Einrichtung zur Erstellung einer Liegestätte,"die als Rettungsschlitten, Tragbahre, Biwak verwendbar ist, unter Zuhilfenahme von Skiern und Stöcken.' Die bisher bekannten zerlegbaren Trag bahren, Feldbetten und mit Hilfe von Skiern in Rettungsschlitten umwandelbaren Einrich tungen haben den Nachteil, dass sie zu viel lose Teile aufweisen, die bei der Aufstellung der Einrichtungen die Ursaclie von grossen Zeitverlusten darstellen, indem der Zusam menbau der Teile sorgfältige -Überlegungen voraussetzt. Dieser Übelstand und nicht zu letzt das immer noch zu grosse Gewicht sol cher Einrichtungen stehen bis jetzt einer Einführung bei der Armee hindernd im Wege.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einriehtung zur Erstellung einer Liegestätte, die als Rettungsschlitten, Trag bahre oder Biwak verwendbar ist, unter Zu hilfenahme von Skiern und Stöcken. Erfin dungsgemäss weist die Einrichtung eine zu einem Bündel aufrollbare Stoffbahn auf, welche eine Liegefläche zu ergeben bestimmt ist und mit vordern und hinternQuerverstre- bungs- und Haltemitteln versehen ist, mittels welchen sie,
an der Spitze bez # -.w. F, Ide eines Skipaares festgemacht und gespannt werden kann und dazwischen weitere Querverstre- bungs- und Haltemittel zum Verbinden der beiden Längsränder der Stoffbahn mit Stöcken aufweist.<B>-</B> In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt.
Es zeigen: Fig. <B>1</B> eine, Seitenansicht und Fig. 2 die Draufsicht der zu einem Rettungsschlitten bezw. Biwak zusammengestellten Einrich- tung, Fig. <B>3</B> eine Ansicht der Stoffbahn von der Unterseite, Fig. 4,<B>5</B> und<B>6</B> in grösserem Massstab,<B>je</B> einen Querschnitt nach Linie IV-IV -bezw. V-V bezw. VI-VI in Fig. 2, Fig. <B>7</B> eine Teildraufsicht,
vor dem Be festigen der Stöcke.
Die gezeichnete Einrichtung wird gebil det durch eine zu einem Bündel aufrollbare Stoffbahn<B>1,</B> welche die Liegebahn zu erge ben bestimmt ist und welche mit mehreren Querverstrebungs- und Haltemitteln versehen ist. Das am vordern Ende der Bahn be festigte Querverstrebungs- und Haltemittel besteht aus zwei Teilen 2,<B>3</B> aus Holz, welche durch zwei äussere Schrauben 4 mit Flügel- muttern <B>5</B> und durch zwei innere Schrauben <B>6</B> mit Flügelmuttern<B>7</B> miteinander verspann- bar sind.
Die Befestigung dieses Querverstre- bungs- und Fixationsmittels an den Ski spitzen geschieht durch Einspannen der letz teren zwischen die Teile 2,<B>3 je</B> zwischen einer innern und einer äussern Schraube 4,<B>6.</B> Durch Anschlagstücke <B>8</B> zwischen den Teilen 2,<B>3</B> wird der Sitz der letzteren auf den Ski spitzen verbessert.<B>9</B> sind mit Schnallen<B>10</B> versehene und zu den Querverstrebungen ge hörende Gurten oder Riemen zum Fest schnallen der Stöcke.
Das am hintern Ende der Bahn<B>1</B> befestigte Querverstrebungs- und Haltemittel besteht aus einem obern Teil<B>11</B> aus Holz, an welchem, an beiden Enden, durch<B>je</B> eine äussere Schraube 4' mit Flügel mutter<B>5'</B> und eine innere Schraube<B>6'</B> mit Flügelmutter<B>7'</B> ein Flacheisenstück 12 fest- spannbar ist.
Zwischen dem Teil<B>11</B> und<B>je</B> einem Teil 12 sind die Hinterenden der Ski einspannbar. Um die Liegebahn abzustützen, ist diese an der Unterseite mit einer Vier- kantrohrverstrebung <B>13</B> versehen, in welcher an beiden Enden um Achszapfen 14 Stützen <B>15</B> aus ihrer waagrechten Ruhelage in eine steile Stützstellung ausschwingbar gelagert sind. Die Verstrebung<B>13</B> weist an der Ober seite Rasten<B>16</B> für den Eingriff des vordern Skistockpaares <B>17</B> auf, während die Stützen <B>15</B> Klauen<B>18</B> zum Festhalten der Stöcke in den Rasten<B>16</B> aufweisen.
Durch die Schräg stellung der Stützen<B>15</B> wird, bei Belastung der Bahn<B>1,</B> durch die Klauen<B>18</B> ein Klemm druck auf die in den Rasten liegenden Stöcke ausgeübt, durch welchen letztere festgehalten und zugleich in dem richtigen Abstand von einander gesichert werden.<B>19</B> sind die Ver strebung<B>13</B> mit der Stoffbahn<B>1</B> verbindende Nieten. Durch die Stützen<B>15</B> wird das Hauptgewicht der von der Liegebahn aufzu nehmenden Last unter entsprechender Ent lastung der Stöcke auf die Ski übertragen.
Die übrigen Querverstrebungs- und Halte- mittel werden durch in Abständen voneinan der auf der Unterseite der Bahn<B>1</B> auf- genietete Holzleisten 20 gebildet, welche an den Enden über die Bahn<B>1</B> vorstehende Haken 21 für den Eingriff der Stöcke tra gen. 22 ist eine an der Kopfpartie der Stoff bahn<B>1</B> auf,##-enähte Tasche für die Auf nahme von Verbandszeug und Stärkungs mitteln aller Art sowie von Kleidungs stücken usw.
Der in Fig. <B>1</B> und 2 dargestellte Rettungs schlitten oder Biwak wird wie folgt zusam mengestellt: Ein Paar Ski wird mit einem Abstand von 40 ein auf dem Boden bereit gelegt. Die Stoffbahn<B>1</B> wird auseinander- gerollt und die hinterste Verstrebung<B>11, 122</B> Über die Skienden lose geführt. Hierauf wird die vorderste Verstrebuno, <B>2, 3</B> auf die Ski spitzen auf- klemmt. Zwei Skistöcke<B>17</B> werden mit den Spitzen auf die Enden der Verstrebung 2,<B>3</B> gelegt und mittels der Rie men oder Gurten<B>9</B> festgeschnallt.
Die Stöcke <B>17</B> werden nun nach vorheriger Vertikal- siellung der Stützen 1.5 in die Rasten<B>16</B> auf den Enden der Verstrebung<B>13</B> sowie in die Haken 21 der Verstrebungen 20 gelegt und die Klauen<B>18</B> durch Sehrägstellen der Stützen <B>15</B> zugedrückt. Durch die Klauen werden die Stöcke<B>1.7</B> in ihrem gegenseitigen Abstand und damit auch der Eingriff der Haken 21 in die Stöcke gesichert. Ein zweites Paar Stöcke<B>17'</B> wird zur Stützung des hintern Teils der Bahn<B>1</B> verwendet. Die Spitzen der Stöcke<B>17'</B> werden an den Enden der hinter sten Verstrebung<B>11,</B> 12 vermittels der daran befestigten Gurten oder Riemen<B>9'</B> fest geschnallt.
Nach Einhängen der Haken 21 in die Stöcke<B>17</B> bezw. <B>17'</B> werden letztere mit dem Knauf mittels der Zehenriemen<B>23</B> an den Zehenbacken der Skibindung fest- Creschnallt. Die Flügelmuttern<B>5, 5'</B> der vor- t' zn dern und hintern Querverstrebungen 2,<B>3</B> und <B>11,</B> 12 weisen verhältnismässig grosse Flügel auf, welche eine sichere Eingriffslage.
für die an den Enden der Verstrebungen 2,<B>3</B> und<B>11,</B> 12 festzuschnallenden Stöcke<B>17, 17'</B> bieten, wie dies aus Fig. <B>5</B> ersichtlich -#st. Bei Verwendun der Einrichtuno, als Schlit- zz el ten dient ein Paar kreuzweise miteinander verbundener Stöcke als Zugvorrichtung, wo bei die Spitzen der Stöcke unter den innern Flügeln der Flügelmuttern gesteckt und durch Zehenriemen, Schnüre usw. an den Enden der Verstrebungen 2,<B>3</B> befestigt werden.
Soll die Einrichtung als Tragbahre die nen, so empfiehlt sich eine Verstärkung der Stoffbahn<B>1</B> durch Einschieben von Lawinen- sondierstangenteilen oder weiteren Stöcken zwischen die Stoffbahn<B>1</B> und die Quer verstrebungen<B>13,</B> 20.
Für den Fall, dass beim Transport der Tragbahre auch die Ski von Führer und Rückhaltemann mitgenommen werden müs sen, wird bei jedem Paar der eine Ski durch die Backen des andern hindurchgestossen, wobei die Skispitzen entgegengesetzt zuein ander gerichtet sind. Die so miteinander ver bundenen Skipaare werden mit ihren Lauf flächen an die Laufflächen der Skier der Bahre gelegt und an diesen festgebunden. Als Traggurten können Felle verwendet werden.