach der Fahrgeschwindigkeit  veränderlichem Steigungswinkel     eingestellt     werden können. Die Turbine 13 und die Ver  dichter 1, 3 und 23 sind noch mit einer elek  trischen Hilfsmaschine 28 gekuppelt, welche  als     Anlassmaschine    und als     Hilfsmaschine     zum Ausgleichen von übersehüssiger oder  mangelnder Leistung dient.  



  Zur Einstellung der Arbeitsmittelteil  mengen für die Turbinen 13 und 22 ist die  Nutzleistungsturbine 22 mit einer die erste  Stufe umgehenden     Umführungsleitung    29  ausgerüstet, in welche ein     Durchflussregel-          organ    30 eingebaut ist. Diese     Umführungs-          leitung    könnte auch mehrere Stufen um  gehen. Der Servomotor 51 dieses     Regelorganes     wird mittels der Impulsleitungen 39 und 33  durch die Regelvorrichtung 34 beeinflusst.

    Die Steuerung der     Regelvorrichtung    erfolgt  einesteils durch den     Fliehkraftregler    35 und  andernteils durch den mittels der Leitung 40  übertragenen Druck des Arbeitsmittels     in    der  Eintrittsleitung 12 der Turbine 13.     Mit        Hilfe     des Hebels 36 kann der Sollwert für die von  der Regelvorrichtung einzuhaltende Nutz  leistung von Hand eingestellt werden.  



  Eine Verminderung des     Durchflussquer-          schnittes    in der     Umführungsleitung    29 ver  mindert die Schluckfähigkeit der     Nutzlei-          stungsturbine    22, so dass weniger Arbeits  mittel dem Kreislauf entnommen und der  Turbine zugeführt wird. Gleichzeitig wird  aber infolge dieser     verminderten    Entnahme  das Arbeitsmittel gestaut und deshalb der  Druck im Kreislauf gesteigert, so dass sich  die Nutzleistung entsprechend erhöht.

   Eine       Vergrösserung    des     Durchflussquerschnittes     in der     Umführungsleitung    gibt. der Nutz  t' t'  22 eine grössere Schluck-      fähigkeit und verursacht deshalb eine grössere  Arbeitsmittelentnahme aus dem Kreislauf  mit entsprechendem Druckabfall. Infolge des  Druckabfalles entsteht eine Verminderung  der Nutzleistung. Entsprechend der Ab  nahme oder der Zunahme der durch die Nutz  leistungsturbine 22 entnommenen Arbeits  mittelmenge erfolgt eine Zunahme bezw.  Abnahme der für die Verdichterturbine 13  zur Verfügung stehenden Arbeitsmittelteil  menge. Durch die Regelvorrichtung 34 wird  das Arbeitsmittel so aufgeteilt, dass bei un  veränderlicher Belastung ein stabiler Betrieb  der Anlage gesichert ist.

   Mit Hilfe des He  bels 36 kann die für den Antrieb des Pro  pellers jeweils gewünschte Leistung und da  mit die Fahrgeschwindigkeit des Schiffes  eingestellt werden.  



  Die Verdichterturbine 13 besitzt eine  Umführungsleitung 37, welche die erste  Turbinenstufe umgeht. Diese Umführungs  leitung könnte auch mehrere Turbinenstufen  umgehen. Das Durchflussregelorgan 38 in der  Umführungsleitung kann durch die Regel  vorrichtung 34 zur beschleunigten Steigerung  der Leistung der Nutzleistungsturbine 22  vorübergehend geöffnet werden, wodurch die  Schluckfähigkeit der Turbine vergrössert  wird. Zu diesem Zweck beeinflusst die Regel  vorrichtung 34 über die Impulsleitung 32 den       Servomotor    39 des Regelorganes 38. Infolge  der Stauung des Arbeitsmittels an der Nutz  leistungsturbine, welche mittels der Regel  vorrichtung 34 bei Steigerung der Nutz  leistung verursacht wird, steht der Verdich  terturbine eine vermehrte Arbeitsmittelmenge  zur Verfügung.

   Bei der vorübergehend ver  grösserten Schluckfähigkeit der Verdichter  turbine entsteht eine vergrösserte Leistung.  Hierdurch steigt die Drehzahl des Verdich  terturbinenaggregates und damit findet eine  Steigerung des Drucks im Kreislauf statt.  Durch die Drucksteigerung im Kreislauf  wird dann die     gewünschte    Vergrösserung der  Nutzleistung erzielt.  



  Die Hilfsmaschine 28 kann durch die  Regelvorrichtung 34 bei     Steigerung    der  Nutzleistung ebenfalls vorübergehend in Be-    trieb genommen werden. Die Regelvorrich  tung 34     besitzt    hierfür     einen    in     Fig.    1 nicht  dargestellten     Regelschalter,    an welchem die  elektrische Leitung 42 der Maschine 28 an  geschlossen ist.  



  An den Hochdruckverdichter 3 ist eine       Abblaseleitung    43     angeschlossen,    welche in  die     Auslassleitung    44 der     Nutzleistungs-          turbine    22 führt. In diese Leitung ist ein       Abblaseorgan    45 eingebaut, welches durch  die     Regelvorrichtung    34 mittels der Impuls  leitung 46 und des Servomotors 47 bei Ver  minderung der     Nutzleistung    der Turbine 22  vorübergehend geöffnet wird und eine Teil  menge von Arbeitsmittel aus der Anlage  abströmen lässt.  



  Die Regelvorrichtung 34 mit den ange  schlossenen Regelorganen der     Fig.    1 ist in  der     Fig.    2 schematisch dargestellt.  



  Die Regelvorrichtung wird durch den       Fliehkraftregler    35 und die an die Druck  leitung 40 angeschlossenen     Druckfühlerdosen     50 und 51 beeinflusst. Mit Hilfe des Hebels  36 kann der Sollwert der zum Antrieb des  Schiffspropellers gewünschten Leistung von  Hand eingestellt werden.  



  Je höher der Druck im Kreislauf der     Gas-          turbinenanla.ge    ist, desto stärker dehnt sich  die Druckdose 50 aus und hebt dabei das  Gelenk 41 des Hebels 52. Steigt die Dreh  zahl der     Verdichterturbine    der Gasturbinen  anlage, so hebt sich das Gelenk 54 des Hebels  52. Die Lage des Gelenkpunktes 53 ist somit  eine Funktion der Druckhöhe im Kreislauf  der Anlage und der Drehzahl der Verdichter  turbine. Da im Beharrungszustand Druck und  Drehzahl einander eindeutig zugeordnet sind,  hängt schliesslich die Lage des Gelenkpunk  tes 53 allein von der Drehzahl der     Verdich-          terturbine    ab.

   Während Änderungen der  Nutzleistung sind die Werte für Drehzahl  und Druck nicht mehr in gleicher Weise ein  ander zugeordnet, weil die Änderungen des       Druckzustandes    im Kreislauf gegenüber den  Änderungen der Drehzahl mit einer zeitlichen  Verspätung erfolgen.  



  Zur     Steigerung    der Nutzleistung wird der  Hebe] 36 in +-Richtung des Pfeils 55 ver-      schoben, so dass mittels des Gestänges 56 und  des Nockens 57 die Rolle 58 in + Richtung  des Pfeils 59 verschoben und die Feder 61  zusammengedrückt wird. Auf das Gelenk 62  des Hebels 63 wirkt somit eine nach unten  gerichtete Kraft, welche über das Gestänge  66 den Verdrängerkolben 67 nach unten  schiebt. Hierbei wird die im Zylinder 68  unter diesem Verdrängerkolben befindliche  Flüssigkeit durch die Drosselleitung 69 auf  die obere Kolbenseite verdrängt. Die Gelenk  punkte 62 und 64 des Hebels 63 und das       angeschlossene    Gestänge 70 des Steuerschie  bers 71 werden nach unten bewegt.

   Dadurch  wird für die durch die Leitung 72 zugeführte  Druckflüssigkeit der Weg über die Leitung  73 in den untern Teil des Zylinders 75 frei,  und der Kolben 76 wird angehoben. Die auf  seiner obern Seite verdrängte Flüssigkeit ge  langt dann durch die Leitung 74 in die Ab  laufleitung 77.  



  Das Anheben des Kolbens 76 verursacht  eine Zunahme der Zugspannung in der Feder  78, so dass auch der Steuerschieber 79 auf  wärts gezogen wird. Hierbei tritt Druckflüs  sigkeit aus der Leitung 80 in die Leitung 32  über, in welcher nun der Druck ansteigt. Der       Steuerschieber    79 wird nun durch den er  höhten Flüssigkeitsdruck wieder nach unten  geschoben, bis der auf ihm lastende erhöhte  Flüssigkeitsdruck der zuvor erhöhten Zug  spannung der Feder 78 in einer Stellung  Gleichgewicht hält, in welcher die Steuer  öffnung 89 des Schiebers sich zwischen den  Steueröffnungen der Zufuhrleitung 80 und  der Abfuhrleitung 81 befindet.  



  Der Steuerdruck in der Leitung 32 wirkt  zunächst über die Leitungen 32 und 33 auf  den Kolben 83 des Servomotors 31,     ferner     auf den Kolben 84 des Servomotors 39 und  schliesslich über die Leitung 85 auf den Kol  ben 86 des Servomotors 87. Zunächst wird  durch die Erhöhung des Steuerdrucks der  Kolben 83 der Feder 88 entgegen nach unten  geschoben, so dass der durch das Organ 30  freigegebene Durchflussquerschnitt - gege  benenfalls bis zum völligen Abschluss -     ver-          kleinert    wird.    Die den Kolben 84 des Servomotors 39  belastende Feder 89 ist so bemessen, dass das       Durchflussorgan    38 erst dann von seinem  Sitz abgehoben wird, wenn das Durchfluss  organ 30 gerade in die geschlossene Stellung  gelangt ist.

   Ist das Durehflussorgan 38 voll  ständig geöffnet, so wird bei noch weiterem  Steigen des Steuerdrucks in den Leitungen  32 und 85 der Kolben 86 der Feder 90 ent  gegen so angehoben, dass der Schalter 91 auf  dem Regelwiderstand 92 zu schleifen beginnt.  Beim     Steigen    des Kolbens 86 wird dann ein  Strom von zunehmender Stärke durch die  Leitung 42 dem elektrischen Hilfsmotor der       Gasturbinenanlage    zugeführt.  



  Unter dem Einfluss der beschriebenen     Re-          _-.eleingriffe    werden die Drehzahl der     Ver-          diehterturbine    und der Druck im Kreislauf  der     Gasturbinenaalage    und als Folge davon  auch die Drehzahl und damit die Leistung  der     Nutzleistungsturbine    ansteigen. Hierbei        ,erden    die     Gelenkpunkte    41 und 54 des     Ile-          bels    52 und damit auch die Gelenkpunkte 53  und 65 angehoben. Der Steuerschieber 71.

    gibt damit den     Druckflüssigkeitszufluss    über  die Leitung 74 auf die obere Seite des       Servomotorkolbens    76 frei und vermindert  wieder durch Entspannen der Feder 78 den  Steuerdruck über dem Steuerschieber 79. Die  Regelvorrichtung kommt erst wieder zur  Ruhe, wenn     Druck    und Drehzahl ihre Soll  werte erreicht haben. Im Beharrungszustand  ist die Lage des Gelenkpunktes 62 des Hebels  63 durch die Kurvenscheibe 57 festgelegt, da  in der Gleichgewichtsstellung die Feder 61  entspannt sein muss. Ebenso ist der Gelenk  punkt 64 während des     Beharrungszustandes     in der Stellung, in welcher der     Steuerschieber     die beiden Steuerleitungen 73 und 74 ver  schlossen hält, festgelegt.

   Aus den fest  gelegten     Beha.rrungslagen    der Gelenkpunkte  62 und 64 des Hebels 63 ergibt sich eine  Lage des Gelenkpunktes 65, welche der       Drehzahl    und dem     Druck    des neuen Behar  rungszustandes entsprechen.  



  Der Regelbereich des     Organes    30 ist so  festgelegt, dass jeder Beharrungszustand  allein durch Einstellen dieses Ventils ein-      gehalten werden kann. Dann ergibt es sich.  dass während des Beharrungszustandes im  Leitungssystem 32, 33, 85 ständig ein Steuer  druck herrscht, der das Organ 38 in geschlos  sener Stellung und den Schalter 91 aus  geschaltet sein lässt.  



  Es ergibt sich somit, dass das Durchfluss  regelorgan 38 in der Umgehungsleitung 37  der Verdichterturbine 13 nur bei rasch er  folgender grösserer Steigerung der Nutz  leistung vorübergehend geöffnet wird. Von  der Überdeckung des Steuerschiebers 71 und  der Wahl der Federn 88 und 89 wird es  abhängen, wie rasch die Steigerung der Nutz  leistung zu erfolgen hat und wie gross diese  Steigerung sein muss, bis das Regelorgan 38  beeinflusst wird. In gewissen Fällen können  diese Elemente auch so gewählt werden, dass  das Regelorgan 38 schon bei langsamer er  folgenden kleineren Steigerungen in gerin  gem Mass geöffnet wird.  



  Zur Verminderung der Nutzleistung wird  der Hebel 36 in --Richtung des Pfeils 55  verschoben, wodurch das Abblaseorgan 45  in der Leitung 43 vorübergehend geöffnet  wird.  



  Dieses Abblaseorgan wird durch die Kur  venscheibe 93 und die Druckfühlerdose 51 so  gesteuert, dass es geöffnet wird, sobald der  Druck des Kreislaufs in der Leitung 40  einen etwas über dem durch den Hebel 36  eingestellten Sollwert der     Nutzleistung    lie  genden Grenzwert übersteigt. Wird der Hebel  36 in --Richtung des Pfeils 55 verschoben,  so wird die Rolle 94 in --Richtung des  Pfeils 95 verschoben. Hierbei erhält die  Feder 96 eine Druckspannung, welche den  Steuerschieber 97 nach unten schiebt. Da  durch entsteht zwischen dem Zylinder des  Servomotors 47 und der Ablaufleitung 99  über die Leitung 46 und die     Steueröffnung     100 eine Verbindung. Der Steuerdruck fällt  entsprechend, so dass die Feder 101 den Kol  ben 102 anhebt, wodurch das Organ 45 den  Durchfluss durch die Leitung 43 freigibt.

    A us dem Kreislaufsystem der Gasturbinen  anlage entweicht dabei Arbeitsmittel durch  die Abblaseleitung 43, der Druck des Kreis-    Laufs senkt sich, so dass .sich die Druckfühler  dose 51 verkürzt. Die Feder 96 wird ent  spannt und der     Steuerschieber    97 wieder an  gehoben. Es     kann    dann aus der Leitung 98  durch die Steueröffnung 100 und die Leitung  46 wieder so viel Flüssigkeit     in    den Zylinder  des     Servomotorkolbens    47 nachströmen, dass  mittels des Kolbens 102 das Organ 45 wieder  auf seinen Sitz gepresst und damit der Durch  fluss unterbrochen wird.  



  Gleichzeitig     wird    bei der Verschiebung  des Hebels 36 in =Richtung des     Pfeils    55  im Leitungssystem 32, 33, 85 ein weiterer  Druckabfall stattfinden, so dass das Regel  organ 30 einen grösseren     Durchflussquer-          schnitt    freigibt. Hierdurch wird die Nutz  leistung vermindert. Das     bereits    .geschlossene       Umströmorgan    38 der     Verdichterturbine     bleibt weiterhin     geschlossen    und der schon  ausgeschaltete Schalter 91 bleibt in     aus-          geschalteter    Stellung.  



  Wenn zur     Steigerung    der Leistung der  Hebel 36 in     ---Richtung    des Pfeils 55 ver  schoben wird, so wird der Steuerdruck in der       Leitung    46 vergrössert; das bereits geschlos  sene     Abblmeorgan    45 bleibt weiterhin in  geschlossener Stellung.  



  Selbstverständlich werden neben der be  schriebenen Regelung noch die üblichen be  kannten Regelungen verwendet. So muss z. B.  die dem Lufterhitzer zugeführte     Brennstoff-          menge    entsprechend der gewünschten Lei  stung eingestellt werden. Zur Beschleunigung  der Regelvorgänge könnten gegebenenfalls  noch an sich     bekannte    Speicherbehälter vor  gesehen sein, welche     insbesondere    bei einer  Steigerung der Leistung vorübergehend der  Anlage Energie zuführen.  



  Anstatt die     Regelvorrichtung    34 gemein  sam in Abhängigkeit von der Drehzahl der       Verdichterh-irbine    und vom Druck des Kreis  laufs zu beeinflussen,     könnte    auch nur die  eine oder die andere dieser beiden Regelgrö  ssen zur Beeinflussung der Regelvorrichtung  herangezogen werden.  



  Die richtige Verteilung der Arbeitsmittel  menge auf die     Nutzleistungsturbine    und die       Verdichterturbine    kann auch mittels Drosse-      lung des der einen oder der andern Turbine  zugeführten     Arbeitsmittelstromes    erreicht  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenanlage mit mindestens einer Gasturbine zur Erzeugung von Nutzleistung, mindestens einer Gasturbine zum Antrieb eines Verdichters und einer Regelvorrichtung, welche die Arbeitsmittelteilmengen für die Turbinen einstellt, gekennzeichnet durch eine mindestens eine Stufe der Verdichterturbine umgehende Leitung mit einem Durchfluss- regelorgan, welches durch die Regelvorrich tung bei Steigerung der Nutzleistung vor übergehend geöffnet werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine Regel vorrichtung, welche das Durchflussregelorgan in der Umgehungsleitung mindestens bei rasch erfolgender grösserer Steigerung der Nutzleistung vorübergehend öffnet.
    2 2 Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine mit der Verdichtergruppe gekuppelte Hilfsmaschine, welche durch die Regelvorrichtung bei Stei gerung der Nutzleistung vorübergehend in Betrieb gesetzt werden kann. 3. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch ein Abblase organ, welches durch die Regelvorrichtung bei Verminderung der Nutzleistung vorüber gehend geöffnet wird und eineTeilmenge von Arbeitsmittel aus der Anlage abströmen lässt.
    4. Gasturbinenanlage nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Regelvorrichtung zur Einstellung der Teil mengen ein Regelorgan beeinflusst, welches in einer mindestens eine Stufe der Nutz leistungsturbine umgehenden Leitung ange ordnet ist.
CH243682D 1944-05-19 1944-05-19 Gasturbinenanlage. CH243682A (de)

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