CH243683A - Gasturbinenanlage mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel durchströmten Turbinen. - Google Patents

Gasturbinenanlage mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel durchströmten Turbinen.

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CH243683A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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      Gasturbinenanlage    mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel  durchströmten Turbinen.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Gas  turbinenanlage mit     mindestens    zwei vom Ar  beitsmittel parallel durchströmten     Turbinen,     von denen die eine Turbine mindestens einen  Verdichter antreibt und die andere Turbine  die Nutzleistung abgibt, wobei zur     Regelung     der Anlage die Aufteilung des Arbeitsmit  tels auf die beiden     Turbinen    geregelt wird.  Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,  dass die Aufteilung des Arbeitsmittels in Ab  hängigkeit vom Druck des Arbeitsmittels ein  gestellt wird.  



  Infolge der im Gasinhalt aufgespeicher  ten Energie und der     kinetischen    Energie der  Turboläufer weisen die Veränderung des  Druckes des Arbeitsmittels und die Ver  änderung der Drehzahl der Turbomaschinen  bei Regeleingriffen zeitliche Verschiebungen  auf. Wird der Regelimpuls zur Leistungs  einstellung vom Druck des Arbeitsmittels  abgeleitet, so entsteht ein hohes Mass von  Stabilität. Hierbei geht die     Erfindung    von  der Erkenntnis aus, dass die Druckverände-         rungen    wesentlich früher als die Veränderun  gen der Drehzahl einsetzen.  



  Bei einer     Gasturbinenanlage    mit einem  Kreislauf des Arbeitsmittels, aus welchem  ständig eine Teilmenge entnommen und hier  für     eine    Ersatzmenge zugeführt wird, bei der  mindestens eine Turbine durch die     im    Kreis  lauf umströmende     Arbeitsmittelmenge    und       mindestens    eine andere Turbine durch die     aus     dem Kreislauf entnommene Teilmenge     beauf-          schlagt    wird,

   kann die Entnahme von Ar  beitsmittel aus .dem Kreislauf zur     Beauf-          schlagung    der     Entnahmeturbine        in    Abhän  gigkeit vom Druck im Kreislauf     eingestellt     werden.  



  Die     Erfindung    ist     nachstehend    an Hand  der     Zeichnung    an einem     Ausführungsbei-          spiel    erläutert.     Fig.    1 zeigt     eine    Gastur  binenanlage nach der Erfindung und     Fig.    2  die bei der     Gasturbinenanlage    nach     Fig.    1  verwendete     Regelvorrichtung.    In den beiden  Figuren     sind    gleiche     Teile    mit gleichen Be  zugsziffern bezeichnet.

        Die     Gasturbinenanlage    nach     Fig.    1 arbei  tet mit     einem    Kreislauf von Luft, aus wel  chem ständig eine Teilmenge entnommen und  welchem hierfür an einer andern Stelle stän  dig eine Ersatzmenge zugeführt wird. Die  vom     Niederdruckverdichter    1 verdichtete Luft  gelangt durch den Zwischenkühler 2 in den  Hochdruckverdichter 3. Die verdichtete Luft  strömt dann durch die Leitung 4 weiter in  den     Wärmeaustauscher    5, wo sie beim Durch  strömen der Rohre 6 vorgewärmt wird.

    Durch die Leitung 7 strömt die Luft weiter,  bis sie an der Stelle 8 in zwei Teile auf  geteilt     wird.    Ein grösserer Teil gelangt durch  die Leitung 9 in den Gaserhitzer 10 und wird  beim     Umströmen    der     Wärmeaustauschrohre     11 auf die höchste     Kreislauftemperatur    er  hitzt und alsdann durch die Leitung 12 der  Turbine 13 zugeführt.  



  Die in der Turbine 13 entspannte Luft  strömt durch die Leitung 14 in den     Wärme-          austauscher    5 und gibt hier einen Teil ihrer  Restwärme mittels Wärmeleitung an die  durch die     Wärmeaustauschrohre    6 strömende  Luft ab. Durch die Leitung 15 gelangt die  Luft in den Kühler 16, in welchem ein wei  terer Teil ihrer Restwärme an ein Kühl  mittel abgeführt wird. Durch die Leitung  17 wird schliesslich die Luft wieder dem Nie  derdruckverdichter 1 zugeführt, wo der  Kreislauf von neuem beginnt.  



  Aus dem beschriebenen Kreislauf der Luft  wird an der Stelle 8 ständig eine Teilmenge  entnommen und durch die Leitung 18 als  Verbrennungsluft dem Brenner 19 des     Gas-          erhitzers    10 zugeführt. Die Verbrennungs  gase strömen aus dem     Verbrennungsraum    20  in die     Wärmeaustauschrohre    11, deren Wände  die     Wärme    an die die Rohre umströmende  Luft des     Kreislaufes    abführen. Darnach ge  langen die Verbrennungsgase durch die Lei  tung 21 in die Turbine 22.  



  Als Ersatz für die an der Stelle 8 dem  Kreislauf entnommene Luft wird durch den  Verdichter 23 ständig Luft aus der Atmo  sphäre dem Kreislauf zugeführt. Diese Er  satzmenge     wird    durch die Leitung 24 an  einer Stelle 25 in den     Wärmeaustauscher    5    eingeführt, an der die die     Wärmeaustauseh-          rohre    6 umströmende Luft ungefähr die  gleiche Temperatur und den gleichen Druck  wie die Ersatzmenge aufweist.  



  Die     Druckverlaufskurve    der Luft im  Kreislauf steigt von seinem niedrigsten Wert  beim Eintritt in den Verdichter 1 auf seinen  höchsten Wert am Austritt aus dem Verdich  ter 3. Beim Durchströmen der     Wärmeaus-          tauscher    5 und 10 und der zugehörigen Lei  tungen findet entsprechend dem Strömungs  widerstand ein unbedeutender Abfall des       Druclzes    statt. Ein grosser Druckabfall findet  in der Turbine 13 statt. Der Austrittsdruck  ist nur um so viel höher, als der Eintritts  druck, des     Verdichters    1 als durch den Strö  mungswiderstand in den     Wärmeaustauschern     5 und 10 und in den Leitungen bedingt ist.

    Die Höhe des Druckniveaus hängt von der  Höhe des Eintrittsdruckes des Verdichters 1  ab und dieser wiederum von der Höhe des       Förderdruclzes    des Verdichters 23. Bei Än  derungen dieses Eintrittsdruckes zum Bei  spiel infolge Änderung der Drehzahl werden  sich die     Drüeke    im ganzen Kreislauf ver  ändern, und zwar der Höchstdruck in noch  stärkerem Masse als der Eintrittsdruck.  



  Die von der im     Kreislauf    umströmenden  Luft     beaufschlagte    Turbine 13 treibt die  Verdichter 1, 3 und 23, während die Turbine  22, welche durch die aus dem Kreislauf ab  geführte Teilmenge     beaufschlagt    ist, als       Nutzleistungsturbine    über ein Getriebe 26  den Schiffspropeller 27 antreibt.

   Der Pro  peller 27 kann als     Verstellpropeller    ausge  bildet sein, dessen Flügel mit nach der Fahr  richtung oder nach der Fahrgeschwindigkeit  veränderlichem Steigungswinkel eingestellt  werden     können.    Die Turbine 13 und die Ver  dichter 1, 3 und 23 sind noch mit einer Hilfs  maschine 28 gekuppelt, welche zum Anlassen  der Anlage und zum Ausgleichen von über  schüssiger oder mangelnder Leistung dient.  



  Zur richtigen Verteilung des Arbeitsmit  tels für die Turbinen 13 und 22 ist die       Nutzleistungsturbine        ?\?    mit einer ihre erste  Stufe umgehenden     L'mführungsleitung    29  ausgerüstet, in welche ein Durchflussregel-           organ    30     eingebaut    ist. Der Servomotor 31  dieses Regelorganes wird mittels der Impuls  leitung 32     durch    die Regelvorrichtung 33  beeinflusst. Die Steuerung der Regelvor  richtung erfolgt durch den mittels der Lei  tung 34 übertragenen Druck der Luft in der  Eintrittsleitung 12 der Turbine 13.

   Mit  Hilfe des Hebels 35 kann der Sollwert für  den Druck in der Eintrittsleitung und     damit     für die Nutzleistung von Hand nach Bedarf  eingestellt werden.  



  Eine Verminderung des vom Regelorgan  30 freigegebenen     Durchflussquerschnitts    ver  mindert die Schluckfähigkeit der     Nutzlei-          stungsturbine    22, so dass weniger Luft dem  Kreislauf entnommen wird. Durch die hier  bei eintretende Stauung wird nicht nur der  Druck im Kreislauf gesteigert, sondern auch  die der     Verdichterturbine    13 zugeführte  Luftmenge und deren Leistung erhöht, so dass  ihre Drehzahl ansteigt. Hierdurch wird das  der     Nutzleistungsturbine    zur Verfügung ste  hende Druckgefälle erhöht, wodurch die  Nutzleistung ebenso gesteigert wird.

   Um  gekehrt gibt eine     Vergrösserung    des vom  Regelorgan 30 freigegebenen     Durchflussquer-          schnittes    der     Nutzleistungsturbine    22 eine  grössere Schluckfähigkeit und verursacht  deshalb eine grössere Luftentnahme aus dem  Kreislauf mit entsprechendem Abfall des  Druckes. Der     Nutzleistungsturbine    steht nur  noch ein     vermindertes    Druckgefälle zur Ver  fügung, wodurch deren Leistung vermindert  wird. Mit Hilfe des Hebels 35     kann    die für  den Antrieb des Propellers 27 gewünschte       Leistung    und damit die Fahrgeschwindig  keit des Schiffes eingestellt werden.  



  Die     Verdichterturbine    13 besitzt eine       Umführungsleitung    36, welche ihre erste  Stufe umgeht. Das     Durchflussregelorgan    37  in der     Umführungsleitung    kann mittels der  Regelvorrichtung 33 durch     Beeinflussung    des  Servomotors 39 über die- Impulsleitung 32,  38 zur     beschleunigten    Steigerung der Nutz  leistung vorübergehend geöffnet werden.  Durch     bffnen    des Regelorganes 37 wird die  Schluckfähigkeit der     Verdichterturbine    13  vergrössert.

   Infolge der Stauung der Luft    im Kreislauf, welche durch Verminderung  des Querschnittes des     Regelorganes    30 in der       Umführungsleitung    20 zur Steigerung der  Nutzleistung verursacht wird, steht der     Ver-          dichterturbine    13     eine    vermehrte     Arbeits-          mittelmenge    zur Verfügung. Bei der durch  das Regelorgan 37 vorübergehend vergrösser  ten Schluckfähigkeit der     Verdichterturbine     13     wird    ihre     Leistung    in beschleunigtem Mass  gesteigert.

   Es findet eine ebenso beschleu  nigte Steigerung des     Druckverlaufes    im  Kreislauf statt, und hierdurch wird die ge  wünschte Vergrösserung der Nutzleistung in  verkürzter Zeit erreicht.  



  Die     Regelvorrichtung    33 (Fug. 2)     wird     durch die an die Druckleitung 34 angeschlos  sene     Druckfühldose    40     beeinflusst.    Mit Hilfe  des Hebels 35 kann der Sollwert für die Höhe  des Druckes im Kreislauf und damit die zum  Antrieb des     Schiffspropellers        gewünschte          Leistung    von Hand eingestellt werden.  



  Die Dehntrog der Druckdose 40 wird auf  das Gelenk 41 des Hebels 42 übertragen. Das       Gelenk    43 auf der Gegenseite des Hebels 42  wird mittels des Hebels 35 über die Kurven  scheibe 44, das Gestänge 45 und die Feder  46     beeinflusst.    Die Lage des mittleren Gelen  kes 47 des Hebels 42 ist also durch die Stel  lung des Hebels 35 und die Ausdehnung der  Druckdose 40     bestimmt.     



  Mit dem Gelenk 47 ist über das Ge  stänge 48 der Steuerschieber 49     verbunden,     mittels dessen die Zufuhr     eines    Druckmittels  aus der Leitung 50 zum Servomotor 52 und  die Abfuhr aus dem Servomotor in die Ab  laufleitung 51 gesteuert wird. Der Kolben 53  des Servomotors steht einerseits über die  Stange 54 mit der     Schleppvorrichtung    55 und  anderseits über die Feder 56 mit dem Steuer  schieber 57 in     Verbindung.    Der     Kolben    58  der Schleppvorrichtung trennt zwei Zylinder  räume voneinander, die über eine mit einer  Drosselstelle 59 versehene Leitung 60 ver  bunden sind.

   Der     Schieber    57 steuert die  Zufuhr eines Druckmittels aus der     Leitung     61 oder die Abfuhr in die Leitung 62. Der  Steuerraum 63 des     Schiebergehäuses    64 ist  durch die Steuerleitung 32 mit dem Servo-           motor    31 und durch     die    Steuerleitung 38  mit dem Servomotor 39 verbunden.  



  Der Servomotor 31 besitzt einen Kolben  65, auf den von unten die Kraft der Feder  66 und von     oben    der Druck des im Raum 67  befindlichen Steuermittels wirkt. Im Servo  motor 39 ist ein Kolben 68 angeordnet, an  welchem die von unten wirkende Kraft der  Feder 69 und der von oben wirkende Druck  des Steuerraumes 70 Gleichgewicht halten.  Die Federn 66 und 69 sind so bemessen, dass  das Regelorgan 37 erst vom Sitz abgehoben  wird, wenn das Regelorgan 30 aufsitzt und  den     Durchfluss    durch die Leitung 29 voll  ständig unterbricht.  



  Wird der Hebel 35 in     -I-    Richtung des  Pfeils 71 verschoben, so wird die Stange 45  in     -I-    Richtung des Pfeils 72 verschoben.  Die Feder 46 erhält dabei eine Druckspan  nung, so dass sich der Gelenkpunkt 43 nach  Massgabe der Verdrängung der Flüssigkeit  in der Schleppvorrichtung von der     untern     Seite des Kolbens 58 nach der     obern    Seite  über die Drosselstelle 59 ebenfalls in     -I-    Rich  tung des Pfeils 72 verschiebt.

   Da das Gelenk  41 zunächst in Ruhe bleibt, bewegt sich der  Steuerschieber 49     in        -i-    Richtung des Pfeils  73.     Hierbei    strömt aus der Leitung 50 Druck  mittel durch die Leitung 74 in den unter dem  Kolben 53 befindlichen Zylinderraum. Der  Kolben wird in     -i--    Richtung des Pfeils 76  verschoben und die hierbei im     obern    Zylin  derraum verdrängte Flüssigkeit durch die  Leitung 75 nach dem Ablauf 51 abgeführt.  



  Durch die Verschiebung des Servomotor  kolbens 53 wird die schon bestehende     Zug-          spannung    der Feder 56 erhöht und der Steuer  schieber 57 aufwärts gezogen. Hierbei ent  steht eine Verbindung zwischen der Zufuhr  leitung 61 und dem Steuerraum 63. Durch  Zufuhr von Druckflüssigkeit wird der Steuer  druck im Raum 63 erhöht, bis die hierdurch  erhöhte     Druckbelastung    auf den Schieber 64  der erhöhten Zugspannung der Feder 56 in  der     Mittellage    des Schiebers Gleichgewicht  hält, wobei die Steueröffnungen der Leitun  gen 61 und 62 verschlossen sind.

   Der erhöhte  Steuerdruck im Raum 63 wird über die Lei-         tung    32 in den Steuerraum 6 7 des Servo  motors 31 und durch die Leitung 38 in den  Steuerraum 69 des Servomotors 39 übertra  gen. Der erhöhte Steuerdruck im Raum 67  drückt den Kolben 65 nach unten, so     da.ss    der  vom Regelorgan 30 freigegebene     Durchfluss-          querschnitt    verkleinert wird. Die Schluck  fähigkeit der     Nutzleistungsturbine    ist da  durch vermindert.  



  Vermag die Erhöhung des Steuerdruckes  in den Leitungen 32 und 38 nach dem voll  ständigen Abschluss des Regelorganes 30 den  Druck der Feder 69 im     Servomotor    39 zu  überwinden, so wird das Regelorgan 37 von  seinem Sitz abgehoben. Es entsteht eine  vermehrte Schluckfähigkeit der Verdichter  turbine. Die Drehzahl der     Verdichterturbine     wird in     beschleunigtem    Mass erhöht, so     da.ss     die Verdichter den Druckverlauf im Kreis  lauf ebenso beschleunigt erhöhen und da  durch die Nutzleistung in verkürzter Zeit  erhöht wird.  



  Ein Überregeln und ein damit zusammen  hängendes Pendeln der Regelung wird mit  Hilfe der Schleppkupplung 55 verhindert,  welche als nachgiebige Rückführung zur  Wirkung kommt und gleich zu Beginn der  Regelverstellung schon eine     Rückführbewe-          gung    einleitet. Hierdurch kann der einge  stellte Sollwert ohne bleibende Ungleich  förmigkeit eingehalten werden. Während der  Verschiebung des     Servomotorkolbens    53 wird  der Schleppkolben 58 in     -I-    Richtung des  Pfeils 76 verschoben.

   Das Gelenk 43 des  Hebels 42 wird somit in der der anfäng  lichen Verschiebungsrichtung entgegengesetz  ten Richtung verschoben, so dass der Steuer  schieber 59 wieder gegen seine Mittellage zu  rückgeschoben wird, in welcher die Steuer  öffnungen der Leitungen 74 und 75 ver  schlossen sind.  



  Die endgültige     Rückführung    des Regel  vorganges erfolgt dann über die Anlage sel  ber, während die Rückführung der nach  giebigen Vorrichtung wieder ausklingt. Bei  Erhöhung des Druckes im Kreislauf dehnt  sich die     Druckmessdose    40 aus. Das Gelenk  41 des Hebels 42 bewegt sich aufwärts. Das      gegenüberliegende Gelenk 46 des Hebels  wird in diejenige Stellung gedrängt, in wel  cher die Feder 46 entspannt ist. Die Regel  vorrichtung kommt dann zur Ruhe, wenn der  Druckfühler 40 den Steuerschieber 49 bei  spannungsloser Feder 46 in Mittellage ge  bracht hat. Dann entspricht die Höhe des  Druckes im Kreislauf dem durch den Hebel  35 eingestellten Sollwert.

   Infolge der nach  giebigen Rückführung entspricht jeder Hebel  stellung jederzeit ein einziger ihr zugeord  neter Wert für den Druck und damit auch  für die     Nutzleistung.       Entsteht eine Erhöhung des Druckes über  den Sollwert, so wird mit Hilfe der Druck  dose 40 das Gelenk 41 in -Richtung des  Pfeils 73 verschoben. Der Steuerschieber 49  verbindet dann, die Leitung 50 mit der Lei  tung 75. Der Kolben 43 des Servomotors 52  wird in Richtung des Pfeils 76 verscho  ben und die Feder 56 entspannt, so dass auch  der Steuerschieber 57 nach unten gleitet. Aus  dem Steuerraum 63 kann Flüssigkeit ent  weichen, so dass der     Steuerdruck    in den Lei  tungen 32 und 38 entsprechend vermindert  wird.

   Dadurch wird der     Durchflussquer-          schnitt    am Ventil 30 vergrössert und dem  Kreislauf eine vermehrte     Arbeitsmittelmenge     entnommen. Die Drehzahl der Verdichter  turbine und der von ihr     angetriebenen    Ver  dichter     wird        vermindert,    so dass der Druck im  Kreislauf abgesenkt wird, bis \er dem durch  den Hebel 35 eingestellten Sollwert wieder  entspricht.  



  Sinkt der Druck im Kreislauf     unter    -den  Sollwert, so wird mit Hilfe der Dose 40,  des Hebels 42 und des Gestänges 48 der  Schieber 49 in     -I-    Richtung des Pfeils 73 ver  schoben. Hierbei wird der Servomotor  kolben 58 angehoben und die Feder 56 in  vermehrtem Masse gespannt.     Entsprechend     der     Spannungserhöhung    entsteht eine Druck  erhöhung in den Steuerleitungen 32 und 38,  wobei der vom     Ventil    30 freigegebene .Quer  schnitt vermindert und gegebenenfalls das  Ventil 37 vom Sitz abgehoben wird.

   Die       verminderte    Entnahme von Arbeitsmittel    aus dem Kreislauf durch die Leitung 29  s  taut das Arbeitsmittel im Kreislauf und  steigert die Drehzahl der     Verdichterturbine     und der Verdichter, bis der Druck wieder  den verlangten Sollwert erreicht hat.  



       Zur        Verminderung    der Leistung wird der  Hebel 35 in -Richtung des Pfeils 7 1 ver  schoben. Hierbei entstehen entsprechende  Regelvorgänge, jedoch in umgekehrtem Sinn.  Der Druck im Kreislauf wird dabei abge  senkt und entsprechend die Leistung der       Nutzleistungsturbine    vermindert.  



  Die     Druckabnahmestelle    zur     Einhaltung     des     Druckzustandes    kann auch an andern  Stellen des Kreislaufes, wo der Druck einen  niedrigeren Wert aufweist, erfolgen.  



  Die     Erfindung    lässt sich auch anwenden  auf     Gasturbinenanlagen,    bei welchen das  Arbeitsmittel die Anlage nur einmal durch  strömt und somit keinen Kreislauf be  schreibt. Sind bei einer solchen Anlage zwei  vom Arbeitsmittel parallel durchströmte Tur  binen vorhanden, von denen die eine zum  Beispiel die Verdichter der Anlage antreibt  und die andere die     Nutzleistung        abgibt,    so  kann die     Verteilung    des Arbeitsmittels auf  diese beiden     Turbinen    in Abhängigkeit vom  Druck des Arbeitsmittels in. der Anlage ein  gestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenänlage mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel durchströmten Turbinen, von denen die eine Turbine min destens einen Verdichter antreibt und die an dere Turbine die Nutzleistung abgibt, wobei zur Regelung der Anlage die Aufteilung des Arbeitsmittels auf die beiden Turbinen ge regelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung des Arbeitsmittels in Abhängig keit vom Druck des Arbeitsmittels eingestellt wird. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auf teilung des Arbeitsmittels in Abhängigkeit vom Druck des Arbeitsmittels an einer Stelle eingestellt wird, wo der Druck des Arbeits mittels mindestens angenähert seinen höch sten Wert aufweist. 2. Gasturbinena,nlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor richtung zur Einstellung der Arbeitsmittel verteilung mit einer Vorrichtung zur Verstel lung des einzuhaltenden Sollwertes ausge rüstet ist.
    d. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Vor richtung zur Einstellung der Arbeitsmittel verteilung mit einer nachgiebigen Rückfüh rung ausgerüstet ist, um bleibende Abwei chungen vom eingestellten Sollwert zu ver hindern.
    4. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch mit einem Kreislauf des Arbeitsmit tels, aus welchem ständig eine Teilmenge entnommen und hierfür eine Ersatzmenge zu- geführt wird, wobei mindestens eine Turbine durch die im Kreislauf umströmende Arbeits- mittelmenge und mindestens eine andere Tur bine durch die aus dem Kreislauf entnom mene Teilmenge beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahme von Ar beitsmittel aus dem Kreislauf zur Beauf- schlagung der Entnahmeturbine in Abhän gigkeit vom Druck im Kreislauf eingestellt wird.
    5. Gasturbinenanlage nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahme von Arbeitsmittel aus dem Kreis lauf in Abhängigkeit vom Druck an einer Stelle des Kreislaufes eingestellt wird, wo der Druck des Arbeitsmittels mindestens an- -;enähert seinen höchsten Wert aufweist.
CH243683D 1944-06-17 1944-06-17 Gasturbinenanlage mit mindestens zwei vom Arbeitsmittel parallel durchströmten Turbinen. CH243683A (de)

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